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THEMA: Faulhaber Motor wird heiß

THEMA: Faulhaber Motor wird heiß
Startbeitrag
Winkel* - 05.08.09 09:06
Liebe N-Gemeinde,
mein ausgebauter Fauli wird nach ca. 2-3 Minuten ziemlich heiß, bei 10 Volt Fahrspannung.
Da meine anderen Faulhaber diese Eigenschaft nicht besitzen, gehe ich von einem Defekt aus.
Vielleicht eine innere "Blockade", allerdings dreht er manuel sehr leicht.
Wer weiß Rat?
Vielen Dank schon mal.
Gruß Werner

Hallo Werner,

eine solche Erwärmung ist nicht üblich und deutet auf einen Fehler hin. Hast Du noch nähere Infos ?

- Motor-Typ bzw. -Bezeichnung
- Trat dieses Phänomen vorher nicht auf oder hast Du den Motor neu bekommen ?
- Bisherige Gesamt-Betriebsstunden ?
- Versehentlich mit Impulsbreite angesteuert ?
- Mach er beim Drehen auffällige Geräusche wie ein geringfügiges Kratzen bzw. Schleifen ?

Viele Grüsse
Frank

  
Hallo Frank,
vielen Dank für deine schnelle Antwort.
Der Motor hat die Bezeichnung: 1319L012S,  40-1661058 (soweit ich`s erkennen konnte)
Er läuft bei ca. 1,5 V an und hat bei 10 V eine Stromaufnahme von ca. 1,8 mA (ohne Last),
macht keine auffälligen Geräusche.
Über Betriebsstunden kann ich nichts sagen, habe ihn gebraucht in einer Lok erhalten.
Danke für deine Mühe.
Gruß Werner
Hallo Werner,

Was für ein Trafo oder Steuergerät benützt du?
Blockenwelle hat viel negative Influß auf Faulhabermotoren. Sinuswelle und pure Gleichstrom sind besser geeignet.
Oder sogar Blockenwelle mit 15 kHz, aber das ist Digitalbereich.

MfG, Rudolf
Hallo,

bei einer konstanten (?) Stromaufnahme von 1,8 mA bei 10 V ohne Last wird der Motor bei der aufgenommenen Leistung von nur 18 Milliwatt brutzelheiß? Wie kann das gehen?

Wie ist die Stromaufnahme nach 2-3 Minuten?

Grüße, Peter W.
Hallo,
erstmal vielen dank für eure Tipps.
Zu euren Fragen: die Stromaufnahme bei 10 V bleibt konstant  ca. 1,8 mA, auch nach 5 Minuten, Motor wird aber richtig heiß.
Habe auch unterschiedliche Trafos probiert, mit meinen anderen Faulis habe ich dementsprechend keine Probleme.
Hat schon mal jemand einen Faulhaber demontiert?

Gruß Werner
Hallo,

bist Du ganz sicher im richtigen Messbereich zu messen? Ich glaube die 1,8 mA nicht, das wäre schon fast ein Perpetuum mobile. Möglicherweise foppt Dich das Messgerät auf Grund der induktiven Last. Nimm zur Messung reine Gleichspannung, z.B. aus einer 9 V Batterie.

Nochmals zur Verdeutlichung: Mit diesen 18 Milliwatt kann man nicht mal eine Schneeflocke auftauen. Die Energie, um den Motor derart aufzuheizen dass Du das von aussen merkst (richtig heiß ist über 60 °C) muss also von aussen zu geführt werden, d.h. der Motor arbeitet schwer und es muss sich in der Stromaufnahme auswirken.

Einen Fauli kann man nicht zerstörungsfrei zerlegen. Ich würde den Motor an die Firma FAULHABER einsenden zur Überprüfung. Vielleicht bekommst Du auf Kulanz einen neuen.

Grüße, Peter W.
Hallo,

derartige Probleme hatte ich auch bei insgesamt 3 Faulhaber 1319 Motoren. Einen eingeschickt an Lemo Solar, die haben ihn an Faulhaber geschickt zwecks Diagnose. Antwort: Der Motor hat  seine maximale Lebensdauer erreicht. Dabei war er keine 100 Stunden gelaufen. Bei über 100 Faulhaber Motoren die zum Teil schon wesentlich länger im Einsatz standen habe ich sowas nur beim 1319 gesehen. Ich denke da gabs zumindest zeitweise ein Quaslitätsproblem. Deswegen vermeide ich den 1319 wenns geht.

Gruß Engelbert
  
Hallo,

das mit den defekten der FH 1319 hört sich ja interessant an.
Den Motor habe ich in meiner Minitrix V200 alt verbaut, und der streickte nach kurzer zeit....

Scheinbar war der auch "betroffen". Allerdings hatte SBModellbau den kostenlos ausgetauscht.
Den fehler schob man mir allerdings zu.....


Mfg
Christian W.
Hallo Werner,

der Faulhaber 1319 hat eine Abgabeleistung von 0,95 W und einen Anschlusswiderstand von 34,6 Ohm.
Meines Erachtens nach handelt es sich entweder um einen mechanischen Fehler im Motor selber, der bei längerer Inbetriebsnahme durch erhöhter Reibung Wärme erzeugt oder um einen Fehler von außen (z.B. zu schwergängiges Getriebe und Wärme durch Ausbremsung von außen). Wenn er im ausgebauten Zustand auch zu warmwird, spricht alles für die erste Alternative.

Viele Grüsse
Frank  
Hallo,
da hat mich wohl der Stromteufel geritten, es sind natürlich 180 mA.

Nochmals vielen Dank!
Gruß Werner
Hallo,
wenn Strom und Spannung konstant bleiben,
dann hat sich ein mechnischer Fehlerteufel eingeschlichen.  

Hans Hans


180mA ? Da liegt ein Wicklungsschluss vor - Totalschaden. Durch die Art der Wicklung lassen sich Faulhaber nicht mit vertretbarem Aufwand neu wickeln, wie herkömmliche Motoren.
Ein mechanischer Schaden, der eine derart hohe Reibungswärme verursacht ist in der Größe  pysikalisch unmöglich.

Jürgen H.
Hallo Jürgen,
Du hast vollkommen recht.

Nehme meinen "Schmarrn" von oben sofort zurück,
und behaupte das Gegenteil.

Hans Hans
Hallo,

180 mA ist natürlich etwas anderes! Das sind bei 10 V satte 1,8 W also fast das Doppelte der Nennleistung des Motors. Da kannst Du schon Spiegeleier drauf braten.

Ich würde den Motor dennoch einschicken, die Firmen sind an QA durchaus interessiert, auch wenn vielleicht der Verkauf ein Quali Problem nicht zugeben möchte.

Vielen Dank jedenfalls für den Hinweis, dass FH1319 zu vermeiden ist.

Grüße, Peter W.
Hallo,

ich vermeide den 1319 ebenfalls. In kleinen Tendermaschinen, die keine schweren Zuglasten befördern, verbaue ich den 1016 und in allen anderen Maschinen den 8er von Maxon, der gegenüber dem 1016 deutlich stärker ist.

Viele Grüsse
Frank


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