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THEMA: Loks für Doppeltraktion

THEMA: Loks für Doppeltraktion
Startbeitrag
Bing - 07.06.09 13:17
Hallo im Netz,
ich stelle mir gerade folgende Frage zum Fahren mit Doppeltraktion.
Wenn ich zwei gleiche Modelle (BR216 oder BR 220) eines Herstellers auf eine Adresse programmiere, kann ich dann diese Loks in Doppeltraktion mit einem Regler fahren??
Müsste doch gehen?
Wer hat da schon Erfahrungen gesammelt?
Mit freundlichen Grüßen
Thomas

... das geht relativ verläßlich schief, wenn man aktuelle Decoder verwendet!

Alle Komponenten haben Streuungen, es gibt also Unterschiede die zu unterschiedlicher Geschwindigkeit führen. Aktuelle Decoder versuchen die Loks zu regeln, damit arbeiten die beiden Fahrzeuge gegeneinender. Mechanik und Elektronik werden belastet. Selbet bei geringen Streuungen werden die Lager und Zahnräder relativ bald defekt. Bei größeren Unterscheiden wird eine Lok aus dem Gleis gedrückt oder gezogen. Kupplungen können ebenso leiden.

Abhilfe: Regelungsqualität beschränken, also einen Fehler bei der Regelung zulassen. Damit machen sich die beiden Decoder nicht gegenseitig nieder. Extremfall wäre da ungeregelte Decoder einzusetzen, das will man aber heutzutage nicht merh wirklich, da die guten Decoder nicht mehr viel merh kosten.

bei ZIMO CV58=200 setzen, bei Tran ist das CV50=200
Moin Arnold,

Dann habe ich auch noch einen Frage zur diesen Thema...

Wann ich am Zentrale einen Doppel- oder Mehrfachtraktion einstelle, wobei jeden Lok einen eigene Adresse hat, funktioniert es dann Besser, oder gibt's dann die selbe Probleme?

fragt Jan aus Assen (NL)
Ich kann Arnolds Sicht nur unterstützen.
Bei der großen Bahn existiert dieses Problem nicht, da sich die Last auf die Zugloks gleichmäßig verteilt. Modellbahnloks haben aber den hemmenden Schneckenantrieb, bei diesem funktioniert dieser Ausgleich nicht und es können die beschriebenen Probleme auftraten.

Damit sind wir auch schon bei Jans Frage: grundsätzlich sind die Probleme dieselben.
Durch Einstellung der Parameter ist eine möglichst identische Geschwindigkeitskurve einzustellen.

Gruß
Burkhard
Guten Abend zusammen,

sooo schlecht wie hier angekündigt sind meine Erfahrungen mit einer Doppeltraktion aus zwei unabhängigen Loks nicht. Meine Doppeltraktion habe ich unter www.Enndingen.de  im Unterpunkt BürgerStadt beschrieben.
Ob sich die Loks hierbei schneller 'abnutzen' kann ich nicht sagen, aber bei meinem Hobbybetrieb ist seit zwei Jahren noch kein Defekt entstanden.
Von meinem laienhaften Verständnis ist für die etwas schnellere Lok ist eine zweite, ein wenig langsamere Lok so etwas wie zwei oder drei Wagen mit Beleuchtung mehr. Der Zug zieht sich halt schwerer.

meint
AnTic
Hallo,
Du fährst Selectrix: ich habe es nur versuchsweise probiert, mit ein wenig Bauchgrummen, da die Lastregelung sich bei Sx bekannterweise nicht abstellen lässt.
Doch es geht. Beide Loks auf gleiche Parameter einstellen.
Hallo,
Doppel ( bis 5-fach) -Traktion bzw. auch echte Schubloks können mit der Multi-Control 2004 von Digirail unter Multitraktion (extra Adresse) zusammen gefasst werden. Dabei wird dann noch die führende Lok angegeben und schon geht es los.
Es funktioniert ohne Probleme ab Spur Z bis G auch bei Radius 1 ohne Auseinanderreißen oder Zusammenschieben des Zuges.
Auf Grund des Datenprotokolls nur unter SX möglich ( Alle Decoder werden 13 mal pro Sek. GLEICHZEITIG angesprochen ).
MfG Röhricht
www.modellbahnservice-dr.de
@ 6: genau das war meine Angst, weil evtl. die Lastregelungen der Decoder "gegeneinander" arbeiten würde. Aber Pustekuchen, Döhler & Haass scheint an alles zu denken was wichtig ist.
Hallo,

Zitat

Döhler & Haass scheint an alles zu denken was wichtig ist.


Naja, ob das ein "Design" dahinter steckt glaube ich gar nicht. Der Decoder weiß ja nichts davon. Wenn die Regelung auf "weich" steht ist der Regeleinfluss nicht so gross, und in N sind die Kräfte und die Massen nicht so hoch.

Die bislang einzigen nachweislichen Fälle von Motor- und/oder Decoderschaden sind bei den Roco V188 Doppelloks aufgetreten, wenn die Welle gekuppelt ist und beide Motoren mit getrennten Decodern angesteuert werden.

Grüße, Peter W.
@2 Es ist unabhängig davon ob die Mehrfachtraktion über mehrere Decoer mit gemeinsam gleicehr Adresse, über CV19 consist oder über zentralenseitige Mehrfachtraktion macht. Wenn die Decoder sich gegenseitig niedermachen sind die Schäden faktisch garantiuert. Im besten Fall dauert es halt länger bis man was merkt.

Gute Decoder können die Regelungswirkung beschränken, das ist set etwa 15 Jahren stand der Technik. Damit löst man das Problem sauber und vermeidet Schäden. Bei den alten Decoderkonzepten zB bei der Mehrzahl der MM Decoder fehlen solche Möglichkeiten, dann wird immer argumentiert sowas braucht man nicht, schau in die Märklinistenforen ...

Hallo,
alle Könner mal beieinander, wie schön!

Ist es nicht so, dass die DHL-Decoder mit "Soft-Drive", beim ersten Ansteuern, sich selbstständig einmessen?
Halt im Rahmen der vorgegebenen CV-Grenzen...

Wenn ja.
Beginnt dieses "Einmessen" der Fahreigenschaften nach jedem Spannungsstart oder  Reset neu?
Dann wäre eine Mehrfachtraktion problemlos, wenn man einigermaßen "gscheid" losfährt.

Ähnliches soll ja die neue Zimo Firmware im "Maxl620" bewirken.

Oder bin ich da (schon wieder) auf dem "Holzweg"?


Hans Hans

Hallo,

Zitat

beim ersten Ansteuern, sich selbstständig einmessen?


Davon ist mir nichts bekannt. Was soll der Decoder messen? Er kann nur die Impulse zählen und die Höhe der Gegen-EMK Spannung messen. Soweit ich weiß funktioniert die Regelung der ASIC-basierten SX Decoder impulsgesteuert.

Zitat

Ähnliches soll ja die neue Zimo Firmware im "Mx620" bewirken.


Die Software versucht herauszufinden, um welchen Motortyp (3pol., 5pol., vielpoliger Glockenanker) es sich handelt. Aber jeder Decoder sieht nur seinen eigenen Motor und weiß nicht was der andere macht.

Auf der sicheren Seite ist man nur, wenn die Regelung herunter nimmt (DCC) bzw. so weich wie möglich macht (SX) oder ab mittlerer Geschwindigkeit gegen Null verlaufen lässt (Zimo).

Grüße, Peter W.
Hallo,
das der Decoder nur den Einfluss der EMK auf die abgegebene Motoransteuerung messen kann, ist schon klar. Wie er dass macht liegt beim Applikator.
Das war aber nicht die Frage.

Wenn mehrere Lok´s gleichzeitig losfahren, stellen sich die Decoder selbständig nach?
Da muss dann keiner wissen was der andere treibt.

Bei den DCX kann ich den Reglereinfluss herunter nehmen, bei DHL kann man weicher stellen.
Das war schon klar. Versuche immer den Reglereinfluss herunter zu nehmen, es sei denn ich habe einen Magnetraster vor mir.

Wie soll er sich selber einmessen?
Genau, das ist meine Frage.

Hans Hans




Was soll der Decoder nachstellen? Er stellt nur fest (je nach Regelverfahren):
Motor dreht zu langsam -> PWM Impulsbreite und/oder Impulsfrequenz rauf
Motor dreht zu schnell -> PWM Impulsbreite und/ooder Impulsfrequenz runter

Wird die Lok geschoben oder gezogen, entlastet sich der Antriebsstrang -> Drehzahl rauf -> Energie runter
Läuft die Lok auf oder zieht was am Haken, wird der Antrieb belastet -> Drehzahl runter -> Energie rauf

Es ist auch eine Frage der Regelcharakteristik, wie schnell das passiert und ob sich daraus ein Schwingen an der Kupplung ergeben kann.
Wird hier nicht mal wieder zuviel theoretisiert? Ich habe seit sehr langer Zeit das MTX-Doppelset der V36 und fuhr damit viel zusammengekoppelt.(Als Mehrfachtraktion über PC, SX, eine Lok mit dem alten, schwarz vergossenen Decoder von Trix, eine mit SLX 830 Decoder) Negative Folgen konnte ich nicht feststellen.

Jürgen H.
Es werden in dem Fall keine Schäden entstehen, da die Loks keine Haftreifen haben. Selbst wenn eine den Kontakt verliert oder überregelt, gibt es bloss kurz einen Schlupf an den Rädern.
Moin,

Interresante Diskusion hier über die DT & MT

Ich besitze den beiden Trix "Grundlagen zur SX" teil 1 & 2.
Im teil 1 Seite 37 ist ein Bild von Vorspanbetrieb BR-01 mit V 200,
Im teil 2 Seiten 7,8 und 87 Schiebebetrieb mit BR-01 und Schiebelok V 60,
alles auf der Minitrix Selectrix Messe-anlage "Schiefe Ebene"

Es sind alle Loks mit unterschiedliche HG; aber es scheint doch zu Funktionieren
Die BR-01 und die V200 haben doch Hafti's ?

Grüße aus Assen (NL)
Jan
Hallo,
Mehrfachtraktion mit Selectrix ist kein Problem. Handregler 4 von Uwe Magnus bietet diese Funktion schon seit geraumer Zeit. Hab verschiedene Kombinationen getestet, bisher hat alles einwandfrei funktioniert. Beschreibung von Handregler 4 auf der Webseite von Uwe.

http://www.uwe-magnus.de/

Gruß
Karl
@13 und 15

Hallo Peter W.,

ich stimme mit dir überein, dass die Gefährdung bei Haftreifen-losen Loks ungefähr Null ist, aber die meisten Loks haben nun mal Haftis...

Deine Erklärung unter #13 ist wäre richtig, wenn Modellbahnloks keinen hemmenden Schneckenantrieb hätten, siehe auch meine Antwort #3.

Gruß
Burkhard
Zitat

Es werden in dem Fall keine Schäden entstehen, da die Loks keine Haftreifen haben.



Auch mit Haftreifen geht das ohne Probleme.
Seit Jahren sind bei meinem Kollegen zwei VT11.5 im Einsatz. Bei denen sind jeweils beide Triebköpfe motorisiert und mit den 'alten' MTX 66830 -Decodern ausgerüstet.
Schäden sind bisher nicht aufgetreten. Auch nicht, wenn beide Triebzüge gekuppelt fahren, was ja eine 4fach-Traktion ist.

Viele Grüße - Udo
Zitat

Wird hier nicht mal wieder zuviel theoretisiert?



Exakt das glaube ich auch. Um die von einigen befürchteten Schäden feststellen zu müssen, muss man wohl einige tausend Kilometer mit den Loks fahren. Im Analogbetrieb habe ich seit Jahren zwei Arnold-Re 4/4 fest gekuppelt, eine der beiden ist deutlich schneller als die andere. Die schnellere hat halt nun mehr zu tun. Dass der Verschleiß größer ist, ist unbestritten - nur ob man das jemals merkt halte ich für unwahrscheinlich. Es sei denn man fährt ein halbes Jahr lang 10 Stunden am Tag. Also viel Wind um nichts....

Gruß
Alex
Hallo,

fahre ICE 1 von Fleischmann mit zwei motorisierten Triebköpfen . In beiden Triebköpfen ist ein
Selectrix MTX 66830 Decoder eingebaut und auf ein und dieselbe Adresse programmiert .
Das einzige was zu berücksichtigen ist , man muß bei einem der beiden Decoder die Motoranschlüsse vertauscht an den Motor anschliessen , so dass immer  Triebkopf ( I ) vorwärts und der andere (II) rückwärts fährt -- bzw. bei Richtungswechsel umgekehrt , also TKopf ( i) rückwärts und Tkopf ( II) vorwärts. Ohne diese Doppelmotorisierung  wäre ein Fahren mit 10 beleuchteten Zwischenwagen mit hohen Geschwindigkeiten über Steigungen kaum möglich !
Habe keinerlei Probleme festgestellt.

MfGrüßen
Johannes
Hallo aus Hessen,
besten Dank für die vielen Info´s.
Ich fasse mal für mich zusammen.
Da ich (plane) nur gelegentlich mit DT (Doppeltraktion) zu fahren, werde ich zwei baugleiche Lok´s gemeinsam auf eine Adresse "taufen".
Denn die Wirtschaftskriese ist bei meinem "Verkehrsbetrieb" ebenfalls angekommen. Demzufolge sind die schweren Kohlezüge mit DT nur alle paar Monate anzutreffen.


Mit freundlichen Grüßen
Thomas
@ Johannes: das hättest auch umprogrammieren können....
Moin,

Ich habe soeben den BA zu den Rautenhaus SLX844 Multifunktions-Fahrpult durchstobert ( http://www.mdvr.de/download/slx844.pdf ) und dabei auf Seite 12 folgende Hinweise gefunden:

Zitat

-12-
M u l t i t r a k t i o n
Alle einem Regler hinterlegten Triebfahrzeuge können zu einer Multitraktion zusammengefasst werden.
Lokomotiven die in Multitraktion gefahren werden sollen, müssen in Ihrem Fahrverhalten angeglichen sein. Also in Fahrstufe 31 in etwa die gleiche Endgeschwindigkeit erreichen und die gleiche Massensimulation im Lokdecoder programmiert haben.



@23 Peter
Zitat

@ Johannes: das hättest auch umprogrammieren können....


Zitat

In beiden Triebköpfen ist ein
Selectrix MTX 66830 Decoder eingebaut


Beim 66830 sind die Anschlusse doch nicht umprogramierbar ?

Grüße aus Assen (NL)
Jan
@12 Es ist ein Unterschied ob man den Regelungseinfluß, begrenzt oder ob man die Regelungscharakteristik an sich (P/I Werte) verändert. Das sind 2 unterschiedliche Paar Schuhe!

Die Sache ist ganz und gar nicht theoretisch. Das grundsätzliche Problem der Doppel- bzw Mehrfachtraktion wenn man falsch eingestellte geregelte Decoder verwendet, sieht man wenn man Nachschiebeloks einsetzt. Da fallen dann schnell einmal die Wagen aus den Kurven.

Bei unmittelbar hintereinander gekuppelten Loks entgleisen die Dinger erst bei größerer Ungenauigkeit. Selbst bei Haftreifenlosen Loks, die durch Schlupf einiges kaschieren können wird die Mechanik unnötig belastet. Das kann man als Besitzer solcher Loks akzeptieren, das Problem bleibt aber dennoch bestehen.

Die Diskussion hat mMn große Ähnlichkeiten zu der Frage wie hoch die Gleisspannung liegen darf. Klar auch mit Hochspannung kann man N Anlagen betreiben nur gibts halt Schäden. Zum UP zurück: alle diskutierten Mehrzugbildungen sind möglich, wenn die Decoder die Maschinen gegeneinander bekämpfend regeln sind Schäden an den Fahrzeugen vorprogrammiert, Extremfall sind Entgleisungen.

Interessant an der Sache ist für mich zu beobachten wie das nicht zu leugnende physikalische  Problem simpler Decoderlösungen von manchen klein geredet wird - mich amüsiert das gewaltig!
Sorry, stimmt erst ab 66836 erweiterte Einstellungen - stimmt den 66830 kann man nicht umprogrammieren, hab auch noch 2 Loks damit.

Und anscheinend treten Probleme eher im DCC Betrieb auf, wäre interessant zu wissen, wie sich die DHL Decoder im DCC Betrieb bei Mehrfachtraktion schlagen.
@ 25 Arnold
Zitat

Interessant an der Sache ist für mich zu beobachten wie das nicht zu leugnende physikalische  Problem simpler Decoderlösungen von manchen klein geredet wird - mich amüsiert das gewaltig!



Ich freue mich wenn andere sich freuen. Aber: Verstehe den Zusammenhang zwischen den physikalischen Konsequenzen einer DT und den "simplen Decoderlösungen" nicht (was soll das eigentlich sein?). Zum einen tritt die Problematik bei Analogbetrieb genau so auf, und zum anderen behaupte ich nach wie vor, dass das nicht zu leunende - ja stimmt -  physik. Problem marginal ist, also pille palle, zumindest wird die mechanische Belastung nicht größer sein als bei Einfachtraktion eines schweren Zuges auf Bergfahrt - und das macht (fast) jeder hier (fast) ständig.

Gruß
Alex
@ Alex : Es ist ein gewaltiger Unterschied zwischen analoger Mehrfachtraktion oder eben einer Digitalen. Analoge Motore werden nicht geregelt und daher gibt es auch keine (theoretischen) Probleme.

@ Arnold, ja lustig ist es. Du kannst sicher sein, dass ich über die theoretischen Bedenkenträger nicht nur bei diesem Thema ebenfalls herzlich lache. Besonders denke ich da an den Absicherungsfred.
Theoretisch dürfte meine Anlage danach gar nicht laufen - praktisch erfreue ich mich täglich daran.
Bei meinem Freund in der Autowerkstatt hängt folgender Spruch an der Wand :

"Theorie ist, wenn man weiss wie es geht, aber nichts klappt.
Praxis ist, wenn alles läuft, aber keiner weiss warum."

Besonders auffällig finde ich auch, dass scheinbar die DCCler die größten Probleme haben, wogegen die Sxler zwar das "aussterbende System" haben, aber kaum Probleme damit.


Jürgen H.

Hallo,

ich vermute der Grund ist einfach dass es wesentlich mehr DCCler in H0 gibt, wo auf Grund der grösseren Motore, Ströme, Drehmomente und Massen mehr Decoder-, Motor- und Getriebeschäden auftreten.

Grüße, Peter W.
Jürgen,
natürlich werden Motoren auch im Analogbetrieb geregelt. Nur nicht vom Decoder, sondern vom Trafo. Mechanisch kommt das aufs selbe raus, und deshalb ist die mechanische Belastung auch vergleichbar. Der einzige Unterschied ist, dass ein lastgeregelter Decoder dem Motor bei Belastung mehr Saft geben will, was u.U. zu einem höheren mechanischem Verschleiß führt. Das wars dann aber auch.
Und: Arnold amüsiert sich über die Problem-Klein-Redner, während im Absicherungs-Thread wirklich im köstlichen Maße theorisiert wird, was alles nicht gehen dürfte, also genau das Gegenteil.
Gruß
Alex
@ 29: das ist eher unlogisch: da die Konstruktionen in H0 aufgrund der größeren Abnahmemengen eher ausgereifter und robuster sind dürften dort weniger Schäden auftreten.
Ich werde mal mit ein paar Leuten sprechen, die Sx in H0 einsetzen. Mal sehen wie deren Erfahrung damit ist und dann können wir lustig weitertheoretisieren.

Dazu gibt es ja den hübschen Satz vom Luftfahrtpionier Igor  Sikorski, der mal sagte das nach den Gesetzen der Physik eine Hummel nicht fliegen dürfte, diese jedoch die Gesetze nicht kennt und brav weiterbrummt....
Aber Peter,
Selektrix ist doch eher mit einem Archaeopteryx  zu vergleichen,
wenn man  zu Luftpionieren Paralellen zieht.
-Tut mir Leid, aber diese Bemerkung konnte ich mir jetzt nicht verkneifen-

Gleiche N-Loks fahren mit DHL160 im Doppeltrak recht gut.
Aber eine Trix "Lollo" und eine Arnold 217 haben sich gar nicht vertragen.
Die "Lollo" gab nach, ihr Motor sendete empört Rauchzeichen. Beide Antriebskonzepte waren auch zu unterschiedlich.

Auf ein schönes langes Wochenende.
Hans Hans

Hallo Jürgen

Zitat

Analoge Motore werden nicht geregelt und daher gibt es auch keine (theoretischen) Probleme.

Da gibts auch keine praktischen Probleme. Zumindest in den Konstellationen, die bei mir auf der analogen Anlage ca. 20 Jahre unterwegs waren (2 Fleischmann-151er und 2 Arnold-ET420er). Fahrdauer in "Extremzeiten": mehrere Stunden täglich.
Mit DT bei Digital habe ich noch nicht ganz so viel experimentiert, aber ich fahre aktuell den ein oder anderen Zug schonmal in DT (mit Railware). Wie es da in der Praxis (Langzeiterfahrung) aussieht, kann ich leider nicht viel zu sagen. Aber der ÖBB-10-Wagen-Zug mit jeweils einer Hobbytrain-Taurus vorne und hinten fährt ohne Probleme auch in engen Kurven, ohne das die Wagen aus dem Gleis "gedrückt" werden.

Gruß
Tomi
Zitat

in H0 aufgrund der größeren Abnahmemengen eher ausgereifter und robuster


Der war jetzt gut... Das ist in Wahrheit noch viel mehr Murks drin wie in N.
@ 34: Ein Gespräche bei Fleischmann brachte auch, dass in ihren Langlaufstudien die H0-Modelle (analog) erheblich länger laufen konnten.
Ich saug mir solche Erkenntnisse doch nicht aus den Fingern. Dass natürlich gewisse Hersteller Murks zum Edelpreis verticken ist mir auch bekannt.
Hallo Peter8

Ich weiß ja nicht, wie das heute ist, aber vor viele Jahren (ca. 30) hatte ich parallel zu meiner Spur N auch ein paar H0-Loks und eine kleine Anlage dazu (war ein Geschenk eines Bekannten). Diese Anlage war ca. 6-7 Jahre in Betrieb. Lokmaterial war Lima (2 Stück), Fleischmann (3 Stück) und Roco (2 Stück). 4 der 7 Loks hatten irgendwann ihren Geist aufgegeben. Die stehen noch immer in meiner Vitrine, weil wegwerfen tut man sowas ja nicht.
In meiner Vitrine stehen aber zig Spur-N-Loks, von denen noch keine einzige defekt war (bis auf die 103, dich ich mal überölt hatte ).
Von daher gehe ich lieber von meiner eigenen Erfahrung aus und stütze mich nicht unbedingt auf Langzeitstudien einzelner Hersteller.
Ich hatte mal einen PKW, der bei 40.000 Km einen Motorschaden hatte. Da nützt mir auch keine Langzeitstudie des Herstellers, der damals meinte, sowas wäre noch nie vorgekommen (eine Überprüfung ergab einen Materialfehler im Kolben).

Fazit: Glaube nur das, was du selbst gesehen hast (oder: glaube keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast ).

Viele Grüße
Tomi
@ Tomi: ich hatte mal eine Spur N-Lok von Lima, da kam "Qualität" wirklich von Qual. Das Ding war einfach nur Schrott.
Die Spur H0-Loks waren nicht viel besser. Nachdem Lima dann bei Rivarossi landete wurde es wohl besser, aber Dottore Prandi hatte ja bekannterweise kein gutes Händchen.

Fleischmann macht Langzeittests, auch mit Wettbewerbsmodellen um die Robustheit der eigenen Konstruktionen zu testen aber auch um Langzeiterfahrungen zu gewinnen. Die Leute wissen dort sehr wohl, dass die Ware erheblich länger hält als ein Durchschnitts-PKW (oder hat jemand schon von einer "Lok-Abwrackprämie" gehört?) und daher werden auch Wechselwirkungen von Materialkombinationen usw. getestet. Eine Lok "Made in Germany" soll schließlich noch in 30 Jahren laufen (was meine älteste Fleischmann-Lok auch brav tut).

Der mir diese Sache erzählt hat war natürlich ein Mitarbeiter bei Fleischmann (stellvertr. Leiter in der Produktion), und damit auch ein wenig "betriebsblind", aber dennoch erfrischend sachlich und kompetent bei der Betriebsführung.

Fleischmann macht sehr selten solche Produktionsbesichtigungen, daher war ich auch sehr froh daran teilnehmen zu können. Wer das Engagement und den Stolz der Mitarbeiter auf "ihre Produkte" sieht kauft ein Fleischmann-Produkt mit anderen Augen.
Die vier defekten Loks sind: 1x Lima, 1x Roco und !!! 2 x Fleischmann !!!
Dies hat grundsätzlich nichts mit der generellen Robustheit zu tun. Das sollte lediglich meine persönlichen Erfahrungen widerspiegeln. Ich verlasse mich lieber auf mein Gefühl als auf irgendwelchen schöngeredeten Aussagen.
Was ich grundsätzlich von Fleischmann halte, habe ich schon mehrfach auch hier in dem Forum berichtet. Fleischmann ist und bleibt für mich, trotz der schlechten Erfahrung im Spur H0-Bereich, die Firma mit den qualitativ hochwertigsten Produkten. Der größte Teil meiner Fahrzeuge ist von Fleischmann. Das sagt doch schon alles .

Viele Grüße
Tomi (der hier keine Diskussion über die Qualität, sondern lediglich darauf hinweisen wollte, dass man nicht immer unbedingt das glauben soll, was man vom Hersteller "vorgegaukelt" bekommt)
@27
Zitat

Aber: Verstehe den Zusammenhang zwischen den physikalischen Konsequenzen einer DT und den "simplen Decoderlösungen" nicht (was soll das eigentlich sein?). Zum einen tritt die Problematik bei Analogbetrieb genau so auf, und zum anderen behaupte ich nach wie vor, dass das nicht zu leunende - ja stimmt -  physik. Problem marginal ist, also pille palle, zumindest wird die mechanische Belastung nicht größer sein als bei Einfachtraktion eines schweren Zuges auf Bergfahrt - und das macht (fast) jeder hier (fast) ständig.



"simpel" meine ich jene Decoder die zwar schon regeln können, deren Ausregelungskraft man aber nicht beeinflussen kann. Ich habe viele Kunden die mit defekten Maschinen kommen, deren Getriebe niedergemartert ist.

ja richtig in der Analogwelt kann man das Problem nur durch Einbau von Vorwiderständen bekämpfen mit natürlich gewaltigen Nachteilen auf die übrigen Fahreigenschaften, daher wird das keiner machen

@28 hab' ich irgendwas über Datenformate geschrieben? Wüßte nicht was Mechanik an DCC/SX an Vor- oder Nachteilen haben soll, das Formatethema passt hier wirklich nicht her!
Hallo,
so, einige Rückantworten von TT-Fahrern wie auch H0-Selectrix-Fahrern (auch im langjährigen Ausstellungsbetrieb mit Automatikbetrieb) erhalten.
Die Antworten hören sich so an, dass keine Verschleißerhöhung festzustellen war, wenn man darauf achtet, dass im Automatikbetrieb die Loks vernünftig eingemessen sind und man auch auf die Fahrrichtung (Aufgleisrichtung) achtet, da es Modelle mit unterschiedlichen Tempo bei Vorwärts/Rückwärtsfahrt gibt.

Es wäre mal nötig ebenso Fahrversuche mit Doppeltraktion unter DCC mit den D&H-Decodern durchzuführen. Vielleicht lässt sich das Problem mit den Decodern in den Griff kriegen.
Hallo,

wen es innteressiert, hier meine Erfahrung zu diesem Thema :)

Ich fahre folgende Doppel- (,Dreifach-) Traktion in DCC:

Roco 1044,Minitrix 185(oder Minitrix 1116),KLV-Zug von 120-150cm Länge(,Roco 1144).

Das ganze über eine Steigungsstrecke mit wechselnden Neigungen bis 2,5% und
Spitzkehren mit Radien ab 300cm.
Alle Loks haben Lenz Gold oder Silver Minis drin, geregelt wird mit Intellibox.
Fuktioniert hats am Anfang überhaupt nicht!

Die Roco und Minitrix haben sich richtig ausgebremmst, Verschleißerscheinungen waren
unmittelbar live zu sehen. Schon auf den ersten Zentimetern beim Anfahren hatte eine
der Loks so starken Schlupf bzw. hat so stark geschleudert, dass die Haftreifen schwarze
Spuren an den Schienen hinterließen. Folge: bei der SchubLok kam es sofort zu Aussetzern
wegen Stromunterbrechung, womit die Zuglok noch mehr schleuderte... ein Teufelskreis!
Zug anhalten war genauso ein Drama. Teilweise wurde eine der Loks die letzten 10-15cm bei
bereits eigenem vollständigen Stillstand einfach weiter gedrückt.

Hab dann angefangen die Decoder zu "eichen", also versucht über diverse CVs wie Vmax,
Beschleunigen, Verzögern den Loks möglichst ähnliche Fahreigenschaften anzueignen.
Der Erfolg war Null! Beim Herabsetzen von Vmax hatten die Loks keine linearen
Geschwindigkeitskennlinie mehr. So fuhren die Loks in den unteren Regelbereichen noch
mehr auseinander. Langsames heran rollen an ein Halt zeigendes Signal war unmöglich.

Eine bei mir sehr gut funktionierende Lösung war dann, die ganzen CVs für die Geschwindigkeit
abzuschalten und per Hand die Geschwindigkeitskennlinie Wert für Wert einzugeben.
Am Anfang war das eine echte Rumfritzelei, aber wenn man mal raus hat, vorauf es ankommt,
dann macht es sogar richtig Spaß.

Bei den LenzMinis sind das Folgenden CVs:
CV 29, Bit 4 auf Wert 1 setzen. (Werkskennlinie nicht verwenden)
In die CVs 67 bis 94 (Wert 0-255) kann dann die eigene Geschwindigkeitskennlinie eingegeben werden.

Ich habe mir für jede Lok die in Multitraktion eingesetzt wird diese CVs in eine Excelliste geschrieben.
Eine Lok als Eichlok ausgewählt, und mit der Stopuhr einmal meine vorbildorientierte Höchstgeschwindigkeit ermittelt.
(Betreibe eine eingleisige Hauptstreck mit 120Km/h zulässiger Höchstgeschwindigkeit. Alle
Loks welche in die Mutlitraktion kommen, müssen eine vorbldliche Vmax von mindestens
120Km/h haben, sonst wirkt es etwas seltsam.)
Grob gesagt fahre ich dann mit jeder anderen Lok der Eichlok eine Runde auf der Anlage hinterher und schaue, in welcher Fahrstufe die Lok die selbe Vmax errreicht, Merke mir die Fahrstufe, schaue anschließend in den CVs welcher Wert der Fahrstufe zugeordnet wird, und schreibe diesen in CV 94 dann als neuen Vmax Wert. Ebenso ermittle ich die Vmin, welche nicht langsamer sein darf als die Vmin der Eichlok. Dann kommt der Taschenrechner zur Hilfe. Den Wert von Vmax minus Wert von Vmin, das ganze durch die Anzahl der internen Fahrstufen teilen, und dann CV67 bis 94 entsprechend auffüllen.
Dann kommt das fine tuning. Beide Loks auf der Anlage in verschiedenen Fahrstufen wieder hintereinander fahren lassen, und bei Abweichungen die Werte der einzelen CVs nachbessern.
Es braucht aber schon mal einen Abend, um eine Lok entsprechend einzustellen. Ich habe bei mir jetzt 5 Loks, welche so eingestellt sind und für Güterzüge zur Verfügung stehen.
Bei Bedarf kann ich später weitere Loks jeder Zeit anpassen.


Grüße,
Atom



Zitat

Fahrversuche mit Doppeltraktion unter DCC

Wie schon weiter oben geschrieben, fährt bei mir seit einiger Zeit ein 10-Wagen-Zug mit jeweils einer HT Taurus vorne und hinten. Die Loks sind über Railware eingemessen und haben einen Lenz Gold-Mini Decoder intus. Funktioniert einwandfrei, ohne dass Wagen aus dem Gleis gedrückt werden. Ich habe jetzt mal eben beide Loks direkt hintereinander (mit 5 cm Abstand) fahren lassen. Die zweite Lok holt die erste nach ca. 11 Minuten ein. Ich denke, da ist nichts mit Verschleiß bei DT.
Ein zweiter Versuch gerade eben mit einem Taurus (Lenz Gold-MIni) und einer 151 (Zimo MX620) ergab einen schlechteren Wert. Deshalb habe ich gerade mal, wie auch Atom schon geschrieben hat, die Geschwindigkeitskennlinie in der Software verändert. Und siehe da, nach 10 Minuten tüfteln fahren diese beiden, sehr unterschiedlichen Loks mit nahezu annähernd gleicher Geschwindigkeit in verschiedenen Fahrstufen hintereinander her.

Wenn man ein bisschen Zeit investiert, funktioniert das vermutlich mit allen Loks und Decodern (wohlgemerkt über die Software gesteuert).

Viele Grüße
Tomi

Hallo zusammen,

theoretische Frage: Könnte man auch zwei Motoren an *einen* Decoder anschließen?

Also beispielsweise eben zwei Loks, die man sowieso ausschließlich in Doppeltraktion fahren lassen wollte, einfach elektrisch verbinden und somit an einen einzigen Decoder anschließen?

LG
Thomas
Hallo Thomas,

theoretisch ja, wenn der dekoder stromtechnisch das schaft,
praktisch nein da kein Motor, keine Lok und keine Motor-Lok-Kombination elektrisch und mechanisch 100% übereinstimmen. Da sind die Probleme schon Vorprogramiert, wenn gleich es durchaus vorkommen kann, das man auch 2 Modelle hat bei den das funktioniert. wird aber eher die ausnahme sein.
Analog deht das mit der Doppeltraktion und/oder Vorspann selten auch nicht wirklich gut.
Die Probleme können auch bei Loks mit 2 Motoren auftreten (Roco V188)

Noch kritischer wird es auch wenn eine als Schublok fungieren soll.

Gruß Detlef
Hallo Detlef,

in meiner V 188 arbeiten alle 2 Motoren mit einem DCX 75 ohne Probleme, die Fahreigenschaften sind top. Die mechanische  Verbindung zwischen beiden Motoren (Plastikstange) ist natürlich nicht mehr da.

Viele Grüße

Berti
Wie
kann man zwei Loks mit jeweils einem Motor und Decoder (DCC') so einstellen
dass sie optimal laufen?

Und wieweit kann man mit unterschiedlichsten Loks hier gehen?

Welche Reglerparameter kann/muss man nachstellen, dass es optimal läuft?

Dass sind doch hier die Fragen!

Nicht ob zwei gleiche Loks,  womöglich noch in Analog, in einer Doppetracktion laufen...
Und da ist auch nicht zu theoretisch, halt einfach Erfahrung und Überlegung.

Das Mehrfachtraktionen in N funktionieren ist seit der V200 von Arnold bekannt und jeder hat das schon gemacht...Wenn´s zu sehr stinkt muss halt eine Getränke-Pause eingeglegt werden.

So wird einersteits von super Fahrverhalten bei DHL-Decodern mit Softdrive berichtet. Und dann blauäubig getan wenn man nach der automatischen Einmessphase während des Hochregelns bei unterschiedlich abgerufenen Belastungen hinterfragt...

Ein Rexroth Ecodrive zum Beispiel merkt sich in der "teachin(g)  Phase" seine Regelung in der Hochlaufphase und speichert die ab. Vorallem dann wenn hohe beschleunigte Massen schnell und exakt positioniert werden müssen.

Wenn man zwei Antriebe  parallel laufen läßt sollte man nach meiner Ansicht auch die Beschleunigungshasen aufeinander abstimmen. Also den Differenzialanteil verringer und damit am besten auch den Integral-Wert. Sonst könnte der Motor bei schlechter Getriebeübersetztung heißbrummen...  Der Proporzanteil könnte sehr hoch  bleiben, um ein offensichtlich schwingendes System nicht auch noch aufzuschaukeln.

Oder einfacher gesagt: den Reglereinfluss weicher machen..
--und das funktioniert in der Praxis ganz gut.

Hans Hans






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