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FKS-Modellbau Gerd Gehrmann

THEMA: Langzeittest: Zuverlässigkeit nachgewiesen

THEMA: Langzeittest: Zuverlässigkeit nachgewiesen
Startbeitrag
HJBW - 10.03.09 14:27
Zufälliger Langzeittest: Zuverlässigkeit nachgewiesen!

Hallo Freunde,

vorgestern Abend wurde ich während des Betriebs meiner im Bau befindlichen Modellbahnanlage durch ein langes Telefonat abgelenkt und vergass danach, wieder in das Anlagenzimmer zurückzukehrern. Unglaublich, aber wahr.

Gestern Abend kam der Wunsch auf, wieder ein paar Runden zu fahren - und ich stellte fest: Zimmerbeleuchtung eingeschaltet, die Modellbahn fuhr -  und fuhr und fuhr und fuhr .....  . Ich erschrak über meine Vergesslichkeit, freute mich aber riesig über die zuverlässigen Fahreigenschaften. Vielleicht interessiert's den einen oder anderen von euch näher:

Auf der langen vollautomatisierten, mit 10 bis 11 Volt Festspannung betriebenen Hauptstrecke, die momentan in 6 von später mal 15 Blöcken aufgeteilt ist, fuhren von vorgestern Abend bis gestern Abend, also etwa 24 Stunden lang, ununterbrochen folgende 5 Züge:

1 Fleischmann-ICE 1, zwölfteilig
1 (altes) ARNOLD Deutsches Krokodil mit 1 Minitrix Reinigungswagen
1 (alte) Fleischmann BR 110 mit 1 (baugleichen) Jörger-Reinigungswagen und einem weiteren 2achsigen Güterwagen
1 (alte) Minitrix Diesel BR 220 mit 5 Reiszugwagen
1 (alte) Minitrix BR 111 mit 4 Reisezugwagen.

Die Zusammenstellung war zufällig, weil ich vorgestern Abend beim Einfahren, Proben und Testen war.

Bis auf die Flm. 110 haben allerdings alle genannten Loks einen Faulhabermotor; die Flm. 110 hat den Flm.-Originalmotor, ist aber vor einigen Jahren von Modellbahnwerkstatt Baum (Nürnberg) mit einem anderen Getriebe versehen worden, damit sie nicht mehr so "rast".

Gekuppelt waren vier der Züge mit Standard- oder Flm. Profikurzkupplungen. Der ICE war in sich mit den vorgesehenen starren Flm.-Kupplungen verbunden.

Fazit:
Fast 24 Stunden Dauerbetrieb, ohne Abhängen von Wagen, ohne Unfall, kein Auffahren, also fehlerfreie automatische Blockstreckensteuerung (Blockstrecken-Module von Firma Klaus Gebhardt, Röslau).

Mein Ärger über das Vergessen der Anlage am Vortag war also verflogen.

Übrigens: Die Anlage war von Neujahr 2009 bis vorgestern nicht in Betrieb. Nach kurzem, mit "Stottern" verbundenen Erstfahrten, liefen alle 5 Züge schon bald wieder einwandfrei. Ohne manuelle Gleisreinigung, nur Reinigung durch zwei Gleisreinigungswagen und einem Wagen mit NOCH-Reinigungszwerg!!!  Dabei ist meine Anlage nicht staubgeschützt, sondern steht in einem - allerdings recht trockenen - Kellerraum. Und die Gleise sind zwar sorgfältig auf Kork, aber sicher nicht profihaft exakt verlegt. Und was mich auch beeindruckt hat: Jeder Zug durchfuhr bei jeder Fahrt einmal 6 Minitrix-Weichen (ohne polarisierten Herzstücken) im Schattenbahnhof und vier ARNOLD-Weichen im Durchgangsbahnhof!!  Weichen sind doch erfahrungsgemäß schnell einmal Ursache für "Fehlverhalten".

Wenn ich mich in der Eile nicht verrechnet habe, gilt für den 24-Stunden-Fahrtag folgendes:

1440 Minuten Gesamtfahrzeit; 288 Minuten Gesamtfahrzeit pro Zug, weil ja nicht alle 5 Züge gleichzeitig fahren; bei 7 Minuten für eine Runde sind es pro Zug etwa 41 Anlagenrunden. Jetzt werde ich die Gesamtlänge der verschlungenen Hauptstrecke (Prinzip Hundeknochen) einmal exakt nachmessen, um zu erfahren, wieviele Meter jeder Zug gefahren ist.

Durch den Blockstreckenverkehr hat jeder Zug immer wieder Pause. Dadurch läuft kein Motor heiß.

Hoffentlich habe ich niemanden gelangweilt - für mich wars hochinteressant, festzuistellen, dass die N-Bahn eine vollwertige Modellbahn mit hoher Leistungsfähigkeit ist.

Gruß  Helmut (HJBW)


Hallo Helmut...

und sauber sind die gefahrenen Strecken jetzt auch, dank deiner "eingesetzten" Reinigungszüge...

Schön das bei Dir alles soooo gut funktionert...

..freut sich der Sven mit Dir!
Hallo Helmut,

toller "Test" und Gratulation zum Erfolg! Mit Absicht würde man sich sowas nie trauen und jetzt hat deine Bahn bewiesen, wie solide sie funktioniert, klasse!

Schöne Grüße, Carsten
Hallo Helmut,

Du kannst glücklich sein, wenn da nicht jede Menge Schadensersatzforderungen auf Dich und Deine Bahngesellschaft zukommen. Vierundzwanzig Stunden Dauerfahrt am Stück ... Da hat doch sicher der eine oder andere Fahrgast seinen Lieben bei der Bahnhofsdurchfahrt nur zuwinken können statt mit den Großeltern die goldenen Hochzeit zu feiern. Und Überhaupt: Wo bleiben die Schlagzeilen in den einschlägigen Organen der Sensationspresse?
Hallo Helmut,

Glückwunsch zu Deinem Test

Aber in der Auflistung der Züge fehlt mir noch was Ein Gleisstaubsauger wer so was einmal benutzt hat wird ihn nicht mehr missen wollen

Gruß Detlef
Hallo Helmut,
da hast du aber einen Mordsmassel gehabt.
Wenn jemand aus dem "nicht - MoBa - Millieu" das Zimmer betreten hätte, wären doch sicherlich mindestens zwei Züge aus den Schienen gesprungen.
Bei mir ist das immer so, wenn ich mal Laien - Besuch habe.
Murphys Law = Vorführeffekt

lG
Volker,
der nur noch "erfahrene" Gäste in den MoBa - Keller einlädt
Danke für die humorigen Beiträge. Ja, diese Erfahrung lässt mich jetzt wieder neuen schwung nhemen, die weiteren Blockbausteine einzusetzen und anzuschlißeßen. Villeicht laasse ich dann mal 14 Züge 24 Stunden fahren, dann aber mit stündlicher Kontrolle, auch nachts.

Faulhabermotoren bringen es tatsächlich die mehrheit meiner Loks haben diese Optimierung bekommen. Aber trotzdem: es gibt auch Loks, die mit konventionellem Motor Gleiches leisten (vom "Kohle2wechsel abgesehen).

Und was die Preiserlein angeht: Sie sind ja bewusst in einen fernreisezug eingestiegen. Fern-Sonderzug nach ...... Russland!? Geht ja nicht, dort hat man - glaube ich - eine andere Spurweite.

Und nun zum Staubsauer. Lohnt sich der wirklich? Gibt es dzu schon Erfahrungsberichte? ich werde mal googeln oder im Forum nachsehen - oder Detlef schreibt über seine Erfahrungen.

Vorführeffekte? Kenne ich. An solchen Anlagen- Demonstrationen geht manchmal alles schief. Man könnte glauben, das liegt allein daran, dass man nicht unvoreingenommen an die Vorführung herangeht.

Presse? Vielleicht schicke ich die humorvolle, wahre Geschichte mal an eine N-Bahner-Zeitschrift.

Schönen Abend   Helmut (HJBW) (Heute Abend mache ich aber den Anlagen-Schalter auf "AUS".
Hallo Helmut,

Gratulation zum erfolgreichen Langzeittest. Spricht doch für gute Fahrzeuge und eine sichere Gleisverlegung.
Ich bin mir nicht sicher, ob der Test erfolgreich gelaufen wäre, wenn man ihn bewußt begonnen hätte *g* .

Viele Grüsse
Frank
Liebe Freunde, ich bin sicher, dass auch die Faulhabermororen, angemessene Max-geschwindigkeiten und sauber drehende Getriebe eine Rolle spielen. Die Loks laufen völlig gleichmäßig, ohne jedes Ruckeln und Zuckeln. Und der Dauereinsatz von ein, zwei Gleisreinigungswagen lässt einfach erst gar keinen Schmutz an die Gleise heran. Ich habe mir fest vorgenommen, dass mindetsens jeden 3. Tag ein paar Runden gefahren werden. Und sollte ich keine Zeit haben, um dabei zu bleiben:
Die Züge fahren auch eine halbe oder eine Stunde ohne mich.  Und sollte mal ein Wagen abhängen, kommt der Zugverkehr sowieso zum Erligen. Der letzte Wagen eines jeden Zuges ist mit Schlusslichtern versehen bzw. die Achsen sind mit Grafit übebrückt oder es handelt sich um einen Schlusswagen mit Innenebeleuchtung. Dieser gibt dem Zug im nachfolgenden Abschnitt eine Belegtmeldung.  In äüßerst seltenen Ausnahmefällen bleibt ein abgehängter Wagen mal so ungünstig stehen, dass er keine Meldung an den folgenden Block weitergibt. Aber auf demnächst immer sauberen Gleisen dürfte das nicht mehr passieren.
Frank, weitere Loks warten auf den Einbau eines "Fauli"! Freust du dich darüber?
Gruß  Helmut (HJBW)
Habe mir gerade deine Erzählung durchgelesen ! Dass gleiche ist mir mal passiert, als es klingelte und meine Freundin mich etwas hetzte dass ich mich doch fertig machen soll da wir wegfahren wollten. Und ich durch das Mobafahren die Zeit vergessen hatte. Allerdings waren es hier ca. um die 28 Stunden. Muss sagen dass dieser Triebwagen heute wahnsinnig gut eingefahren ist Es war der Roco VT601. Die Achslager hatte ich zum Glück den Tag zuvor noch geölt....

Ja so schnell kann dass gehen

Liebe Grüße Björn
@9

Helmut, natürlich freue ich mich immer über Umbauaufträge. Dank verbesserter Konditionen beim Bezug von Glockenenkermotoren kann ich Umbauten jetzt noch etwas günstiger anbieten, da ich die verbesserten Konditionen an meine Modellbahnkollegen und Kunden weitergebe.

Viele Grüsse
Frank


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