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THEMA: Planung:Überlegungen zu anhaltendem Spielspaß

THEMA: Planung:Überlegungen zu anhaltendem Spielspaß
Startbeitrag
Pizza-Mampf - 06.01.09 13:05
Nun hat mich der Modellbahnvirus doch wieder gepackt (als Teenager hatte ich eine Arnold N) und überlege mir ernsthaft, mich in das Bastelvergnügen zu stürzen.

Meine Platzverhältnisse: L-Form mit Kantenlänge 3,10*1,30. die lange Seite hat eine Tiefe von 0,67m, die kurze 1m bis max. 1,10m

Es gibt im Internet dankenswerter Weise viel Lesestoff, was Planung/Digitalisierung und Landschaftsbau betrifft, ist das alles wunderbar. Da das Hobby aber auch kostspielig und zeitaufwändig ist, stellte sich mir recht schnell die Frage, ob nach Fertigstellung der Anlage nicht die große Langweile eintritt, und ich das Ding gleich wieder abreiße um wieder eine neue Anlage aufzubauen. Da will ich definitiv nicht hin.

Was also sind die passenden Zutaten für einen dauerhaften Spielspaß nach Fertigstellung? Man findet tausende Gleipläne im Internet und in Büchern, teilweise sieht man vor Gleisen gar nichts mehr (z.B. NOCH-Gelände Schwarzwald) usw., andererseits sind bei einigen mehr Gleise unterirdisch als sichtbar verlegt.  Da diese Frage sehr allgemein formuliert ist, versuche ich mal darzustellen, was mir so vorschwebt und welche Ansprüche ich habe:

- lange Züge wären schön
- ich muss nicht endlos rangieren, Wagen an- und wieder abkuppeln usw., ein paar Abstellgleise sind aber ok

- Schattenbahnhof für Zugwechsel könnte ich mir gut vorstellen
- Rückwand mit Panorama um eine größere Tiefenwirkung zu erzielen
- eine größere Stadt mit mehrgleisigem Bahnhof, die Stadt kann ruhig am Hang liegen
- Straßenbahn in der Stadt  (kann man die von Kato auch mit Decoder ausstatten?)
- etwas Gewerbe/Industrie wo man Güterzüge beladen kann
- Nahverkehrszug zu einer Kleinstadt mit kleinem Bahnhof
- eher leichtes Mittel- als Hochgebirge, Talbrücke wäre schön
- auf der langen Strecke könnte ich mir einen Flußabschnitt mit beidseitigem Bahnverkehr vorstellen

- Realismus: bin kein Nietenzähler, aber ein stimmiges Bild sollte es schon sein, so dass die Bahn auch eine Funktion erfüllt. Es muss auch keine Nachbildung tatsächlicher Streckenabschnitte sein. Schottern werde ich verm. selbst (Roco/Minitrix wg. Geräuschdämmung)

- Signale und Weichen: die Weichen würde ich verm. analog schalten (Stellpult), aber eine Interaktion der Signale mit den Loks hätte ich schon gerne: steht das Signal auf rot, soll der Zug auch autom. abbremsen. Dieser Anspruch ist, soweit ich das bisher überblicken kann, leider sehr kompliziert zu realisieren - einfache Lösungen scheint es nicht zu geben. Was taugt denn das Fleischmann IR-System? Die Beschreibung klingt vielversprechend. Die Interaktion mit Zugbeeinflussung würde ich nicht durchgängig machen, sondern nur auf bestimmten Abschnitten, nicht im Bahnhof (das dürfte ansonsten sehr teuer werden) - oder was meint ihr?

- ich bin technisch, einigermaßen geschickt und auch vor Elektrik schrecke ich nicht zurück. Nur möchte ich nicht immer wiederkehrend die gleichen Sachen zusammenlöten, Gleise durchtrennen usw. - so wenig Kabel wie möglich.

Soweit meine Vorstellungen. Nur, bevor ich mich ins Abenteuer stürze und völlig ohne Ahnung irgendwas hinzaubere (hatte früher nur 2 Ovale mit ein paar Weichen) wollte ich mal die Meinungen erfahrener Modellbahner einholen, was denn anhaltende Begeisterung mit der Anlage letztendlich ausmacht. Soll ich viele Gleise draufpacken? Soviele Weichen und Schleifen wie möglich? Klar ist: die Grundbegeisterung über Loks, Züge und beleuchtete Häuschen, Straßenlaternen usw. war schon immer da - aber reicht das? Was meint ihr?

Hoi Pizza-Mampf :=

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- lange Züge wären schön
- ich muss nicht endlos rangieren, Wagen an- und wieder abkuppeln usw., ein paar Abstellgleise sind aber ok

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lange Zühe sind schön, aber die fahren nur mehr oder weniger im Kreis.
Meines Erachtens ist es gerade die Ranhiertätigeit die Abwechslung und -vor Allem- Herausforderungen bieten.
Einen Güterzug nach Plan zusammenstellen kann ganz schön kniffelig sein und ist wie Schach auf Schienen :)

Doei
Trixi
Hallo Pizza-Mampf,
um dir gleich mal die Illusion zu nehmen - soweit ich das bemerkt habe ist eine Modellbahn niemals fertig. Ob man viele Gleise sieht oder mehr gleise im Schattenbahnhof liegen, das ist abstimmbar nach deinen Wünschen, möchtest du oft mit verschiedenen Loks fahren brauchst du natürlich mehr Schattenbahnhof, außer du möchtest die Loks in Schuppen ohne Waggons abstellen. Überlege dir ob du nur von A nach B fahren möchtest oder eher eine Strecke (kreisähnlich), so wie ich das heraus gelesen habe möchtest du lieber Strecken fahren, dann achte darauf das du soetwas gut heraushebst und man die befahrerne Strecke schön sieht, denn was nützt einem eine Strecke wenn man nur einen Bruchteil davon den Zug nach verfolgen kann. Nimm dir einfach mal ein bischen Zeit und schau dich nach einem Gleisplan Programm um. Denn von beschreibungen kann man sich zwar was vorstellen aber jeder stellt sich etwas anderes darunter vor, da du ja deine Modellbahn gestalten möchtest würde ich dir empfehlen erst einmal einen groben Plan hochzuladen um das etwas zu veranschaulichen.

grüße vom Nachwuchs
@0
Zitat

... nach Fertigstellung der Anlage nicht die große Langweile eintritt, ... Da will ich definitiv nicht hin.
Was also sind die passenden Zutaten für einen dauerhaften Spielspaß nach Fertigstellung?



Vor allem muss sie dir die Art von Betrieb ermöglichen, die du persönlich magst. Und sie muss dir immer wieder andere (wenn auch ähnliche) Aufgaben stellen. So ergibt sich eine gewisse Abwechslung.
Wichtig ist in diesem Zusammenhang die Frage: Was willst du? http://k.f.geering.info/modellbahn/technik/planung.htm
Einige Antworten darauf hast du ja bereits gefunden.

Zitat

Was macht denn anhaltende Begeisterung mit der Anlage letztendlich aus. Soll ich viele Gleise draufpacken? Soviele Weichen und Schleifen wie möglich?



Ich habe die Erfahrung gemacht, dass der Betrieb auf knappen Gleisanlagen weitaus anspruchsvoller (und damit spannender) ist als auf einem Riesenbahnhof.

Zitat

- lange Züge wären schön
- ich muss nicht endlos rangieren, Wagen an- und wieder abkuppeln usw., ein paar Abstellgleise sind aber ok



Diese Ziele kannst du durch Mitmachen bei einer Modulgruppe in deiner Nähe gut erreichen. Ich selbst mache auch mit bei zwei Modulgruppen in meiner Nähe. Dort kann ich meinen "Gigantismus" austoben - wir fahren Züge in Originallänge (2.5m) über lange Strecken mit weiten Radien. Rangieren tu ich eher zu Hause auf der Nebenbahn.

Zitat

Nur möchte ich nicht immer wiederkehrend die gleichen Sachen zusammenlöten, Gleise durchtrennen usw. - so wenig Kabel wie möglich.



Das ist ganz einfach:
Einfache Anforderungen = einfacher Aufwand
Komplexe Anforderungen = komplexer Aufwand
unabhängig davon, ob die Lösung analog oder digital aussieht.

Wenn du also nur einfachen Aufwand treiben willst, nimm Abstand von komplexen Aufgabenstellungen. Keep it simple. Was nicht da ist, kann auch nicht kaputt gehen. Der Preis für die Einfachheit ist: Steuerung von Hand.

Das ist ja nicht schlecht. Es ist eine Frage der Prioritäten.

Felix

Ich würde bei soetwas schon beinahe die Zweiteilung des Themas empfehlen. Eine Hauptstrecke, auf der lange Züge kreisen können und eine zweite Nebenstrecke die von einer Nebenbahn bedient wird. Da kann man dann auch einen Bahnhof und ein wenig Industrie mit unterbringen.
Hallo Pizzamampf

Ich bin in genau derselben Situation. Tennager mit 3qm ArnoldRapido, und jetzt seit langem drauf und dran wieder einzusteigen. Ich glaube es geht als erste Überlegung darum: Was willst Du von der Moba?
Viele Züge, viel Betrieb, und dementsprechend  auch viel Technik, oder lieber alles per Hand steuern und dann alles etwas einfacher?
Wirklich lesenswert sind diese Überlegungen für Neu-, Quer- und Wiedereinsteiger:

http://design.ferrook-aril.de/  

Ich weiß für mich auch noch nicht ganz genau wo ich hinwill. Aber ich glaube bleibenden Spaß an der Sache kriegst Du am ehesten, wenn Du vor dem Bauen genau weißt was Du bauen wirst.

Gruß von Winni

(mittlerweile soweit , erst mal einen Testkreis mit Landschaft und rangierintensiven Gleisanschluß zu bauen)
Vielen Dank erst mal für die hilfreichen Anregungen. Tja, ich kann erst wissen was ich will, wenn ich ein paar Sachen selber mal durchspiele und ein paar Erfahrungen sammle. Daher habe ich mir jetzt einige Gleise geholt (Roco-N) und die Multimaus um ein paar Sachen zu testen.

Pizza-Mampf
Also ich würde mich nicht verrückt machen es wird bestimmt nicht deine letzte Anlage sein.Ich z.b.habe in ca 20 Jahren schon 3 Anlagen gebaut .Und was soll ich sagen ,man lernt nie aus und es würd immer etwas zu verbessern geben.Mein Tip : fange an zu bauen und sammel deine Erfahrungen .
gruss aus Berlin Karsten
@6
Ein guter Entscheid!

@7
> fange an zu bauen und sammel deine Erfahrungen

macht er ja

Felix
Hallo Winni,

danke für den Link der Herr dieser Seite wohnt ja gar nicht weit von mit entfernt.


MFG Karsten
Ich stehe (bzw. stand) selber vor selben Frage.

Da ich mit Tomix Gleis baue, bin ich bei der Gleisführung sehr auf die Geometrie angewiesen. Es soll ja nicht zu Entgleisungen kommen. Nun hatte ich schon ein Teil meiner großen Anlage fertig (Hauptstrecke 2gleisig), diese sollte durch einen großen Bahnhof führen, wo auch Nebenbahnen ankommen. Auch der betrieb auf 3 Ebenen war angedacht. Nur wusste ich auch mit den besten Plänen nicht, ob mir die Anlage auch wirklich Spaß machen würde. Ich konnte es nicht ausprobieren, da ich mir nicht Gleis und Weichen auf Halde kaufen kann. Das ganze hat mich einfach nur noch angek*tzt. Oder anders: Ich hatte mich einfach übernommen.

Was wollte ich eigendlich? Einen sauberen Betrieb! Ich habe nicht viel Zeit für die Bahn, also sollte es schnell aufgebaut sein und sicher laufen. Lange Züge und Rangieren - aber mit kompromissen ist okay. Viel spielen möchte ich nicht, eher mehr schauen, die Züge in Bewegung sehen.
Also habe ich mich für eine 'kleine' Anlage aus einen Gleisplanbuch entschieden und werde diese bauen. Der Vorteil des Tomix Gleissystems ist halt, das ich es lose verlegen kann. Gefällt mir die Anlage nicht mehr, baue ich sie ab und mach was neues.

So sieht bei mir die Planung meines Hobbyraums aus
http://gallery.me.com/kpernau#100021/zimmer_1&bgcolor=black
(Sieht man leider sehr schlecht)

Die Anlage rechts stammt aus dem Tomix-Gleisplanbuch. Die Änderung ist, das die Drehscheibe entfällt und dafür eine große Abstellanlage entstehlt.
Hier mal der Versuch, wie weit ich mit meinem vorhandenen Material komme. Mittlerweile gehen die vorhandenen Abstellgleise bis zur Kurve.

http://gallery.me.com/kpernau#100021/IMG_1913&bgcolor=black

Schon mit der Länge der Gleise konnte ich Züge mit bis zu 8 Wagen dort abstellen
http://gallery.me.com/kpernau#100021/IMG_1910&bgcolor=black

Ich muss dazu sagen, das mich das Rattern und Rauschen beruhigt, ich muss nicht so viel ringsherum haben. Wenn ich mal rangieren möchte, dann kommen halt Güterzüge drauf.

Momentan fühle ich mich mit dieser Entscheidung besser. Wie es zukünftig aussehen wir? Keine Ahnung. Das Gestalterische möchte ich im Bereich Modulbau dann machen. Dort sieht man dann auch wenigstens ein Ende.

Achja, die 2. Anlage stammt auch aus Japan von DDF, die auch ein Gleisplanbuch mit unterschiedlichen Spurweiten auf den Markt gebracht haben



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