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THEMA: Kardan Kato Gotthardo/Graue Maus

THEMA: Kardan Kato Gotthardo/Graue Maus
Startbeitrag
103er - 01.11.08 13:27
Hallo Forum,
nachdem ich in der Suche jetzt nichts zu dem Modell direkt gefunden hab, will ich doch mal einen neue Thread diesbezüglich aufmachen.

Also, ich hab beide Züge und hatte leider auch schon das Vergnügen, mich ein wenig mit ihrem Innenleben (beziehungsweise dem Unterbau) herumzuschlagen.

Dabei ist mein Blick auf den Antriebsstrang gefallen und jedesmal frag ich mich, wer auf die Idee gekommen ist, eine Kardanwelle zu verwenden, die gerade mal Bruchteile eines Millimeters stark ist. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das auf die Dauer gut gehen soll...

Gibt es da schon jemand, der sich darum gekümmert hat und zum Beispiel einen Antriebsstrang oder eine Kardanwelle konstruiert hat, der man auch zutraut, dass sie die nötigen Momente sicher übertragen kann...

Wenn nicht fände ich, wäre es lohnenswert, sich darum zu kümmern...
Gruß
103er

Hallo 103er

Der Antriebsstrang mit den Kardanwellen ist in vielen Kato Triebzügen verbaut. In Japan gibt es fast ausschliesslich Triebzüge und diese Konstruktion hat sich dort offensichtlich gut bewährt. Ich habe zum Beispiel den neunteiligen Narita Express und der lief immer einwandfrei. Mit den Kat Standardelementen ergeben sich Steigungen von über 4% auch dies ist kein Problem für die Kardanwellen. Auch habe ich eine Kato EH500 Doppelok. Die  zwei Lokhälften sind per Kardangelenk verbunden nur eine Lokhälfte hat einen Motor. Diese Lok ist die Stärkste in meinem Fuhrpark, alle acht Achsen sind angetrieben und das Teil zieht meinem ganzen Güterwagenbestand von 32 Wagen ohne Probleme auch über eine 2% Steigung. Ich denke eine Änderung des Antriebkonzepts ist gar nicht nötig.

Gruss,
Maylander
@1
Zustimm. Mein TEE aus der ersten Serie fährt bei mir auf der 4.2% Rampe absolut problemlos hoch und runter.

Zur Dimension von Antriebswellen grundsätzlich: Damit sich der Zug bewegt, muss die Antriebswelle ein Drehmoment zu den Rädern übertragen. Bei hohen Drehzahlen (Schneckengetriebe!) ist dazu nur eine dünne Welle erforderlich, bei tiefen Drehzahlen und dem gleichen Moment hingegen eine dicke. Das ist gewöhnliches 1x1 des Maschinenbaus.

Felix
Meine Bedenken gehen ja weder um die Kardanwelle an sich, noch darum, ob der Zug fährt, oder nicht. Fahren tut er und das auch sehr schön...

Ich habe den Eindruck, dass die Kardanwellen zum Beispiel im TGV wesentlich dicker sind. Kürzer sind sie allemal.

Die Welle im Gotthardo ist mehrere Centimeter lang, dafür nur Bruchteile eines Millimeters dick und eben dem Augenschein nach aus Polystyrol. Dem Teil trau ich deshalb keine besonders hohe Dauerfestigkeit zu. Ich denke, ein Blockieren im Drehgestell ist einfach ein Todesurteil für das Bauteil (ich wollte es noch nicht ausprobieren... ). Und ich bin mir nicht sicher... aber ob die Herren bei Kato das Teil wirklich durchgerechnet haben...? Maschinenbau hin oder her... Und selbst dann liegen immer wieder ICE brach, weil man feststellt, dass die verbauten (Achs-) Wellen den Belastungen mutmaßlich nicht ganz gewachsen sind.

Wie gesagt, die Kardanwellen, die mir bislang begegnet sind, waren wesentlich massiver und ich kann mir an der Stelle nicht vorstellen, dass man mit dem filigranen Bauteil einen ernsthaften Kosten-, Konstruktions- oder Gewichtsvorteil (den man bei "richtigem" Maschinenbau ja haben will) bringt...

Wenn es auf die Dauer hält, hab ich kein Problem damit. Wenn es aber stirbt, würde ich es gerne durch eine etwas solidere Konstruktion ersetzen... Nur so als Vorsichtsmaßnahme...
Gruß
103er


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