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THEMA: Kurzkupplung Lok-Tender

THEMA: Kurzkupplung Lok-Tender
Startbeitrag
ennbahn [Gast] - 28.09.03 12:55
Hallo,

ich sitze gerade wieder einmal vor einigen Schlepptenderloks und ärgere mich über die großen Abstände zwischen Lok und Tender.
Hat sich schon mal jemand Gedanken gemacht, hier Kurzkupplungskulissen einzubauen oder gibt es gar einen Hersteller, der so etwas anbietet.
Ich begreife nicht, daß (ich weiß, es ist schon oft gesagt, aber nichts getan worden) z.B. bei der BR 18 vom Mtx dieser Riesenabstand sein muß! Mit der BR 23 des Mitbewerbers Flm ist doch gezeigt, daß es auch anders geht.

Gruß Stefan

da gibt es eine einfache Lösung:

Setze Dich vor Deine Kurvenradien und ärgere Dich über diese.
Daraus ergeben sich dann folgende Konsequenzen:

a) das mit dem Lok-Tenderabstand ist dann auch nicht mehr so schlimm

b) der Anspruch für den Lok- Tenderanstand gilt auch für Radien und wird entsprechend realisiert -> ein einfaches Kürzen der Kupplungsdeichsel ist dann möglich.

Seht das mit der Modellbahn doch mal etwas lockerer. Ist doch irgendwie bemerkenswert, das manche Dinge nicht maßstäblich genug sein können und wenige cm daneben werden gröbste "Fehler" tolleriert.....
Es steht natürlich jedem frei daraus seine eigenen Konsequenzen zu ziehen.....  

Bei manchen Loks mit Schlepptender läßt sich eine "Kurven-Langkupplung" relativ einfach realisieren - bei anderen halt weniger einfach also mit zusätzlichen Kosten - die auch nicht erwünscht sind....

Bei Triebtendern kann man relativ einfach mit einem Langloch in der Kupplungsdeichsel für geringeren Abstand bei geschobener Lok sorgen - eventuell müssen hier zu teile an den Stirnflächen geglättet werden damit sich die Fahrzeuge nicht verhaken - dieses ist z.B. an der BR23 relativ günstig gestaltet.
@jens

Leider nicht besonders hilfreich, Deine philosophischen Ausschweifungen. Daß sich Kupplungen realisieren lassen, ist mir klar.

Laßt doch diese sinnlosen Äußerungen, wenn diese nichts bringen, da kann ich auch wieder in's Ebay-Café verschwinden!

Stefan
Hallo Stefan,
ganz pragmatisch:
Kupplungsdeichsel mit Langloch.
Bei Vorwärtsfahrt hast Du dann einen idealen Lok-Tender-Abstand.
Bei Rückwärtsfahrt mußt Du dann aber einen größeren (bisherigen) Abstand in Kauf nehmen.
Ich habe allerdings teilweise die Deichseln verkürzt, da ich 25cm als Minimalradius habe.
Grüße
Klaus
Hallo,

wie JeNs schon schrieb ist der Lok-Tenderabstand abhängig vom Kurvenradius. Auch wenn man nicht gleich Vorbildradien verwendet sondern nur auf die kleinsten Spielbahnradien verzichtet kann man schon deutlich kürzer starr kuppeln. Anhaltswerte für MT BR03/BR 41: R>300mm Abstand 1,5mm geringer, R>400mm und Übergangsbögen Abstand 3mm geringer (d.h. nur noch 1 mm Abstand, "Metallarbeiten" an der Tenderseite notwendig). Die Abstände habe ich für die Versuche einfach durch Biegen eines Bogens in die original Kupplungsdeichsel eingestellt. Am besten finde ich die Lösung eine Zugfeder statt der Kupplungsdeichsel zu verwenden: Auf Lok- und Tenderseite glatte Flächen schaffen, mit Feder kuppeln, bringt Abstand 0 und ist betriebssicher ab R=300mm. Nachteil ist der entstehende Abstand bei Fahrten Tender voraus oder mit Vorspannlok.

Bei der FL 39 habe ich einen FL KK-Nachrüstsatz in das Führerhaus eingebaut und diesen mit einem Stift, der anstelle der Befestigungsschraube des Tenders eingesetzt wurde, gekuppelt. Funktioniert, würde ich jetzt aber auch mit Feder machen.

Gruß
Dirk W.
ennbahn, ich habe mich auch jahrelang über zu große Abstände zwischen Lok und Tender geärgert. Jetzt mache ich einfach Schönheitsoperationen : ein rechteckiges Stück Scherenschnitt-Papier -erhältlich in Schreibwarengeschäften - mit abgeschrägten Ecken an die Innenseite der Tendertüren kleben und lang ins Führerhaus ragen lassen.
Sieht gut aus, hat sich in Kurven bewährt und ist preiswert.
Übrigens hatten wir das Thema schon mal.
mfG
Herbert
@nr2
Entschuldige "ennbahn" - habe mich etwas durch Deine emotionale Umrahmung von Deiner Kernfrage ablenken lassen.

Die üblichen engen Modellbahnradien sind nun einmal die Ursache des Problems und sind somit schon eine Betrachtung wert (um zu sehen was auch bei engen Radien noch möglich ist - siehe Nr4)

Eine Lösung mit _keiner_ Kulisse  - sondern Deichsel (eventuell mit Langloch) oder Feder sind technisch einfachere Lösungen, die Zug- und Druckkräfte besser auf die Fahrzeuge übertragen.

Gerade große Dampfloks haben oft einen großen Überhang zum letzten führenden Radsatz. Ist nun die Kulisse im Führerhaus untergebracht, kann es passieren, dass bei unter größerer Zuglast stehender Kulisse nach Kurvenfahrt kein gerades Ausrichten der Lok im geraden Gleis erfolgt, da weder die Rückstellfeder der Kulisse stark genug ist für die  gerade Ausrichtung... noch kann die lange Lok mit viel Spiel im Gleis die nötige Ausrichtung und Rückstellung der Kulisse sorgen.
Dieses haben zumindest damals meine 2 so ausgerüsteten Loks bestätigt.
Bei geschobenen Loks tritt das Problem nicht auf - dann tut es aber auch wieder das einfache Langloch - oder die Feder.

Auch ist es nicht ganz einfach das Höhenspiel, welches der lange Loküberhang mit sich bringt, mit einer geführten Kulisse im Führerhaus zu ermöglichen.

Die FLM BR23 hat keine Kulisse sondern eine Deichsel mit Langloch und eine Zugfeder. (und bietet von den zu kuppelden Stirnflächen der Fahrzeuge ideale Voraussetzungen für eine solche Lösung)  

Die Kurzkupplung mit Kulisse  in der FLM BR50 ist nicht so kritisch, da der Überhang nicht so groß ist.

----
Noch kurz zur "Modellbahnwelt-Anschauung" :
Selbst wenn man eine möglichst perfekte Nachbilung anstrebt, geht man "Fehler" ein und man muss lernen damit umzugehen und diese zu akzeptieren.
JeNs: und sollte versuchen, deren negative Wirkung, wann immer es einem möglich ist zu verringern. :)
Hallo Leute,
'hab auch schon einiges mit dem Lok-Tender-Abstand 'rumprobiert und kann aufgrund dieser Erfahrungen meine Vorredner nur bestätigen.
Je kleiner der Überhang hinter dem letzten feststehenden Radsatz umso einfacher; zB. beu GFN BR 38 reicht schon ein kleines Federchen (zB. aus einem ausrangierten Panto) auf 2 passende Drahtringe gezogen und der Abstand ist praktisch 0! Das klappt nach meinen Versuchen etwa bis R2 allerdings ohne Gegenbogen.
Bei etwas mehr Überhang wie zB. Mtx BR 03/41 setze ich eine verkürzte Deichsel wie oben beschrieben ein, allerdings baue ich sie aus MS- oder Cu- Blech und lackiere sie hinterher in Fahrwerksfarbe.
Bei längeren Überhängen wiez.B. Arnold BR 05 ohne Verkleidung wird es schon etwas aufwändiger: das Nachlaufdrehgestell und das vordere Tenderdrehgestell
sitzen hier auf der Deichsel mit drauf, die dann vom letzen Kuppelradsatz bis zur Tendermitte reicht. In diesem Fall hab ich zunächst einmal den originalen Abstand in meinem kleinsten Radius (ca. 2mm bei R = 390mm) ausgemessen und dann die Originaldeichsel um diese 2mm verkürzt dünnem MS-Blech nachgebaut; die Nieten in den Drehgestellen mußten durch entspr. pass. Schrauben ersetzt werden. Nach Funktionsprüfung das Ganze noch in Fahrwerksfarbe lackiert - fertig!
mein bislang kniffligster Umbau war jedoch die Lemaco S 2/6; durch den sehr kurzen festen Achsstand und die langen Überhänge (2' B 2') lauft die Lok mit der Originaldeichsel schon mehr Schlangenlinien!. eine verkürzte Version dieser Deichsel brachte dementspreched keine befriedigenden Ergebnisse. erst durch integrieren des Nachlaufdrehgestells in die Deichsel (analog zur BR 05) konnte diese Lok gebändigt werden. Dazu wurde zunächst der notwendige Abstand zwischen dem Anlenkpunkt des Nachlaufdrehgestells und der Tenderkupplung experimentell ermittelt. Dann wieder eine passende Deichsel aus MS-Blech, diesmal jedoch mit einer zusätzlichen Bohrung  für den Nachläufer. Dieser wurde  mit einer etwas längeren Schraube und einer gekürzten Kupplunsfeder als Abfederung befestigt. Wiederum Lackierung in Fahwerksfarbe nach Funktionstest - fertig! Und die Fahreigenschaften besser denn je! Und der Abstand kürzer als bei der kulissengeführten Mtx-S 2/6 (die MUß natürlich auch R1 können).
Übrigens können alle aufgeführten Veränderungen mit wenig Aufwand wieder rückgängig gemacht werden, da keine Originalteile bearbeitet wurden.
Gruß
Rainer H. aus K.
  
Die so oft geschmähten Amis machen's zum Teil vor, weil es da halt einfach laaange Dampfloks gibt.
Tipp 1: Lok-Tender-Verbindung mit Schwalbenschwanzführug und Rastnasen - einfachst einstellbar auf den vorhandenen Mindestradius - fertig.
Auch Amis quälen ihre Big Boys durch kleine Radien, will heißen ca. R 3 ...

Tipp 2 mit Do-it-yourself-Methode: Anschauen, wie die (Original)-Modellbahn-Kupplung aussieht - die jeweiligen Endpunkte nach dem Original formen - auf der Gegenseite schmales Rechteck, ca 2 mm breit und auf möglichst langer Basis, beide Teile sollen so weit als möglich überlappen. Überdeckung mittig mit 0,5 mm Bohrer durchbohren, Abstand Loch zu Loch 1 mm, Loch an Loch bohren. Beim Brillengeschäft um 0,5 mm-Schrauben und Muttern bitten, kürzestmöglichen Lok-Tender-Abstand (je nach Mindestradius ermitteln, 2 Schrauben durch 2 Löcher stecken, mit 2 Muttern festziehen - mit einer Nadelspitze löslichem Haftkleber sichern - fahrenlassen.
Probier- und Ermittlungszeit am Anfang relativ lange, ab der dritten Umrüstung gehts fixer. Reine Arbeitszeit nicht länger, als das Schreiben dieses Textes braucht.
Durch die zwei Schrauben wird auch das Schrägstellen von Lok oder Tender verhindert.
Als Material eiget sich alles, was nicht zu weich (auch ABS) und nicht dicker als maximal 0,25 mm ist

Viel Spaß beim Fummeln
HaWeO
Sorry HaWeO,
hab nix kapiert. Wie wär's mit einer Skizze im nächsten N-Bahner?
Gruß
RubiNH0
Frage an Kurzkupplungsbaumeister und Ismael. Besteht denn vielleicht die Möglichkeit mittels einer Skizze und Fotos diese Kurzkupplungsmethoden entsprechend hier unter einer besonderen Rubrik ( evtl Goodies) allen zugänflich zu machen?
Ich würde dies sehr begrüßen, denn dann kann man eben das Produkt besser erkennen, begreifen, als nur abstrakt im geschriebenen Text.
Also bitte die Verfasser entsprechende Infos an Ismael senden und veröffentlichen. Ich danke einfach mal im Voraus.
H-W


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