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THEMA: Brückenbau im Schwarzatal Teil 1

THEMA: Brückenbau im Schwarzatal Teil 1
Startbeitrag
CHeidtke - 22.07.08 19:43
Hallo Leute,

manchem wird das hier beschriebene vom Nachbarforum http://www.spassbahner.com bekannt sein, aber für alle anderen ist es vielleicht interessant.

Ich stand vor der Frage, wie ich mir ein schönes Viadukt bauen könnte.

Zunächst fiel meine Wahl auf eine Holz/Gips-Konstruktion, aber das verwarf ich nach anfänglichen Versuchen wieder.

Dann entschied ich mich für Schaumstoff, so genanntes Modur.

So fing alles an:

http://www.carsten-heidtke.de/forum/skizze.jpg

Es folgte der Rohbau:

http://www.carsten-heidtke.de/forum/pict0770-800.jpg

http://www.carsten-heidtke.de/forum/pict0882-800.jpg

Die Grundform war damit fertig. Die komplette Steinstruktur fehlt aber.

Hier nach einer Grundierung mit Wasserfarbe:

http://www.carsten-heidtke.de/forum/pict1866-800.jpg

Es folgt die Alterung:

http://www.carsten-heidtke.de/forum/pict1872-800.jpg

Dann der Einbau:

http://www.carsten-heidtke.de/forum/pict1950-1024.jpg

sowie

http://www.carsten-heidtke.de/forum/pict1935-1024.jpg

Bei Gefallen gibts noch mehr.




Beitrag editiert am 22. 07. 2008 19:44.

Hallo CHeidtke,
das sind echt super Bilder.
Es ist Interessant zu sehen wie du aus einem Stück Schaumstoff soetwas anfertigst.
Ich wäre fro wenn ich auch soetwas hin bekommen würde, weiter so und noch ein paar Bilder mehr davon.

  MFG Rainer
Hallo Carsten,

Deine Fotoserie gefällt mir ebenfalls sehr gut.

Ich möchte auf meiner entstehenden Anlage  einen kleinen dreibogigen Viadukt nach einem bestimmten Vorbild einbauen.
Handelsübliche Hartschaum - Struktur - Platten scheiden aus, bleibt also nur einfacher Hartschaum, und dann die Fugen selbst gravieren.

Mich würde interessieren, womit Du die Steinstruktur graviert hast, und ob Du dies vor oder nach dem Grundieren getan hast.

Schon mal vielen Dank im voraus,

LG, Bernd L.
Moin Carsten,

eine Frage hätte ich noch:
Warum stellst du deine Brücke in den beiden letzten Bildern so in den Schatten? Man sieht sie ja gar nicht...

Gruß
Kai

Hallo Carsten,
wie lange hast Du an der Steinstruktur geritzt?
Tolles Ergebnis.
Gruß
Ralph

Beitrag editiert am 23. 07. 2008 17:19.
Hallo Carsten,
eine wirklich tolle Brücke - die Bausatzbrücke im Vordergrund pass schon fast nicht mehr dazu....
Aber ich muss mich meinen Vorrednern anschliessen: Zwischen dem Rohbau und der Grundierung wären noch einige Arbeitsschritte erwähnenswert: Hast du den Rohbau vorher abgespachtelt (mit irgendetwas musst du ja die Poren des Schaums verschliessen)? Hast du die Gravur vor oder nach der ersten Farbbehandlung gemacht?
Hallo zusammen!

Kai, natürlich ist das Foto nur eines von einer Serie gewesen. Aber ich habe auch nichts dagegen, wenn ein solches Bauwerk sich derart in die Landschaft einfügt, dass es nicht so dominant ist. Ich finde, das ist dann gute Arbeit.

Hier mal eine andere Ansicht, auch wenn die Schärfe durch die Nachbehandlung gelitten hat:

http://www.carsten-heidtke.de/forum/talblick.jpg

Was die untere Stahlträgerbrücke angeht, ist diese ebenfalls kein Bausatz, sondern handgefertigt. Die Trasse ist 5 mm Holz, seitlich angeschrägt und mit Faller Brückenresten seitlich verstärkt. Als Füße dienen Elemente von Auhagen, die man variieren kann. Lediglich die Stahlträger sollte ich noch deutlich rosten, verschmutzen etc., damit es nicht wie Paste aussieht.

Zum Viadukt:

Ich habe einiges auf meiner Homepage unter

http://www.carsten-heidtke.de/neu/viadukt/index.html

geschrieben. Zu euren Fragen:

Dieses Modur, welches von Architekten und Landschaftsbauern verwandt wird, ist nicht so weich wie etwa ein Oasis-Block eines Floristen und auch nicht so zäh wie Styrodur. Es hat keine Außenschicht wie Styrodur, wo man beim Einritzen entweder nichts bewirkt oder sofort Löcher reinreißt. Vielmehr sind es microskopisch kleine Flocken, die aneinander halten. Es gehört zu den Duroplasten, kann also auch mit UHU geklebt werden.

Man kann dieses Modur unter anderem beim großen C bestellen: Artikelnummer
24 24 41-65 oder im neuen Katalog 2008/2009 auf Seite 207 rechts. Mit so einem Paket kommt man ewig hin und kann direkt auch noch Tunnelportal und anderes selbst herstellen. Da hat man das Geld schnell raus und seine Unikate.

Eine weitere damit hergestellte Brücke  des Spassbahners Dirk seht ihr hier:

http://www.spassbahner.com/forum/index.php?page...light=Th%C3%BCringen

Zum Fräsen von Durchbrüchen, Bögen und dergleichen reicht ein Dremel und ein 4mm HSS-Bohrer. Fertig. Das Material kann mit allem möglichen an Werkzeug abgetragen werden. Egal ob Feile, Raspel, Anreißnadel, Messer, Skalpell: Mit dererlei Werkzeug geht die Bearbeitung butterweich. Stege unterhalb von 4 mm Dicke sind mit Vorsicht zu geniesen, aber auch 1 mm dicke Teile sind machbar, wenn auch grenzwärtig.

Strukturen wie Mauersteine etc. habe ich mit einer Anreißnadel hergestellt. Ein Teppichmesser funktioniert nicht, weil die Klinge zu dünn ist. In dem hellen Modur sieht man davon keinen Schnitt. Anreißnadel ist da grober und besser. Wer kann, nimmt aber besser eine, die keine eingesetzte gelötete Hartmetallspitze hat. Denn diese sind dicker. Ich habe hier ein etwas antiquiertes Modell einer normalen Stahlspitze gehabt, die dünner ausgearbeitet war. Perfekt.

Ich habe die Struktur der Steine VOR dem Grundieren aufgetragen. Den umgekehrten Weg habe ich nicht getestet, denke aber, dass mein Weg besser geeignet ist, da dann die Grundierung auch besser in die Fugen einziehen kann.

Verspachteln ist absolut nicht notwendig, da die Poren so fein sind, dass wie gesagt Schnitte von Teppichmessern etc. noch nicht mal auffallen und selbst mit der Anreißnadel muss man genau schauen. Spätestens beim Grundieren sieht man, wo man die Fugen vergessen hat

Für dieses Viadukt habe ich ca. 20 Stunden allein für die Steinstruktur benötigt. Zu erwähnen ist dabei, dass ich selbst in den Gewölben komplett die Steinstruktur nachgearbeitet habe. Siehe hier:

http://www.carsten-heidtke.de/forum/pict1866-800.jpg

So, das war es erst einmal.

Gruß Carsten


Beitrag editiert am 23. 07. 2008 18:01.


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