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THEMA: Tunnelportalgröße

THEMA: Tunnelportalgröße
Startbeitrag
Richard St. [Gast] - 28.08.03 08:14
Bin gerade damit beschäftigt, mein erstes Tunnelportal (eingleisige Strecke) anzufertigen und stehe vor der Aufgabe, die größe und Form des Portals zu bestimmen. An Hand von Fotos von der Tauernbahn und des NEM-Lichtraumprofils hätte ich einen Querschnitt entworfen, der vorbildgemäß aussieht und nach NEM auch den Einbau einer Oberleitung (eigentlich vorerst nicht vorgesehen) zulassen würde. Die Höhe der Tunnelöffnung beträgt im Bereich der Stromabnehmerpalette mindestens 38 mm (über Schienenoberkante), in der Mitte etwas mehr.
Nun habe ich jedoch nachgemessen, wie hoch die Stromabnehmer meiner Lokomotiven im ausgefahrenen Zustand sind, und da kommt meine uralt 1044 z.B. auf 47mm!
Meine Frage wäre, ob es Erfahrungswerte gibt, ob es sich eher auszahlt, das Profil kleiner und vorbildgerecht auszugestalten, oder, ob man es größer anlegen sollte, und dafür mit vorbildgerecht ausgefahrenem Bügel fahren kann?

lg, Richard

Ein voll ausgefahrener Bügel ist (Ausn. Arnold) eh nicht das Mass der Dinge, denn es muss ja beim Anliegen an der "Oberleitung" auch noch Federdruck übrig bleiben. Schau Dir mal die ein oder andere Massskizze von Ellok an, da wird oft Hub min und max angegeben.
Die Bügel fahren in Tunneln schon recht kräftig ein!
Begrenze den Hub doch mechanisch.
CU
WE
Wie du auf dieser HP unter Anlagenbau/Gleisbau nachlesenen kannst:
"Die Durchfahrtshöhe soll für Dampf- und Diesellokbetrieb zumindest 4,5 cm, bei Ellokbetrieb zumindest 5,5 cm betragen. Allerdings kann ein wenig mehr nicht schaden."
Deine Tunnelhöhe ist also auf alle Fälle zu niedrig.
Zu vorbildgerecht ausgefahrenem Bügel: Im echten Betrieb ist der Bügel maximal zu 3/4 des Möglichen ausgefahren, wie ich mich selbst einmal in Holland überzeugen konnte, wo ein Zug eine oberleitungslose Drehbrücke frei rollend passierte. Sah wirklich komisch aus, der voll ausgefahrene Bügel, der die Oberleitung "suchte"!

Grüße, Thomas
Also nach NEM 102: "Umgrenzung des lichten Raumes bei gerader Gleisführung" hat das Lichtraumprofil ohne Oberleitung eine Höhe von 33mm, die tiefste Fahrdrahtlage ist 37mm. Da gerade in älteren Tunneln beim Vorbild oft die tiefste Fahrdrahtlage genutzt wird, denke ich, daß man auch im Modell das so machen sollte. Wenn man eine funktionslose filigrane Oberleitung nutzt, bei der die Stromabnehmer kurz unter dem Draht fixiert sind, muß die Fahrdrahthöhe natürlch überall auf der Anlage gleich sein und damit auch der Tunnel größer.

Die Maße für Durchfahrtshöhen die genannt wurden beziehen sich meiner Meinung nach auf "Funktionsteile" der Anlage, also Gleiswendeln u.s.w. und sind für ein Tunnelportal viel zu groß.

Gruß
Dirk W.
Die oben angesprochene mechanische Reduzierung der Bügelausfahrtshöhe klingt vielversprechend. Gibt es dazu Ratschläge, wie man das bewerkstelligen könnte. Jedenfalls ein Tunnelportal mit >47mm Höhe schaut eigenartig groß aus, die Zugsgarnitur verschwindet förmlich in der Tunnelöffnung.

danke für die Tips, Richard
Bei Schere:
Unterlegscheibe a la Arnold oder Schraubenlänge verändern, dass diese das "Knie" blockt (so auch bei Einholm)
Superdünner Nylon
CU
WE
die Frage dürfte sich gar nicht stellen, denn eine Ellok ohne Oberleitung fahren zu lassen sieht mehr als doof aus - und wenn schon alles vorbildgerecht und NEM-gerecht sein soll, wie hier immer betont wird, dann darf also zwangsläufig eine Oberleitung nicht fehlen - und die wiederum drückt Deinen Stromabnehmer weit genug runter, sodass Du mit 38mm klarkommst.
Loko


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