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THEMA: Marktlücke? Premiumpreis?

THEMA: Marktlücke? Premiumpreis?
Startbeitrag
Gerhard - 07.02.08 11:08
Hallo zusammen,

wir alle wissen, wie nervig das Problem der Qualitätsunterschiede bei Modellen ist. Hab grade erst wieder in einem Thread davon gelesen.

Viele von uns sind auf den Versandhandel angewiesen. Sie haben keinen Händler vor Ort, bei dem das Wunschmodell mehrfach im Regal steht, und deshalb nach ausführlichem Probieren das Beste - oder am wenigsten Schlechte - ausgesucht werden kann.

Ich wäre aber z.B. gerne bereit, ein bisschen mehr zu zahlen, wenn ich sicher wüsste, dass der Versandhändler vorher das Modell für "o.k." befunden hat.

Dann gäbe es den Preis wie bisher für "blind" aus dem Regal gegriffene Produkte, und einen "Premiumpreis" für vorher getestete. Ich würde ca. 5% dafür zahlen. Bei 150 EUR wären das 7,50 EUR. Dafür habe ich dann keinen Stress mit Umtausch / Reklamation usw.

Nur: Welches Qualitätsniveau soll gelten? Weiß der Händler, wie anspruchsvoll ich bin? Wenn ich mehrfach bei ihm kaufe, führt er vielleicht eine interne Kundendatei mit differenzierten Aussagen dazu?

Was haltet ihr als potentielle Käufer davon?
Was hält Ingo (und seine Kollegen hier) als Händler davon?

Ich bin auf eure Beiträge gespannt. Je mehr, desto besser (und bitte nicht gleich auf die Beiträge der anderen losgehen , sondern eher auf diese Eingangsfrage).

Gruß Gerhard

Nachträglicher "Edit" nach dem Lesen von Beitrag #26, um Missverständnisse auszuschließen:
Ich wäre nicht bereit, mehr als den UVP zu zahlen, sondern ein bisschen mehr als das, was mancher günstiger Versandhändler verlangt.

Beitrag editiert am 07. 02. 2008 17:19.

Hallo Gerhard,

Es is zu blöd um wahr zu sein dass mann dass beste stück aussuchen muss um ein zuverlassiges modell zu kriegen. Und ausserdem auch noch extra zu bezahlen. Es soll grundsatzlich so sein dass die alle dem gleichen mindest Qualitätsniveau haben.

Auch Ich kaufe übers Internet oder auf Börsen. Aber die problemen mit Minitrix sind kein einzellfällen oder anlauf produktions problemen es ist vielmehr eine sache vom Qualitäts kontrolle ab Werk und es ist egal ob dass in China oder irgendwo anders passiert.

MFG Rob
Hallo Gerhard,

ich denke jeder Kunde möchte eine Ware erhalten, die fehlerfrei ist. Somit mal die Ausgangssituation.
Die Realität sieht jedoch oftmals anders aus. Jetzt kann man das Problem auf mehrere Arten angehen:
- die Fertigungskontrolle beim Hersteller verbessern, ist die sinnvollste Lösung. Ich frage mich öfters ob einige Hersteller soetwas überhaupt haben
- nicht die Katze im Sack kaufen, sondern erst anschauen, probieren und dann kaufen
- kaufen im Versandhandel, jedoch eine Ausgangsprüfung beim Versender einführen

Ich denke Dein Vorschlag lässt sich nur schwer umsetzen, da der Arbeitsablauf bei den Versendern dafür komplett umgestellt werden müsste. Ausserdem stellt sich dann sofort folgende Fragen:
Was geschieht mit den Modellen, die beim Premiumtest durchfallen ? Kommen diese dann in den normalen Versand oder werden gar als 2. Wahl verkauft ?
Was passiert wenn trotz Premiunpreis ich mit der Qualität nicht zufrieden bin ? Hat der Händler dann nur den hohen Preis berechnet und die Ausgangsprüfung nicht durchgeführt ?

Ich halte es für mich wie folgt: Neuware kaufe ich im Normalfall bei meinem lokalen Händler, bezahle dafür etwas mehr als beim günstigsten Versand (aber immer noch deutlich unter dem UVP) und habe bei Reklamationen keine Ärger.

LG

MaNfred
Ich kann dieses Ansinnen zwar prinzipiell verstehen, halte es aber für undurchführbar. Zunächst einmal unterscheiden sich die Preise bei den Versandhändlern teilweise recht erheblich - und diese leben nunmal vom günstigen Preis.
Weiter geht es mit der berechtigten Frage, welchen Maßstab man anlegen sollte. Da dies durchaus verschieden sein kann, zeigt das Beispiel des TGV von Bachmann, der - nüchtern betrachtet - in jeder Hinsicht durchfällt. Was will man bei einem solchen Modell noch prüfen?
Kern des Problems sind die enormen Entwicklungskosten eines neuen Modells. Hat man eine Firma vor sich wie z.B. Fleischmann, so kann man mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass das Modell einen ausgewogenen Kompromiss in Sachen Detaiierung, Laufgüte, Qualität und Preis darstellt. Nimmt man ein Investorengesteuerte Firma als Beispiel (Trix/Märklin), so kommt dabei so etwas wie der RAm TEE oder der ICE 3 heraus, da man maximalen Gewinn anstrebt.
Diese hohen Kosten führen dazu, dass man es möglichst vermeidet, Modelle zu entwickeln, die schon bei der Konkurrenz produziert werden. Somit sind die meisten Modelle jeweils konkurrenzlos, so dass man schon mal an Stellen sparen kann, die der spätere Besitzer nicht auf Anhieb sieht. Eine geringere Qualitätsstreuung heißt für den Hersteller höhere Qualität (höhere Kosten -> weniger Gewinn), denn er muß nicht nur eine leistungsfähige Endkontrolle installieren, einen gewissen Anteil als Ausschuss einplanen etc. Aber weshalb sollte er das machen? Der Modellbahner hat meist nur das jeweilige Modell zur Auswahl - entweder nimmt er es oder er lässt es.
Zudem gelten auch für Händler die heutigen Lieferbedingungen: Er bestellt meist nur die Mengen, die er benötigt, denn er muss sie ja auch bezahlen. Wenn er nun qualitativ schlechte Modelle aussondern soll, braucht er viel Zeit und hat zudem noch das Theater mit dem Rücksenden zum Hersteller. Bestellt er neue Modell, bekommt er die bereits durchgefallenen garantiert wieder. Das deckt man nicht mit 7,50 Euro!
Was meint man denn, wie man eine Produktion auf einen günstigeren Preis optimiert? Die einzige Möglichkeit, um den Qualitätsverfall entgegen zu wirken, ist das nicht kaufen! Aber das fällt schwer, wenn man seit Jahren auf ein Modell wartet, endlich kommt es. Da die meisten hier nicht unbedingt darauf aus sind ihre Modelle selbst zu bauen, nehmen sie lieber ein qualitativ schlechtes und bessern es mit einem gescheiten Antrieb nach - Firmen wie SB-Modellbau müssen auch leben......

Fazit: Gut gemeint aber undurchführbar!
Hallo

Sorry, aber noch mehr Geld ausgeben und dann nur einen mindest Qulitätsstandard erhalten. Denn welche Maßstäbe setzt man dann in der Verkaufsqualitätsbeurteilung an.
Nein

Die jetzigen Preise sind zudem ja eh schon meißt Premium Preise.

Persönlich erwarte ich Qualität von dem Angebotenen Produkt, mein Geld ist viel zu rar um es für solche Versuche zu Verjubeln.

Und wenn der Hersteller das nicht kann, dann wird halt nix gekauft und wenn doch, darf ich mich nicht Ärgern wenn es mit dem Produkt schwierigkeiten gibt.

Gruß Jens
Wieso soll man extra bezahlen für ein Modell bekommt das in Ordnung ist? Davon gehe ich als Käufer aus. Wenn ich Lebensmittel kaufe gehe ich davon aus das sie unverdorben sind. Umgekehrt würd es ja heissen wer nicht den Premiumpreis bezahlt bekommt Ausschussware geliefert, damit wird das ganze hinfällig.  Durch eine Rücksendeung entstehen dem Händler schon genug Kosten. Er hat also schon ein interesse daran nicht zu viele mangelhafte Ware zu versenden.

Gruss,
Matthias
Hallo ,

... warum sollte der Kunde oder der Händler eine Endkontrolle übernehmen ?

Ich habe für mich die Konsequenz gezogen : Ich kaufe keine Triebfahrzeuge von Problemherstellern !
Entweder die merken es irgendwann oder es gibt irgendwann keine Probleme mehr ...

gaga
Hallo Gerhard,

offen gesagt, ich halte überhaupt nichts von deinem Vorschlag. Unsere Moba-Fahrzeuge sind, gemessen an der tatsächlichen allgemeinen Einkommensentwicklung, so extrem hochpreisig geworden das mir dafür kein richtiges Wort einfällt. Wenn du jetzt anregst, nur dafür noch mehr zu bezahlen das keine fehlerhafte Ware geliefert wird, ist das ein Schritt in die falsche Richtung! Das würde bedeuten, Hersteller und Händler werden dafür belohnt, das sie Müll ausliefern. Das kann es doch nicht sein.

Würdest du das Gleiche auch für dein Auto vorschlagen? Dafür das die Räder ordentlich befestigt werden, das Lenkrad nicht schräg sitzt, der Tank nicht leck ist, ...  

Ich meine, eine angebotene Ware sollte (muss) den zugesagten Kriterien entsprechen. Pfusch muss reklamiert werden, wenn nötig auch mehrmals hintereinander! Kein Pfusch darf nicht belohnt werden, außer durch Kauf der Ware - aber niemals durch zusätzliche Bakschisch !

Grüße
Günter
Hallo Gerhard,

ich halte da nichts von, Der händler müsste dann zb. schon eine richtige Testanlage habe, mit Weichenstraßen, verschieden Steigungen und so weiter. Dieses kann meiner Ansicht nach nur ausgiebig im Herstellerwerk getestet werden, und das sollte dann schon im Preis enthalten sein.

Denn die meisten Händler haben ja gerade mal 1 m gerades Gleis in Laden zum Testen

Gruß Jürgen
Moin Gerhard,

ein Thema von unerschöpflichen Ausmass würde ich sagen, bei
dem es nur schwer ist auf einen Nenner zukommen. Wobei der Nenner
eigentlich der ist -  einwandfreie, funktionierende Ware.
Lese mal den Eingangsbericht in folgendem Link:
http://www.motor-talk.de/forum/fahrzeuigabholun...r-wahr-t1711773.html

Dann noch Fragen??Ein Beispiel mal so herausgegriffen.
In vielen Enduser Foren, egal für welche Ware, wirst Du unzählige Beispiele
ähnlicher Art finden.
Es ist doch in fast allen Bereichen zu beobachten, dass
die Qualitätsstandards rückläufig sind, obwohl wir, wie Jens schon schreibt,
schon sehr viel Geld für die Waren zahlen.

Wir bewegen uns bei Moba zudem in einem Segment, in dem viele Hersteller
finanziell angeschlagen sind und Sparen die Divise ist. Wo spart man am effizientesten,
so die vielfache Meinung, am Personal natürlich. Und solange die Abarbeitung
von Reklamationen kostengünstiger zu sein scheint wie ein vernünftige Endkontrolle,
wird sich wohl wenig an der momentanen Situation ändern.

grüssle
willi
Gerhard,
da kann ich mich auch nicht mit anfreunden, noch mehr zu zahlen, für eine Ware die ja einen gewissen Nutzungsstandard haben soll und dazu Garantie hat. Nur kaufe ich nichts mehr als Vorbestellung etc.
Wenn ich denn doch etwas erstehe und es hat einen Mangel, geht es unverzüglich unfrei an den Hersteller zurück. Ich werde mich hüten, da noch den Versuch zu starten eine eigene Besserung vorzunehmen. Die Hersteller müssen mit Rücksendungen zugemüllt werden, um zu lernen. Ich könnte jedesmal laut Sche... schreien, wenn hier geschrieben wird, das repariere ich selbst beim neuen Modell. Darauf warten ja die Murkser und Turbogewinnler nur. Mit mir nicht und wenn ich 10 X hin und her senden muß, Porto kostet mich nichts, aber den Murkser.
H-W
Hallo Gerhard,

eigentlich ist der hersteller dafür verantwortlich die Qualitätsstandards zu verwirklichen. Im Werk sollten eine funktionierende Endkontrolle da sein, welche sämtliche Punkte einer Qualitätsmerkmalsliste abarbeitet. Warum sollte der Händler (trotz des angebotene Mehrzahlens) die Mühe und Zeit machen die Fahrzeuge zu testen. Stelle Dir mal vor Du bekommst oder verkaufst 100 Fahrzeuge/ Woche und für jeden Test brauchst du 5Minuten??? Den Aufwand wenn der Kunde ein Fahrzeug reklamiert ist so stellenweiss schon hoch und der wird mit den MArgen nicht bezahlbarer. Wenn dann müsste man schon im ganzen System Hersteller- Händler- Kunde etwas ändern und da fehlt mir irgendwo der Gedanke für das Wie. Um das hier zu diskutieren würde ich wahrscheinlich den halben Tag brauchen ums zu schreiben.
LG Stephan
mit einer persönlichen Meinung
Hallo,

die Qualitätkontrolle auf den Händler abzudrücken halte ich für Schwachsinn, erst recht hierfür auch noch "Premiumpreise" einzuführen. Die Qualitätskontrolle ist eindeutig beim Hersteller anzusiedeln! Der kassiert ja schließlich schon Premiumpreise von uns Verbrauchern! Wenn ein Hersteller meint, er könne durch Verzicht auf Qualitätskontrolle seine Gewinnmarge steigern, bitte, seine Entscheidung. Meine Entscheidung ist dann halt, das ich die Modelle nicht mehr kaufe. Und wenn mir ein Hersteller mehrmals mit schlechter Qualität negativ aufgefallen ist, wird er eben aus meiner Lieferantenliste gestrichen. Ich werde weder über den Versandhandel noch bei meinem Händler vor Ort das beste unter schlechten Modellen aussuchen. Entweder das Modell funktioniert einwandfrei und ohne Kompromisse, hat keine Beschädigungen oder Abrüche oder ich kaufe nicht! Für mein leidlich verdientes Geld und den heute i. d. R. verlangten Preisen für Loks und Wagen verlange ich beste Ware. Übrigens auch in anderen Lebensbereichen als der MOBA! So einfach ist das!

Beste Grüße
Ich meine Ingo hatte mal geschrieben, dass jede Lok vor dem Versand Probegefahren und begutachtet wird.
Wenn ich das mit der Qualitätskontrolle, auf die sicherheitskontrolle in anderen Bereichen wie energieversorgung mal ausdehne, sieht es hier sehr schlecht aus,
Ich spreche mal aus dem Insiderbereich. Um die satten Margen und somit Renditen von 20 und mehr % halten zu können, wird am Personal extrem gespart, Wartungs und Unterhaltungsarbeiten aufs Minimum gefahren, nur noch etwas erneuert wenn das Teil etc. ausgefallen ist usw. Was früher unter Sicherheitsaspekte fiel und somit auch zu ausfällen usw. führen konnte wurde einfach aus Versorgungssicherheitsgründen nach einer gewissen Zeit getauscht und überholt. Jetzt nichts mehr, der Euro muß rollen. Ich möchte nicht wissen, was da in Zukunft noch alles passiert und unter anderem Deckmäntelchen den Menschen verkauft wird. Die Gewinne für die Shareholder müssen stimmen und sonst nichts.
Und so sehe ich es auch bei den Mobaherstellern. Da wird einfach ins Ausland verlagert, Personalkosten und die Qualitätskontrolle mal eingespart. Wenn es klappt und die depperten Mobahner machen das alles mit, also nehmen allen Murks hin, war es doch optimal.
Wir werden hier noch für die Gewinnmaximierung der wenigen Großen ordentlich zahlen müssen, schwant mir.
H-W
Björn,

und was macht der arme Ingo dann wenn er 4 Loks hat, die alle wie jetzt meine 18.3 aus dem Tender Knarzen ??

Er muß doch dann davon ausgehen das dass normal ist !

Das kann aber doch nur der Hersteller nach seinen Vorgaben herausfinden.

Gruß Jürgen
Na, das ganze "Knatter für die Börse" scheint wohl nicht alle Hersteller erreicht zu haben: Kato z.B.: bedenkenlos kaufen, und dabei auch noch recht günstig. Wo gibt es denn einen 8-teiligen Hochgeschwindigkeitszug (Shinkansen) für knapp 100,- Euro mit Lichtwechsel.
Hallo Gerhard,

Dein Grundgedanken ist sicherlich nicht verkehrt. Wer attraktive Modelle zu Niedrigreisen wünscht (also in etwa die Quadratur des Kreises), muss m. E. kompromissbereit sein. Andersherum: Wer - zu Recht - einwandfreie Ware erwartet, der muss wissen, dass Qualitätsware ihren Preis hat. Oder man könnte Deinen Vorschlag auch so übersetzen: Entweder man kauft "out of the box", wie vom Hersteller geliefert, oder man wünscht eine Zusatzkontrolle durch den (Versand-)Händler.

Nur: Deinen Vorschlag halte ich für kaum durchführbar. Ich denke, selbst die QS des Herstellers wird kaum sämtliche möglichen Betriebsumgebungen durchspielen können; man denke hier nur an die diversen Decodertypen bzw. Analog-Fahrgeräte und Gleissysteme. Wer erwartet, dass dies beim Hersteller tatsächlich durchgeführt werden sollte, darf sich dann über erhöhte Preise nicht beschweren. Denn eines ist doch klar: Ein hoher Qualitätsstandard erhöht eindeutig die Fertigungskosten und damit die Endpreise.

Hinzu kommen die individuellen Vorstellungen der Kunden. Was dem einen überhaupt nicht auffält, oder ihn nicht stört, ist für den anderen nicht akzeptabel (man denke an die Ansprüche von "Nietenzählern" und "Pufferküssern", die es möglicherweise schon als Mangel ansehen, wenn das Modell am Boden einen kleinen Gravurfehler hat. Oder schaut Euch an, wie sehr z. B. die Vorstellungen über die Zugkraft der GFN BR 70 auseinander gehen).

Grundsätzlich bin ich aber der Meinung, dass die QS beim Hersteller und nicht beim Händler oder gar beim Kunden angesiedelt sein muss. Weiterhin sind wirklich grobe Mängel, wie sie hier ja schon oft beklagt wurden, natürlich nicht hinnehmbar, und ich würde dem Händler keine Prämie dafür zahlen wollen, dass er eine (zweite?) QS-Ebene bildet.

Gruß
K.U.Müller
Hallo ,

>>Wo gibt es denn einen 8-teiligen Hochgeschwindigkeitszug (Shinkansen) für knapp 100,- Euro mit Lichtwechsel. <<

... och , die dürfen gerne nen achtteilgen ICE 3 mit Licht für knapp 100 EUR bringen
... wer braucht den nen Shinken wenn man z.B. Epoche III der DB fährt ? - ansonsten wäre das Angebot in Ordnung.

Aber irgendwas ist bei Kato noch zu hinterfragen : warum bauen die nicht auf eigenes Risiko selbst Modelle nach deutschen Vorbildern ? Fällt nur auf, wenn die Produktion für Importeure mit der Stückzahlproblematik ins Gerede kommt ...

gaga

Beitrag editiert am 07. 02. 2008 13:45.
Alfred, ich denke, dass man sich bei Kato mit Losgrößen im europäischen Maßstab kaum anfreunden können wird (ein ICE 3 würde dann wohl auch deutlich mehr als 100 EUR kosten). Die verkaufen vermutlich ihren Shinkansen nach Europa an all' die Mobahner, die ihn chic finden und kein Problem damit haben, ihn in ihre deutschen Bahnhöfe einlaufen zu lassen.

Aber in erster Linie haben die doch wohl den japanischen Markt im Auge, und das dürften deutlich andere Größenordnungen als bei uns sein.

Gruß
K.U.Müller
Tja, gaga, weil Kato - ähnlich wie die Firma Fleischmann eben noch keine Investoren-Firma ist. Um auf dem europäischen/deutschen Markt Fuß zu fassen, ist ein entsprechendes Sortiment erforderlich, damit die Umsätze stimmen. Der Firma Kato fehlt schlicht und einfach die Luft, um sich hier als eigener Hersteller zu etablieren. Wenn die Entwicklung eines Modelles schon in die Millionen geht - kann man sich schnell vorstellen, was man investieren muss, wenn man nur ein Basissortiment mit ca 50 Fahrzeugen etablieren will.
Es kann natürlich sein, dass man diesen Schritt bei Kato in Erwägung zieht, wenn genug Modelle im Auftrag der hiesigen Importeure entwickelt worden. Denn ganz Ehrlich: Service-technisch ist die Firma Lemke leider kein Ruhmesblatt. Eher hilft einem die Firma Noch!
Und was den ICE3 angeht: Ich habe den AVE S103 teilweise schon für unter 200 Euro im Angebot gesehen (auch wenn er momentan noch nicht lieferbar ist. Allerdings halten sich die Onlinehändler oft an ihre Vorverkaufspreise). Eine Neuauflage des ICE 3 sowol als 403, 406DB und 406NS ist eigentlich nur eine Frage der Zeit (abhängig von der Menge der Wunschmails an Hornold). Bei einer Preisspanne von 190-249 Euro für einen 8-teiligen ICE3 ist dann auch das suboptimale Minitrixmodell mehr als nur zu teuer.....
@Gerhard:

SORRY, aber abgelehnt. Wenn ich mir ein Produkt für 150 - 200€ kaufe, dann kann ich auch erwarten, das es einwandfrei funktioniert. Ich habe keine Lust im Laden zu testen bzw. testen zu lassen und dafür noch extra zu zahlen.

Gruß Michael

Beitrag editiert am 07. 02. 2008 14:17.
Hallo Gerhard,

Premiumpreis: Die neueste Abzocke?!

ich finde, dass JEDES MODELL, das in den Verkauf gelangt PERFEKT sein muss; und zwar
AB WERK. Das ist für den Händler und den Endverbraucher die einzig zumutbare Situation. Alles andere ist eine absolut dreiste und überhebliche Frechheit.

Wie wäre es mit unmontierten Bausätzen? Selbstverständlich müssen auch hier die Einzelteile herstellerseitig vor der Auslieferung geprüft werden(bestimmt auch total teuer...).

Bei dem Preisniveau und der Promotion(keine, außer Märklin)müssen sich die Hersteller sowieso nicht wundern, dass sie so wenig verkaufen. Modellbahn verkauft sich nur gut, wenn viele Menschen sie sich leisten können. Spur N ist in Japan bekanntermaßen die Spur H0 Europas mit schätzungsweise 5 Mio Fans und einem Preisniveau, das hier seinesgleichen sucht. Und auch dort gibt es Spielkonsolen(weit mehr als hier, nur mal so nebenbei). Wer die allgemeinen Preise in Japan kennt, weiß was ich meine. Die meisten Firmen dort verstehen es nachhaltig zu wirtschaften. Das mag auch eine Mentalitäts-, Moral-, Traditions-, und Erziehungsfrage sein.

Zusammenfassend kann man sagen:
Preis, Innovation, Qualität, Service: Japan - TOPP!!!! // D-Land/Europa(dato) - sehr durchwachsen, und im Hinblick auf die wie auch immer gearteten Firmenzusammenschlüsse,(..äh "Gewinnmaximierung" und andere "Synergieeffekte"...)und Pleiten, mit Tendenz nach unten.
Das damit einhergehende drastische absinken des Lohnniveaus(Median!!!) sorgt dann natürlich proportional für ein Absinken des Konsums im Luxussegment und einer Konzentration des Geldes im Grundbedarfssektor. Aber das beste daran ist: das hat sich die breite Bevölkerung selbst zuzusschreiben. Namentlich mit privater Altervorsorge, kleinen Aktienkäufen, usw. Keine Bank und keine noch so große Firma erwirtschftet ohne die Investition des Einzelnen so viel.

Zurück zur Modellbahn:
Die Hersteller haben es sich schlicht und einfach selbst zuzuschreiben, wie sie jetzt dastehen. Wer seine Kunden verprellt, verarscht und abzockt und nur auf maximale Rendite aus ist, sollte sich über diese Entwicklung eigentlich nicht wundern.
Wer nichts ordentliches liefern kann, soll es besser gleich ganz lassen.

Mal gucken, wat noch so kommt...

Grüße, Uwe


Beitrag editiert am 07. 02. 2008 15:44.
MoiN Uwe,

Klasse, auf den Kopf getroffen!!!

Von was reden wir denn hier,
von Klein- und Kleinstserienherstellern ( im industriellen Maßstab),
die sich jedoch aufführen wie ..... ; mir fehlen einfach die Worte.

grüssle
willi
Hallo Uwe!

Perfekter hätte man es nicht ausdrücken können, im wahrsten Sinne des Wortes.
Du hast mir voll aus der Seele gesprochen.

Gruß
ANdreas
Hallo zusammen,

mal eine Zwischenbeitrag von mir:

Erstmal vielen Dank für die Beteiligung und eure klaren Stellungnahmen!

An einer Stelle möchte ich meinen Eröffnungsbeitrag etwas präzisieren: Beim "Premiumpreis" habe ich mich wohl etwas unklar ausgedrückt (zugegeben: ich dachte, dass das Wort "Premiumpreis" in der Überschrift des Threads viele zum Lesen animiert - **schäm**).

Ich wollte nicht vorschlagen, auf die (teilweise unverschämten) UVPs auch noch was draufzuhauen. Das wäre ja nochmal schöner! Wer soviel Geld ausgibt, hat das Recht auf einwandfreie Ware! Ich hatte vielmehr die Sonderpreise der Versandhändler im Blick.

Beispiel: Eine Mtx 98.3 (12430) hat als UVP 189 EUR. Sie wurde im Versand neulich für 100 EUR angeboten. Da hätte ich für die Sicherheit, eine taumelfreie Lok mit gleichlaufenden Schubstangen und ohne sonstige Einschränkungen zu bekommen, auch 5 EUR mehr bezahlt.

Oder: Eine Mtx 57.10 (12242) hat als UVP 279 EUR. Sie wurde im Versand für 150 EUR angeboten. Ich hätte gern 157 bezahlt, wenn ich dafür gewusst hätte, dass sie vorwärts wie rückwärts nicht humpelt und  ordentlich den Strom abnimmt. So musste ich das Teil erstmal nach Nbg. schicken (kostenfrei zwar - aber der Ärger und der Weg zur Post usw.).

usw.usw.

Ich dachte eher an sowas wie:
"Wir als Versandhandel XY legen Wert auf Qualität. Deshalb sind alle unsere Modelle probegefahren, bevor sie verschickt werden. Wir verlassen uns nicht auf die Endkontrolle der Hersteller. Klemmende Schubstangen, schaukelnde Loks, fehlerhaft bedruckte oder nicht passende Gehäuse gibt es bei uns nicht. Dafür sind unsere Verkaufspreise geringfügig höher, als die mancher Konkurrenten, aber immer noch interessant."

Wenn einer, der das verspricht, das auch so einhalten würde, wäre das doch ein Argument, dort zu kaufen - oder?

Gruß Gerhard

P.S: Ich gebe zu, ich war schon mal nahe dran, einem Versandhändler vorab eine Mail zu schicken und zu sagen: Ich zahle Ihnen 160 EUR statt den von Ihnen angegebenen 150 EUR, wenn sie die Lok vorher ausprobieren, ob sie ordentlich läuft und alle i.O. ist, weil ich keine Lust habe, das Teil ggf. wieder zu verpacken und irgendwo hinzuschicken.

Beitrag editiert am 07. 02. 2008 16:22.
@Gerhard:

Das was Du jetzt da schreibst dreht aber irgendwie das um was Du im ersten Beitrag schreibst.

Allerdings muss ich auch zugeben, das ich lieber bei meinem Häöndler 10€ mehr zahel und die Lok Probe fahre anstat Sie im Versadn zu kaufen. Dies ist aber extrem Hersteller abhängig!

Wobei auch dann noch die Frage bleibt:

WAS ist akzeptabel und WAS nicht.

Gruß Michael
@ Michael

du hast recht, ich hab wirklich missverständlich geschrieben. Im ersten Beitrag könnte man meinen, ich hätte einen Aufschlag auf den UVP angeregt. Mein Satz "ich wäre gerne bereit, ein bisschen mehr zu zahlen", kann leicht so verstanden werden, als ob ich auf den UVP noch was drauflegen wollte. Auf keinen Fall. Ich meinte "ein bissschen mehr" als so manches Angebot eines günstigen Versandhändlers.

An den teilweise deutlichen Reaktionen habe ich gemerkt, dass ich hier zu unklar formuliert habe.

Was zweifellos bleibt, sind die unterschiedlichen Ansprüche an eine Lok. Wann ist sie i.O. ??

Gruß Gerhard

Beitrag editiert am 07. 02. 2008 16:34.
Hallo!

Folgendes darf man natürlich auch nicht vergessen, selbst beim Händler des Vertrauens: .Das Probefahren sieht meistens dann doch so aus, das der Händler entweder eine gerade Strecke hat (sprich: 1m vor- und zurückfahren) oder einen kleines Oval. Das reicht aber eben nicht zum testen - sprich: Wie verhält sich die Lok beim Durchfahren von Weichenstrassen usw.!
Und wenn man bei diesen bescheidenen Testbedingungen (gut, die gröbsten Macken können so erkannt werden - Taumeln, klemmendes Gestänge oder so) sagt: Tut mir leid, diese Lok entspricht nicht meinen Erwartungen, holen sie doch bitte eine andere aus dem Regal, dann kann es auch so gehen: Eine zweite Lok ist nicht vorhanden, weil der Händler nur eine Lok vorrätig hat und er erst nachbestellt, wenn diese Lok verkauft ist. Oder noch schlimmer: Der Händler bestellt extra eine Lok, weil ich die haben möchte, die scheitert dann aber beim Test - ebenfalls Katastrophe.  Händler sauer, weil ich die Lok nicht nehme, ich sauer, weil Lok Schrott. Selbst wenn der Händler mehrere Loks hat und alle beim Probelauf scheitern - so kann es doch nicht sein.
Eine Lok hat ab Werk perfekt zu sein, eine Qualitätskontrolle hat dort stattzufinden und darf in keinster Weise zu einem Preisaufschlag führen nach dem Motto: Lok vom Band kostet ungeprüft 100 Euro, bei der Qualitätskontrolle durchgefallen kostet 110 Euro und die perfekte Lok kostet dann 120 Euro.
Gruß
ANdreas
@Gerhard

Nö, auch dann NICHT. Erwarte für 1Cent - 1 000 000 000€ Qualität !!
Das hat der Anbieter mir gegen über sicher zustellen, wenn nicht kriegt er keinen Cent von mir.

Gruß Jens der bis jetzt auch nix geschenkt bekommen hat von denn"großen Herstellern".

Hallo Gerhard ,

>>du hast recht, ich hab wirklich missverständlich geschrieben. << (aus #27)
... nö - das war klar und eindeutig ; nach neuer Darstellung (#25) müßte ich jetzt mal fragen : wohnst oder arbeitest Du in Göppingen ?

gaga
Ich denke, die Diskussion geht am Kern des Problems vorbei.
Hier wird ständig über zu hohe Preise der Hersteller gemotzt. Was tut ein Hersteller, der sich das zu Herzen nimmt? Er sucht einen Weg, billig anzubieten. Das geht natürlich auf Kosten von irgendwas: Detaillierung, Maßhaltigkeit, Vorbildtreue, Laufeigenschaften etc.

Andererseits besteht  die Forderung, dass 100 % einwandfreie Ware geliefert werden muss. Aber wer nachdenkt, wird zugeben müssen, dass das einfach nicht geht. Wer eine dauerhaft ordentliche Bohrmaschine braucht, wird sicherlich nicht erwarten können, dass ein Gerät für 19,50 EUR von Aldi alle Qualitätsansprüche erfüllt, die ein Werkzeugmacher erwarten würde.  Wenn die Maschine nicht funktioniert, nimmt Aldi sie zwar problemlos zurück. Aber eine Hilti bekommt man auch im Austausch nicht.

Gruß
K.U.Müller
@31

Die Bohrmaschinen sind ein schönes Beispiel aber hier nicht ganz passend. Die von Aldi haben immer die gleiche Qualität und versagen nach einer bestimmten, eher kurzen Einschaltdauer. Die Hiltis laufen dagegen Jahrzehnte. Jedoch haben beide Bohrmaschinen innerhalb ihrer Serien immer die gleiche Qualität.

Die bemängelten Moba-Fahrzeuge haben innerhalb einer Serie eine sehr unterschiedliche Qualität. An den Produktionsmaschinen wird es nicht liegen. Bleibt nur noch Pfusch bei der Montage, unterstützt durch mangelnde oder mangelhafte Kontrollen. Und nur das wird hier bemängelt.

Grüße
Günter
Hallo Gerhard,

wenn ich NEU Ware egal ob MoBa oder anderes kaufe, bekommt der Händler 100% echtes Geld von mir, hierfür erwarte ich auch Ware die 100% in Ordnung ist. Ist sie das nicht oder tritt in der Garantiezeit ein Mangel auf, habe ich Anspruch auf  Beseitigung des Mangels.

Nehmen wir mal das Beispiel Bohrmaschine von oben auf: Hat Günter in @32 bestens beschrieben.

Weiteres Beispiel: 2 Autos, 1 x  Fiat Panda, und als Gegenstück den Maybach:
These: Beide Käufer werden mit Ihrem Fahrzeug ihren erwartungen entsprechend zufieden sein. Aber sollte  der Käufer des Maybachs den Panda geliefert bekommen (incl.Service) wird ae das wohl nicht akzeptieren.
warum landen die autos der japanischen Hersteller bei Kundenzufriedenheitsumfragen denn immmer auf den oberen Plätzen, doch nicht weil dies Autos bessr sind als die Made in Germany, sondern weil die Käuferschicht andere Wertvorstellung und Erwartungen hat als ein Audi, BMW, Mercedes, Porsche - Fahrer.

Stell die mal vor der fahrer des Maybach soll 5% zusätzlich dafür Zahlen, das der Wagen eine Endabnahme nach der Fertigung bekommt. Ein Witz, oder? Und dann ist es auch egal ob der bei 400000 bei Händler A oder 450000 Händler B kosten soll.

zurück zur MoBa:
Die Hersteller haben für eine vernüftige Qualitätskontolle zu sorgen, Punkt.
Der Händler - speziell Versand - kann selbstverständlich - im eigenen Interesse der Kundenzufriedenheit - ein Qualitätskontrolle vornehmen, aber wo setzt der dann die Richtwerte an.
Bezugnehmend @13 Björn, ja hat Ingo mal geschrieben.
Beim Händler vor Ort sollte der - aufgeweckte - Kunde (zusammen mit dem händler/verkäufer) eine Prüfung vornehmen können. Das dürfte auch kein Problem sein.
Und wenn die 1. nicht O.K ist, und die 2. und die 3.  usw. wird es aber dann doch wohl langsam für beide Seiten nervig .
Versandhändler mit  "super günstig Preis", dann geht es halt zurück, und zickt der rum, dann wird ad halt nix mehr gekauft.


Aber für sowas "Aufpreis" bezahlen - kann nicht sein.

Geiz ist geil, Qualität ist geiler, aber für Funktiontüchtigkeit des Produktes Aufpreis, nein Danke

Detlef
Ich sehe es so: Wenn ein Modell entweder von der Firma X oder von der Firma Y hergestellt wird, bei der Firma Y aber haben durch höhere Qualität etwas mehr kostet, wäre mir persönlich dieses lieber. Meine Erwartungen und Anforderungen an ein Modell sind natürlich vom Preis abhängig, d.h. wenn eine Dampflok 99,-- EUR kostet sind meine Erwartungen und Anforderungen deutlich geringer als bei einem Modell um die 200,-- EUR. Je höher der Preis, um so weniger Kompromisse bin ich bereit einzugehen. Und natürlich spielen auch Vergleichsmodelle ein Rolle, also was andere Modelle im gleichen Preissegment für Eigenschaften aufweisen und was Stand der Technik ist.
Aber egal ob das Modell 99,-- EUR oder 200,-- EUR kostet, es sind preisentsprechend Unterschiede zu erwarten, aber defekt sollten beide nicht sein, also nicht abgebrochen oder so.

Viele Grüsse
Frank
>>warum landen die autos der japanischen Hersteller bei Kundenzufriedenheitsumfragen denn immmer auf den oberen Plätzen, doch nicht weil dies Autos bessr sind als die Made in Germany, sondern weil die Käuferschicht andere Wertvorstellung und Erwartungen hat als ein Audi, BMW, Mercedes, Porsche - Fahrer.<<

Zarter Einwurf von jemandem der für einem bekannten deutschen Hersteller in der Garantie Abwicklung beschäftigt war und zwischendurch in diesem Feld auch mit Honda, Yamaha und Nissan in Japan direkt zu tun hatte: Obwohl die Japaner auch nur mit Wasser kochen, sind sie Qualitätsfanatiker. Sie rationalisieren auch, aber Qualität und Kundenzufriedenheit stehen immer an höchster Stelle.
Als Herr Lopez dagegen damals von Opel nach VW kam, hatte nicht nur die angeblichen Geheimunterlagen im Koffer, sondern auch Opels kaputte Lichtmaschinen.
Das kommt davon, wenn man den Lieferanten die Pistole auf die Brust setzt und 30% Nachlass fordert.

Man kann jedes Kato Modell ungeprüft kaufen. Wiseo sollte das nicht für andere Hersteller gelten?

MfG
claus
Hallo,

bei dem Begriff "Premiumpreis" fallen mir gleich auch so Vokabeln wie "Profi-Club" und "Insider" ein und meine Nackenhaare geraten in Bewegung. Das liest sich wie aus der Rubrik "Statussysmbol": Seht her, ich kann mir die tolle funktionierende Lok leisten und muss mich nicht mit dem Standard "behelfen".

Wie schon vielfach geschrieben wurde: Funktionierende Ware bedarf kein Premiumpreis sondern sollte NORMAL sein. Suboptimale Ware ist nicht normal sondern ALLERHÖCHSTENS 2. WAHL. Wenn das so vermarktet würde, ich den normalen Preis für funktionierende Ware und für 2. Wahl weniger bezahlen müsste, da könnte man mal drüber nachdenken.

Etwas anderes ist's, wenn man den im Vergleich zu den einschlägigen Internet-Versandhändlern höheren Preis beim Fachhändler billigend in Kauf nimmt, weil man dort auch schon mal Dinge reklamieren kann, die sich der Grauzone zwischen tatsächlichem Fehler und subjektivem Geschmack befinden oder wo kulanterweise auch bei Nichtgefallen schon einmal umgetauscht werden kann.

Grüße
Werner
"Obwohl die Japaner auch nur mit Wasser kochen, sind sie Qualitätsfanatiker. Sie rationalisieren auch, aber Qualität und Kundenzufriedenheit stehen immer an höchster Stelle."

Scheint heute nicht mehr so zu sein. In den jüngsten ADAC-Statistiken rutschen sie immer weiter nach hinten. Insbesondere Toyota scheint da ein besonderes Problem zu haben...

Gruß
Eglod
Hallo Leute,
jetzt muss ich auch mal meinen Senf dazu geben . Ich hatte mir von GFL im November letzten Jahres einen ICE-T für 300€ gekauft. Ich finde, für das Geld MUSS man einwandfrei funktionierende Ware bekommen. War auch so. Ich, dumm wie ich war, natürlich keine lange Probefahrt beim Händler gemacht, weil viele Leute hinter mir standen. Aber gut. So ging ich heim und stellte das Gefährt auf meine Anlage und lies ihn 1 Std. einlaufen. Auf einmal ging im Getriebe irgendetwas los. Er fing das Stinken an und auch das qualmen ging auf einmal los. Umtausch, 2 Wochen warten. Dann neues Modell. Ich holte es ab und sah sofort, dass auf dem Mittelwagen ein Spritzgussfehler war. Das wollte ich nicht hinnehmen. So tauschte der freundliche Händler das Gehäuse mit einem anderem aus und ich konnte den Zug mit nach Hause nehmen. Ich schrieb an Fleischmann eine E-Mail, die sich daraufhin entschuldigten.

Gruß Bingo
Kürzlich selbst erlebt:
Die Werkstatt eines japanischen Automobilherstellers händigt einen Fragebogen aus, auf dem der Kunde die Werkstatt bewerten soll bzw. ob er mit der Werkstatt zufrieden ist.
Der Hinweis des Servicemitarbeiters, dass man nur positives schreiben solle, ansonsten werde der Fragebogen gar nicht in die Zentrale weitergeleitet, hat mir ein lautes Lachen entrissen.
Teilweise ist das wirklich dreist, was sich so manch ein Hersteller bzw. Händler erlaubt.

@Bingo
Da stimme ich Dir voll und ganz zu. Bei 300 Euro MUSS man einwandfreie Ware bekommen. Aber wenn ein Hersteller den gleichen Zug z.B. für nur 50 Euro anbieten würde, müsste man auch erwarten können, dass dieser einwandfrei ist.
Qualitätsunterschiede dürfte es vielleicht in Bezug auf die Ausführung geben, aber nicht auf wichtigere Dinge. Wenn bei dem günstigen Modell dann die Beleuchtung fehlt, wie z.B. beim ICE-3 von Minitrix, dann ist das für mich vollkommen OK. Oder wenn z.B. bei den Hobbytrain-Loks (Taurus) für 24,95 Euro die Pantographen etwas zu klobig ausfallen ist das für mich genauso kein Problem.
Aber ein günstiger Preis kann kein Grund dafür sein, dass der Motor nach einer Stunde in Rauch auf geht.
Das ist zumindest meine persönliche Meinung.

Zum Thema "5% mehr zahlen um Premiumware zu erhalten"...
Auch wenn diese Ware dann getestet ist (fraglich ist, ob das die Firmen dann wirklich machen würden), könnte es dennoch sein, dass der Zug oder die Lok trotzdem Probleme aufweist, die beim Test vielleicht gar nicht aufgefallen oder noch nicht aufgetreten sind.
Heutzutage ist es meiner Ansicht nach überhaupt kein Problem, bei Defekten oder ähnlichem, die Ware zurückzuschicken (auch wenn das ein bisschen Aufwand bedeutet, kosten wird es im Normalfall dem Kunden nichts) oder eben dem Händler zurück zu geben.

Und weil ich persönlich noch nie große Probleme mit neu gekaufter Ware hatte (bis auf den ICE3 von Trix), wäre es für mich persönlich nicht nötig, Premiumware zu kaufen.

Gruß

Tomi

PS. Die Japaner sind zwar Qualitätsfanatiker, jedoch gibt es immer mehr Produktionsstätten außerhalb Japans, wodurch natürlich auch die Qualität zu leiden hat.
Beispiel: Die Fertigung eines japanischen Autobauers in England. Auch wenn das japanische Emblem auf dem Auto ist, leidet die Qualität sehr unter der "ausländischen" Fertigung.

Beitrag editiert am 09. 02. 2008 17:20.
@34, Frank,

das ist auf den Punkt gebracht!

@ 35, Claus,

was mich aberschon bei diesen Zufriedenheitstests und zuverlässigkeitstests stört sind 2 Dinge.

1. Das ganze hört bei Autos auf die 6 fahre alt sind, Studien die auch Fahrzeuge mit 10, 15 und 20 Jahren berücksichtigen würde wirklich die Spreu vom Weizen trennen.
2. In weit werden die Fahrzeuge denn gewartet - nach entsprechenden Servicerichtlinien der Hersteller oder nach eigenem ermessen des Besitzer. das geht in der Regek auch nicht in die Studien mit ein.

@38, Bingo,

zum Händler: Gratulation zu disem!
zu GFN:Fehler können passieren auch wenn sie es nicht solltem - qualmen
              Umtausch inerhalb 2 Wochen ist ein annehmbarer Zeitraum.
               Entschuldigung von GFN - das ist vorbildlich und zeigt von Größe/Stärke

Gruß Detlef


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