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THEMA: Teuro? Wirklich?

THEMA: Teuro? Wirklich?
Startbeitrag
Kai Lahmann [Gast] - 12.07.03 00:56
ich hab' mir mal die Mühe gemacht, und ein paar Trix-Preise aus 2000 genau umzurechnen und - siehe da - so schlimm isses gar nicht:

BR44+Schneeschleuder von Anfang 2000 kostete damait 699DM. Heute gibt's ein ähnliches Set (allerdings eine BR41) für 349?.- das sind 682DM.

Die NEG-Nohab von Anfang 2001 kostete umgerechtet 131?. Dafür gibt's heute schon fast eine 103, 151 oder andere, ähnlich gute Loks. Was kosteten die Nohabs anno 2002 nach Liste?

Der wichtige Punkt: durch die hohen Summen, um die es bei Modellbahn geht, darf man nicht mit 1:2, sondern muss mit dem exakten Kurs (1:1,95583) umrechnen.

@Kai

was das Schneeschleuderset betrifft, es gibt da noch einen anderen Umrechnungskurs: "Faulhaber" zu "Standardmotor"

Grüße, RW
ok, die 40? für die andere Lok reingerechnet, würde das Set heute 760,82DM kosten, also etwa 8% mehr als damals, rund 3% im Jahr.
ich orientiere mich in meinem Presisteigerungsgefühl nicht an absoluten Zahlen, sondern daran, was ich im Geldbeutel habe und was ich im gegensatz zu früher dafür bekomme ... man nennt es Netto-Realeinkommen. Was bringt es mir, wenn die Preise nur um 3% steigen, mein Einkommen aber stagniert? Naja, da trifft halt der Theoretiker mit dem Praktiker aufeinander ...

RW
Ich nochmals: das durchschnittliche Netto-Einkommen in Deutschland ist nominal gestiegen, aber im Gegenzug bekommt man nicht mehr soviel dafür ("Warenborb/Kaufkraft"). Real ist es seit den 90ern gesunken, weil die Inflationsrate höher als die Einkommenssteigerung war. Ich sage das auch mit einem gewissen Hinweis auf die Diskussion mit Heidi gestern im Chat. Wenn Du als Mann genug verdienst, Dein Haushaltsgeld daheim abgibst (welches vorne und hinten reicht), etwas für Ersparnisse beiseitelegst und Deine 200-300 EUR im Monat für Dein Hobby abzwacken kannst, dann kriegst Du nicht viel davon mit - und das ist gewissermaßen eine Bauchnabelschau. Hast Du einen gesamten Haushalt an der Backe und ein paar Kinder, dann kannst Du sehen, daß der Anteil für Grundversorgung immer größer wird und für alles andere immer weniger Geld da ist. Sorry, wenn ich da jetzt so deutlich werde, aber ich fand die Diskussion gestern mal wieder ganz typisch und den Thread hier etwas mühselig. Und der Heidi muß man von der Sache her einfach mal recht geben.

Das Schneeschleuderset möchte ich aus anderen Gründen nochmal heranziehen:
Beim ersten Set gab es Kosten für einen vollständige Neuentwicklung nur für die Schleuder, die BR 44 war ja "schon da", sieht man vom Kessel ab (keine Löcher für die Bleche)., d.h. die Entwicklungskosten für die Schleuder werden mit dem positiven Deckungsbeitrag, den die BR 44 bereits bringt, aufgefangen. (Ich unterstelle, daß wie viele Unternehmen Trix bei Produkten innerhalb von 1-2 Jahren einen positiven Deckungsbeitrag erwartet, um nicht langfristig Produkte querzusubventionieren. Daher auch die wechselhafte modellpolitik). Wenn das Set in einer gewissen Auflagenhöhe erschienen ist, sind die Kosten für Forschung, Entwicklung (Fixkosten) und Herstellung (zum größeren Teil variable Kosten) bereits drin. In einem modernen Kosten&Leistungs-Rechnung werden nämlich nicht mehr die postitiven Deckungsbeiträge aller Produkte in einen Topf geworfen, 10% davon abgezweigt und in einen gemeinsamen Topf geworfen namens "Forschung und Entwicklung", sondern jedes Produkt wird gesondert kalkuliert/auf Wirtschaftlichkeit geprüft und muß sich innerhalb kurzer Zeit selbst tragen. Man nennt das "Produktcontrolling".
Wird das Set dann erneut angeboten (die Marktforschung hat ergeben, das eine Variation des Sets eine erneute nachfrage erzeugen wird) - auch noch mit einer BR 41, deren fixe Kosten für F&E inzwischen seit > 10 Jahren eingefahren sein dürften - habe ich für die Schleuder nun einen höheren Deckungsbeitrag, und der Deckungsbeitrag der BR 41 ist sowieso seit Jahren recht hoch. Das Set sollte also auch unter dem Gesichtspunkt, daß es keine Lok mit Faulhaber ist - mindestens 30 EUR billiger sein als das alte mit der BR 44. Inflationsrate miteinkalkuliert - gefühlsmäßig.

Ich sage es mal so: mit Deiner Meinung hast Du subjektiv recht, aber objektiv sprechen viele Fakten dagegen.

Grüße, RW
@ RW
Ich weiß nicht, was du beruflich machst, aber für mich als Arbeitnehmer ist mein Realeinkommen aller Schönrednerei zum Trotz in den letzten 10 Jahren nicht gestiegen, sondern trotz einiger bescheidender tariflicher Lohnerhöhungen gesunken. Deutlich daran zu sehen, daß ich mir immer weniger für mein Einkommen leisten kann, und daß meine Lebenshaltungskosten ständig steigen ( allein Müllabfuhr um 300 % in den letzten 10 Jahren ).
Wer hat den ein gestiegenes Einkommen ? Leute mit Vermögen, die im Gegensatz zur arbeitenden Bevölkerung dank Aktien und Wertanlagen seit 1990 bis zu 90 % Zuwachs verbuchen konnten. Und wir Trottel sollen für diese Steuerflüchtlinge auch noch die Steuern und Subventionen blechen.
Es ist Zeit für einen Umsturz ! Aber im Ernst !
Viva la revolution !
Herbert
Sorry, Leute, streicht bitte mein vorheriges posting !
Ich wollte ja nicht mehr polemisch werden und mich zurückhalten, habs glatt vergessen
Herbert
mit Aktien hat man seit 2001 sicher keine Gewinne mehr. Die meisten Papiere sind heute nur noch einen Bruchteil wert.
@Herbert S.:
Ach, was soll das - jetzt lies doch noch mal mein Post durch! Ich glaub,. Du hast mich nicht ganz verstanden, denn ich sage im Prinzip dasselbe wie Du:
Die Löhne sind nur NOMINAL gestiegen (also vom DM-/EUR-Wert her, ohne Berücksichtigung der Kaufkraft), aber eben aufgrund drastisch gestiegener Lebenshaltungskosten sind sie REAL um bis zu 15% gefallen, bei unteren Einkommensschichten sogar noch mehr - weil dort die von Dir angesprochenen Gebührenerhöhungen wie Müll, Wasser, Strom stärker zu Buche schlagen.

Das hat übrigens nichts mit meinem Beruf zu tun, das steht in jeder halbwegs seriösen Tages- oder Wochenzeitung, sofern es eine halbwegs "unabhängige" Zeitung ist.

Grüße, RW
Hallo zusammen!

Paradebeispiel ist doch der Taurus von Trix mit seinen 189€, dafür bekommt man bei Roco zwei 101-er....

    Gruß Lothar
welcher Händler ist so günstig? Bei M.Weiss kostet die 101 114?, der Taurus 162? (jeweils aufgerundet). Das sind keine 2, das sind bestenfalls 1,5 (wobei ich auf die Roco-101 mit Katalogbeschiß auch verzichten kann).
Hallo RW,
seriöse Tageszeitungen? Kannst Du mir mal einen Tipp geben?
Die Zeitungsfritzen, das sind doch die, die seit Jahrzehnten im Verein mit den Unternehmern den Standort Deutschland schlechtreden und -schreiben - die einen, um sich interessant zu machen ("Ich hab's ja gleich gesagt"), die anderen, um die Gewerkschaften und Ihre Klientel (uns Arbeitnehmer) zu deckeln - und nichts besserers zu tun haben, als eine Wirtschaftskrise nach der anderen herbeizuschreiben, mit der Folge, dass Konsumenten auf Gimmicks verzichten und Unternehmen auf Zeitungsanzeigen, woraufhin Redakteure entlassen werden müssen. Hoffentlich erwischt es die richtigen!
Gruß
Hans-Georg, der Kollegenschelter, dessen Nominaleinkommen seit drei Jahren konstant ist und womöglich bis zur Rente nicht mehr steigen wird
Mein Lohn ist in den letzten 8 Jahren auch nominal um NULL gestiegen!!!! Und seit 1. Mai (war für mich kein Tag der Arbeit) gibts noch nicht mal mehr das!

und tschüss, ich geh jetzt tur de franz gucken. Die Kollegen müssen für ihr Gehalt auch ganz schön schwitzen!

andi zahn
@Hans-Georg ... Du hast das Wort "halbwegs" überlesen. Ich gebe Dir da recht, selbst Die Zeit stimmt in letzter Zeit gern neoliberale Töne an, kann man ja nun machen, nachdem ein bestimmter Verleger sich zurückgezogen hat. Das mit dem Schlechtreden liegt daran, daß es einen gewissen Katastrophenjournalismus gibt, der sich von Natur- und Technikunfällen auf wirtschaftliche hin ausbreitet. Es geht um Schlagzelen und Auffallen um jeden Preis. Eine gewisse soziale Verantwortung  oder soziales Engagement ist vielen Zeitungen fremd geworden, da sie sich in die allgemeine Rhetorik miteinstimmen. Sie wollen auch junge Leute ansprechen, und die schauen nur noch auf den eigenen Bauchnabel. Die wollen keine Krankenkassenbeiträge bezahlen, ohne irgendeinen Gegenwert zu bekommen. Gewerkschaften sind out, ebenso alles, was mit altruistischen Normen zu tun hat.
Ob es die richtigen journalisten erwischt, weiß ich nicht. Wenn ich meine Tageszeitung hier ansche und lese, was der Chefredaktuer und sein Stellvertreter so in kommentaren vom Stapel lassen ... aber unter den zumeist schwäbischen Lesern gibt es einige, die das in Leserbriefen kundtun und denen ordentlich die Meinung blasen (inclusive mir). Wie sich der Leserbriefredakteur so lange gehalten hat, ist mir schleicherhaft, aber ich wünsche mir, daß er sich auch noch länger hält RW
Und wie ist der Lohn im Verhältnis zu den Mobakosten in den letzten zehn Jahren gesunken oder gestiegen oder umgekehrt gesehen wieviel weniger Moba kann man sich im Verhältnis zum Lohn leisten ? Ausser dem einten Müll der teurer geworden ist, gibt es sicher noch mehr "Müll" für den man proportional immer mehr zahlen muss. Der Anteil von Weizen zum Spreu wird immer weniger.

Gruss Ricola

Und da sind wir wieder beim Thema.
Fakt :) ist, das auch die Steuerbelastung zugenommen hat. Also nix mit Steuerreform = Entlastung, sondern wieder nur Verarsche. Offensichtlich geht es aber noch zu vielen Menschen zu gut, ich jedenfalls höre, sehe, lese nichts von Menschen die aufbegehren und ihren Unmut äussern (ausser hier im Forum).
Ich glaube im Übrigen nicht daran, dass es sich um den eigenen Nabel handelt der hier betrachtet wird. Da wird wohl eher auf andere Nabel geschaut (siehe aktuelle Mode, Love Parade). Ich gehe da noch ein Stück weiter und behaupte, dass es sich stattdessen entweder um grassierende Volksverblödung oder Massenauthismus handeln muss. Schaut man sich den "Mainstream" in Sachen Unterhaltung oder den jornalistischen sowie politischen Einheitsbrei an, dann glaube ich, dass entweder die Menschen es nicht verstehen was da vor sich geht, oder die selbigen leben in ihrer eigenen Welt, dann ist es klar, dass niemand etwas mitbekommt. Vielleicht sind die Leute auch nur viel zu beschäftigt, weil sie sich auf einem egomanen Selbstverwirklichungstrip, mit gleichzeitigem Mangel für selbigen die Verantwortung zu übernehemen befinden.Die Wahrheit ligt bestimmt in der Mitte.

Der Teuro ist sicherlich nur ein Teil der Story. Ein anderer Teil sind die überzogenen Preisvorstellungen die Lima für Arnold dargestellt hat. Das haben alle anderen Hersteller ausgenutzt und selber an der Preisschraube gedreht. Dies war subjektiv betrachtet der grösste Schub in den letzten Jahren.

Gruss HeNdrik
der auch was zum Thema geschrieben hat und der nicht einsieht warum Schnellzugwagen mehr als 20 Euro kosten müssen
@ RW, HeNdrik,
Die Schnellzugwagen sind ein wunderschöner Beleg für Ralfs Beitrag Nr. 4, mehr noch als die 44.

Lasst mal die Intercitywaggons der letzten Jahre Revue passieren. Bezieht auch noch die Spielarten als D-Zug-Wagen sowie die Ausländer (Niederlande NS Typ ICK) mit ein.

Das ist doch immer die gleiche Kiste! Gut, man hat vor ein paar Jahren die KKK  in die Fertigung einfliessen lassen aber prinzipiell sind sie alle nur Bedruckungsvarianten. Das sind Riesenstückzahlen für das Brot-und-Butter-Geschäft der Hersteller.

Das gilt auch für die EUROFIMAS, hier dürften die Stückzahlen noch höher liegen.

Mit seinen 20 Euro ist HeNdrik da noch sehr grosszügig. Seriös kalkuliert dürfte das Teil 15 Euro kosten! Maximal.

Gruss
Cox
@Ricola

Hm ... was hat damals Anfang der 80er Jahre eine Schlapptender von AR wie die Br 41 gekostet? Ich meine, so in etwa 130 DM. Ein cSchnellzugwaggon so in etwa 20 DM. Heute hast Du an die 200 EUR als Normalpreis für dieselbe Lok und 25 EUR für den Wagen, an denen außer brünierten und feineren Rädern und anderen Kupplungsschächten nichts geändert wurde. Wer verdient heute rein nominal gesehen das Doppelte wie vor 20 Jahren?

Grüße, RW
Genau das was Ricola, und Cox hier geschrieben haben, ist es was ich gestern im Chat zur aussprache brachte. Da es von einem Herrn wehement bestritten wurde, kam es zu der unter 1 genannten Diskusion. Ich meine, wer nicht selbst den Unterhalt einer Familie bestreitet, und keine Ahnung darüber hat, was "Mami und Papi" für den Haushalt zur verfügung hat bzw. auf was sie versichten, damit sich Söhnchen eine neue überteuerte Lok kaufen kann, der sollte es lassen über solche Themen, von denen er eh nichts versteht, zu diskutieren.

Wem Der Schuh passt, der wird ihn sich auch anziehen.

Sorry, wenn ich jetzt solche Worte sagen mußte. Es macht mich wütend, wenn jemand, der  so Weltfremd die Dinge betrachtet und aussagen anderer in Frage stellt, ohne selbst die befähigung zu haben mitreden zu können (mangels eigener Erfahrung).

Gruß
Heidi
Hallo HeNdrik,
"Massenautismus" ist genial; ist Dir das eingefallen? Muss ich gleich auswendig lernen.

Hallo RW,
leider muss ich zugeben, dass ich heute ziemlich genau das in Euro verdiene, was ich vor knapp 20 Jahren in DM hatte (jeweils brutto), und wenn ich Unternehmensberater geblieben wäre ... Sprechen wir nicht drüber! Es reicht halt nie.

Hallo alle,
vor ein paar Wochen habe ich alte Wagenschachteln von etwa 1970 gefunden, auf denen sich noch Preisschilder befanden: Zweiachser knapp 5 DM, Schnellzugwagen (TEE von Arnold rapido) knapp 10 DM. Die Durchschnitts-Arbeitseinkommen lagen damals nach meiner Erinnerung zwischen 800 DM (Bayern) und 1000 DM (Hamburg) brutto. Heute dürften das um die 3.700 DM sein (alles brutto), also etwa das Vierfache. Die Wagen sind ungefähr sechsmal so teuer wie damals.

Grüße
Hans-Georg, der gleich aufhören muss, weil soeben durch die Zimmerdecke "Komm jetzt ins Bett!" drang und er dem Pfarrer versprochen hatte, seine Frau stets zu lieben und zu ehren
@ Hans-Georg,
Schieb jetzt mal nicht den netten alten Herrn Pfarrer vor, Hans-Georg!
Gibs zu: Deine Frau hat Dich ganz einfach gut erzogen!
Grüss sie schön :)

Gute Nacht
Cox
Bleibt nur noch festzustellen, dass die Zahl der Millionäre (leider sind es immer die anderen) beständig zunimmt. Die Reicher weren reicher, weil die Armen ärmer werden.

joh,der sich gar nicht mehr erinnern kann, wie das Wort "Gehaltserh -dingsda" geschrieben wird.
@ Hans-Georg

Die Wagen von 1970 kann man mit den heutigen produkten aber so nicht vergleichen: Die heutigen Wagen bestehen aus wesentlich mehr Einzelteilen, so daß der Zusammenbau komplizierter, und somit auch teurer geworden ist. Auch Lackierung und Bedruckung sind aufwändiger geworden.

    Gruß Lothar
aber die Fertigungstechnik usw. ist ja auch in riesen Schritten auf Automatisierung und der damit verbundenen Personaleinsparungen geführt worden.
Ich denke, da ist eher noch etwas in Richtung mehr Profit gelaufen. Sonst wären diese Schritte ja nicht gemacht worden.
Das erste Ziel der Eigner ist doch, die Gewinnoptimierung, mehr, mehr Teuros mit weniger Personal.
Da werden Arbeitsplätze abgebaut, die Allgemeinheit muß dann die , wie es so schön heißt "Freigesetzten Menschen" auch noch durchziehen, während die wenigen Profitgeier sich die Taschen voll machen. So läuft es jetzt auch hier, ala USA, Shareholdervalue ist angesagt.
Wenn das dann hier so weiter geht, können in einigen Jahren die Eigner ihre Waren nur noch selbst kaufen, dann gibt es vielleicht ein Umdenken.
H-W
Touristen-Flugtickets, ich kann das belegen, sind über 15 Jahre preisstabil geblieben. Der Preis für Geschäftstickets zur selben Destination sind nun doppelt so teuer. Mischkalkulation? Ein Schelm, wer.............

Schaut Euch die Preise für Unterhaltungselektronik an: Was haben sie mit Neuheitenzuschlag gekostet? DVD-Player? Was haben die anfangs gekostet?
Ich habe mir letzte Woche einen bei Media für 78 Euro plus 15 Euro Code-Free gekauft.

In keinem Land der Welt, auch nicht in Fernost, ist Technik so preiswert. Warum? Der Wettbewerb machts! Und nur der! Ausnahme: Moba.

So ein bisschen ist das hier Jammern auf höchstem Niveau. Ich mach da auch mit aber nur deshalb, weil mir bei der Modellbahn das Preis-Leistungsverhältnis signifikant gestört vorkommt. Ich möchte niemandem unseriöses Verhalten unterstellen aber es ist schon bemerkenswert, dass sich anfangs preiwerte Hersteller in relativ kurzer Zeit auf Marktpreise hochhangeln.

Und solange diese Marktpreise selbst hier im Forum mit teilweise rührendem Verständnis gerechtfertigt werden, wird sich das auch nicht ändern.

Gruss
Cox
Genau, wir haben es in der Hand! Es ist nur so, daß die Loks und Wagen von Hand montiert werden, also nix mit Automatisierung.
Die Beiträge zu den Rungenwagen von Fleischmann und Trix zeigen, daß die Qualität von 1970 nicht mehr akzeptiert wird! ("unförmige Gnubbel..."), sonst wäre auch Roco mit seinem N-Programm erfolgreicher gewesen, die Leute wollen halt Detaillierung bis ins letzte, auch wenn es so teuer ist.
Mir persönlich reicht zB. die 101 von Roco, ich brauche keinen voll inneneingerichteten Führerstand, und auch auf eine Nachbildung der Zugkraftanlenkung kann ich gut verzichten, da ich diese im Betrieb nicht sehen kann....

       Gruß Lothar
warum bieten die Hersteller denn nicht einen Montagesatz an, der alle zum Zusammenbau eines Waggons erforderliche Teile, selbstverständlich fertig bedruckt und farblich endbehandelt an? Bei solch einem angebot könnte der Bastler die Montagekosten in eigenleistung übernehmen. Es wären bestimmt viele N-Bahner, die so ein Angebot annehmen würden. Waggons könnten doch als Fertigprodukt und Bausatz angeboten werden.
H-W
Die N-Spur-Modelle werden immer detaillierter! Ok, es gibt auch Fehltritte z.B. Minitrix RAM. Z.B. Die Feinteile und die Bedruckungen wurden in den letzten 20 Jahren wesentlich verbessert.

Man muss bedenken was eine Neuentwicklung kostet, nach Modellart bis 1.000.000 Euro möglich (Sammeln der Daten, Zeichnen, Musterbau, Formenbau, Muster-Abspritzungen, Formänderungen, Montage, Tests etc.)! Weiterhin muss man berücksichtigen, dass die Leute meistens nach Tarif der IG-Metall bezahlt werden, da damals die Spielzeughersteller mit der Herstellung von Blechspielzeug angefangen haben und diese wurden früher in der Metallbranche (z.B. Trix, Märklin, Fleischmann) eingestuft und diese sind immer noch dort eingestuft. Die Motoren für Loks werden auch teuerer, da diese aus der Elektroindustrie kommen und die Leute verdienen in dieser Branche auch nicht wenig!

Man muss auch die Händler fragen, welche Angebote durch die Hersteller momentan gemacht werden. Von meinem Händler habe ich erfahren, das Fleischmann die 23er momentan günstiger verkauft, wg. Lagerbestandsreduzierung!

Umrechnungen von DEM auf Euro haben die Händler auch zu verantworten. Weiterhin gibt es Händler, die aus irgendwelchen Gründen sehr hohe Preise haben. Bei uns in Nbg. gibt es ein Händler, der verlangt für das MT-Zugset # 11441
349 Euro! Von einem anderen Händler habe ich erfahren, dass MT die letzten Lagerbestände zu Sonderpreisen verkauft hat und daher Preise von 239 Euro (OVP war 299 EURO) möglich sind. Da Frage ich mich schon, ob der teure Händler eine Macke hat!
@H-W gab es doch schon, zwar nur 4 Modelle von Arnold, war aber ganz nett.

Mir reichen die Wagen von Roco völlig, wieso soll ich das Dach öffnen können.
Beispiel Sahimms900
Fleischmann 8386 um die 30 Euro und Roco 35320 um die 15 Euro (OK er hat keine KKK, brauch ich auch nicht bei Güterwagen.)

Und noch etwas, wir betreiben ein Hobby, und Hobbies sind nun einmal Luxus.
Und das mit den Preisen betrifft nicht nur diesen Hobby-Bereich.
@ Björn,
klar Hobbys sind im Allgemeinen teuer. Aber die Preistreiberei muß auch mal ein Ende haben. Der Versuch mit Selbstmontage von Arnold ist ja passee. Ich meine, die haben aber nur 4 Typen Güterwaggons gehabt. Es sollten aber auch Schnellzugwaggons etc. zum Selbstbau angeboten werden. Ein Versuch sollte  in anbetracht der derzeit sehr hohen Preisen möglich sein.
Hast Du mal einen Rollversuch von Rocowagen und Minitrix oder Fleischmann vorgenommen. Anhand eines solchen Versuches, eine Gefällstrecke von 1m Länge und 3 Zentimeter Höhenunterschied siehst Du schon einiges. Die GFN und Mtrx Waggons rollen viel leichter und ohne jegliches Zittern. Der Preisunterschied hat auch bestimmt etwas mit Verarbweitungsqualität und Materialien zu tun. Der Waggonaufbau, Lagertechnik und Befestigung  der drei Fabrikate läßt deutliche Unterschiede erkennen, die auch für die Preisfindung eine Rolle spielen. Gerade bei älteren, im Fahrbetrieb befindlichen  Waggons macht sich der zuvor beschriebene Unterschied noch deutlicher bemerkbar.
Ob jetzt wirklich ein Unterschied von 100, 50, oder nur 30 Prozent im Preis dabei herauskommen muß, lasse ich mal dahingestellt.
So bis 50 % könnte  ich gerade noch, im Hinblick auf die Qualitätsunterschiede und Materialien, akzeptieren.
GFN und Mtrx bringen immer wieder Neuigkeiten in N, aber Roco ist enthaltsam bei Neuheiten. Vielleicht spielt die Preispolitik auch in Sachen Neuheiten für N eine große Rolle. Denkbar ist dies schon.
Alle Jahre etwas Neues wünschen wir uns doch alle, oder?
H-W
Ihr fangt ja schon wieder an, die Preise zu rechtfertigen!
Es interessiert mich nicht die Bohne, wie sie sich zusammensetzen. Das Produkt ist schlichtweg zu teuer.

Wenn die Montage zu teuer ist, sollen sie Bausätze anbieten.

Wenn die Motoren zu teuer sind, sollen sie die eben nicht selbst fertigen, sondern in Fernost kaufen. Und sie sollen die standardisieren. Es muss doch nicht jedes Dorf eine Kirche haben!

Und wenn die Entwicklung zu teuer ist, sollten sie mal ihre Methoden überprüfen. Ein Gehäuse und das Drehgestell können doch nicht die Welt sein.
1 Mio Euro halte ich schlichtweg für einen Witz. Ein kompletter Bagger in 1:1 kostet, brutal gerechnet, in der Entwicklung ca 800.000 Euro oder 8500 Stunden entsprechend etwa 4 Mannjahre. Ein Bagger, kein Pipi-Modell! Mit Elektronik, Hydraulik und Mechanik!
Lasst Euch doch nicht verscheissern!

Gruss
Cox
Gruss
Cox
@ Cox (Nr.30)

Auch wenn es jetzt ein wenig vom Thema abweicht: was soll das bitte für ein Bagger sein, der sich komplett für 800.000€ entwickeln läßt?

     Gruß Lothar
@Lothar
Ein kleineres Schaufelradgerät (Absetzer) oder Stacker-Reclaimer, der etwa 8 Mio Euro kostet. Für Engineering werden etwa 10% angesetzt. Teilengineering wie Elektronik oder Hydraulik wird den Lieferanten überlassen, ist natürlich in deren Preisen enthalten. Die Lieferzeit ist etwa ein Jahr, für Engineering stehen ca 8 Monate zur Verfügung.

Wie bei der Moba, wird auch da nicht das Rad neu erfunden sondern man versucht, Baugruppen zu übernehmen.

Gruss
Cox
Hi ,
Seit einiger Zeit komme ich auch ganz schön ins Grübeln.
Meine erste Fleischmannschiene habe ich Nov.1999 gekauft,für DM 2,55 .
Heute kostet beim gleichen Händler das Ding umgerechnet  DM 3,52 .
Das sind 38 %  !!!!!! in knapp 4 Jahren .
Da bin ich froh ,daß ich nun keine weiteren mehr brauche .
Mit Entwicklungskosten hat das bestimmt nichts zu tun .
Im gleichen Zeitraum sind die Preise für Verschleißteile meines englischen Motorrades nur unmerklich gestiegen.
Es geht also .


Jürgen H.
Wenn ich mir so die Preise von Bausätzen á la Kibri ansehe, so sehe ich kein Licht am Ende des Tunnels für die Preispolitik. So soll der H0-Motorturmwagen MTW 1001 lt. Liste 100,-- Euro kosten; Das unmotorisiert, unlackiert, mit Papieraufklebern und Kunstoffradsätzen und mit einem Detailierungsgrad, der jedem Holzfäller zur Ehre gereichen würde. So gesehen ist eine fertige Lok ja fast ein Geschenk. Einer der Gallier würde sagen: Die spinnen, die......
Nein, der Ruf nach Bausätzen ist m.M.n. ein voller Schuss ins Knie, denn die Hersteller werden für die Bausätze dann genauso viel verlangen wie heute für ein Fertigmodell, bloss der Modellbahner hat zusätzlich die Arbeit, die in der Montage Beschäftigten werden arbeitslos und der shareholder hat das Geld dafür.
ad Automatisierung: es kostet mich ein Lachen, wenn behauptet wird, die Modellbahn _muss_ händisch zusammengebaut werden; Dies in Zeiten, in denen ein Roboter einzelne Zellen aus einer Gewebeprobe herausschneiden kann. Nein, die Moba-Industrie hat in den fetten Jahren geschlafen, unverschämte Gewinne eingestreift und präsentiert uns heute die Rechnung dafür.
ad Motoren: Ich beziehe für meine Firma 24V Klein-Gleichstrommotoren samt Getriebe 300:1 und 600:1 um 2,70 Euro/Stk. und das ist noch nicht einmal der Staffelpreis. Wer die Brawa und Bemo - Motoren (Mashima, Igarashi etc.) kennt und nachforscht, wird feststellen, dass diese Motoren exklusiv aus Japan als "Modellbahnmotoren" zugekauft werden. (http://www.zephyr.dti.ne.jp/~katumi60/)
Dieselben Motoren in Industriequalität, jedoch als "Nichtmodellbahnmotor" sind um ~ 8 US$ / kg ab Lager Shanghai zu kaufen.


ng
ahag
Eben, warum sind dann Kibri-Bausätze teurer/gleich teuer als/wie Wiking-Modelle wenn die Montage-Arbeit eingespart wird?
Wahrscheinlich muss man für den angeblichen Bastelspaß dabei noch zusätzlich zahlen. Ich denke,dass heutzutage die Eigentümer solcher Firmen eine immer höhere Rendite erwarten und immer mehr Geld aus dem Unternehmen ziehen.
In diesen Kreisen ist nicht Geiz, sondern Gier geil.
Ich mein in HO gibt es ja so etwas. Keine Ahnung wie die sind, sehen aber ganz nett aus
http://pdf.conrad.de/pdf/YW/lo/YW_0281.pdf

Ich will auch nicht alles alleine zusammenbauen. Aber so den ein oder anderen Wagen würde ich schon ganz lustig finden.

Sind glaub ich von Sachsenmodell!
Hietr stimmt wenigstens das Preisverhältnis. Aber neulich gab es von Roco fertige in N für um die 8-9  Euro.
Die Conrad-Wagenbausätze kenn ich noch aus meiner H0-Zeit und die sind eigentlich nur ein schlechter Witz. Man "darf" sich ja noch um Radsätze und Kupplungen kümmern und damit sind sie im Endeffekt TEURER als die Piko-Fertigmodelle, es sei denn man hat eine 50er-Packung Kupplungen zuhause rumliegen, dann sind sie minimal günstiger (dürfte sich im Cent-Bereich abspielen).
Wer natürlich die Wagen noch grundlegend umbauen will (z.B. auf H0pur) hat aber den Vorteil, dass er Kupplung, Radsätze und Beschriftung nicht mitbezahlen muss die er dann eh in die Tonne haut.
Achja, die Piko-Bausätze kommen in einer Tüte, um eine richtige Schachtel oder Aufbewahrungsmöglichkeit muss man sich dann auch noch kümmern...

Das Problem bei Waggon-Bausätzen ist allgemein die Endkontrolle (falls es denn noch eine gibt *g*), denn die ist bei Bausätzen aufwendiger als bei Fertigmodellen,  aus den Teilen soll ja relativ idiotensicher und ohne große Nacharbeiten ein fahrfähiges Modell entstehen, weswegen die Fertigungstoleranzen geringer sein müssen als z.B. bei einen Plastik-LKW von Kibri.
Im Endeffekt wäre dann der Bausatz vielleicht noch etwas günstiger als das Fertigmodell, aber es darf bezweifelt werden, dass der Verbraucher von dieser Preisdifferenz irgendetwas zu spüren bekommen würde.

Einen schönen Abend wünscht:

Stephan.
Es soll doch jetzt von Roco die Sonderserie, "Lebensadern der Wirtschaft" rauskommen. Jemand ne Ahnung ob die normal Preis oder mehr einen hobby-Preis haben werden?
Fahr morgen glaube ich mal zu meinem Händler. Waren doch für Mitte Juli angekündigt, oder. Oder nur auf Vorbestellung?
Ja, Roco brachte doch die letzten jahre im Sommer diese Sommer-Aktions-Modelle raus, das fand ich sehr Klasse.
Auch von Minitrix letztes Jahr die Aktion war meines erachtens ein Schritt in die richtige Richtung.
wenn die Bausatzfertigung mit all ihren Problemen, so wie vor beschrieben, vorhanden ist, sollten wir allerdings gerne darauf verzichten und lieber Fertigmodelle zum gleichen Preis kaufen. Denn, daß die Produzenten den Arbeitsplatz des Selbstbauers auch noch bezahlt haben wollen, also gleiche Kosten für Fertig-bzw. Selbsbaumodell darf ja nicht angehen. Dieser Wunsch zum Bausatz würde ja noch Arbeitsplätze kosten, dies darf nicht kommen. Also war meine Überlegung und Vorschlag mit den Bausatzwaggons was für die Ablage P.. Schnell vergessen!
H-W


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