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THEMA: roter Punkt?

THEMA: roter Punkt?
Startbeitrag
Roger - 17.03.07 20:41
hallo,
ich frage mich gerade was der rote Punkt, der öfter auf DB-Dampfloks bei der Betriebsnummer am Führerhaus angebracht war, zu bedeuten hat.
Kann wer helfen?

fragt sich
Roger

??? 8-/   Häää???
Upps, habe ich da möglicherweise was verpasst?
Roter Punkt? Gibt's Bilder? Zu welchem Zeitraum? Gibt's genauere Infos?

Rätselnde, ebenfalls neugierige Grüße   Fidelis... der noch nie von sowas gehört , geschweige denn je gesehen hat...
Das hatte, glaube ich was mit der Feuerbüchse (?) zu tun - anderes Material.

So genau weiß ich es aber jetzt nicht - jemand anderes weiß das bestimmt anders.

Grüsse
Martin
Aaaalso, Tante Google liefert bei "roter + punkt + Betriebsnummer" als ersten Eintrag:
http://www.jmc-md.de/eisenbahnschule/11.pdf
Also "Stahlfeuerbüchse". (Seite 4 ganz unten)

mfG, AlfredB.

Beitrag editiert am 17. 03. 2007 21:04.
@ Fidelis
auf der MTX 003 088-3 (die aus dem analogen Startset) ist der drauf, das brachte mich auf die Frage...
Ich kann mich erinnern das auch in Natura öfter mal gesehen zu haben, habe aber nicht den geringsten Schimmer was es damit auf sich haben könnte

Gruß,
Roger
wow!
schnelle und präzise Antwort! - danke Alfred!

Allerdings frage ich mich jetzt aus was die dann sein soll wenn kein roter Punkt angebracht ist, also nicht aus Stahl...

grübelt
Roger
Hallo Roger,
der rote Punkt neben der Betriebsnummer besagt, das es dabei um eine Museumlok handelt. Mit anderem Material  für die Feuerbüchse hat das nichts zu tuen.

Abendliche Grüße
Hans-Joachim
Wie AlfredB schon schrieb: das bedeute, das der Kessel mit einer Stahlfeuerbüchse anstelle einer Feuerbüchse aus Kupfer ausgestattet ist.

Das wurde zu Kriegszeiten aus Mangel an Buntmetallen bei Kesselrevisionen so gemacht und später beibehalten.

Die Feuerbüchse* war ursprünglich aus Kupfer, das eine bessere Wärmeleitfähigkeit hat.

Der Punkt ist für den Heizer interessant. Der weiß dann wie er das Feuer zu händeln hat, um die optimale Leistung zu erreichen.
Auch beim Abkühlen der Lok oder anlegen des Ruhefeuers war die Info wichtig, um Schäden durch Wärmespannungen zu vermeiden.

Weiter wichtig ist es, glaube ich, im AW wenn Stehbolzen getauscht werden müssen.

Viele Grüße - Udo

* Edit - Fehler berichtigt: "Kessel" durch "Feuerbüchse" ersetzt

Beitrag editiert am 17. 03. 2007 23:23.
>> der rote Punkt neben der Betriebsnummer besagt, das es dabei um eine Museumlok handelt. Mit anderem Material  für die Feuerbüchse hat das nichts zu tuen. <<

@6
Die DB hatte nie Museumsloks im Regelbetrieb. Die roten Punkte waren da schon auf manchen Loks.

Viele Grüße - Udo


Beitrag editiert am 17. 03. 2007 21:58.
hallo Udo,
danke für die Ausführung, Kessel aus Kupfer war klar, Feuerbüchse ursprünglich auch war mir aber neu - war halt doch vor meiner Zeit...

hallo Hans-Joachim,
naja, im DDM hatte ich das zwar auch mal gesehen, aber dass Trix den Punkt dann auf ne 003 in Epoche IV malt kann ich mir dann doch nicht so recht vorstellen.

Also danke für eure Auskünfte!
Roger

Der rote Punkt ist das Kennzeichen für Stahlfeuerbüchse und sonst nichts. Gruß Bernd
Ne Roger, das hast du falsch verstanden. Die Kessel waren immer aus Stahl und die Feuerbüchse aus Kupfer.
Die Wärme soll ja schnell vom Feuer ins Wasser des Kessels uind dann nicht weiter über die Kesselwände an die Luft.

>> aber dass Trix den Punkt dann auf ne 003 in Epoche IV malt kann ich mir dann doch nicht so recht vorstellen. <<

Das ist absolut richtig und zeugt von einer vorbildgerechten Beschriftung. Denn alle Vorkriegsloks hatten Kupferfeuerbüchsen und wurden bei Revisionen im WK II gegen Stahl ausgetauscht. Aber eben nicht alle. Deswegen auch die Kennzeichnung bis zum Ende der Dampflokzeit.

Viele Grüße - Udo

Beitrag editiert am 17. 03. 2007 21:54.
Danke Kollegen, echt interessant... und sowas von schnell !!!
Hatte noch nie von diesem roten Punkt und seiner Besonderheit gehört, umso gieriger habe ich diese Info "verschlungen". DANKE !!!
Gruß   Fidelis
*grrr* Udo,
ich sollte mich doch wieder auf Altbauelloks besinnen ))

Gruß,
Roger
Zum roten Punkt noch gesagt - es handelte sich um St47 - Stahl . Der ist nicht alterungsbeständig und mit Problemen beim Schweißen und der Hitzeaufnahme (Verformung, Neigung zu Rissbildung). "Billigstahl", wie er zu Kriegszeiten gekocht wurde, um mit wenig Aufwand höchstmögliche Leistung zu bringen ohne Rücksicht auf Langelebigkeit.

EInfach mal googeln mit "Stahl "und  "st47"

Grüße
wilfried
na, st 47 ist schon mal besser als der heute noch verwendete baustahl st 37.

mfG, AlfredB.
(Schlosser seines Zeichens)
*grins*
billigster Baustahl halt, gut genug zum durchglühen...

@ Alfred:
aber was soll an St47 besser sein? Der Unterschied besteht doch nur darin dass eine  höhere Mindestzugfestigkeit von 470N/mm² gegenüber 370N/mm² garantiert ist.
Das schließt aber nicht aus dass das Massenprodukt nicht mithalten kann (es wird nur nicht garantiert) da für beide Materialien keine oberen Grenzen definiert sind.
Zum durchglühen ist es ohnehin wurscht, und so bleibt nurnoch die Herstellung der Feuerbüchse - und da ist der St37 dann ja theoretisch besser ( = leichter ) zu verarbeiten.

meint
Roger
(der mangels gefordertem St37 auch schon hochlegierte Stähle verbraten hat - nur um den Kunden kurzfristig beliefern zu können)
Also jetzt müssen wir doch mal unterscheiden:

kein roter Punkt: Friedensbauart mit Kupferfeuerbüchse
ein roter Punkt: Stahlfeuerbüchse
zwei rote Punkte: Kessel aus St47K  mit speziellen Überwachungsvorschriften

Gruß
Klaus
Wow, ich würde heute so eine Feuerbüchse aus Thermanit machen. Sau giftig beim
schweissen, aber sowas von Hitzebeständig.... (mal sehen was meine Lunge in ein paar Jahren sagt)

So, nun muß ich aber ins Bett. Morgen früh geht es wieder nach Thyssen, Gift atmen.

mfG, AlfredB.
*lach*
zwei Punkte nebeneinander, oder auf jeder Seite einer?
zwei Punkte nebeneinander, wie auf diesem Bild:
http://img222.imageshack.us/img222/8849/41027holzborn19654qa.jpg
Ist das Lachen im Halse steckengeblieben?
Gruß
Klaus
>> ... aber sowas von Hitzebeständig ... <<
Das ist zwar auch wichtig, aber wichtiger ist die möglichst verlustfreie Weiterleitung der Wärme an das Kesselwasser zu Dampferzeugung.

Viele Grüße - Udo
uuups
guten Morgen Klaus,
das wird ja immer krasser! Aber dafür bin ich jetzt wach

Gruß,
Roger
Hallo,
das "K" steht für  K altverformt .
Gruß, Lutz
Das bringt einen doch mal auf eine OT-Frage:
Wie wäre es vom Wirkungsgrad einer Dampflok, wenn man heute mit den neuen Erkenntnissen der Materialien, Lagerungen, Isolierungen usw. eine moderne Dampflok mit Heizölbetrieb bauen würde? Da schweres Heizöl ja ein "Abfallprodukt" der petrochemischen Industrie ist, könnte man dieses doch günstig einsetzen und die Lok könnte mit einem Lokführer (ohne Heizer) auskommen.
Wäre das nicht eine Alternative für manche Bahn, die (wie z.B. "rasender Roland", "Molli" oder die Bahnen im Harz)  vom Dampf-Tourismus leben aber trotzdem auf die Kosten achten müssen?
Allein die Filteranlagen um die Abgase zu reinigen würden zwei Wagon benötigen. Von deren Energieversorgung ganz zu schweigen. )) Gruß Bernd
Moin,
schweres Heizöl (C-Öl) dürfen in Deutschland noch nicht mal mehr die Schiffe verfeuern, und das aus gutem Grund. An der Elbmündung bei Cuxhaven z.B. kann man dann und wann sehen, wenn die Kähne weit draußen ihre Maschine umstellen. Da stehen dann schon mal die Unwissen und deuten auf das "brennende" Schiff.

Du müsstest schon beim Dieselkraftstoff bleiben. Von den Zahnraddampfloks, die in den 90ern in der Schweiz gebaut wurden, weiß man, dass sie wärmewirtschaftlich an moderne Dieselloks herankommen und sogar ein etwas besseres Abgasverhalten besitzen.
Nur die Fixkosten sind höher. Klar, wenn Energieerzeugung und Antriebsmaschine getrennt sind.

MfG,
Till
Punkt auf einem Schienenfahrzeug? Rot oder weiß?

Das hat doch immer mit neuer Software, neuen Achsen/Neigetechnik zu tun. Ich schätze mal hier handelt es sich um einen 160 km/h schnellen Dampfer mit aktiver Neigetechnik.

(So, und jetzt ganz schnell weg, bitte nicht hauen.....)

Olaf
Hallo Peter8,

bei der Brienz-Rothorn-Bahn in der Schweiz werden 4 Neubau-Dampflokomotiven eingesetzt, die mit Öl befeuert werden.

Siehe auch hier: http://www.brienz-rothorn-bahn.ch/bahn/dampf-romantik/technique/

MfG aNdreas


Beitrag editiert am 20. 03. 2007 11:38.
@24, 28

Hier kann man eine moderne Dampflokomotive bestellen:
http://www.dlm-ag.ch/index2.htm

Grüße,  Alfred
>> schweres Heizöl (C-Öl) dürfen in Deutschland noch nicht mal mehr die Schiffe verfeuern, <<

@#26 - Düsentrieb
Da irrst du!!
Alle ex DR und DB Normalspur-Museumslok mit Ölfeuerung (BR 01.5, 01.10, 18 201 und 41) werden ausschließlich mit Bunkeröl "Gruppe C" (Schweröl) betrieben. Das Zeug ist steif wie Wachs und erst ab einer Temperatur von ca. 80°C fieß- und zündfähig.  Dazu ist erst einmal eine Hilfslok mit Dampfheizung oder eine stationäre Heizanlage notwendig.
Von RAW Görlitz(?) wurden einige Schmalspurdamfer auf Dieselöl und Einmannbedienung umgestellt.
In der Schweiz wurde von der Lokfabrik Wintertuhr eine ex DR-52 ( 52 8055, http://www.eisenbahnfreunde-zollernbahn.de/loks/152ngumb.htm http://www.5at.co.uk/52%208055-in-Z%FCrich-HB-smaller.jpg  ) nach modernen Gesichtspunkten rekonstruiert und auf Leichtölfuerung umgstellt.

Viele Grüße - Udo

Beitrag editiert am 20. 03. 2007 21:56.


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