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THEMA: D-Weg (Durchrutschweg)

THEMA: D-Weg (Durchrutschweg)
Startbeitrag
Sir-Toby - 03.03.07 17:35
Ich habe nachgeforscht, wie lange die D-Wege beim Vorbild sind. Je nach zulässiger Einfahrt-Geschwindigkeit ist die Länge unterschiedlich. (Laut Literatur darf auf Nebenbahnen die Länge um 50% kürzer sein.)

> 80km/h   200m   (Nebenbahn = 100m)
   60km/h   100m   (Nebenbahn = 50m)
   40km/h     50m   (Nebenbahn = ???????????)
   30km/h       0m   (Nebenbahn = 0m)

Hier jetzt meine Frage: Bei Einfahrt max. 40km/h auf einer Nebenbahn: darf der D-Weg auf 25m gekürzt werden oder muss dieser mind. 50m lang sein?

Gruß Tobias

Beitrag editiert am 04. 03. 2007 13:28.

Was ist ein "D-Weg"?
dto. ?????
Durchrutschweg !!!
Hi Tobias !

Hier ein Link : http://de.wikipedia.org/wiki/Durchrutschweg

Gruß Thomas
hallo,
da auf Nebenbahnen bei 40 km/h nicht signalisierter Betrieb möglich ist, also dann mit Trapez- und H-Tafeln gefahren wird, dürfte der D-Weg m.E. auch entfallen, da es die Fahrstraßen (im signaltechnischem Sinne) nicht gibt und der Zug dann vor der Trapetztafel ohnehin halten muß. Wenn er bei "Betriebsruhe" im Bf ohne Halt einfahren darf braucht er den D-Weg auch nicht, im Bf sind dann ja keine anderen Bewegungen die geschützt werden müßten.

meint
Roger
Wikipedia beschreibt es gut. Es geht also nicht darum, einen Zug aus "volle Pulle" per Notbremsung anzuhalten - dazu gibt es geeignetere Systeme wie Bremskurvenüberwachung - sondern darum, das Restrisiko einer unzureichenden Bremswirkung (z.B. infolge Laub auf den Schienen) zu verkleinern.

Die Durchrutschwege sind willkürlich festgelegt und von Land zu Land verschieden. In der Schweiz beispielsweise ist der D-Weg bei 40km/h 20m, bei Schmalspur verhält sich nochmal alles ganz anders...

Felix

Beitrag editiert am 03. 03. 2007 22:54.
OK, OK, ich muss vielleicht noch was klar stellen:

Es findet normaler signalisierter Betrieb statt. Wenn nun der mögliche D-Weg zu kurz ist, wird entsprechend Hp2 für die Einfahrt signalisiert. Wenn z.B. nur 50m vorhanden sind, wird 60km/h signalisiert.  Was nun, wenn noch weniger Platz vorhanden ist?  Ist gar kein D-Weg vorhanden, dann muss 30km/ signalisiert werden. Jetzt ist meine Frage, ob es dazwischen auch noch was gibt.

Und Danke für den Hinweis auf wikipedia; das hatte ich ja auch schon nachgelesen, aber darin steht nur das, was ich oben schon geschildert habe, und leider nicht die Antwort auf meine Frage.

Und noch kleiner Tipp an alle: Wenn ich mit einem Begriff nix anfangen kann, dann google ich mal kurz, bevor ich nachfrage.... macht den Thread nur unnötig lang

Gruß Tobias
hallo nochmal,
wozu noch feiner abstufen? 50m sind gerade mal 2 Wagenlängen!
Außerdem gab es mal eine Ära vor den Lichtsignalen (die jede Ziffer darstellen können).
Übrigens kann man D-Wege bei der Planung auch dadurch verlängern indem man das Fahrstraßenziel vorverlegt!

Gruß,
Roger
Hallo Tobias,

Also eigentlich wird an die Berechnung des D-Weges anders herangegangen, man passt nicht die Geschwindigkeit dem D-weg an, sondern andersrum. Die zulässige Geschwindigkeit ergibt sich aus den Weichen, der D-Weg wird dann dazu ausgerechnet. Es spielen aber auch noch Faktoren wie Steigeung eine Rolle. Ich glaube, es wird der Durchscnitt der letzten 2 km davor genommen.
Wenn man so den D-Weg hat, hat man erstmal die Standarteinfahrt. Nun kann es sein, dass es betrieblich sinnvoll wäre, wenn der D-Weg kürzer ist, zum Beispiel, damit eine Weiche nicht mit verschlossen werden muss. Dann kann es sein, dass man noch einen zweiter kürzeren D-Weg zur wahl stellt.  Das ist aber bei Fahrten auf Hp 2 äußest selten. Also es kommt eigentlich nie vor, dass die Standarteinfahrtmit 60 ist, und noch ein Kurzeinfahrt mit 40 möglich ist.
Eher hat man man bei Durchfahrgleisen, dass statt Hp1 Hp 2 gezeigt wird.
Die genauen Werte kann ich Dir aber so nicht sagen.
Was ich nicht ganz so verstehe, ist, was Du mit kein Platz für einen D-Weg meinst. In Stumpfgleise wird immer mit 30 eingefahren, sonnst ist da ja Platz.

Roger hat natürlich recht, dass es früher sowas gar nicht gab, also werden auch bei moderneiserten Bahnhöfen die Signalstandorte etwa so übernommen, und dan möglicherweise noch verkürzungen hinzugefügt, aber auf Nebenbahnen lohnt sich das eigentlich sowis nicht, das gibt es eher bei Einfädelungen von mehren Strecken, das man verschiedentlich gleichzeitig Ein und ausfahren kann. Nebenbahen haben oft vereinfachte Stellwerkstechnik, ich weiß gar nicht, ob das da technisch überhaupt vorgesehen ist. (Ok ich weiß Du baust 60er, aber auch da ist die Farge, ob sich der Aufwand lohnt -in Echt jetzt)

@Roger
Auch Bahnhöfe mit Trapetztafeln haben Signaltechnische Fahrtstraßen, und wenn das nur mit Schlüsseln gesicherte Handweichen sind. Zweitens müssen nicht alle Züge an der Trapetztafel halten, sondern nur die, für die es im Fahrplan steht: "Kennzeichnung der Stelle, wo ! Bestimmte ! Züge vor einer Betriebsstelle zu halten haben"
Desweiteren darf man nicht auf den D-Weg verzchten, nur weil dort keine Züge fahren. Der D-Weg bezieht sich nicht nur auf Fahrzeuge, sondern auch auf Weicehn, die richtig stehen müssen

Gruß
Dirk

edit, auf Rogers 22.00 Beitrag eingeangen

Beitrag editiert am 03. 03. 2007 22:24.
@7
Zur Beantwortung deiner Frage: Warum dürfen in Deutschland die D-Wege auf einer Nebenbahn kürzer sein? Wenn ein Zug durchrutscht, rutscht er doch genau gleich durch wie wenn er auf einer Hauotbahn durchrutscht. Deswegen gibt es diese Unterscheidung in der Schweiz nicht - da ist D-Weg D-Weg und basta... Wenn D-Weg 0m ist, gibt es aus meiner Sicht nur Heruntersignalisieren.

@8
> Fahrstraßenziel vorverlegt
Wie das gehen soll, kann ich mir nun wirklich nicht vorstellen. Per Definition endet eine Zugfahrstrasse beim Halt zeigenden Hauptsignal - nicht "einige Meter" davor. Das Eisenbahngesetz in D (EBO) sieht das bestimmt gleich wie in CH (AB-EBV). Kannst du besser erklären, was du gemeint hast?

Felix
@ Felix,

ich glaube Roger meinte damit, einfach das Signal nach Vorne ziehen

Gruß
Dirk
>> Und noch kleiner Tipp an alle: Wenn ich mit einem Begriff nix anfangen kann, dann google ich mal kurz, bevor ich nachfrage.... <<<

Was aber in dem Fall absolut nichts bringt !!
Vielleicht sollte man als TE nicht Abkürzungen benutzen die kaum einer kennt und sich besser verständlich machen )

Die besten Google-Treffer für "D-Weg":

http://www.google.de/search?hl=de&q=%22D-Weg%22&btnG=Suche&meta=

Viele Grüße - Udo

Beitrag editiert am 03. 03. 2007 22:35.
Hallo Dirk,
genau darum geht's: wenn der D-Weg länger sein muss, wird event. noch eine Weiche für eine andere Zugfahrt blockiert. Ich will hier auch nicht um cm feilschen, das ist eher eine grundsätzliche Frage. Die Zahlen in der folgenden Liste gelten für Hauptbahnen und sind aus der Literatur zusammengetragen. Mit dem Hinweis, dass für Nebenbahnen 50% kürzer möglich ist. Ich möchte jetzt bloß wissen, ob da ein D-Weg von 25m mit 40km/h angefahren werden darf, oder ob der D-Weg bei mehr als 30km/h mindestens 50m haben muss. Habe ich die Frage so unverständlich formuliert??

> 80km/h   200m   (Nebenbahn = 100m)
   60km/h   100m   (Nebenbahn = 50m)
   40km/h     50m   (Nebenbahn = ???????????)
   30km/h       0m   (Nebenbahn = 0m)

@ Udo: Stimmt! Google war ein blödes Bsp. Hier das Ergebnis aus diesem Forum, da kann man das wirklich finden: http://www.1zu160.net/scripte/forum/forum_list.php?sb1=D-Weg

Gruß Tobias

@10 & 11:
ja, ich meinte das Signal vorziehen

Roger

Nachtrag: genauer gesagt den Abstand Zielsignal-Gefahrenpunkt vergrößern (man könnte statt Signal ja auch ne Weiche verlegen)

Beitrag editiert am 04. 03. 2007 09:52.
zu #9
hallo Dirk,
klar sind es letzten Endes immernoch Fahrwege.
Zum D-Weg zum Schutz der Weichen: In dem Fall tritt aber dann das Problem nicht auf, da die Durchfahrt eingestellt ist (bzw. im Kopfbahnhof am Prellbock endet) oder z.B. nach Zugkreuzung eh verzögert eingefahren wird, da gehalten werden muß um diese Weiche(n) zu stellen.

Roger
Hallo,
was vergessen wurde: Steigung oder Gefälle, da verlängert o. verkürzt sich die Länge des Durchrutschwegs. (Berechnung aus der max. Zugmasse = Lastgrenze/ [Höchst-]Achszahl+ Vmax)
Gruss
Ralf
P.S Nicht vergessen: wird auch induktiv gesichert ("Geschwindigkeitstrichter"), gerade bei Prellböcken, die manchmal auftauchen können, gerade bei Bahnhöfen mit Kopf. Öfter mal Lok fahren ....
".... dass für Nebenbahnen 50% kürzer möglich ist." Ja, dass ist möglich - also 25 m statt 50 Meter. Die Benutzung des Durchrutschwegs ist eine zusätzliche Not-Sicherheits-Maßnahme. D.h. es wird in jedem Fall ein Halt zeigendes Signal überfahren. Oder Bremsversagen. Oder natürlich menschliches Versagen. In der Regel trägt die Verkürzung  jedoch der besonderen örtlichen Situation Rechnung. Z.B. die Fahrt zum Einfahrsignal liegt in einer starken Steigung (Verkürzung). Oder die Stecke zum Einfahrtsignal liegt in einem Gefälle (Verlängerung). Häufige nicht erkennbare Eisbildung etc. Es ist auch möglich, dass eine solche Verkürzung dann zu Restriktionen für den Zugverkehr führt. Z.B. geringere Zuggewichte, geändert festgelegte Mindestbremshunderstel bis hin zu Vorschriften über die Art der zu verwendenden Bremsen (Nebenbahnen) . Viele Dinge also, die auf einen Moba nicht sichtbar sind, sondern angenommen werden können.
OT: Was mir in diesem Zusammenhang oft auffällt sind die Blockstreckensteuerungen in Verbindung mit zu kurzen Blocklängen auf Mobaanlagen (Blocklänge = längste Zuglänge) . Muss dann wirklich ein Zug anhalten, weil im vorliegenden Block ein Zug steht fährt die Lok des Folgezuges mitunter fast auf auf den letzten Wagen auf. Obwohl da meist sogar noch ein Signal steht - vorbildgerecht ist so etwas auf Hauptbahnen nicht - siehe Durchrutschweg. Gruß Bernd


Beitrag editiert am 04. 03. 2007 19:53.
@ Bernd,

das wars! Die Info, dass das möglich ist (25m), war die Lücke in meinen Unterlagen. Dass Neigungen ebenfalls berücksichtigt werden müssen, habe ich auch schon gefunden. Die weiteren Restriktionen sind auf jeden Fall sehr interessant.

Vielen Dank!


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