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THEMA: Achtung zu steile Gleiswendel!

THEMA: Achtung zu steile Gleiswendel!
Startbeitrag
Jack - 02.03.07 22:21
Hallo zusammen,
Ich hatte vor einiger Zeit in eBay für 35Euro eine Gleiswendel gekauft . Nachdem ich dies im Forum kund tat, sagten alle ich solle das Ding sofort wieder verkaufen, denn die Steigung wäre viel zu steil, und da würde im besten Fall eine Lok ohne Wagen hochkommen. Ich konnte es nicht glauben, aber kürzlich habe ich es selbst erlebt. Ich dachte mir, bevor ich das Ding fest einbaue, teste ich  mit einem Flexgleis (Länge 92cm) ob das wirklich so ist. Es war so!! Was tun? Ich demontierte die Wendel und setzte kleinere Abstandhölzer ein. Original war der Abstand zwischen den Wendeln rund 6cm, was einer Steigung von rund 4,3% entsprach. Nach dem Einsetzen von 4,7cm Hölzern -siehe Bild- kam ich auf eine Steigung von 2,9%. Da gehen alle meine Nebenbahn-Loks mit Wagen hoch. Passt also gut auf, wenn Ihr so ein Ding kauft! Man muss sich fragen, weshalb die Hersteller nicht auf solche Sachen achten, denn ohne Abänderung sind diese Wendeln tatsächlich unbrauchbar!!

Grüsse von

Paul

Sorry, aber dieser Bericht hätte in "Betrieb" gehen sollen!

http://img254.imageshack.us/img254/1091/gleiswendel29aa5.jpg
http://img260.imageshack.us/img260/6163/gleiswendel43ry1.jpg

Beitrag editiert am 02. 03. 2007 22:30.

Paul, Du kannst eigentlich die Wendel so lassen wie sie ist, einschließlich Stützen. Nur, säge sie hälftig auseinander und füge Zwischengeraden ein. Das dürfte keine grosse Tat sein. Hoffentlich hast Du die Originalstützen nicht weggeworfen, 6cm sind besser. Du sagst nichts über den Durchmesser und wir kennen auch Deine Anlage nicht. Lege die Hälften so weit wie möglich auseinander.

Grüsse
Hans-Jürgen
Hallo Hans-Jürgen,
Ja stimmt, habe vergessen zu sagen, dass die Wendel jetzt einen Höhenunterschied von 17 cm  (im Original 24cm) überwindet. Man kann nur die Radien R-1 und R-2 verwenden.
Der Tipp mit den geraden Stücken ist gut Hans-Jürgen, aber ich habe die Wendel schon abgeändert. Bei meiner Anlage kommt sie auf die einspurige Nebenstrecke und führt die Strecke zu einem Bergbahnhof hinauf.

Grüsse von

Paul
Hmm, die 24cm wären beinahe exakt das Mass aller Dinge für mich gewesen - ich brauche 25cm.
Schade, dass es nicht funktioniert hat.

Aber R1? Selbst wennn es nur Nebenbahn ist...... Auf einer Wendel kann das gefährlich werden. Nicht nur wegen Schönheit.

Welchen Radius hastu endgültig verlegt?

velgene Grüsse,
Claus
Hallo Claus,
Ich werd nur R2 verlegen, denn es wirde ja eine Nebenbahn sein die den Wendel benutzt. R1 müsste man einbauen, wenns eine Doppelstrecke wäre. Und wegen der "Schönheit" spielt es ja keine Rolle, denn die Gleiswendel verschwindet ja unter einem Berg! 25cm? Wie wäre es mit zwei Wendeln? Du könntest ja nach "meiner Methode" noch die erforderlichen zusätzlichen Wendeln aufstocken, denn die Steigung würde ja dieselbe bleiben. Wenn Du allerdings ne doppelspurige Wendel willst, gibts wegen R1 ja die bekannten Probleme!
Noch was zu Hans-Jürgens Aussage: Ich denke dass es mit dem Einfügen von Geraden nicht getan wäre, denn die beiden "Kurventeile" würden ja in der Steigung nicht verändert, also hätte man wieder dasselbe Problem mit den 4,3%, oder sehe ich das falsch?

Grüsse von
Paul
Hallo Paul

Genau der Gedanke kam mir auch, als ich den Beitrag von Hans-Jürgen las. Ich habe übrigens auch einen Gleiswendel gebaut mit geraden Teilen drin und Abständen von 6cm und mit Radius 248 und 281. Steigung ca. 3%. Ist aber zum Beispiel für den Minitrix-ICE 1 (8teilig) schon zu steil. Der 8-teilige ICE 3 desselben Hersteller klimmt die Steigung ohne grosse Probleme hoch.

Gruss
Peter

PS: Paul, ich werde mich bald wieder einmal melden

Wenn ihr gerade Stucke einpflanzt verlängert ihr die Fahrstrecke und damit wird Steigung weniger steil.
Ich hatte eine Wendel mit Atlas 11" Gleis geplant. Bei einem Radius von etwa 550mm und 50mm Höhe komme ich - falls mein Taschenrechner nicht lügt - auf eine Steigung von 2,9%.
Das sollte bei den kurzen Güterzügen auf der Nebenbahn keine Schwierigkeiten darstellen.

dargestellte Grüsse,
Claus
Ihr beide habt natürlich recht, in den Bögen bleibts aber Du kannst das doch relativ einfach korrigieren. Ist es dieses Angebot?

http://cgi.ebay.de/Gleiswendel-Spur-H0-TT-Fleis...QQrdZ1QQcmdZViewItem

40 Euro? Hast Du keinen Kumpel mit einer Stichsäge? Aus Deinen Aussagen lese ich doch, dass Du rechnen kannst. Einen Halbbogen auf Pappe aufzeichnen und als Schablone nutzen. Aus ein paar Reststücken kannst Du das für ein paar Euro fertigen. Und zwar so wie Du das für richtig hältst. Passende Steigung, Trassenbreite 50 - 60mm und dafür größerer Radius.

Die wollten die eierlegende Wollmilchsau für alle Spuren anbieten und dabei kommt sowas raus. Dann müßte aber der Preis deutlich niedriger sein.

Machs ordentlich, da muss jeder Zug durch.

Gruss
Hans-Jürgen
Hallo zusammen,
Habe natürlich eine eigene Stichsäge Hans-Jürgen Meine Wendel ist nun auf meine Bedürfnisse abgeändert, und alle Züge die da rauf müssen tun das ohne Problem. Für einen langen Schnellzug müsste man schon was anderes Basteln,das ist mir schon klar. Aber wie gesagt, meine Wendel wird ausschliesslich von Nebenbahn-Zügen befahren. Ich hatte für die Wendel 35Euro bezahlt, was aufgrund der Tatsache, dass man sie in Originalausführung nicht verwenden kann viel zu teuer ist.
PS. Peter ich freue mich auf Deine eMail!
Machts gut und einen schönen Tag noch!

Wendelgrüsse von
Paul
Es geht mit geraden Stücken, die im Sechs- oder Achteck verpappt werden sogar noch einfacher. Anschlag in die Stichsäge und munter Streifen geschnitten, die dann später in die rechte Form gesägt und verleimt werden. Verbraucht auch weniger Material.

materielle Gräusse,
Claus
@9 Du sagst es, 6-Eck und 8-Eck hat außerdem den Vorteil, daß sich der Verschnitt auf ein Minimum reduziert und man kann Holz in den halben benötigten Dicke verwenden, da die Trasse durch die Zusammenfügungsart der Brettchen auf die doppelte Stärke komt.  
Ich darf an dieser Stelle mal auf die "Goodies" hier im Forum hinweisen, unter dem Punkt "Diverses" hat Ismael freundlicherweise meine Berechnungshilfen auf Excel-Basis für Gleiswendel und Trassenbrettchen zum Download bereit gestellt.
Hallo,
es ist recht interessant zu lesen, welche Erfahrungen die einzelnen ModellbahNer gemacht haben, so will ich auch mal meine Erfahrung berichten: Ich habe ein doppelspuriges Gleiswendel selbstgebaut (Stichsäge!), die Steigung liegt bei ca. 4%, die Radien sind R1 & R2, das Gleiswendel liegt (wie üblich) im Tunnel und ist nur für Nebenbahnfahrzeuge gedacht. Da mein Wendel im Uhrzeigersinn ansteigt (ca 450°) habe ich den allgemein übliche Fahrtrichtung vertauscht, d.h. bergauf geht es immer über den R2 und bergab immer über den R1. Das schaffen alle Nebenbahnzüge (610, 643, 628, 216+3 Umbauwagen incl. Licht). Daher der allgemeine Hinweis: Wenn man es einrichten kann, sollten die Züge bergauf immer auf dem größeren Radius fahren, der hat ja dann mathematisch gesehen zwangsläufig auch die geringere Steigung.

Viel Spaß beim weiteren "Wendeln" ...
Dieter

www.dnoa.ath.cx/Eisenbahn/


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