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THEMA: Kyrill-Sperung der S 6: Der Börse wegen?

THEMA: Kyrill-Sperung der S 6: Der Börse wegen?
Startbeitrag
Karl Schotter - 18.02.07 12:08
Hallo S-Bahn-Fahrer,

nach dem Sturm Kyrill war die S-Bahn Linie 6 zwischen Ratingen Ost und Essen Hbf. vom 18.01. bis zum 28.01.07 unterbrochen. Es lagen viele Bäume quer, und auf mehreren hundert Metern musste die Fahrleitung neu verspannt oder ausgewechselt werden. Für diese Arbeiten braucht man aber normalerweise keine zehn Tage.

Die lange Dauer der Sperrung wurde damit begründet, dass auch Fahrleitungsmasten ausgetauscht werden müssten, und die seien eben nicht von einem Tag auf den anderen verfügbar.

Am Bahnhof Hösel sah ich nun tatsächlich neue Masten auf neuen Fundamenten stehen, die die 40 Jahre alten Masten ersetzen sollen. Sie stehen zwischen den beiden Gleisen, so dass jeder neue Mast zwei alte Seitenmasten ersetzt. Allerdings sind die neuen Masten zur Zeit noch gar nicht bespannt.

Nun habe ich die Frage: Sind zwischen Ratingen Ost und Hösel tatsächlich Streckenmasten ausgetauscht worden, die durch die Sturmfolgen zerstört wurden?
Mit anderen Worten: hat man die durch den Sturm infolge zerstörter Masten erzwungene zehntägige Betriebspause genutzt, um auch am Bahnhof Hösel ohnehin notwendige neue Masten zu setzen? Oder hat man die durch Kyryll entstandene Betriebspause von wenigen Tagen auf zehn Tage verlängert, um am Bahnhof Hösel nicht unter laufendem Betrieb die neuen Masten aufbauen zu müssen? Solche Arbeiten sind unter laufendem Betrieb durchaus möglich, aber durch Sicherungsposten, Arbeitsunterbrechungen bei Zugfahrten und teilweise notwendige Nachtarbeiten natürlich teurer.

Es gab von der Bahn zu der S 6-Sperrung nur sehr nebulös wirkende Erklärungen. Nicht einmal ein Fahrplan der Ersatzbusse mit konkreten Haltestellen-Hinweisen war im Internet zu finden.  Pressebilder von den Arbeiten an der S 6-Strecke  habe ich nicht gesehen und Reportagen von der Strecke nicht gehört.
Sind, so frage ich mich also, tausende Pendler tagelang aus unvermeidlichen Zwängen heraus auf den Schienen-Ersatzverkehr verwiesen worden, oder hat die DB-AG die Gelegenheit beim Schopf ergriffen, zu Lasten dieser Pendler ein paar Euro zu sparen, um sich weiter fit für die Börse zu machen ("Shareholder Value" statt "Service for the Customer")?

Wer hat Infos oder Beobachtungen hierzu?

Das fragt
Karl

Hallo Karl,

es gibt leider wirklich nur sehr wenige Fotos und Meldungen im Netz z.B. aber

http://www.ostbahn.org/p/070118.html

Ich würde mich mal mit Bernd Bastisch in Verbindung setzen, ob er nicht noch mehr Bilder bzw. Infos hat.

Schöne Grüße

Frank


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