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THEMA: Große Entferung Weiche zu Servo

THEMA: Große Entferung Weiche zu Servo
Startbeitrag
Gerhard - 14.02.07 12:37
Hallo zusammen,

ich plane einige Schattenbahnhofgleise an einer Stelle, an der ich wenig Platz für die Weichenantriebe habe und die auch für Reparaturen nicht so leicht zugänglich ist. Da kam mir die Idee, die Servo-Antriebe im vorderen Anlagenbereich zu montieren und mit längeren Federstahldräh-ten, geführt in Metallröhrchen, die Stellkraft bis zur Weiche zu übertragen. Dann könnte ich Servo-Einstellungen, evtl. nötige Servowechsel und Herzstückpolarisations-Feinjustierungen bequemer vornnehmen.

Hat jemand Erfahrungen mit einer derartigen Kraftübertragung über 20, 30 oder sogar 40 cm? Welche Drahtstärke wäre unbedingt nötig? Es handelt sich um einen "geraden" Übertragungsweg, direkt in Verlängerung des Verschubwegs der Weichenzunge, also keine Umlenkbewegungen mit Hebel oder so.

Im Forum habe ich dazu nichts gefunden (oder falsch gesucht).

Vielen Dank für Erfahrungen, Tipps und ergänzende Ideen.

Gruß Gerhard

Hallo Gerhard,

ich hatte da mal einen Bericht gelesen - ich glaub es war im N-Bahn Magazin.
Der Kollege hatte die Kraftübertragung via Bowdenzug (Fahrrad-Bremsseilsystem) realisiert. Der Bowdenzug ist ja genau dafür da, die Kräfte über längere Wege möglichst "verlustfrei" zu übertragen ..

Grüße
Harald

Hi,

guck mal auf die Seite von Jens Feller. Er hat alle Seine Antriebe (Relais) an der Anlagenkante angebracht und teilweise auch mit Umlenkelementen gearbeitet.

http://www.deutsche-reichsbahn-spur-n.de/index.html

Gruß Flo
Hallo Harald,

danke für den Hinweis. Du meinst vielleicht den herimo-Bericht. http://www.herimo.de/id281.htm
Den habe ich schon gelesen. Mich würden noch Alternativen zu der Bowdenzug-Lösung interessieren.

Gruß Gerhard

Hallo Gerhard,

Ja genau den meinte ich

was ich auch auf die Schnelle gefunden habe, als quasi Bowdenzug -selbst gemacht:
http://www.modelleisenbahn-claus.de/servo-weichen-montage.htm

Grüße
Harald
Hi,

mit Federdraht wird das nur was bei direkter Montage unter der Weiche, andernfalls verbiegt sich dieser auf großer Distanz zu sehr, da er nicht starr genug ist um die Kräfte direkt zu übertragen. Besser ist starrer Stahldraht (ca 2-3 mm) oder eine Gewindestange. Wird auf der einen Seite am Servo-Drehkreuz befestigt und auf der anderen Seite unter der Weiche mit einer selbstgebauten Führung (z.B. Messingrohr). Daran befestigst Du dann ein Stück Federdraht zur Stellschwelle.

Bowdenzug habe ich auch realisiert und hier irgendwo an anderer Stelle beschrieben (finds grad nur nicht), allerdings in Verbindung mit dem Fulgurex-Motorantrieb.

Habe mich mit dieser Problematik bisher nur theoretisch beschäftigt, da meine Servos alle direkt unter der Weiche Platz gefunden haben. Im Netz hab ich da aber ein Bild gefunden wie so was aussehen könnte

http://www.forsten-online.de/content/05/02/bild08.jpg

Ist im RC-Modellbau übrigens gang und gäbe. 40 cm sollten kein Problem sein.

Thomas
Helau ,

>>Bowdenzug habe ich auch realisiert und hier irgendwo an anderer Stelle beschrieben (finds grad nur nicht), allerdings in Verbindung mit dem Fulgurex-Motorantrieb.<<
... schon mal "Bowdenzug" und "Fulgurex" in die Suchfunktion eingetippt ? ...

MfG alfred
@6
>... schon mal "Bowdenzug" und "Fulgurex" in die Suchfunktion eingetippt ? ...

nö, aber ich wills ja auch nicht mehr wissen, weil ichs ja schon weiß

Wieso überhaupt "Helau"??? Sind in ME etwa schon die Weiber los?

Thomas
Hallo Gerhard,

aus dem RC-Modellbau gibt es Servoanschlüsse, sogenannte Gabelköpfe, die haben auf der einen Seite ein Gewinde M2, in das Du dann problemlos eine entsprechende Gewindestange einschrauben kannst. Vorteil ist auch eine Hardwareseitige Feineinstellung. Als Material würde Messing von der Stabilität her völlig ausreichen, denn es werden ja keine sehr großen Kräfte übertragen. Mit  Führungen etwa alle 20 cm und dicht an der Halterung des Stelldrahtes (z.B. Stuhlwinkel) gibt es keine Probleme. (Ich habe früher RC-Schiffsmodelle gebaut und die Ruderblätter auf diese Weise angesteuert.

Viele Grüße,

Christian
>> und mit längeren Federstahldräh-ten, geführt in Metallröhrchen, die Stellkraft bis zur Weiche zu übertragen.  <<

Die Metallröhrchen kannst du einsparen, wenn du anstelle des Federstahldrähte Fahrradspeichen benutzt.
Sollten die zu kurz sein, lassen sie sich mit einer zweiten Speiche verlängern. Verbunden werden sie dann mit simplen Lüsterklemmen aus dem Elektrobedarf. Damit lässt sich auch einfach die Länge einstellen. Bei großen Längen einfach zur Stabilisierung eine Ringöse, durch die die Speiche geführt wird, in die Grundplatte einschrauben.

Viele Grüße - Udo

Beitrag editiert am 14. 02. 2007 15:22.
Hallo,

ich hab Federdraht durch dünne Hohlprofile geführt:
http://howl.gmxhome.de/Decoder/images/DSC03606.jpg

Holger
Im Flugmodellbau werden die Servokraefte oft ueber einen Meter weit uebertragen - ohne Probleme.   Entweder in dem man die Stellstangen in Fuehrungsoesen oder Roehren verlegt, oder indem man einen Vierkantholzstab nimmt (4-5 mm Seitenlaenge), oder indem man zwei Stelldraehte vom Servo verlegt (am anderen Ende dann ein zweiseitiges Ruderhorn), so das nur noch Zugkraefte wirken.

Hallo zusammen,

danke für eure Beiträge und Anregungen. Da sind interessante Lösungen (und Links) dabei.

Am Freitag war ich mal bei C* und hab mir Bowdenzüge für den Modellbau angeschaut . Ich muss sagen, meine Skepsis ist deutlich geschwunden. Das wäre auch eine echte Alternative. Mal sehen, was es letzen Endes werden wird.

Klar ist, dass ich die Servos auf jeden Fall an die Vorderkante der Anlage setze und nicht in den schwer zugänglichen hinteren Bereich des Sbf.

Nochmals Danke und Gruß
Gerhard


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