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THEMA: Schulfach MOBA

THEMA: Schulfach MOBA
Startbeitrag
Walo - 09.02.07 23:27
Salü zusammen

ich hatten die Idee, dem Werklehrer meiner Kinder den bau einer kleine MOBA, etwas schmackhaft zu machen. Der erste Kontakt war positiv, nun müsste ich einen etwas konkreteren Vorschlag unterbreiten.
Damit einerseits jeder Schüler (ev. auch Schülergruppe) seine (ev. ihre) kleine Anlage betreiben kann und andererseits, eine grosse Klassenanlage zusammengestellt werden könnte, dachte ich daran, jeweils ein Modul zu planen, das einen kleinen Kreisbetrieb mit Rangiermöglichkeit ( wie die "Gewehrkofferanlage von HGH) mit jeweils zwei Geleisen an den Anlagenrand. Bei Solobetrieb werden diese mit einem Prellbock  versehen, im Modulbetrieb als Verbindungsgeleise benutzt.
Da die Module für Solobetrieb genutzt werden sollten, müssten sie alle mit einem kleinen Trafo ausgestattet sein. Wenn die Modulübergänge isoliert sind, müsste ein Zug von einem Modul auf das Nächte fahren können, vorausgesetzt, die Trafos sind gleich eingestellt.
Bevor ich mich nun daran mache, das Projekt auszuarbeiten und einen Kostenvoranschlag zu rechnen, wollte ich hier mal fragen, ob jemand so etwas ähnliches schon mal gemacht hat, ob es irgendwo Beispiele gibt und ob mein "Betriebskonzept" Sinn macht.

Hier noch ein paar Eckdaten:

- Modulgrösse ca. 100x60
- Pro Modul wären nur die beiden Übergangsgleise fest, den Rest könnten die Schüler selber planen.
- Die meisten Module werden gerade Anschlüsse haben, einige 90°, sodass eine Ringanlage zusammegestellt werden kann.
- Als Basis käme wohl ein einfaches Startset von.........  (je nach Offerte) in Frage.
- allfällige Häuschen würden im Selbstbau erstellt.
- Weichen würden sparsam verbaut und von Hand gestellt  (je nach Budget auch el.)
- das Alter der Schüler wäre ca. 14 Jahre.
- Angedacht ist, dass die Schüler den Bau von der Planung bis zur fertigen Anlage dokumentieren und auf der Schul-Homepage aufschalten, damit das ganze Projekt möglichst viele Bereiche abdeckt.

über ein paar Typ's und Anregungen wäre ich dankbar.
Mit Gruss

Walo

Google mal ein bischen. Auf beinahe jeder größeren MOBA-Austellung zeigen heute Schüler/Schulen ihre Module. Meist ist sogar ein kleiner Wettbewerb damit verbunden und die besten Module werden prämiert. Z.B.
http://www.swr.de/eisenbahn-romantik/archiv/515/print_1.html
Da findest Du bestimmt genügend Kontaktadressen. Auf der IMA in Köln war / ist so etwas auch immer.
Meist läuft es tatsächlich so, dass Modulgröße und Endstücke vorgegeben sind und der Rest der Kreativität der Schüler überlassen bleibt. Das führt mitunter bei der Zusammenstellung zu extremen Motivbrüchen. Aber ich habe doch schon super Ideen und Gestaltungen gesehen.
Gruß
Bernd
Moin Walo,
aus dem hohen Norden Deutschlands.
Deine Idee finde ich super, ist doch die Jugendarbeit unter den Aspekten "sinnvolle Freizeitgestaltung", "Soziale Kompetenz" und "Nachwuchs für Modelleisenbahnen" unglaublich wichtige Punkte.
Hier in Norddeutschland gibt es einen (vielleicht auch mehrere, aber ich kenne bisher nur einen!) unheimlich engagierten Lehrer an einer Schule in Bad Bramsted/Schleswig-Holstein. Ich habe voe wenigen Wochen eine Ausstellung an dieser Schule besucht und war begeistert und beeindruckt, was die Jugendlichen da unter guter Leitung auf die (Modul-) Beine gestellt haben. Das ist dort so weit gegangen, dass inzwischen sogar Eltern mitmachen.
Vielleicht nimmst Du mal Kontakt mit dem Lehrer auf, der die Modellbahn-Arbeitsgruppe leitet, und lässt Dir über gemachte Erfahrungen berichten.
Seine HP:
http://www.wiechering.de/index.html
und dann dort über den MBC Button oder direkt: http://www.wiechering.de/body/b_MBC.html

Viel Erfolg mit den Jugendlichen wünscht Dir
Christian

der gerade dabei ist, die Jugendarbeit im Verein zu organisieren.
http://www.mec-koelln-reisiek.de
Hallo Walo!

Grundsätzlich eine gute Idee. Modellbau erfordert den Umgang mit vielen Techniken und Materialien , sodass der Werklehrer im Rahmen des Lehrplans sicher ein paar Wochen damit "verbringen" und trotzdem Lehrplanziele verwirklichen kann. Andererseits hat er ja verschiedenste Lehrplanziele zu erfüllen, sodass Beliebigkeit in der Wahl des Unterrichtsstoffes für einen pflichtbewussten Lehrer nicht möglich ist.

Wir haben an unserer Volksschule (eine Grund- und Hauptschule in Nordbayern) seit bald 15 Jahren eine Modellbau-AG. Da wird Eisnbahn über Jahre hinweg gebaut, allerdings nicht für jeden Schüler  einzelnd, sondern Gemeinschaftsanlage(n).

Bei der Umsetzung deiner Idee in der Schule sehe ich jedoch echte Probleme mit der Finanzierung. Das, was ansonsten lehrplangemäß im Werkunterricht "gebastelt " wird, ist wenig kostenintensiv, wird zum Teil vom Schulaufwandsträger, zum Teil von den Schülereltern finanziert. Und trotz der verhältnismäßig geringen Kosten gibt es Probleme mit der Finanzierung, weil manche Eltern tatsächlich sehr sparen (müssen) und knapp bei Kasse sind. Nicht allen geht gut.

Nun zurück zum Thema kleine Modellbahn im Werkunterricht:

Der Werklehrer müsste ja jedem Schüler das gleiche Thema geben. Er muss ja gleiche Anforderungen an alle Schüler/innen stellen, bewerten, Noten erteilen. Was ist, wenn ein paar Eltern die Kosten nicht aufbringen können? ich glaube kaum, dass ein Schulaufwandsträger diese Kosten übernimmt. Schon in unserer oben erwähnten Schul-Modellbau-AG ist es jährlich ein diplomatisches Unterfangen, dass es mir (dem Schulleiter) gelingt, Geld für die Modellbahn-AG zugeteilt zu bekommen, obwohl unsere Gemeinden im Schulverband reich, ja schuldenfrei ( !!!! ) sind. Gerade wohlhabende Gemeinden gehen ja mit ihrem Geld (wie meistens auch wohlhabende Bürger ) sehr sparsam um, sonst wären sie ja nicht wohlhabend.

In unserer Modellbahn-AG ist es folgendermaßen geregelt: Mehr als 25 Schüler pro Schuljahr (aus verschiedenen Jahrgangsstufen) können nicht teilnehmen. Und diese nehmen in Gruppen teil, also pro Gruppe etwa 5 Schüler, sonst ist kein Modellbahnbau-Unterricht möglich. Die Gemeinschaftsanlage steht in einem von der politischen Gemeinde außerhalb der Schule kostenfrei zur Verfügung gestellten Raum. Der Lehrer bekommt pro Schuljahr 1 bis 2 Anrechnungsstunden, arbeitet aber sicher die gleiche Zeit zusätzlich für die Gruppe, sonst würde es nicht klappen. der Unterricht ist fats jeden Freutagnachmittag. Die Eltern kümmern sich um den Transport der Kinder. Kein Schüler / keine Schülerin zahlt selbst.  Das notwendige Material wird zu 50% vom Schulaufwandsträger (polit. gemeinden) , zu 50 % vom Elternbeirat finanziert. Und teurere Dinge wie Loks, Wagen, Weichen, Gleise et.  muss sich die Gruppe durch Spenden, Ausstellungen, "Betteln" bei Fimen usw. selbst erarbeiten. Das klappt aber recht gut.

Die Schüler sind begeistert bei der Sache. Echte Teamarbeit mit einem sehr geduldigen und ebenfalls modellbaubegeisterten Lehrer!!

Für deine Idee könnte ich mir höchstens vorstellen, dass der Werklehrer mit den Schülern je ein Diorama baut, das weniger kostenintensiv ist, um Schüler/innen somit für die Freizeitbeschäftigung Modell-(Bahn)-Bau zu begeistern und Ihnen Hinweise und Tipps für eine daheim zu realisierende Modellbahn auf den Weg zu geben.

Bei mehr Informationsbedarf, bitte Nachricht an meine Mailadresse (siehe Teilnehmerliste 1zu160)

Gruß

Helmut (HJBW)
Hallo Walo.

denke aber bitte daran, daß die Moba heute nicht mehr unbedingt für jede Altersgruppe geeignet ist:
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,464359,00.html
Grüße Michael Peters
Walo, ein Lehrer in Berlin (Hr. Richter) hat mit seinen Schülern diverse Kartonmodelle entworfen. Seine Webseite ist: http://bastelbogen-online.de/index.html

Wenn die Schüler solches auch zustande bringen, liessen sich die Bastelbögen auf CD verkaufen (siehe Site). Damit wäre zumindest ein, wenn auch kleiner, Teil der Finanzierung bestreiten.
Ich hatte da auch mal einen Link zur Schule selbst, finde ihn aber nicht mehr.

Kontaktiere doch Herrn Richter mal, er kann dir sicher den einen oder anderen Tip geben.

gegebene Grüsse,
Claus
Hallo Helmut, Hallo Christian, Hallo Bernd, Hallo Walo,

als Berufsschullehrer habe ich eher Probleme, solche Unterrichtsinhalte in den Unterricht einzubauen.
Meine Schüler sind meist in einer Altersgruppe(18-25), wo andere Interessen überwiegen.
Die Begeisterung für die Modellbahn muß früher geweckt werden.
Ganz abgesehen davon sind solche Inhalte im Rahmen des schulischen Teils einer dualen Ausbildung schlecht zu integrieren.

Die Jugendarbeit des MEC finde ich hervorragend, wie ich aus eigener Erfahrung erlebt habe. Auf Ausstellungen sind immer viele Bedienplätze mit Kindern und Jugendlichen besetzt, so dass die Hemmschwelle zum Mitmachen nicht so hoch ist.
Natürlich kann man mit Kindern nicht Betrieb nach Fahrplan machen, aber Spaß bringt es trotzdem. Allerdings ist das eben nicht Schule sondern Freizeit.

Die Erfahrungen mit meiner Tochter mit der Modellbahn sind auch unterschiedlich.
Der Aufbau eines Reiterhofes auf meiner Modellbahnanlage konnte sie begeistern aber die Technik interessiert sie weniger...
http://img52.imageshack.us/img52/4941/bild13li.jpg

Diese junge Dame ist im MEC wohlbekannt...
http://img125.imageshack.us/img125/9914/od02cy8.jpg

Gruß
Klaus

@ Michael Peters
Dir ist doch bekannt, dass in Hamburg die Reeperbahn und ihre Seitenstrassen (mit ebenso anzüglichen Angeboten) ist. Trotzdem ist es immer wieder lohnenswert, nach HH zu fahren um z.B. ins Miniaturwunderland zu gehen! Wenn man also einen gewissen Bogen um solche Sachen macht ist das doch alles gar nicht so schlimm - oder?

@ Klaus

da hast Du natürlich recht, dass die Weichen eher gestellt werden müssen als mit 18 Jahren - ich glaube aber, dass wir beide uns da nichts vorzuwerfen haben!

Schönes WE
...Christian


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