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THEMA: Fahrstromeinspeisung / Belegtmelder ?
THEMA: Fahrstromeinspeisung / Belegtmelder ?
Joe-K7 - 30.01.07 07:03
Hi,
zur Zeit beginne ich mit der Verlegung der ersten Peco Code 55 Gleise im Schattenbahnhof. Die Weichen habe ich entsprechend der Umbauanleitung aktualisiert und nutze die Verbindung Schiene aussen an Zunge gleichzeitig als Einspeisung. Die Gleise im Bahnhof habe ich alle (mindestens) eingleisig isoliert gegenueber den Weichen. An diesen isolierten Gleisen habe ich die Stromeinspeisung angeloetet und moechte sie spaeter als Einspeiser und Belegtmelder nutzen (ist das so korrekt ?).
Jetzt habe ich aber ein ca. 3m langes Stuecke Gleis, welches sich unter der Anlage als Ausfahrt aus dem Schattenbahnhof "herausschlaengelt". Nach Empfehlung sollte alle 2m etwa eingespeist werden. Eigentlich wollte ich die letzte Weiche (an der ja bereits Stromanschluesse liegen) zur Einspeisung nutzen. Somit habe ich aber einen Uebertragungsweg von 3m ohne weitere Einspeisung ?! Wenn ich noch eine zweite Einspeisung setze, dann wird doch der Belegtmelder nicht mehr funktionieren, oder ? Oder muss ich diese Einspeisung auch ueber den Belegtmelder laufen lassen ?
Wie lang duerfen die Kabel eiegntlich vom Gleis zum Belegtmelder sein ? Wenn ich 3m ueberbruecken will und nur "Standard"-Litze mit 0,14 mm2 nutze, ist das Kabel ja schon ein kleiner "Stromfresser"...
Ich bin fuer jeglichen Hinweis dankbar
Joe
zur Zeit beginne ich mit der Verlegung der ersten Peco Code 55 Gleise im Schattenbahnhof. Die Weichen habe ich entsprechend der Umbauanleitung aktualisiert und nutze die Verbindung Schiene aussen an Zunge gleichzeitig als Einspeisung. Die Gleise im Bahnhof habe ich alle (mindestens) eingleisig isoliert gegenueber den Weichen. An diesen isolierten Gleisen habe ich die Stromeinspeisung angeloetet und moechte sie spaeter als Einspeiser und Belegtmelder nutzen (ist das so korrekt ?).
Jetzt habe ich aber ein ca. 3m langes Stuecke Gleis, welches sich unter der Anlage als Ausfahrt aus dem Schattenbahnhof "herausschlaengelt". Nach Empfehlung sollte alle 2m etwa eingespeist werden. Eigentlich wollte ich die letzte Weiche (an der ja bereits Stromanschluesse liegen) zur Einspeisung nutzen. Somit habe ich aber einen Uebertragungsweg von 3m ohne weitere Einspeisung ?! Wenn ich noch eine zweite Einspeisung setze, dann wird doch der Belegtmelder nicht mehr funktionieren, oder ? Oder muss ich diese Einspeisung auch ueber den Belegtmelder laufen lassen ?
Wie lang duerfen die Kabel eiegntlich vom Gleis zum Belegtmelder sein ? Wenn ich 3m ueberbruecken will und nur "Standard"-Litze mit 0,14 mm2 nutze, ist das Kabel ja schon ein kleiner "Stromfresser"...
Ich bin fuer jeglichen Hinweis dankbar
Joe
Hallo Joe-K7,
das Peco-Gleissystem besteht aus Neusilber mit guter elektrischen Leitfähigkeit. Du brauchst Dir da keine Gedanken darüber zu machen, ob die Einspeisung nur alle 2 oder alle 3m erfolgt. Wichtiger ist auf gute Schienenverbinder und eine sauberen Zusammenbau (Schienenenden und Verbinder mit Alkohol oder Waschbenzin vor dem Zusammenbau reinigen) zu achten. Meiner Erfahrung treten dort die Spannungsverluste aufgrund von Oxidation auf.
Neusilber hat einen spezifische Widerstand von 0,0003 Ohm*mm/m.
Der zusätzliche Meter berechnet sich bei einem angenommenen Querschnitt des Gleisprofils von 0,3mm auf 0,0003 Ohm*mm/m * 1m / 0,3mm = 0,001 Ohm.
Deine Kabel haben auf 3 Meter dagegen einen Widerstand von
0,0017 Ohm*mm/m * 3m / 0,14mm = 0,36 Ohm. Vergiss sie ! Sie "fressen" zwar keinen Strom (aufgrund des Kirchhoff'schen Gesetzes muss der Strom der reinfließt auch wieder rausfließen...), , sorgen aber aufgrund ihres Widerstandes für einen Spannungsabfall, der nicht mehr vernachlässigt werden sollte.
Ich hoffe, dies beantwortet wengistens einen Teilaspekt deiner Fragen.
Gruß,
Burkhard
das Peco-Gleissystem besteht aus Neusilber mit guter elektrischen Leitfähigkeit. Du brauchst Dir da keine Gedanken darüber zu machen, ob die Einspeisung nur alle 2 oder alle 3m erfolgt. Wichtiger ist auf gute Schienenverbinder und eine sauberen Zusammenbau (Schienenenden und Verbinder mit Alkohol oder Waschbenzin vor dem Zusammenbau reinigen) zu achten. Meiner Erfahrung treten dort die Spannungsverluste aufgrund von Oxidation auf.
Neusilber hat einen spezifische Widerstand von 0,0003 Ohm*mm/m.
Der zusätzliche Meter berechnet sich bei einem angenommenen Querschnitt des Gleisprofils von 0,3mm auf 0,0003 Ohm*mm/m * 1m / 0,3mm = 0,001 Ohm.
Deine Kabel haben auf 3 Meter dagegen einen Widerstand von
0,0017 Ohm*mm/m * 3m / 0,14mm = 0,36 Ohm. Vergiss sie ! Sie "fressen" zwar keinen Strom (aufgrund des Kirchhoff'schen Gesetzes muss der Strom der reinfließt auch wieder rausfließen...), , sorgen aber aufgrund ihres Widerstandes für einen Spannungsabfall, der nicht mehr vernachlässigt werden sollte.
Ich hoffe, dies beantwortet wengistens einen Teilaspekt deiner Fragen.
Gruß,
Burkhard
Hallo Burkhard,
OK, ich interpretiere Deine Antwort so:
Lieber ein ordentlich verbundenes Gleis, als zweite Einspeisung mit langer und duenner Litze.
Eine Frage hierzu noch:
Verbessert ein Verloeten der Schienenverbinder den Stromuebergang zwischen den Gleisen ?
Den Punkt "Anschluss an den Belegtmelder" moechte ich hier trotzdem noch einmal ansprechen. Muss der gesamte Anschluss eines Blocks ueber den Belegtmelder gehen ?
Gibt es empfehlenswerte Belegtmelder fuer DCC, die ich mir hierzu auch naeher ansehen kann/sollte ? Evtl. ergibt die Doku auch noch ein paar Details fuer die Verkabelung.
Vielen Dank
Joe
Beitrag editiert am 30. 01. 2007 08:35.
OK, ich interpretiere Deine Antwort so:
Lieber ein ordentlich verbundenes Gleis, als zweite Einspeisung mit langer und duenner Litze.
Eine Frage hierzu noch:
Verbessert ein Verloeten der Schienenverbinder den Stromuebergang zwischen den Gleisen ?
Den Punkt "Anschluss an den Belegtmelder" moechte ich hier trotzdem noch einmal ansprechen. Muss der gesamte Anschluss eines Blocks ueber den Belegtmelder gehen ?
Gibt es empfehlenswerte Belegtmelder fuer DCC, die ich mir hierzu auch naeher ansehen kann/sollte ? Evtl. ergibt die Doku auch noch ein paar Details fuer die Verkabelung.
Vielen Dank
Joe
Beitrag editiert am 30. 01. 2007 08:35.
Hallo Joe-K7,
Deine Interpretation ist richtig.
Bei meinen Berechnungen habe ich hinter mm das "Hoch zwei" vergessen. Also ersetze mm durch mm^2. (Und die elektrische Leitfähigkeit des Neusilbers habe ich auch um den Faktor 10 zu hoch angesetzt. Es kann natürlich nicht besser als Kupfer oder Silber leiten, sondern nur halb so gut. Das Ergebnis beträgt damit 0,01 Ohm, was ebenfalls zu vernachlässigen ist.)
Ein Verlöten verbessert zwar den Stromübergang, aber auch die mechanische Steifigkeit. D.h. der starre Schienenstrang dehnt sich bei höheren Temperaturen aus und kann sich nicht entspannen. Dabei entstehen kleine Erhebungen, die durchaus störend wirken können.
Bei einem Wärmeausdehnungskoeffizient von 16,5 * 10^-6 für Neusilber ergibt sich für ein verlötetes Gleis von 3 Meter Länge bei Temperaturerhöhung um 10° (im Winter beheizt 20°, im Sommer 30°) eine Ausdehnung von
17,0 * 10^-6 K^-1 * 10K * 3m = 0,5 mm.
Das sieht wenig aus, muss aber irgendwie abgefangen werden, sonst hebt sich das Gleis. Somit sollte man die Schienenstöße auch nicht ganz dicht zusammenstecken, sondern eine kleine Dehnungsfuge einfügen.
Bezüglich der Gleisbesetztmelder (GBM) ist zu beachten, dass die Eingänge schaltungsseitig meistens miteinander zusammengeschaltet sind. D.h. es ist bei einseitiger Isolierung auf den korrekten Anschluss zu achten.
Ein Anschlussbeispiel wird z.B. unter
www.tams-online.de/htmls/produkte/gbm1/GBM-1_D.PDF gezeigt. Den großen Überblick über verschiedene GBM habe ich nicht, so dass ich auch keine Empfehlung aussprechen kann.
Gruß,
Burkhard
Beitrag editiert am 01. 02. 2007 17:21.
Deine Interpretation ist richtig.
Bei meinen Berechnungen habe ich hinter mm das "Hoch zwei" vergessen. Also ersetze mm durch mm^2. (Und die elektrische Leitfähigkeit des Neusilbers habe ich auch um den Faktor 10 zu hoch angesetzt. Es kann natürlich nicht besser als Kupfer oder Silber leiten, sondern nur halb so gut. Das Ergebnis beträgt damit 0,01 Ohm, was ebenfalls zu vernachlässigen ist.)
Ein Verlöten verbessert zwar den Stromübergang, aber auch die mechanische Steifigkeit. D.h. der starre Schienenstrang dehnt sich bei höheren Temperaturen aus und kann sich nicht entspannen. Dabei entstehen kleine Erhebungen, die durchaus störend wirken können.
Bei einem Wärmeausdehnungskoeffizient von 16,5 * 10^-6 für Neusilber ergibt sich für ein verlötetes Gleis von 3 Meter Länge bei Temperaturerhöhung um 10° (im Winter beheizt 20°, im Sommer 30°) eine Ausdehnung von
17,0 * 10^-6 K^-1 * 10K * 3m = 0,5 mm.
Das sieht wenig aus, muss aber irgendwie abgefangen werden, sonst hebt sich das Gleis. Somit sollte man die Schienenstöße auch nicht ganz dicht zusammenstecken, sondern eine kleine Dehnungsfuge einfügen.
Bezüglich der Gleisbesetztmelder (GBM) ist zu beachten, dass die Eingänge schaltungsseitig meistens miteinander zusammengeschaltet sind. D.h. es ist bei einseitiger Isolierung auf den korrekten Anschluss zu achten.
Ein Anschlussbeispiel wird z.B. unter
www.tams-online.de/htmls/produkte/gbm1/GBM-1_D.PDF gezeigt. Den großen Überblick über verschiedene GBM habe ich nicht, so dass ich auch keine Empfehlung aussprechen kann.
Gruß,
Burkhard
Beitrag editiert am 01. 02. 2007 17:21.
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