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THEMA: BR151 - MTX12761 - Licht wechselt nicht

THEMA: BR151 - MTX12761 - Licht wechselt nicht
Startbeitrag
wgk.derdicke - 03.01.07 06:23
Ja, hallo.

Da habe ich die Tage die BR151 (12761 von MTX) bekommen. Erst ging das Licht nur in die Fahrtrichtung an, in der die Lok fuhr. Nach vielleicht 10 Minuten entschied sie sich, in der einen Fahrtrichtung auch das andere Licht anzumachen während in der anderen Richztung lediglich nur das richtige Licht anging. Nun, nach weiteren 10 Minuten, ist immer an beiden Seiten der Christbaum an, egal, wie herum das Ding läuft.

So schön übersichtlich wie bei GFN-Loks mit den Seelenplättchen ist's hier nicht gehalten. Ehrlich gesagt, hat sich mir auf Anhieb nicht erschlossen, wo der Lichtwechsel passiert. Ich vermute, da ist das SMD-Gezuppel auf der Analog-Platine in der Steckschnittstelle für verantwortlich...?

Hat da jemand vielleicht Erfahrung und weiß, welches Teil man austauschen muss?

Grüße
WGK

Hallo WGK,

das hört sich nach einem durchgeschlagenen Halbleiter an. Ich kenne die Platine und die darauf verwendeten Bauteile nicht, deshalb kann ich Dir nur pauschal folgendes empfehlen: Suche darauf nach elektronischen Bauteilen (bei Loks mit Steckschnittstelle würde ich die auf dem Analogstecker vermuten) und miß diese mit einem Digitalmultimeter in Stellung "Diodentest" in beiden Richtungen durch. Normalerweise wirst Du bei den Dioden (üblicherweise für jede Fahrtrichtung eine) in Durchlaßrichtung einige hundert Millivolt, in Sperrichtung "unendlich" messen: Diode ist dann OK. Mißt Du erheblich weniger - besonders in Sperrichtung - ist die Diode defekt. Wenn  Du es mit einem Dreibeiner zu tun hast, wird es sich um einen als Diode mißbrauchten Transistor handeln oder eine Diode im Dreibeingehäuse, bei der ein Anschluß unbelegt ist. Hier mußt Du jeden Anschluß gegen jeden jeweils in beiden Richtungen durchmessen. Auch hier gilt: Wenn Du zwischen zwei Anschlüssen Durchgang mißt (das multimeter piept dann normalerweise), ist das Bauteil defekt. Bevor Du dann aber zum Lötkolben greifst, stelle aber zuvor sicher, daß nicht genau diese beiden Anschlüsse auf der Platine über eine Leiterbahn direkt miteinander verbunden sind. Abgesehen davon könnte der von Dir beschriebene Effekt aber auch dann auftreten, wenn die Dioden von außen kurzgeschlossen werden. Prüfe auch, ob die Platine ordnungsgemäß gegen den Chassisblock der Lok isoliert ist oder ob da irgendeine Leiterbahn Massekontakt hat, den sie nicht haben dürfte. Wer weiß, was der Vorbesitzer der Lok da so alles getrieben hat...

Soviel  momentan dazu, vielleicht könntest Du mal ein Foto der Platine einstellen, dann könnte ich Dir konkretere Tips geben.

Viele Grüße
Jürgen
Hallo Jürgen,

der "Analogstecker" bekommt einmal "Plus" und "Minus" von der Schiene. Über das, was da "Funkentstörung" heißt geht's einerseits zum Motor. Eine weitere Bahn führt zu einem "Dreibeiner", welcher an einer seite 1 und an der anderen Seite 2 Lötpunkte hat (alles SMD). Die 2 Lötpunkte führen über den Stecker zu jeweils der einen oder anderen Lampe.

Auslöten und ein neues Teil einlöten scheitert bei mir sicherlich daran, dass ich mich am Lötkolben nicht sonderlich gut einschätze. Ich will erst einmal horchen, was so eine Platine als Ersatzteil kostet. Vielleicht schreckt's mich ja dann ab und erzeugt eine ruhige Löthand...

Grüße
Werner
Hallo Werner,
bei dem Dreibeiner scheint es sich um eine Doppelschaltdiode im SOT23- oder SOT323-Gehäuse zu handeln, schicke mir doch mal ein Foto davon bzw. miß das Bauteil mit der Schieblehre aus (Beinchenabstand und Gehäuse). Wenn Du möchtest, kann ich Dir ein paar dieser Bauteile zukommen lassen (wir produzieren davon ja täglich nur ein paar Millionen...). Das Löten sollte machbar sein, eine neue Platine kannst Du Dir immer noch kaufen, wenn's schiefgegangen ist.  

Grüße Jürgen

Edit: Nimm Dir mal eine Lupe und schau nach, welche Kennung auf dem Bauteilgehäuse eingraviert ist. Es sind meist kurze Buchstaben- und/oder Zahlenkombinationen, z.B. HQ, 1A oder ähnlich.

Beitrag editiert am 04. 01. 2007 08:50.
Hallo Werner,

mail mir doch bitte Deine Postanschrift, ich schicke Dir einen Analogstecker für lau. Ich würde nur gerne verstehen warum die Diode kaputt gegangen ist.

Grüße, Peter W.
Hallo Jürgen, hallo Peter,

danke für das Angebot. Ich habe Dir, Peter, erst einmal meine Postanschrift gemailt. Hoffentlich macht's nichts aus, dass ich tief im Land der Piefkes wohne

Warum das Ding kaputt geht? Das wüsste ich auch. Ist allerdings nicht das erste Mal. In den letzten paar Jahren habe ich mir 27 Loks und Triebzüge zugelegt. Manche als gebrauchte via Ebay. Bei zwei bzw. drei davon tritt dieses Phänomen auf. Das eine ist eine BR218 von GFN aus dem Baujahr 1981. Da hat beim Einfahren nach kurzer Zeit eine Seite versagt.

Bei den beiden anderen Fällen handelt es sich um die BR151 von MTX. Im Dezember 2005 suchte ich eine grüne BR151 EP4. Bei einem Händler wurd ich fündig und nahm sie mit. Nach kurzer Zeit ging beim Einfahren eine der Dioden kaputt. Warum ich das damals nicht reklamiert hatte, weiß ich nicht. Auf jeden Fall wollte ich letztens die GFN-Erbse montieren und da viel mir auf, dass ich OVP und Waschzettel vom Artikel 12761 hatte und die Lok tatsächlich Artikel 12056 von anno Tuk war. Gut das es 2 Jahre Garantie gibt. Ich konnte das Ding problemlos bei dem Händler umtauschen. Der hatte nämlich 2 BR151 in der Auslage. Eine alte und eine neue und diese beiden beschriftungstechnisch verwechselt. Auf jeden Fall stand die andere da noch, entpuppte sich als die, die ich eigentlich wollte, und hat er mir klaglos eingetauscht.

Auch hier: Nach ein paar Runden auf dem Testkreis ging erst die eine dann die andere Richtung kaputt. Der Testkreis, mangels Anlage (z.Z. bekennender Schachtelbahner mit Testkreis) laufen die Dinger bei mir nirgends anders, besteht aus dem GFN-Gleis mit einem älteren GFN-Trafo (noch ohne MSF). Anschluß erfolgt über das GFN-Anschlußgleis mit Funkentstörung. Aus der Steckdose kommen handelsübliche 230V Wechselspannung. Hmmm.

Grüße
Werner
Hallo Werner,

nein, es macht überhaupt nichts aus denn das Porto für einen Standardbrief bis 20 g ist gleich: 55 ct. Das Ding wiegt ja nichts.

Ja, manchmal ist es gut wenn ein Händler wenig verkauft dann hat man nicht so einen Stress mit dem Einkaufen und Austauschen... :)

Allerdings würde ich Dir raten mal sicherheitshalber den Trafo überprüfen zu lassen, irgendwoher muss das Problem kommen. Immerhin hast Du es bei ca. 10% des Gesamtbestandes.
Wir haben im Club zusammen ein Vielfaches an Triebfahrzeugen, davon wurde der Großteil als Neuware gekauft und nur wenige Loks gebraucht. Bei uns treten Ausfälle an den Dioden fast nie auf - vielleicht eine pro Jahr, wenn überhaupt.

Kaputte Dioden kenne ich eigentlich nur bei ebay Ware - vielleicht wurden die mit Beleuchtungsgeneratoren oder Digital-Analogbetrieb gestresst.

Grüße, Peter W.
Hallo Werner,

zur Ursachenfindung  kann man aus der Ferne nur Vermutungen anstellen. Dein Problem hört sich für mich nach irgendwelchen  Spannungsspitzen an. Daß somit der Trafo selbst schuld ist, glaube ich nicht, (der produziert so etwas von sich aus  nicht unmotiviert, sondern gibt am Ausgang nur das transformiert weiter, was er primärseitig sieht). Wenn es bei Dir an der Netzspannung läge, hättest Du das wahrscheinlich schon durch Ausfälle an anderen Elektronikgeräten bemerkt. Ich würde folgendes tun:

1) Schließe bzgl. des Trafos primärseitig erstmal die Möglichkeit eines Wackelkontaktes (z.B. Netzstecker und Netzkabel, hier auch die Zugentlastung am Netzkabelausgang des Trafos) aus. Manche Eurostecker wackeln in Schuko-Dosen. Dazu trafoausgangsseitig ein Glühlämpchen anschließen und mal überall dran 'rumwackeln: Flackert es dabei?Auch dies könnte die Ursache für Spannungsspitzen sein.

2) Wenn Du an ein Oszi herankommst, könntest Du mal probieren,  Dir die Gleisspannung anzusehen und schauen, ob Du irgendwelche Spannungsspitzen findest. Dabei Versuch aus (1) wiederholen. Du könntest zur Vorbeugung einen Varistor bzw. eine 24V-Suppressordiode (z.B. Conrad Best-Nr. 168033, 1, 05 €) parallel zum Gleis anschließen, die eventuelle Spannungsspitzen - woher diese auch immer kommen mögen - kurzschließen.

3) Es könnte auch sein, daß es sich um ein ESD-Problem (elektrostatische Entladung) handelt. Hast Du  irgendwelche synthetischen Fußbodenbeläge, Teppichböden etc. im Zimmer, die dazu geeignet sind? Bekommst Du ab und an eine "gefummelt", wenn Du geerdete Teile anfaßt? Viele bipolare Halbleiter, durchaus auch solch triviale wie Transistoren und Dioden, sind dagegen empfindlich. Bei entsprechenden Meßreihen hatte ich es bereits mehrfach mit Ausfällen schon bei unter 1000V zu tun; Schottky-Dioden machen 8 bis 10 kV mit; auch das ist nicht allzuviel. In diesem Fall könnte man ggf. mit einem anderen Bodenbelag Abhilfe schaffen.
Viel Erfolg und Gruüße
Jürgen
Hallo Jürgen,

mein Testkreis befindet sich auf dem Esszimmertisch. Der ist aus Holz und steht auf Parkett. Gewischt bzw. "gefummelt" bekomme ich es zumindest an allem, was mit Moba zu tun hat, nicht   Da es sich "lediglich" einmal eine ältere BR210 von GFN handelt, wo eins der beiden Seleenplättchen versagt hat (was lt. Meinung hier im Forum gelegentlich schon mal passieren kann weil 25 Jahre alt) und die beiden andere Male um 2 Loks von ein und dem gleichen Händler handelt, geht meine Vermutung im Moment dahin, dass diese beiden beim Händler vielleicht schon einmal versehentlich "Digital-Strom" auf dem seinen Testkreis gesehen haben. Alle anderen 24 Loks bzw. Triebzüge, darunter auch ältere GFN- und MTX-Modelle, funktionieren tadellos. Den Lämpchentest mit dem Trafo will ich aber doch mal gleich in Angriff nehmen.

Ansonsten werde ich mal den "frischen" Analogstecker vom Peter aus Wien abwarten, der hat den mir schon liebenswerterweise eingetütet und  schickt mir den zu. Sollte das Phänomen nach Tausch wieder auftreten, so kommt der Trafo an die Reihe...

Grüße
Werner
Hallo Werner,

ja der Analogstecker ist unterwegs. Bin schon gespannt ob die Sendung durch geht. Diesmal haben sie am Postamt Mätzchen gemacht, weil ein kleiner Luftpolsterumschlag nicht als Standardsendung gelte. Dabei hatte ich im Vorjahr dieselbe Umschlaggröße mit einem noch grösseren Decoder drin in einer anderen Postfiliale aufgegeben, und die haben mir exakt den Standardpreis verrechnet. Dies habe ich dem Postler auch mitgeteilt, der mir dann den Tipp gab, ich solle den Brief doch in den Postkasten draußen vor dem Postamt einwerfen, dann würde es keiner merken. Mal sehen was die Maschine im Postzentrum dazu sagt. Vielleicht kriege ich ihn retour...

Grüße, Peter W.


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