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FKS-Modellbau Gerd Gehrmann

THEMA: Verkabelung

THEMA: Verkabelung
Startbeitrag
Rainer [Gast] - 25.06.03 13:46
hallo,

ich bin gerade dabei, meine ersten Verkabelungen aufzubauen. Mit was kann man die Verteilung bauen? Gibt es geeignete Verteilerleisten? Kann man 2,6mm Klinkenstecker benutzen, anstatt zu löten? Habt Ihr dazu eine Idee???

Gruss

Rainer

Hallo Rainer,
ich kann jetzt spontan nicht mit einem ganz konkreten Vorschlag aufwarten.
Doch möchte ich dir anraten z.B. im Conrad-Katalog unter Steckverbindungen die verschiedenen Systeme anzuschauen.
Ich arbeite mit Flachbandkabeln gecrimpt und aus den Buchsen (im 2,54 mm-Raster) mit dazu passenden Platinen-Stift-  und -Buchsenleisten.
Die nehmen weiniger Platz als deine Klinkenstecker ein und sind in der Summe preiswerter.
Stecksysteme ziehe ich vor, denn mit dem Überkopflöten hab ichs nicht so.

Servus  albi
@albi

ich hab mir mal von Conrad eine sogenannte Erd- bw. Nullklemme besorgt. Sieht gut aus, aber ich müsste an den dünnen Kabeln der Stromeinspeisung einen ca 2mm dicken "Lötknuppel" aufbringen, damit es richtig klemmt.
Es gibt - auch bei Conrad - kleine Leisten, in die man Bananenstecker 2,6mm einstecken kann. Das wäre vielleicht die einfachste Lösung, man würde sich die ganze Löterei sparen. Ist eine Schraubverbindung genausogut wie eine Lötverbindung?

Rainer
Wie wäre es mit Steckverbindungen wie beim Compi?
Oder für Leistung Lüsterklemmen (gibt es auch zum verbinden)

Micha
ich nehm sub-d-stecker (computer), gibts glaub ich bis 50-polig, haben auf der Rückseite sog. Lötkelche, die recht leicht zu löten sind. Für Verbindung z.b. zum Stellpult fertig konfektionierte sub-d-kabel 1:1.

Gibts alles bei Conrad oder für die, die ne Menge Geld sparen wollen bei Reichelt.

Mark
@ Rainer
Wenn Deine Anlage etwas komplexer ist, solltest Du unbedingt löten, auch am Gleis.
Ich hatte das anfangs auch gesteckt, geklemmt und was nicht alles ..... und mich bei Wackelkontakten halb tot gesucht. Der Grund: Ich konnte damals noch nicht löten.
Bloss keine Lüsterklemmen und wenn doch unvermeidbar, auf keinen Fall die Kabelenden verzinnen. Mit der Zeit setzt sich das und Du suchst Dir einen Wolf.

Albi hat recht: Überkopflöten ist nicht das Gelbe vom Ei. Bei Modulen, wie bei ihm, gelten auch andere Spielregeln. Er muss sowieso Steckverbindungen installieren.

Lege doch einige komfortabel zugängliche Stellen fest und installiere dort Brettchen, beispielsweise 600 x 400 mm. Darauf konzentrierst Du alle Schnittstellen und Verbindungen. Eine oder 2 Steckdosen sowie eine billige Lampe drüber, dann ist das sehr übersichtlich und kann auch gut lesbar beschriftet werden.

Das Problem, vor dem wohl jeder von uns steht ist, dass man bei der Verdrahtung noch die Funktionen genauestens kennt. Spätestens aber nach einem halben Jahr geht das Erinnern und Nachdenken los. Deshalb sollten Übersichtlichkeit, Reduzierung von Störstellen und gute Dokumentation Priorität haben.

Gruss Cox,
der das Löten nach kurzer Zeit und etwas Üben ganz gut im Griff hatte
Hallo,

@ Cox, kann ich nur unterschreiben. Schon bei "ein paar Käbelchen" verliert man schnell die Übersicht.
wenn schon Lüsterklemmen, dann aber die Kabel mit Kabelendhülsen versehen, die gibt es auch für dünnste Lizen.
Auch hilfreich: nachdem bei meiner ersten "Anlage" ein Elektro-Chaos ausgebrochen war, rief ich mir einen Kumpel, der hatte bei der Post Fernmeldetechnik gelernt. Da war ein Lehrfach wirklich Kabelbaumbinden.
Da konnt man was lernen....auch Dokumentation. Bei der Post (heute Telekom sehr wichtig, da am nächsten Tag ja evtl. ein Kollege weiterarbeiten muss!)
Seitdem brauch ich zwar viele Kabelbinder und kleine Karten mit Beschriftungen, trotzdem ist (recht) schnell ein Kupferwurm gefunden.

Peter A.
Auch ich kann Cox nur zustimmen. Bei mir habe ich das Problem etwas Aufwendiger gelößt. Ich habe Kabelbäume sauber ausgebunden so ist immer nachvollziehbar, welche Ader wohin führt. Je Funktion (also z.B. Weiche rechts, Weiche links, Signal......) gibt es eigene Kabelbäume. Das erleichtert die Fehlersuche, ist aber etwas aufwendig. Zudem sollte man auch die Technik des Kabebaumbindens (mit Wachsschnur und nicht mit Kabelbindern) beherrschen, da sonst die Kabelbäume irgendwann auseinander fallen. Die Kabelbäume führen bei mir alle zu Verteilern (Lötverbindungen), die ich mir vor Jahren bei der Telekom besorgt hatte, als diese auf modernere Verteilersysteme umstellten. Von diesen Verteilern aus, gehen dann ebenfalls Kabelbäume zum Schaltpult.

Zugegeben diese Verdrahtungsweise ist sehr auffwendig, aber sehr effektiv. Mit den entsprechenden Schaltplänen und den Dokumentationen zun den Kabelbäumen ist so eine Fehlersuche innerhalb kürzester Zeit abgeschlossen.

Heidi
anscheinend gibt es mehrere Möglichkeiten der Verkabelung, jeder hat da wohl seine Erfahrungen, gute wie auch schlechte, gemacht.
Ich hab vergessen zu erwähnen, dass ich digital fahre. Ich wollte eigentlich vom Trafo zum Booster, von dort an einen Verteiler, von dort aus mit z.B. 6-8 Kabeln weggehen, dann wieder jeweils an einen Verteiler und von dort aus an die Schienen. Ich will die ganzen Verbindungen mit Steckern machen, diese sollen vom Plattenrand aus zugäglich sein, so kann man jederzeit etwas ausbessern. Wo ein durchgehendes Kabel liegt, wird ja wohl kein Fehler auftreten.
Dies ist für die Schattenbahnhofebene, für die obere Ebene will ich genauso verfahren.
Frage an die Digi-Fahrer: Macht Ihr das genauso?

Gruss Rainer
Ich bau meine Anlage in Segmenten,da sieht es noch etwas anders aus.
Aber auch digital.Booster kommen entweder an eine zentrale Stelle,oder
Vorort,weiß ich noch nicht,anzahl der Drähte ist aber fast identisch.
Die Trafos kommen mit Sicherheit an eine zentrale Stelle.
Die Segmentverbindungen mach ich vielleicht mit Steckverbindern wie im Auto
(z.B.Conrad ArtNr.846341-77) oder für Computer (Conrad ArtNr.742236-77).
Muß ich mal sehen.Auf den Segmenten,bzw darunter,wird wohl geschraubt,da die
verschiedenen Dekoder halt Schraubanschlüsse haben.

Micha
Hallo an alle Schreiberlinge,
Rainer wurde durch die Beiträge einfühlsam in die Tiefen der Verkabelung eingeführt -nebenbei erwähnte er, daß er digital fährt.
Es ist sicher richtig, daß man alles mehr als 100%-ig ausführt - um Spätfolgen von Fehlfunktionen zu verhindern.
Es empfiehlt sich von Anfang an ein einheitliches Farbensystem für Fahrspannung, Weichenantriebe, Beleuchtungen, Sonderfunktionen usw. festzulegen.
Zusätzlich ist es empfehlenswert, in den Blockabschnitten die Fahrspannung 2x ans Gleis zu löten - hier gibt es schnell kalte Lötstellen.
In dem entstehenden Drahtsortiment unter der Anlage (Cox, ich habe auch einen stationären Teil) ist die geschilderte Heidi-Methode der absolut betriebssichere Weg.
Bei den Sammelkanälen sollte man viel Reserveraum aufheben - zum Schluß liegt dann meist das doppelte an Verbindungen drin, als ursprünglich gedacht.
Noch eine Anmerkung: Bei Litzenmaterial mit höheren Strömen mit Adernendhülsen (gequetscht und verschraubt) arbeiten.
Und lieber einen Querschnitt mit einer Hausnummer größer, als irgendwann unter der Anlage durch Überlastung einen verschmorten Kabelbaum.

Servus  albi
@albi: dem kann ich nur zustimmen.

Beispiel: Der Fahrbetrieb auf meiner Anlage wird durch ein einziges Netzteil (Eigenbau) betrieben. Dieses Netzteil liefert eine Konstante Spannung von 15 V max. mit einem Strom von 30 A. Bis zur Verzweigung der einzelnen Stromkreise (nur Fahrstrom) habe ich eine Leitung mit einem Querschnitt von 6qmm verlegt. Diese führt zu einem Verteiler an dem die Fahrregler (ebenfalls Eigenbau) angeschlossen sind. Die Leitungen von den Verteilern zum Regler sind mit 1,5 qmm ausgelegt. mit 0,75 qmm Leitung geht es dann zu den Gleisen. Je nach Länge der Gleise wird die Vahrspannung an 2 bis 4 Stellen eingespeißt. Die Verwendung solch starker Querschnitte hat einen ganz erheblichen Vorteil. Auch Kabel wirken wie Widerstände. Je Länger und dünner das Kabel, umso höher der Spannungsabfall. Durch die Verwendung der größeren Querschnitte werden a die Kabel nicht unnötig bei Volllast erhitzt und b ist der Spannungsverlust verschwindend gering, was zu besseren Laufeigenschaften der Loks führt.

Hedi
Es zieht sich ja durch alle Beiträge, dass eine saubere Verkabelung das A und O ist. Da kann man garnicht aufwendig genug arbeiten.

Ich habe auch versucht, die Unterseite der Anlage möglichst kabelfrei zu halten und sofort mit Kabelbäumen (Heidi) auf die Vertikale an der Hinterwand zu springen. Wie der Teufel es will, bohrt man ein Loch für einen Mast und trifft ein Bündel. Ist mir ein paarmal mit der Stichsäge passiert. Ganz um die Anlage herum habe ich Kabelkanäle aus dem Baumarkt installiert.

Wichtig finde ich auch den Hinweis, 220 V wegen der mechanischen Stabilität grundsätzlich in Feuchtraumqualität zu legen. Und völlig separat vom Bahnstrom, möglichst tief an den Stützfüssen. Die 220 V Bahnstrom kann ich separat ausschalten.

Unter der Anlage habe ich 10 Baustellenlampen an den Stützfüssen, heute würde ich geschützte Neonröhren wählen. Das ist beim Verkabeln die halbe Miete!

Und immer eine Doppelsteckdose ( für Lötkolben und Proxxon) etwa alle 1,5 m. Nichts ist lästiger, als mit einer Kabeltrommel unter der Anlage herumzuzerren.

Ich bin ein Freund von Vormontagen, die man bequem am Tisch verdrahten kann und mag Einzel-Elektronikteile nicht so gerne direkt unter der Anlage haben. Das habe ich bei der Blocksteuerung und den Schattenbahnhofsteuerungen so praktiziert. Jeweils alle Komponenten auf Bretter 800 x 500 mm.
Nun ist es so, dass praktisch jedes Bauteil an Fahrstrom 9V, 11V, 13V, Steuerspannung und Null angeschlossen werden muss.
Ich habe dafür nicht-isoliertes Messingrundmaterial D=2mm über die ganze Brettlänge mechanisch in Lüsterklemmen befestigt und springe jetzt mit allen Stichleitungen auf diese 5 "Ringleitungen. Löten ist da allerdings Bedingung.

Jeder hat da so seine Methoden :)

Gruss
Cox
@Digitalfahrer:

Wegen der Rechteckflanken ist es besser wenn die Booster so nah wie möglich (schätze mal <5m)  an ihrem Stromabschnitt eigebaut werden. Wo die Trafos sind ist weniger wichtig, aber ich wuerde auch den Trafo neben seinen Booster stellen da man dann keine Probleme mit Spannungsfall zwischen Trafo und Booster hat.

Ich bin auch ein Lötanhänger. Module machen das Löten richtig bequem. Wenn nicht Löten, dann vielleicht geklemmte Stecker aus dem KFZ-Bereich.
Also wenn ich @Rainer richtig verstanden habe geht es ihm um die Lötverteilung. Ich habe alle Kabel erstmal auf eine Lötleiste gezogen. In meinem Stellpult habe ich sog. Tannenbaumleisten verwendet(Flohmarkt). Vorteil ca. 200 Lötpunkte auf kleinster Fläche. Wurden meines Wissens von der Telekom für Schaltschränke benutzt. Wo man die sonst kriegt, keine Ahnung!
Für alle Steckverbindungen, sowie dei Tannenbaumleisten habe ich mir am PC Listen mit Pin-Nummer-Kabelfarbe-Funktion geschrieben, das ist bei Fehlersuche recht hilfreich. Zur Kabelbefestigung unter der Anlage habe ich mit einem Tacker und 1,5er Kabel einige Tausend Krampen reingetackert. Dadurch kann man dann seine ganzen Kabel durchziehen.
Gruß Uwe
Rainer,

bitte keinesfalls die 2,6 mm Stecker verwenden, die geben mit der Zeit nach und dann geht der Ärger los.
Wollte den Thread mal wieder nach oben bringen damit ein anderer Thread verschwindet.
Falls sich noch andere vernünftige in diesem Forum befinden, macht es mir nach!

Danke Werner


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