1zu160 - Forum



Anzeige:
Spur N Ersatzteile

THEMA: Kehrschleife aufschneiden?

THEMA: Kehrschleife aufschneiden?
Startbeitrag
Noidea - 14.07.06 04:38
Ich weiss, das wurde sicher schonemal disputiert, kann es aber nicht finden, so haut mich nicht.

Szenario: Zwei Kehrschleifen sollen gebaut werden mit Atlas Weichen (Plasteherzstück). Kurzschlussüberwachung findet statt mit Digitrax PM 42, Weichen sind analog geschaltet. Gefahren (falls es irgendwann mal so weit kommt) wird mit Digitrax Zephyr

Nun fragt man sich, da die Kehrschleifen nur in einer Richtung durchfahren werden, ob es technische Einwände gegen das Aufschneiden der Weichen beim Verlassen der (unterirdischen) Kehrschleifen.

schleifende Grüsse,
Claus

Hallo Claus,

ich kenne den Aufbau der Atlas-Weichen nicht. Prinzipiell geht allerdings ein Aufschneiden der Weichen. Grundsätzlich müssen beide Weichenzungen gegeneinader isoliert sein. Eine elektrische Verbindung der jeweiligen Zunge zu ihrer Backenschiene sollte vorhanden sein. Die Kraft der Rückstellfeder für die Weichenzungen muss mit dem leichtesten Wagen ermittelt werden.
Die Umschaltung der Kehrschleife muss natürlich innerhalb der Kehrschleife erfolgen, ohne dass dazu die Weiche heran gezogen wird.

Gruß
Roland
Wenn man die Weiche grundsätzlich aufschneiden kann, kann man sie auch im Zusammenhang mit der Kehrschleife aufschneiden. Probier's halt aus, ich bin guter Zuversicht, dass das funzt!

Felix
Meine 2 Cents:

Da werden Loks für über 200 € gekauft, ganz zu schweigen von den Waggons. Häuserbausätze für z.T. über 50 €, und andere Gimmiks. Aber für einen einfachen Antrieb für die Ausfahrweichen reicht's dann nicht????

Frage an unsere Bahnkenner: wo werden da regelmäßig die Weichen aufgeschnitten? Sicher, die Weichenhersteller würden sich freuen weil sie für die verschlissenen Weichen regelmäßig Ersatz liefern könnten...

Aber.... auf der einen Seite wird sich über Deteils der Dienstvorschriften und über den korrekten Farbton der Anschriften der Waggons gestritten, andererseitsw werden großzügig Weichen aufgeschnitten!
Ja sind wir denn schon genau so weit wie die Murkslinisten???

Mein Tip:
ALLE Weichen mit Anrtrieb versehen!
Das macht sich spätestens dann bezahlt, wenn man mal einen Zug nach Überschreiten  des Durchrutschweges zurückdrücken muß!

SOOOO weh tun dann die Euros auch nicht mehr - es sei denn man liebt es, teure Waggons einzelteilweise vom Boden aufzuklauben - wobei 1 zerstörter Güterwaggon schon mehr kostet als ein popeliger Weichenantrieb!!

>>> Nachdenken ist angesagt - - Stichwort: Sparen am falschen Ende.

Cheers!
Diesel

------


Tante Edith:
Bei Digitalbetrieb verbietet sich (bei fast allen Systemen) das Aufschneiden der Weichen ohnehin. Sehr vernünftig!
-D-

Beitrag editiert am 15. 07. 2006 01:13.
>>Bei Digitalbetrieb verbietet sich (bei fast allen Systemen) das Aufschneiden der Weichen ohnehin. Sehr vernünftig!<<

Und jetzt erklär mir bitte das warum.

Neugierige Grüsse,
Claus
*****************************************************************************************************************************
#Geschrieben von Diesel#

Frage an unsere Bahnkenner: wo werden da regelmäßig die Weichen aufgeschnitten? Sicher, die Weichenhersteller würden sich freuen weil sie für die verschlissenen Weichen regelmäßig Ersatz liefern könnten...

Aber.... auf der einen Seite wird sich über Deteils der Dienstvorschriften und über den korrekten Farbton der Anschriften der Waggons gestritten, andererseitsw werden großzügig Weichen aufgeschnitten!
*****************************************************************************************************************

Nirgendswo werden Weichen aufgeschnitten.

Weichen werden wenn aufgefahren und das nur bei Rückfallweichen im Nebenbahnbetrieb.
Auf Hauptbahnen gar nicht.

Nirgends in den Vorschriften des Vorbildes findet sich der Begriff aufschneiden von Weichen.

Gruß
Maximilian
@3+5
Wie Maximilian sagt: Dass Weichen in "falscher" Stellung regulär befahren werden, das gibt es. Man redet dann aber von "auffahren", nicht "aufschneiden". Die Stellmechanik der Rückfallweiche ist anders konstruiert, so dass es ohne Beschädigungen abgeht.

Bei der Modellbahn gibt es ebenfalls zwei Weichentypen: Die, welche die Zungen in Endlage festhalten (z.B. Peco), werden aufgeschnitten. Die mit Federzungen (Minitrix & Co) werden aufgefahren.

Es spricht also nichts dagegen, eine Kehrschleifenweiche aufzufahren.

Felix

Beitrag editiert am 15. 07. 2006 10:37.
Uh- oh...

da habe ich wohl was losgetreten; zuerst mal entschuldige ich mich für die falsche Diktion des "Aufschneidens" - man kann halt nicht alles wissen! Ich bin ja auch nur Hobby- und nicht Berufsbahner. Kannte daher nur (aus diversen Foren :o) den Begriff des "Aufschneidens". OK, Thema durch!

@4 Noidea:

>>  >>Bei Digitalbetrieb verbietet sich (bei fast allen Systemen) das Aufschneiden der Weichen ohnehin. Sehr vernünftig!<<

>>Und jetzt erklär mir bitte das Warum.<< <<

Weil beim "AUFFAHREN" von Weichen je nach Bauart und Achsstand der verwendeten Fahrzeuge es zu Mikrokurzschlüssen kommen kann (Das Thema hatten wir hier schon öfter gerade in Verbindung mit polarisierten Weichen und dem Timing bei der Umschaltung).

Nun machen sich solche Mikrokurzschlüsse im Analogbetrieb kaum bemerkbar, weil die Sicherungen der Trafos recht träge reagieren.
Im Digitalbetrieb hingegen sind die Betriebsspannungen deutlich höher (bis zu 24 Volt gegenüber max. 12 Volt bei Analog), zudem können auch die Stromstärken durch die Lastregelung der Decoder kräftig über die von Analogloks hinausgehen.

Die Effekte machen sich auf dreierlei Weise bemerkbar:

1. Die Weichenzungen verzundern mit der Zeit an den Kontaktpunkten.

2. durch die Kurzschlüsse bilden sich analog dazu an den Kontakträdern der Loks ähnliche verzunderte Stellen (da, wo der Mikrokurzschluß verursacht wurde)

3. Eine eingesetzte Steuerungssoftware (in meinem Fall RAILWARE) mag sowas überhaupt nicht und reagiert entsprechend sauer. Folge: die Züge fahren wohin sie wollen, nur nicht dahin wohin sie sollen. Abhilfe schafft dann nur noch "Mister Neustart".
(Aus dem alten RAILWARE- Forum sinngemäß: Viele Leute, die Probleme mit ungeklärten Fehlfunktionen hatten, hatten sich im Schattenbahnhof die Elektrifizierung der Ausfahrtweichen gespart und diese einfach AUFGEFAHREN [typisches Murkslinisten- Syndrom übrigens]. Nach Umrüstung der Weichen waren diese Probleme meist verschwunden! Rätselhaft...)

Damit glaube ich also zu recht meine Eingangs zitierte Bahauptung aufrecht erhalten zu können. Sicher kann es auch mit dem AUFFAHREN gut gehen. Allerdings sind mir meine Loks und die Weichen ein bißchen zu teuer, um mich auf Experimente einzulassen.

(Ich bin allerdings kein Elektrotechniker, lasse mich daher gerne eines Besseren belehren. Wie wohl die Meisten hier richte ich mich auch nur danach, was man irgendwo liest und dann einem logisch erscheint)

Logische Grüße. Faszinierend!

Diesel
(live long and prosper)
Diesel, aha, die Kurzschlüsse!

Auch von mir Entschuldigungen für die Verwendung des falschen terminus technicus. Hätte wohl "Auffahren" schreiben sollen. Bin aber ebensowenig Realbahner wie du .... (Wieder was gelernt)

Zum Kurzschluss: die Kehrschleifenmodule AR-1 oder PM-42 von Digitrax.haben damit kein Problem. Sie lassen sich feinjustieren, so dass es zu keiner Verzunderung koimmt.
Auszug aus der AR-1 Bedienungsanleitung (sinngemäss übersetzt und gekürzt):"Hüpft die Lok, ist der Auslösestrom zu niedrig eingestellt. Schaltet der Booster ab, ist der Strom zu hoch."
Ich werde die Dischitaltechnik nur zum Fahren, geschaltet wird mit analogen Tastern. Da ich eine eingleisige Nebenstrecke baue, ist nicht so viel Verkehr, als dass ich eine Computersteuerung bräuchte.

Felix, Roland: Habe es gestern mal analog probiert. Ein paar geschobene zweiachsiger Niderbordwagen können problemlos auffahren, ohne zu engleisen. Da die Kehrschleife unterirdisch verlegt sein wird, kann ich einen Eingleiser hintendran setzen - nur zur
Sicherheit. Die Rückstellfeder hat nicht genügend Wuppdizität, die Wägen auszuhebeln.
Roland, die alten Atlas Weichen, die ich dafür eingeplant habe, wurden von Roco gebaut. Die (angeschweissten) Antriebe hatten sich vor Jahren schon verabschiedet, aber ich fiände es Schade, die Teile wegzuschmeissen.

weggeschmissene Grüsse,
Claus



Beitrag editiert am 16. 07. 2006 02:57.
Bei meinen Schattenbf. habe ich 16 Weichen ohne Antrieb.(geschickt das Wort aufschneiden vermieden   )
Da kommt schon einiges an Ersparnis zusammen.Es sind ja nicht nur die Antriebe sondern auch noch die Decoder anzuschaffen.
Bei meinen GFN Weichen hatte ich bisher nur bei einer Probleme mit dem leichtesten Zweiachser.Dieser klettert auf die Zunge auf, statt sie aufzudrücken.Diese Weiche habe ich dann mit einem Antrieb versehen.Ich glaube die Kraft der Zungenfeder war ausserhalb der Toleranz.
Später habe ich aus allen Ausfahrweichen die komplette Mechanik entfernt, so dass die Zungen ohne Feder "herum hängen" .Bisher keine Probleme.
Ein Zug hält immer zuverlässig am Stoppmelder, so dass ein Zurückdrücken nicht vorkommt.(SX mit TrainController)
Das Auffahren funzt natürlich nur bei nichtpolarisierten Weichen.Da entsteht dann auch kein Microkurzschluss.


Jürgen H.
Wenn die Weichen nur vom Herzstück her befahren werden, ist ein aufschneiden problem-
los möglich. Wir haben bei unseren Schattenbahnhöfen in den Ausfahrten nur Roco und in
einem 2 Fleischmann Bogenweichen. Bei den Fleischmännern wurden die Federn
operativ entfernt und bei den Roco war gar nichts zu tun ;).
Da es ja aber dem Fragesteller um eine Kehrschleife geht, also die Weiche in beiden
Richtungen befahren wird, könnte ich mir schon vorstellen, das es grade mit leichten
Fahrzeugen doch zu ungewollten Entgleisungen oder Zugtrennungen kommen kann.
Ich würde hier deswegen die Variante mit Antrieb bevorzugen.
Ist wohl von der Schaltung her etwas aufwendiger, erspart aber sicher im Fahrbetrieb
jede Menge Nerven ;)

N-Jörn
http://www.n-joern.de
Moin,

ich möchte kurz das aufschneiden und auffahren definieren.

auffahren: Wie schon gesagt gibt es im Vorbildbetrieb Rückfallweichen die regeläßig aufgefahren werden. Auffahren wird hier als Amtssprache der Vorschriften verwendet, gerade wenn es sich um den regelmäßigen und kontrollierten Vorgang handelt.

aufschneiden: Der Begriff wird im Eisenbahnermunde verwendet wenn es sich um das ungewollte Auffahren einer Weiche handelt. Aber man nenne mir einen Eisenbahner der eine Weiche auffährt.

Fazit: auffahren = amtsdeutsch, aufschneiden = Sprache des gemeinen Eisenbahners

Gruß

Björn
Jörn, ja, du hast recht. Es funktionierte zwar einwandfrei mit geschoben Wagen über mehrere Stunden hinweg (man hat ja sonst nix zu tun), aber ich bleibe doch mit einer angetriebenen Variante.

Björn, Danke für die endgültige Erleuchtung.

beleuchtete Grüsse,
Claus
Selbst 40 Euro ( 78 DM ) erscheint  mir da noch zu hoch gegriffen. Ich schreibe wohlgemerkt erscheint mir - und ich habe keine große Ahnung, Erfahrung ( bin Selbstbau-Bausatzanfänger) in solchen Moba Dingen. Wenn ich mir das Teil so anschaue hätte ich einen Höchstpreis für Selbstbausatz so um die 25 Euro für möglich gehalten.
H-W
@Björn (11)

************************************************************************************************
Fazit: auffahren = amtsdeutsch, aufschneiden = Sprache des gemeinen Eisenbahners
************************************************************************************************

Falsch, ich habe dies in meiner 30 jährigen Berufszeit bei der Bahn noch nie gehört.

Richtiger wäre wohl, das der Begriff "Aufschneiden" das Vokabular eines gemeinen
Hobby-Eisenbahner ist.

Gruß
Maximilian
@14

Vielleicht ist es auch regional unterschiedlich. Bei uns heißt es Aufschneiden. Im Unfallbericht jedoch Auffahren.

Hauptsache es wissen alle was gemeint ist.

Gruß

Björn
#14

Der Begriff des "Aufschneidens" einer Weiche ist bahnspezifisch - eine Weiche wird aufgeschnitten, wenn man in Richtung zum Weichenherz fährt und die anliegende Backenschiene durch den Radkranz "aufgeschnitten" wird, also aus der (üblicherweise) verschlossenen Lage gewaltsam wegbewegt wird. In der Regel kommt es dadurch zur Entgleisung (der aufschneidenden Achse und nachfolgender Achsen).

Das bei Rückfallweichen verwendete Verfahren wird, wie schon mehrmals erwähnt, nur bei der Fahrt vom Weichenherz weg angewandt und als "Auffahren" bezeichnet. Rückfallweichen haben einen besonderen Verschlussmechanismus, der allerdings nur eine deutlich verringerte Vmax erlaubt.

LG

Enrico  
@16

In keiner Vorschrift, keinem technischen Fachtext und keinem Fachbuch wird
der Begriff "aufschneiden" verwendet.

Was man aufschneidet ist zerstört.

Aber eine aufgefahrene Weiche bleibt ja funktionsfähig. nur muss
evt. ein Verschluss nachgestellt werden.

Gruß
Maximilian
Ich weiss nicht wo du lebst. Da wo ich lebe, gibt es die Aufschneidung und auch Vorschriften und Checklisten dazu. Es gibt sogar eine Taste auf dem Bedienpult: "Weichenaufschneidung" zwecks Rückstellen der Weichensteuerung in eine definierte Lage. Natürlich muss dann auch der Unterhalt die Weichenverschlussmechanik überprüfen und wenn ok, die Weiche wieder fahrbar melden. Also nicht zerstört, sondern allenfalls (aber nicht immer) beschädigt.

Felix
@18

***********************************************************************************************
Ich weiss nicht wo du lebst. Da wo ich lebe, gibt es die Aufschneidung und auch Vorschriften und Checklisten dazu.
***********************************************************************************************

Warum so agressiv?? Bekommt dir die Hitze nicht ?

Ich arbeite jetzt seit über 30 Jahren beim Vorbild, und noch nirgends ist mir der Begriff
des "Aufschneiden's" begegnet.

Also nenne bitte eine Quelle dazu.

In keinem meiner Vorschriften und Fachbücher findet sich dieser Begriff.

Gruß
Maximilian
Moin Felix,

"Ich weiss nicht wo du lebst."

schau doch nach: in Köln! Und da gelten eventuell andere Regeln als in der Schweiz, z.B. "Straße" wird mit "ß" geschrieben (Ich weiß, blödes Beispiel, weil selbst viele Deutsche das nicht wissen...).

Gruß
Kai
Ok,

das mag ja sein, das es in der Schweiz mal wieder andere Ausdrücke gibt.
Ich spreche zumindestens für Old Germany.

@Kai
Das habe ich selber schon mal erwähnt, wo ich wohne.
Und "Straße" ist immer noch richtig geschrieben, da musst dir nur
die Straßenschilder mal angucken.
Wobei Strasse genauso richtig ist. *G*

Gruß
Maximilian

@19
Von "aggressiv" kann keine Rede sein, ganz im Gegenteil.

Quellenangabe, bitte sehr: Googeln macht schlau
http://www.google.ch/search?hl=de&ie=ISO-88...mp;meta=lr%3Dlang_de

@21
> Ich spreche zumindestens für Old Germany

Aha. Das war aber vorher, bei deiner bestimmten, absoluten Ausdrucksweise in keinster Weise ersichtlich... Es gibt scheinbar immer wieder Leute, die es in grosses Erstaunen versetzt, dass es ausserhalb Deutschlands noch andere Menschen gibt, die auch Deutsch sprechen... LOL... Dieses Syndrom haben auch die US-Amerikaner...

Felix,
teuts sprekend abr nicht teuts
Als Ergänzung, damit man sieht, dass es auch in Deutschland ein Aufschneiden einer Weiche gibt:

http://www.laenderbahn-forum.de/journal/bay-wei...ichenverschluss.html

Viel Spaß beim Lesen

LG

Enrico


Nur registrierte und eingeloggte User können Antworten schreiben.
Einloggen ->

Noch nicht registriert? Hier können Sie Ihren kostenlosen Account anlegen: Neuer N-Liste Account





Zum Seitenanfang

© by 1zu160.net;