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THEMA: Alte GFN-OVPs und der Lack
THEMA: Alte GFN-OVPs und der Lack
wgk.derdicke - 05.07.06 20:20
Hallo.
Ich hab mir eine schöne Lok bei EBAY geschossen. Wirklich rundum prima bis auf ein Detail. Als ich die aus der OVP holte, sah ich so etwas:
http://img448.imageshack.us/img448/6419/imgp14954au.jpg
Hier auf dem Bild ist's schon deutlich schlimmer als beim ersten Auspacken. Beim Verkäufer muss es wohl gerade nur eine sehr unscheinbare Scheuerstelle gewesen sein.
Die Lok hat so eine tolle alte GFN-Verpackung mit der samtartig beschichteten Plastikfeinlegeform. Und da, wo's jetzt so doof gescheuert hat, sitzt sie besonders stramm...
Ich würde das ja jetzt vielleicht retouschieren wollen. Aber so bekommt man die passende Farbe und wie trägt man sie dann auf. Ganz unbedarft würde ich jetzt erst einmal die vakante Stelle mit sehr feinem Schleifpapier begehen, so dass sich eine ebene Fläche ergibt. Danach Farbe auftragen. Entweder getupft mit Wattebäuschen oder feinem Schwämmchen. Mit einer Schablone abdecken bzw. abkleben und dann mit einer Airbrush-Pistole die Farbe auftragen, das fältt mir als weitere Variante ein. Gegebenenfalls hinterher nachpolieren.
Gibt's da vielleicht bei den Experten eine Methode, die man am besten wählt. ohne gleich eine "BR120.BunteKuh" zu basteln...?
Für ein paar Antworten meinen Dank hier schon einmal im voraus!
Viele Grüße
WGK
Ich hab mir eine schöne Lok bei EBAY geschossen. Wirklich rundum prima bis auf ein Detail. Als ich die aus der OVP holte, sah ich so etwas:
http://img448.imageshack.us/img448/6419/imgp14954au.jpg
Hier auf dem Bild ist's schon deutlich schlimmer als beim ersten Auspacken. Beim Verkäufer muss es wohl gerade nur eine sehr unscheinbare Scheuerstelle gewesen sein.
Die Lok hat so eine tolle alte GFN-Verpackung mit der samtartig beschichteten Plastikfeinlegeform. Und da, wo's jetzt so doof gescheuert hat, sitzt sie besonders stramm...
Ich würde das ja jetzt vielleicht retouschieren wollen. Aber so bekommt man die passende Farbe und wie trägt man sie dann auf. Ganz unbedarft würde ich jetzt erst einmal die vakante Stelle mit sehr feinem Schleifpapier begehen, so dass sich eine ebene Fläche ergibt. Danach Farbe auftragen. Entweder getupft mit Wattebäuschen oder feinem Schwämmchen. Mit einer Schablone abdecken bzw. abkleben und dann mit einer Airbrush-Pistole die Farbe auftragen, das fältt mir als weitere Variante ein. Gegebenenfalls hinterher nachpolieren.
Gibt's da vielleicht bei den Experten eine Methode, die man am besten wählt. ohne gleich eine "BR120.BunteKuh" zu basteln...?
Für ein paar Antworten meinen Dank hier schon einmal im voraus!
Viele Grüße
WGK
Hallo,
dass die samtigen Einleger nicht so gut sind hat GFN ja erkannt und verwendet seit vielen Jahren nur mehr unbeschichtetes Material und kleine Schutzfolien.
Die korrekte Farbe ist RAL 3004 Purpurrot. Vergiss tupfen, Schwämmchen und polieren! Das sieht - ausser beim gezielten Altern - furchtbar aus. Glätte es mit 1000er Nass-Schleifpapier und lackiere mit seidenmattem Lack. Nicht polieren, das soll ja kein Karussellpferdchen werden.
Mit Schablone abkleben + Airbrushen ist die beste Methode, wenn man sie eingiermassen beherrscht. Damit kann man eine präzise, verlaufende Deckung erzielen.
Notfalls gehts auch mit dem Pinsel, die Oberfläche wird dann aber bei weitem nicht so schön und es besteht immer die Gefahr, dass stark verdünnter Lack die Reste der originalen Farbschicht anlöst. Allerdings ist das hier nicht tragisch, da es sich um eine farbgleiche Ausbesserung handelt.
Du musst aber damit rechnen, dass der Farbton dennoch etwas abweicht. Farbtonabweichungen, vor allem im roten und grünen Bereich kann unser Auge besondert gut unterscheiden (Farbsättigungsunterschiede hingegen nicht so gut).
Grüße, Peter W.
dass die samtigen Einleger nicht so gut sind hat GFN ja erkannt und verwendet seit vielen Jahren nur mehr unbeschichtetes Material und kleine Schutzfolien.
Die korrekte Farbe ist RAL 3004 Purpurrot. Vergiss tupfen, Schwämmchen und polieren! Das sieht - ausser beim gezielten Altern - furchtbar aus. Glätte es mit 1000er Nass-Schleifpapier und lackiere mit seidenmattem Lack. Nicht polieren, das soll ja kein Karussellpferdchen werden.
Mit Schablone abkleben + Airbrushen ist die beste Methode, wenn man sie eingiermassen beherrscht. Damit kann man eine präzise, verlaufende Deckung erzielen.
Notfalls gehts auch mit dem Pinsel, die Oberfläche wird dann aber bei weitem nicht so schön und es besteht immer die Gefahr, dass stark verdünnter Lack die Reste der originalen Farbschicht anlöst. Allerdings ist das hier nicht tragisch, da es sich um eine farbgleiche Ausbesserung handelt.
Du musst aber damit rechnen, dass der Farbton dennoch etwas abweicht. Farbtonabweichungen, vor allem im roten und grünen Bereich kann unser Auge besondert gut unterscheiden (Farbsättigungsunterschiede hingegen nicht so gut).
Grüße, Peter W.
Hallo,
zu den Ausführungen von #2 ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Dennoch eine Kleinigkeit:
1. Das Schleifen mit 1000er Schleifpapier sollte man erst dann machen, wenn man die Lackschichten abgebeizt hat (z. B. Bremsenreiniger aus dem KfZ-Bereich oder kunststoffverträgliche Beize, auf alle Fälle Ausprobieren!! Im Zweifel eine kleine Stelle im Inneren des Gehäuses auswählen!!). Das schleifen dient dem begradigen der farbkanten Alt-/ Neulack. Grundieren nicht vergessen!
2. Lackieren nur mit der Brush oder nur mit einem Pinsel! Bitte keine Baumarktpinsel, sondern Natzurhaarpinsel aus dem Künstlerbedarf. Brushen ist aber am Besten!
3. Um recht nahe an den O-Farbton zu kommen, sollte man zuerst das pure Originalprodukt des Ergänzungslacks verwenden. Ist dieser zu hell oder zu dunkel, wird dieser leicht aufgehellt (kein Weiß!) mit einem anderen, hellen Rot-Ton oder abgedunkelt mit einem dunklen Rot. (kein Schwarz!). Lacke immer aus dem selben Herstellersortiment verwenden (z. B. Weinert).
Die neue Mischfarbe wird nur aufgenebelt. Die neue schicht immer trocknen lassen! Solange den Vorgang wiederholen, bis es stimmt.
Jetzt müsste es stimmen, auch wenn es eine Mordsarbeit und ein riesen Aufwand an Material und Gerätschaft ist.
lg aus DA
Ralf
zu den Ausführungen von #2 ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Dennoch eine Kleinigkeit:
1. Das Schleifen mit 1000er Schleifpapier sollte man erst dann machen, wenn man die Lackschichten abgebeizt hat (z. B. Bremsenreiniger aus dem KfZ-Bereich oder kunststoffverträgliche Beize, auf alle Fälle Ausprobieren!! Im Zweifel eine kleine Stelle im Inneren des Gehäuses auswählen!!). Das schleifen dient dem begradigen der farbkanten Alt-/ Neulack. Grundieren nicht vergessen!
2. Lackieren nur mit der Brush oder nur mit einem Pinsel! Bitte keine Baumarktpinsel, sondern Natzurhaarpinsel aus dem Künstlerbedarf. Brushen ist aber am Besten!
3. Um recht nahe an den O-Farbton zu kommen, sollte man zuerst das pure Originalprodukt des Ergänzungslacks verwenden. Ist dieser zu hell oder zu dunkel, wird dieser leicht aufgehellt (kein Weiß!) mit einem anderen, hellen Rot-Ton oder abgedunkelt mit einem dunklen Rot. (kein Schwarz!). Lacke immer aus dem selben Herstellersortiment verwenden (z. B. Weinert).
Die neue Mischfarbe wird nur aufgenebelt. Die neue schicht immer trocknen lassen! Solange den Vorgang wiederholen, bis es stimmt.
Jetzt müsste es stimmen, auch wenn es eine Mordsarbeit und ein riesen Aufwand an Material und Gerätschaft ist.
lg aus DA
Ralf
Peter und Ralf haben es ja bereits richtig geschrieben und mit Airbrush zu arbeiten ist hier erste Wahl. Der Wattestäbchentrick ist nicht schlecht, jeoch würde ich ihn nur in ganz bestimmten Fällen anwenden wie z.B. minimaler Lackschaden in schwarz bei einer Kesselarmatur oder ähnlich. Zum Ausbessern mit Airbrush noch der Hinweis, dass es gilt nicht nur Farbton sondern auch Glanzgrad zu treffen. Ich habe sehr gute Erfahrungen mit seidenmatten Farben gemacht (z.B. Revell Airbrush-Colour schwarz seidenmatt für dampflokschwarz). Nachpolieren oder dünner Klarlackauftrag können helfen den Glanzgrad des Originals zu erreichen. Insgesamt ist es schon ein nicht unerheblicher Auswand.
Viele Grüsse
Frank
Viele Grüsse
Frank
Hallo,
ich verwende zum "anschleifen" solcher Farbfehlstellen kein Sandpapier, sondern einen Glaspinsel. Dieser verursacht im Kunststoff weit weniger Kratzer, als Sandpapier.
Gruß Roland
ich verwende zum "anschleifen" solcher Farbfehlstellen kein Sandpapier, sondern einen Glaspinsel. Dieser verursacht im Kunststoff weit weniger Kratzer, als Sandpapier.
Gruß Roland
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