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FKS-Modellbau Gerd Gehrmann

THEMA: Micro Buchsen und Stecker

THEMA: Micro Buchsen und Stecker
Startbeitrag
H-W [Gast] - 20.05.03 11:56
Hallo N-Bahner,
ich suche, zum Durchschalten eines Zuges (4 Stück Silberlinge) sehr feine Litze und vor allem jeweils Micro Buchsen und Stecker. Die Buchsen möchte ich in die Stirnwände, oder von innen an die Stirnwände einbauen und mittels kurzem Kabel mit Steckern die Verbindung Waggon zu Waggon und zur Lok bewirken. Leider konnte ich bis her noch nichts passendes finden. Alles was ich sah, war viel zu groß. Vielleicht kann mir hier ein N-Bahner behilflich sein.
Gruß
Hans-Werner


Bei Conrad gibt es Stecker- u. Buchsenleisten im 1,27 mm Raster mit unterschiedlicher Polzahl. Ich habe z.B. die 10-poligen halbiert und in den Faltenbalg am ETA 180 von Kato eingebaut und dadurch Beleuchtung und Stromabnahme zum Decoder führen können.
ich suche eher eine einpolige, oder höchstens zweipolige Stecker-Buchsenverbindung. Diese Waggondurchverdrahtung soll einer speziellen Zugeinheit dienen. Eine geschobenen Zugeinheit soll es werden. Bei Schubbetrieb soll vom Steuerwaggon aus die Stromversorgung des Plus erfolgen.. Der Plus wird dann vom Steuerwaggon zur Lok durch verbunden. Die Lok erhält nur über Dioden gesteuert bei Schubbetrieb Spannung ( Minus ) von ihren Achsen. Bei Umkehr der Fahrtrichtung erhält sie wieder Spannung ( Plus und Minus )von ihren Achsen.
Ergo benötige ich nur eine, durch den Zugverband verlaufende Leitung. Die Stecker und Buchsen, am besten einpolig, benötige ich für die Waggon, bzw. Lokverbindung.
H-W
Das wäre auch eine gute Lösung für meine beiden Minitrix- ICE-V

Gruss
Cox
Hallo H-W,
kann der Strom nicht über die Kupplungen laufen, durch eingeklebte Blechstreifen zum Beispiel. Hammerschmid-KK, falls Du die brauchen kannst, sind aus Metall, und bei Hegermann gibt es nach meiner Erinnerung eine stromführende Scharffenberg-Nachbildung, die allerdings über 15 € pro Paar kostet, soweit ich weiß.
Gruß
Hans-Georg
Juhu - Mitternacht - Eulenzeit  

Hallo H-W,

es gibt für die Drahtenden flexibler Stromkabel kleine Hülsen (weil man die Kabelenden nicht verzinnen soll), u.a. auch für sehr dünne Litzen (z.B. Rasierer-Kabel). Da könnte man das MoBa-Kabel an ein Ende anlöten und auf der anderen Seite einen entsprechend dicken Kupferdraht als Stecker einstecken. Notfalls kann man die Hülse (vorher) auch etwas zusammenquetschen, damit der Draht nicht rausrutscht, falls er nicht genau paßt. Dann die Hülse von außen überlackieren als Isolierung.

Die Hülsen habe ich sogar schon bei OBI gekauft.

Gruß Holger
@ Holger
Du meinst wahrscheinlich Aderendhülsen, oder?
Aber warum soll ich die Kabelenden nicht verzinnen? War mir bisher nicht bekannt, bzw. selbst unsere Betriebselektriker tun dies; denke, eigentlich ist das nichts anderes als angelötet, oder nicht??
fragt
Thomas
Der Betriebs-Elektriker sollte schnell mal einen Kurs über den Zweck von Adernendhülsen machen - sonst droht ihm Berufsverbot.
Wenn du als Moba-Schwachströmer an Enden von Litzen lötest gefährdest du nicht die allg. Sicherheit.

@ Holger,
das mit den Adernendhülsen habe ich auch schon bei anderen Modellbau Autos, Lkw gemacht. Allerdings ist dies ein größerer Maßstab, da konnte ich die Adernendhülsen für 0,75 qmm nehmen. Ich muß mich mal umsehen bis zu welchem Minimalquerschnitt die zu beschaffen sind. Wenn es solche, die meinen Wünschen und Vorstellungen entsprechen gibt, werde ich einen Versuch starten. Dann kann man nämlich die verzinnten Enden einer hauchdünnen, beweglichen Litze so manipulieren, daß die Verbindung einen ausreichenden Kontakt zur Stromleitung ergibt.
H-W
Hast du schon 'mal an gedrehte Kontakte aus IC-Sockeln gedacht? Die gibt's meines Wissens nach auch einzeln.
In die kannst du dann einen dünnen Draht stecken (ev von einem sogenannten Experimentierboard).

ThomasK
Hallo!

Weil da jemand gefragt hat, wieso man nicht verzinnen soll:

Das verzinnen ist wegen der niedrigen Schmelztemperatur des Lötzinns ein Problem. Wenn da etwas Leistung übertragen wird und z.B. der Kontakt schlecht ist kann es vorkommen, dass das Lötzinn verschmilzt und dann schlimme Dinge anrichtet.
Im Moba-Bereich halte ich es nicht für sehr gefährlich, wobei ich auch die Aderendhülsen bevorzugen würde. Aufpassen muss man eventuell bei starken Digitalboostern, die schon einiges an Leistung bringen.

Ich habe es mal in einem Versuch mit etwa 15 Volt und einem niederohmigen Lastwiderstand (Keramik) den Widerstand so zu erhitzen, dass sie der angelötete Draht abgefallen ist und das, obwohl ich der Widerstand richtig dimensioniert war. War aber kein Versuch in Verbindung mit der MOBA. Fragt mich aber keine Einzelheiten - das ganze ist schon sehr lange her.

lg
ismael
Verzinnen ist auch wegen des plastischen Verhaltens von Lötzinn schlecht, etwa in Bananensteckern und Lüsterklemmen. Das Zinn gibt dem Druck der Schrauben mit der Zeit nach und hat kaum noch Kontakt. Dadurch jagt der Widerstand hoch, und die Stelle wird heiß. Angeblich haben deswegen schon Anlagen gebrannt. Zumindest ist es theoretisch möglich.
Es gibt Miniatursteckkontakte (man spricht von gedrehten Kontakten) mit Lötanschluß, die aber nur für das Raster 2,54 mm verwendbar sind. Engere Abstände sind wegen des eigenen Durchmessers nicht zu realisieren.
Dazu gibt es auch geignete, steckbare Stifte.
Die innenliegende Feder in den Buchsen bringt beachtliche Haltekräfte auf.
Bei Conrad sinds IC-Präzisionsfassungen, z.B.  64 pol.  Art. 189820  (Eur 1,40) oder teilbare
Präzision-Buchsen- und -Stift-leisten, aber immer im Raster 2,54. (im Katalog 2002 seite 1293)

servus  albi
Tach auch,
ich habe Aderendhülsen mit 0,5 qmm benutzt.

Verzinnen von Aderenden habe ich mir ganz abgewöhnt, weil Aderendhülsen schneller geht und sicherer ist.

Gutes Gelingen
Lofty
..., also wenn ich ehrlich sein soll, habe ich in den letzten 40 Jahren immer alles am Kabelende verzinnt, schon weil ich es gar nicht anders wußte. Im Haushaltsbereich hat das auch noch nie Probleme gemacht. Eher ist bei Gummileitungen für den Außenbereich der Gummi vermutlich durch das UV-Licht zerbröselt, wenn man das Kabel mal längere Zeit draußen liegen gelassen hatte.

Gruß Holger
Hallo Holger,
hoffentlich liest niemand von Deiner Versicherung mit. Schraubgeklemmte verzinnte Aderenden können schon nach zwei Jahren ziemlich locker sein.
Gruß
Hans-Georg
@ Hans-Georg,

natürlich hast Du recht, heute nehme ich naürlich auch nur diese Endhülsen, auch weil es einfach praktischer ist. Allerdings hatte ich früher nur minimal verzinnt, nur soviel, daß die Litze nicht auseinander spleißte, und dann wurde die Schraube so fest gezogen, daß alles regelrecht platt war. Aber diese Kabel haben sowieso fast alle das Zeitliche gesegnet. Meist wurden sie vom Rasenmäher zerhackt. Aus so einem Kabel mittels Steckverbindung zwei zu machen, ist zudem teurer, als bei Lidl, Penny, Aldi etc. ein neues zu kaufen.

Aber früher wurde halt viel mehr improvisiert und alles war nicht so sehr sicher, allein wenn ich Schaltereinsätze von Heute und von vor über 30 Jahren vergleiche. Heute ist alles gekapselt und die Drähte werden nur noch eingesteckt. Früher mußte man viel mehr aufpassen und bekam trotzdem gelegentlichen einen "geflitscht", wenn man zu faul war, immer wieder die Sicherung auszuschalten.

Gruß Holger


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