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THEMA: Selectrix, Bremsdioden, Besetztmelder

THEMA: Selectrix, Bremsdioden, Besetztmelder
Startbeitrag
Lutz [Gast] - 19.01.06 11:54
Hallo Forum, ich habe folgendes Problem:
Eingleisige Hauptstrecke, in beide Richtungen befahren. An einer Ausweichstelle sollen jeweils auf dem in Fahrtrichtung rechten Gleis die Züge durch Bremsdioden zum stehen kommen. Da ich die Trennstellen immer auf einer Seite des Gleises habe, pole ich also entsprechend der Fahrtrichtung die Dioden verschieden herum.
Soweit funktioniert alles einwandfrei, die Züge halten genauso wie es sein soll.
Nun kommt aber mein Problem, der Besetztmelder zeigt den Abschnitt des einen Gleises korrekt an, auf der anderen jedoch nur bis zur Diodentrennstelle und danach nicht mehr.
Woran könnte das liegen ? Da der Digitalstrom doch eigentlich Wechselstrom ist, dürfte doch die Polung der Diode keine Rolle spielen, oder doch ?
Und wenn ja, was kann ich dagegen tun ?
Ich hoffe, mir kann jemand helfen
MfG Lutz

Moin Lutz,
maile bitte mal den Guido H. Bruck an :
http://www.uni-duisburg.de/FB9/KT/staff/staff.htm
... der hatte früher auf seiner Seite bei t-online sehr gute Tips zu selectrix - u.a. auch zu : >>Die "Dioden-Brems-Strecke" bei Selectrix <<

Leider sind die Seiten nicht mehr auffindbar - erfrage bitte die neue URL zu seinen selectrix Ausführungen oder frage ihn, ob man ihn zitieren darf - oder ob er die Frage beantworten kann ...

... und berichte bitte hier wieder über seine Antwort ..
Gruss , notrix
Vermutlich erfaßt der GBM nur eine Polung/Halbwelle der Spannung, so daß bei dem Abschnitt wo es nicht funktioniert Du mit der Diode genau diese unterbrichst!

Gruß
Volker
Hallo Lutz,
auf der Seite, auf der es nicht funktioniert, einen 20kOhm Widerstand parallel zur Diode - durch den Widerstand geht nicht genug Strom, um eine Lok anzutreiben, aber der Besetztmelder bekommt seine Meldung.

Richard
Hallo,

erstmal vielen Dank für Eure Antworten.
Es scheint wirklich so zu sein wie Volker gesagt hat, das der GBM nur eine Halbwelle der Spannung auswertet und deshalb bei einer entgegengesetzten Polung der Diode diese nicht mehr zur Verfügung hat.
Deshalb habe ich gerade den Tip von Richard ausprobiert und es funktioniert fantastisch !! Einfach einen Widerstand von ca. 20 kOhm parallel zur Diode und alles funktioniert so wie es soll.
Ich weiß allerdings nicht, ob das bei allen GBM´s so ist. Momentan benutze ich einen Eigenbau von der Seite http://www.reinhardt-netz.de/selectrix.htm , der im Preis natürlich unschlagbar ist, wenn auch allerdings mit etwas Bastelaufwand verbunden.
Da ich mir gerade noch einen GBM-Bausatz von Döhler&Hass bestellt habe, werde ich nach Fertigstellung testen, ob der sich genauso verhält.

Nochmals vielen Dank für Eure Hilfe

MfG Lutz
Oh, welchen hast Du denn von Reinhardts Seite nachgebaut. Ich bin nämlich zur Zeit auch dabei einzelne Komponenten vom ihm nachzubauen. Ich habe mir allerdings neue Layouts für die Platinen entwickelt, die ich grad nochmal überarbeite...


Gruß
Volker
Hallo Volker,

nachgebaut habe ich den Besetztmelder Digital. Funktioniert bis auf oben genanntes Problemchen einwandfrei.

Ein anderes Layout wäre sicher schön. Da der Empfängerteil mit dem PIC ja sowieso immer auf der Platine aufgesteckt bleibt und man ihn ja nicht ständig wechselt, könnte er auch lieber auf gleicher Ebene sein, wie der Rest der Schaltung. Das gleiche gilt auch für die anderen Bausteine.
So komme ich mit 20mm Abstandshülsen auf eine Gesamthöhe von ca. 5cm.
Das ist an manchen Stellen unter der Platte oder im Schaltpult ganz schön hoch.

Vielleicht könntest Du ja brauchbare Layouts auch veröffentlichen, damit wäre sicher dem ein oder anderen geholfen )

MfG Lutz
Hallo Lutz,

ja das habe ich vor, nur plagen mich zur Zeit noch einige Probleme mit den ersten Layouts. Vermutlich liegt der Quarz zum einen zu weit weg vom Prozessor und die LM324N die ich verbaut habe spinnen irgendwie. Hast Du Dich an die Widerstandsangaben gehalten oder hast Du evt. andere Werte eingesetzt?

Den Funktionsdekoder habe ich schon nach langwierigen Tests zum Laufen gebracht. Dummerweise lag der Fehler nur an den 74HC259. Hatte neue bei Reichelt bestellt und diese eingesetzt, doch dann ging nur jeder 2te Weichenausgang. Hab mir nen Wolf gesucht bis ich auf die Idee kam mal meine alten vorhanden 74HC259 einzusetzen und siehe da es geht auf Anhieb.
Komischer weise sind die ICs vom gleichen Hersteller mit der gleichen Bezeichnung nämlich M74HC259B1, jedoch funktionieren die 10 neuen von Reichelt nicht korrekt, nur meine 6 alten gehen!
Bei der Suche viel mir auf das man durch Fingerauflegen auf die ICs einige Ausgänge durcheinander gebracht hat. Meiner Meinung nach ein Schaltungsfehler in der Original Schaltung. Hab zusätzlich 2 Widerstände verbaut zur Stabilisierung.

Was hast Du für Buskabel genommen? Ganz einfache Audio-DIN Leitungen?

Gruß
Volker
Hallo Volker,

beim Besetztmelder habe ich mich an die vorgegebenen Widerstände gehalten und wie gesagt, keine Probleme.

Gut das Du gerade jetzt den Funktionsdecoder ansprichst, probiere gerade heute schon den halben Tag, ihn zum laufen zu bringen. Ich habe wahrscheinlich das gleiche Problem wie Du, bei mir funktionieren nur Ausgang 1 und Ausgang 5, egal ob ich 8 oder 16 Ausgänge einstelle. Hätte vielleicht auf einen evtl. Programmfehler getippt, aber so werde ich auch erstmal versuchen, die 74HC259 zu tauschen (kaufe übrigens auch bei Reichelt .
Wo hast Du denn die Widerstände zwischengeschaltet ??

Als Buskabel nehme ich ganz normales Audiokabel 4-polig abgeschirmt, also 5 Adern.

MfG Lutz
Hallo Lutz,

der Besetzmelder läuft. Hatte gedacht das der auch ohne Fahrnung Potential zur Masse...
Dabei habe ich wieder einen Fehler gefunden auf den ich nicht getippt hätte. Langsam wird Reichelt mir unheimlich. Ein neues DIN-Kabel von Reichelt hat wie sollte es anders sein einen Wackelkontakt, so daß das Programmieren der Adresse ständig etc. schief ging. Jetzt überlege ich schon ob ich dann die Strippen lieber selber mache!

Ich habe je einen 100kOhm von +5V zum Pin 14 der 74HC259 angeschlossen aus folgendem Grund: Wenn ich das Programm richtig interpretiert habe, wird der PortB des PIC nur zum Beschreiben der 74HC259 auf Ausgang gestellt und anschließend wieder auf Eingang. Dadurch liegt an den EN Eingängen der Speicher kein definiertes Signal an, was zu flackern einiger Ausgänge führte, wenn ich den Finger auf den PIC oder die Speicher legte. Mit den Widerständen ist das Problem beseitigt. Nicht das ich ständig den Finger auf der Elektronik hätte *fg* aber vermutlich reicht auch ein kleines Magnetfeld aus um diesen Fehler zu provozieren und die hatt es auf der Moba öfter!
Vermutlich werde ich auch noch weitere 100nF Kondensatoren vorsehen, nämlich für jedes IC einen. Vor über 10 Jahren als ich noch viel mit Elektronik gebastelt habe, hatte ich glaub ich mal gelernt das man das machen sollte! Man kann diese auch komplett mit IC-Fassung bekommen, man muß nur schauen ob die PIN-Belegung paßt!

Ich weiß nur noch nicht was ich bezüglich der 74HC259 unternehme. Vielleicht stecke ich mal ne Testschaltung zusammen oder probiere es mit dem HCT Typ. Auf den LS Typ möchte ich wegen der Stromaufnahme eigentlich nicht umstellen. Ich weiß auch nicht ob es nur ein Timing Problem ist, was man unter Umständen im Programm anpassen könnte oder ob es ein Pegel Problem ist!

Vielleicht können wir uns ja gegenseitig helfen? Die neuen dann nochmals bearbeiteten Layouts werde ich nächste Woche wie Zeit ist erstellen, ätzen und löten. Bei Erfolg kann ich sie dann Online stellen!

Gruß
Volker

PS: Vom ursprünglichen Erbauer dieser Schaltungen weiß ich das dieser nicht mehr daran arbeitet. Er hat das Hobby so wie ich das verstanden habe aus Zeitmangel an den Nagel gehängt.

Beitrag editiert am 22. 01. 2006 21:03.
Hi Volker,

wenn beim Fingerauflegen auf irgendwelche Pins eine ordnungsgemäße Funktion auftritt, deutet das auf fehlendes Potential hin.
Dies bedeutet beim Pin 14 des HC259 ein fehlender Pull-Up Widerstand.
47K nach V+ sollten es schon sein.
Das gleiche gilt für Pin 15.
Die Pins 1 - 3 sowie der Pin 13 können über 47K nach Masse gelegt werden.
Allerdings kenne ich nun nicht die Ansteuerschaltung
Die Sache mit den Blockkondensatoren ist ebenfalls nicht zu unterschätzen:
Immer 100nF vorsehen auf kürzestem Wege vom +Versorgungspin zum Massepin des Bauteils.

Grüßend,
Günter
Hallo,

leider hatte ich bei mir keinen Erfolg, obwohl ich beide Pin14 über 47k nach V+ gelegt habe und auch die beiden Kondensatoren 100nF eingelötet habe.

Immer noch das gleiche, durchgeschaltet werden immer nur Ausgang Q0 (Pin4) und Q4 (Pin9). Das heißt es werden nur Kanal1 und Kanal5 geschalten, diese allerdings einwandfrei. Komischerweise bei beiden HC259 gleich.

Wie oben geschrieben steht, sollte Pin15 auch nach V+ über 47k, aber wenn ich den Schaltplan sehe, liegt dieser Pin15 über 110k auf Masse. Ob das vielleicht der Fehler sein kann ??

Auch ein Tausch der IC´s brachte genau das gleiche Ergebnis.

MfG Lutz
Lutz,
Pin 15 bitte nur an V+ legen !.
Die 110K kannste sparen.

Könntest du den Schaltplan hier mal reinstellen? Oder einen Link ? oder mir per Mail zukommen lassen?
Immerhin scheint der Fehler  reproduzierbar zu sein     und     nicht     nur    durch ' Handauflegen' irgendwie zu erscheinen.
Offensichtlich also ein Fehler bei der Adressierung....


Grüßend,
Günter



Beitrag editiert am 23. 01. 2006 18:48.
Hallo Günter,

danke für den Hinweis, werde ich mal ausprobieren, oder vielleicht guckst Du Dir mal den Schaltplan an. Einen Link habe ich weiter oben schon eingetragen.
Die Schaltung ist dann unter Selectrix ---> FD2 zu finden (und Empfänger, gehört zusammen).

MfG Lutz
Welche Demultiplexer werden jetzt verwendet?
74259 oder 74HC259?
Mit welchem Baustein wird angesteuert?

fragt
Günter
Verwendet werden von mir 74HC259.
Angesteuert wird das ganze von der Empfängerplatine (Schaltung unter Empfänger) welche Huckepack aufgesteckt wird. Darauf befindet sich ein PIC 16F84 mit zugehöriger Software.

MfG Lutz
Lutz,
ein TTL Baustein lässt sich seltenst direkt durch einen CMos - Chip ersetzen!
In der Schaltung ist aber ein TTL-Chip vorgesehen. Mit einigen Änderungen kann das aber schon funktionieren:

Tipp zum Test des Bausteins:

den Ansteuerbaustein (Empfänger) bitte komplett entfernen!

lege bitte die Eingänge A0 - A2 über 47K sowie Pin 13 (D) an +V (Pin1 an K1).
lege Pin 14,15 über 47K an V+ (Pin 10 an K1)
verbinde die Eingänge 14,15 mit Masse
Verbinde Pin 10 an K1 und Pin 1 an K1 mit einem DC Netzteil 5V !!
Die Ausgänge Q0-Q6 sollten jetzt ' 0' , Q7 soll H sein.

Lege nun mal den Eingang A0 an GND, Ausgang Q6 sollte jetzt +V sein, der Rest ist Low.
Lege bitte den Eingang A1 auf +V, Q5  sollte nun +V sein
Legst du nun A0 und A1 auf +V, wird Q4 ein H-Level haben.
Bei +V an A3 wird Q3 auch ein H-Signal führen.
usw.
Der Baustein 74259 jedwelcher Art stellt letztlich einen Binär -> Dezimalwandler dar.

Grüße,
Günter

editiert wegens Gedankenfehlers.



Beitrag editiert am 24. 01. 2006 00:23.
Hallo Günter,

also wie ich bereits geschrieben habe reichen bei mir auch die 100k für den Pull ab. Ich hab mir mal das Datenblatt zum 74HC259 angesehen. Dort wird beschrieben das in der Betriebsart "adressable latch" des Bausteins nicht mehr als ein Bit im Adressbereich A0-2 geändert werden darf sonst kann es zu Fehladressierungen kommen. Nun könnte genau das Problem die Ursache sein, wobei mir noch nicht klar ist warum meine alten Bausteine funktionieren und die neuen nicht, obwohl gleicher Hersteller und Bezeichnung! Ich hab jeweils 6 alte und 10 neue 74HC259B1 getestet mit immer dem gleichen Resultat!

Wenn ich das Programm richtig gelesen habe wird gleichzeitig mit der Ausgabe der Adresse der Baustein in obige Betriebsart versetzt, vielleicht liegt da der Fehler? Vielleicht sollte erst die Adresse gesetzt werden und dann "enable"?!

Hab leider heute keine zeit zum Testen gehabt!

Gruß
Volker
Moin auch Volker,
es würden auch noch höhere Widerstandswerte reichen, darauf kommt es nun wirklich nicht an.
Wichtig ist nur, das die Ansteuerschaltung (open collector bzw. open drain) einen entsprechenden Strom senken kann um einwandfreie Potentiale zu schaffen. Dafür sind Werte zwischen 10K und 100K schon O.K.. Allerdings, je höher die Werte um so sensibler werden die Eingänge gegenüber möglichen Störimpulsen.

Deine Interpretation mit der Adressierung an sich ist falsch. Schaue dir bitte die Tabelle auf Seite 5 (unten) des Philips Datenblattes für den HC259 an. Dort findest du die exakte Wahrheitstabelle. Hier siehst du, das die Ausgänge grundsätzlich den Adresseingängen folgen im Falle das Pin 14,15 auf GND liegen.

Grundlegend ist aber Literatur zu empfehlen, wenn man TTL Bausteine durch äquivalente CMos Chips ersetzen will. Ein Standardwerk ist immer noch das C-MOS Kochbuch von Don Lancaster......

Lange Rede, kurzer Sinn: die nackte Demultiplexer-Schaltung fünkioniert bei mir auf Lochraster aufgebaut,  und mit Rödeldraht verkabelt in der Betriebsart 'demultiplex' einwandfrei.

Warum aber in Gottes Namen verwendet ihr nicht aber die einfachen angegebenen TTL Schaltungen?


Grüße zur Nacht,
Günter

P.S.: Datenblätter gibt es hier:
http://www.alldatasheet.com/datasheet-pdf/pdf/SANYO/LB1989.html



Beitrag editiert am 24. 01. 2006 09:14.
Tja Günter, warum?

Weil in der Stückliste nunmal die HC drin standen und die laut Erbauer auch funktionieren und zumindest die älteren dieser Serie tun das auch! Nun Hab ich nen Schwung von den HC hier liegen und will diese auch nicht wegwerfen!

"Deine Interpretation mit der Adressierung an sich ist falsch. Schaue dir bitte die Tabelle auf Seite 5 (unten) des Philips Datenblattes für den HC259 an. Dort findest du die exakte Wahrheitstabelle. Hier siehst du, das die Ausgänge grundsätzlich den Adresseingängen folgen im Falle das Pin 14,15 auf GND liegen."

Schon klar, aber auf der 2ten Seite findest Du in einem Absatz:
"When operating the "259” as an addressable latch, changing more than one bit of address could impose a transient-wrong address".
Und genau in diesem Modus, nämlich EN auf low und MR auf HIGH wird der Baustein meiner Meinung nach vom Programm im PIC Prozessor angesteuert! Denn genau das soll mit dem Baustein gemacht werden, Daten einschreiben und speichern! Hast Du Dir das Programm mal angesehen?


Gruß
Volker

PS: Schaltpläne zu diesen Selectrix Bausteinen:
http://www.reinhardt-netz.de/selectrix.htm

Beitrag editiert am 24. 01. 2006 15:59.
Hi Volker,
lt. Schaltbild wird beim FD 2 der 74259 verwendet. Daher kam ich auf meine Frage warum ihr die CMOS Version einsetzt.

Zu der Geschichte mit der Adressierung: Dieser Effekt tritt sehr häufig bei CMOS Bausteinen auf. Allerdings passiert das nur während der Einstellzeit und bedeutet, das zwar eine gültige Adresse an A0 - A2 anliegt, aber der entsprechende Ausgang noch nicht gefolgt ist. Diese Problematik ist also beim Timing der Ansteuersignale EN und MR unbedingt zu berücksichtigen.

Zu der Software kann ich nichts sagen, ich kenne sie nicht.

Wenn alle Stränge reißen, würde ich an eurer Stelle mal Kontakt mit dem Designer der Schaltung aufnehmen und dort speziell die Probleme mit den unterschiedlichen HC Typen schildern.

Grüßend,
Günter

Hallo Günter und Lutz,

hab den Fehler gefunden und ausgebessert. So tief wollte ich in die Materie gar nicht einsteigen, aber es ist ein tolles Gefühl den Fehler gefunden zu haben.

Also, damit Ihr nicht dumm sterben müßt :-D hier des Rätsels Lösung:

Ich hab nach Versuchen mit Pullup und -down Widerständen ohne Erfolg auf ein Timing Problem getippt, da der Baustein auf einem Versuchsaufbau von Hand gut lief!  Da entdeckte ich im Programm das erst die Adresse geschrieben wird und dann das Datenbit. Anschließend wird Enable auf Low gelegt und sofort wieder auf High. Nun gut, da dachte ich das geht vielleicht zu schnell und hab erst ein NOP Befehl (Pause) eingefügt und später 3 aber alles ohne Erfolg. Dann ist mir aufgefallen, das der Baustein zu Beginn der ganzen Prozedur High auf Clear bekommt und Low auf Enable. Das heißt der Baustein ist schon "scharf" ohne gültiges Datenbit und genau dabei scheint der HC aus dem Tritt zu kommen, denn nach dem die erste Schleife zum setzen der Bits durchlaufen ist liegt immer High auf Enable und wird nur kurz zum Übernehmen des Datenbits auf Low geschaltet. Also hab ich das geändert, das der Baustein zuerst auf Clear und Enable High bekommt und siehe da es läuft. Die NOP Befehle hab ich wieder raus genommen und er läuft immer noch bestens.

Also da wär ich nicht sofort gekommen das es ein Programmfehler ist. Vermutlich sind die neuen HC ICs empfindlicher geworden. Der Autor hat wahrscheinlich auch nur die LS Typen benutzt und aus Unwissenheit in der Stückliste auch die HC Typen mit vorgeschlagen, oder es ging damals einfach.

Lutz schick mir deine eMail-Adresse zu und ich schick Dir das geänderte Programm zu!

"Wenn alle Stränge reißen, würde ich an eurer Stelle mal Kontakt mit dem Designer der Schaltung aufnehmen und dort speziell die Probleme mit den unterschiedlichen HC Typen schildern."

Vermutlich werden wir da nicht viel Erfolg haben, da ich bei meiner letzten Anfrage an Ihn folgende Antwort bekam: "...natürlich können Sie die Layouts nach Ihren Wünschen verändern, und auch veröffentlichen, da ich inzwischen das Modellbahnhobby aufgegeben habe..."

Gruß
Volker
Hallo Volker,

wäre ja super, wenn mit einem geänderten Programm alles vernünftig laufen würde.
Da ich von der Programmierung nicht allzu viel verstehe, bin ich Dir natürlich sehr dankbar, das Du mir das Programm zukommen läßt.
Hier die Adresse:

LutzKostka@freenet.de

Wenn auch bei mir alles geklappt hat, gebe ich Bescheid.

MfG Lutz
Klasse Volker !!!!

sowas tut innerlich richtig gut!
Aber im Prinzip ist es das, was ich mit ' Timing' meinte........

Doch die Antwort die du von dem "Schöpfer" erhalten hast, ist schon sehr deprimierend.....

Glückauf,
Günter
Hallo Ihr Beiden,

da mir das ganze keine Ruhe gelassen gelassen hat, habe ich sofort das von Volker geschriebene Programm in den PIC gebrannt und das ganze getestet.

Was soll ich noch sagen:

Was lange währt wird gut (oder so ähnlich ))))

Also nochmal Danke an Euch bis bald

MfG Lutz

Ach so, geht das "neue" Programm auch für die anderen Bausteine oder soll ich da lieber das alte nehmen ??
Lutz,
da der von Volker beschriebene Ablauf [ erst Reset , dann Enable] äußerst logisch ist,
werden die anderen Chips auch laufen.

Aber das kannst du doch einfach ausprobieren.

meint
Günter
Hallo,

an dem Programm habe ich sonst keine weiteren Änderungen vorgenommen. Es ergibt sich keine andere Laufzeit des Programms und ist auch für alle anderen Bausteine gängig! Weitere Programmfehler seitens des Autors kann ich natürlich nicht ausschließen, aber dann suchen wir wieder!

Ich werde mich auch bemühen die neuen Layouts so schnell wie möglich zu testen und dann zu veröffentlichen!

Die Pullup Widerstände zwischen +5V und Pin 14 der 74HC259 sollten aber unbedingt rein! Bei mir reichten die 100k, kannst natürlich auch 47k oder was dazwischen nehmen... Kondensatoren mit 100nF dicht am IC zwischen Pin 16 (+) und 8 (Masse) können auch nicht schaden!

Gruß
Volker
Hallo Volker,
du schreibst "Kondensatoren mit 100nF dicht am IC zwischen Pin 16 (+) und 8 (Masse) können auch nicht schaden!" ich sagt dir, die sollen (eigentlich müssen) bei jeden IC da sein... ich habe einige Jahre als Layouter gearbeitet und bei uns war es fast wie ein ungeschriebenes Gesetz Block-C's an jedes IC zu machen (auch wenn es die Entwickler nicht für nötig sahen), und zwar für jeden Versorgungsspannungspin, die Betriebssicherheit und die EMV (ok ist wohl hier weniger wichtig) dankt es... desweiteren gilt: keine offenen Eingänge, vorallem nicht an CMOS-Bauteilen... wie hier richtig erkannt wurde genügt ein "Fingerauflegen" daß die Schaltung funzt oder auch NICHT... wenn du magst schick mir mal dein Layout und den Stromlaufplan( stehe in der user-liste), ich schau mal drüber, vielleicht fällt mir ja noch was auf...

Gruß

Werner D. der jetzt seit 4 Jahren mit SDH kämpft... *ggg*
Hi Werner,

mit welcher Software hast du gearbeitet? Ariadne, Protel SE oder ORCAD?

Zu den Stütz (Block) Kondensatoren: Wenn ein Entwickler es nicht für nötig hält, diese Teile vorzusehen, gehört er auf die Straße gesetzt !!

Gruß,
Günter

P.S.: synchrone digitale hierarchie......
Interessantes Thema, macht Spass.

Beitrag editiert am 25. 01. 2006 08:15.
Hallo Günter,

ich habe zu meiner Layouterzeit mit Mentor Graphics auf HPUX-Maschinen gearbeitet, hat schon Spaß gemacht. Dann kam in meiner alten Firma die Idee mit dem Outsourcing auf... naja seitdem mach ich eben SDH und bin jetzt seit fast 5 Monaten bei den Chinesen gelandet, deren Produkte wir schon in meiner alten Firma verkauft hatten... mache technical support... macht auch Spaß ist aber oft sehr stressig...

Gruß

Werner D.

Beitrag editiert am 26. 01. 2006 00:25.
Hallo,

so, hier mal die ersten Bilder von den Baugruppen mit neuem Layout als kleiner Vorgeschmack!

Der Besetztmelder digital mit Einbaumöglichkeit von Polyswitches (z.B. PFRA 090, rechts wo die Brücken sind)

http://img472.imageshack.us/img472/2288/bm0dz.jpg
ca. 90x80mm

Der Besetztmelder digital ohne Einbaumöglichkeit von Polyswitches (Meine Booster/Zentrale liefern eh maximal nur 3A, so daß die Sicherungen unnötig sind)

http://img487.imageshack.us/img487/3554/bmo3rm.jpg
ca. 90x75mm

Der Funktionsdecoder mit Ausgangstreiber ULN2803 und einem Polyswitch (Der wird zwar nicht verhindern können das bei Überlast mal ein ULN2803 kaputt geht, aber kann vielleicht verhindern das die Leiterbahnen überlastet werden.)

http://img460.imageshack.us/img460/199/fd1ru.jpg
ca. 96x71mm

Jetzt muß ich mal den Bestückungsplan und die Layouts klar machen für den Upload. Ersterer nimmt leider noch etwas Zeit in Anspruch! Den Schaltplan werd ich voraussichtlich nicht aufbereiten, da die Änderung nur geringfügig sind, wie oben bereits geklärt wurde!

Ich habe auch noch eine Platine entworfen mit der man den FD schnell überprüfen kann, auf der einfach 8 LEDs mit Vorwiderständen sitzen und Drähten zum Anschluß ans Modul. Desweiteren habe ich einen 6fach Verteiler für Selectrix gebaut mit Spannungskontrolle und arbeite zur Zeit noch an einem Kehrschleifenmodul 2fach digital, nur fehlt mir das Material noch dafür...

Gruß
Volker
Hallo Volker,

sieht doch schon sehr interessant aus, alles auf einer Ebene.
Bin schon gespannt auf das Layout, den Bestückungsplan kann man ja auch zur Not vom Schaltplan ableiten.

Ich habe jetzt seit einer Weile einen Besetztmelder und einen Funktionsdecoder (allerdings die andere Version mit Transistoren als Treiber) in meinem Stellpult im Einsatz, funktioniert bis jetzt "mit dem schönen neuen Programm" einwandfrei.

MfG Lutz

Hi Volker,
ich stimme dem Lutz zu. Sieht wirklich gut aus. Aber ich finde, etwas zuviel Platz verschenkt und die Leiterbahnen sind dadurch verflucht lang.
Was würdest du davon halten, wenn du mir deine Unterlagen für die Schaltung zur verfügung stellst? Ich würde dir dann ein Layout erstellen nach diesem Schema

http://img511.imageshack.us/img511/3082/weichensteuerung21nr.jpg

wobei dies nur als Bestückungsplan und als Beispiel gilt.


Aber alle Platinen natürlich incl. Bestückungsaufdruck, doppelseitig und durchkontaktiert und beidseitig Lötstoplack. Logischerweise dann auch mit allen den dazugehörigen Fertigungsdaten (Gerber) die dir dann zwecks weiterer Nutzung und Fertigung bei jedem europäischem Platinenhersteller zur Verfügung stehen.

Dieses Beispiel zeigt einen Bestückungsplan für einen Weichendecoder für AC-betriebene Weichen mit TRIACS als schaltende Elemente.
Die Platine entspricht dem halben Euro-Format ( 80 x 100 ). Zur Zeit liegt der Preis für mich bei ca. 18.00 Euronen per qdm, würde also 14,40 Euronen kosten. Diesen Preis würde ich hier im Forumskreis direkt weitergeben. Natürlich ist die Stückzahl nich uninteressant.
Wobei der qdm-Preis unabhängig von der Anzahl der Durchkontaktierungen ist!

Ist vielleicht eine Überlegung wert.

Gruß denn,
Günter





Beitrag editiert am 02. 02. 2006 01:40.
Hallo Günter,

danke für Dein Angebot. Das mag ja für andere die keine Platinen selber ätzen können interessant sein, aber würde genau dem widersprechen warum ich das ganze mache: Geld sparen!!! Ich bin mit dem Ergebnis mehr als zufrieden und komme somit mit ca. 2-3 Euro Materialkosten für die Platine aus. Ich habe alles was zur Herstellung von einseitigen Platinen notwendig ist und bin froh das diese Investition vor vielen vielen Jahren mir heute noch zu Nutze ist. Wenn mich die Platine nochmal soviel kosten würde wie die Bauteile die ich drauf löte, hätte ich zum Bausatz greifen können. Die gibt es nämlich für Selectrix auch schon ab ca. 30 Euro. Man könnte natürlich sagen das ich dann Zeit gespart hätte, aber das zählt nicht wenn man Modellbahnbauer ist, dann hätte das ganze Hobby keinen Sinn!

Ganz ehrlich soviel Platzersparnis bringt das auch nicht mehr. Wichtig war mir nur das nicht mehr diese Sandwich-Bauweise den Platz in der Höhe weg nimmt!

Der Schaltplan ist übrigens kein Geheimnis. Die Pläne liegen alle beim eigentlichen Autor auf der Homepage. Wurde halt mit den obigen kleinen Korrekturen versehen von mir.

Sollte tatsächlich größeres Interesse aufkommen an fertigen Platinen kann ich Dir ja den Schaltplan überarbeitet zukommen lassen. Der Sauberkeit wegen müßte ich diesen aber dann erst überarbeiten...

Gruß
Volker
Ahoi Volker,
der angenommene Preis bezog sich natürlich auf mein angeführtes Beispiel.
Die von dir kreierte Decodergeschichte läßt sich sicherlich auf die Hälfte einer halben Eurokarte aufbringen. Das wären dann ein viertel der Fläche. Aber man müsste es probieren.

Gruß denn,
Günter
Hallo,

nun ist es geschafft. Die Einstellung der neuen Layouts zu Reinhardts Selectrix Modulen!

Zu finden auf meiner Homepage:

http://www.vk-fotoarchiv.de

Über Hinweise auf Fehler auf meiner Seite bin ich natürlich sehr dankbar!

Gruß
Volker
Hallo Volker,

vielen Dank für Deine Mühe die Layouts zu verändern und sie allen zur Verfügung zu stellen.
So bleibt gewährleistet, das jeder der Lust am Basteln hat, sich preiswert seine Selectrix-Komponenten selber sehr kostengünstig bauen kann.
Weiter so !!

MfG Lutz
Hallo,

das Interesse scheint ja da zu sein, heute schon über 70 Besucher auf meiner Seite, nur kein Feedback bis auf Deinen Beitrag hier?!
Bis nächstes Wochenende will ich dann das Kehrschleifenmodul fertig haben, eine erste Beschreibung hab ich grad schon eingefügt.
Vom Entwickler der Schaltung hab ich übrigens eine sehr positive Antwort bekommen. Der war begeistert das ich seine Idee fortführe und bat auch gleich darum das "neue" Programm und einen Link bei sich veröffentlichen zu dürfen.

Gruß
Volker

Beitrag editiert am 05. 02. 2006 18:09.
Hallo Volker,
super Arbeit von Dir. Wollte in Deinem Gästebuch was dazu schreiben, bekomme aber laufend Fehler "404". Vielleicht kriegste deswegen keine Antworten ?
Ich fange gerade an, Selectrix als Schalt- und Meldesystem zu "entdecken" und zu nutzen. Bin auch dabei, Reinhardts Entwürfe auf "Einplatinenlösungen" umzumalern (SW="Eagle"). Da kommen Deine Fehlerberichte und Korrekturen natürlich gerade richtig ! Wenn Du möchtest, kann ich Dir die Eagle Varianten dann als Alternativ-Download zur Verfügung stellen. Als Meldevariante stricke ich zusätzlich an einem "Reinhardt-Empfänger mit IR-Lichtschranke" (8-fach Input). Fremdlichtsicher, als In-Gleis (Reflexlichtschranke) oder Über-Gleis (Lichtschranke) Variante. Was mich noch brennend interessieren würde, wäre ein Decoder für die Ansteuerung von Servos - vom RS-Bus aus ! Aber da wäre wohl einiges an SW-Entwicklungsaufwand für den PIC fällig...
Gruß Dieter
Hallo Dieter,

danke für den Hinweis. Ich bekomme zwar keinen Fehler angezeigt, aber das Eintragen geht auch nicht. Hmm... hab ich wieder 'ne Aufgabe *fg*....

Sag bescheid wenn Du Deine Projekte fertig hast...

Vor der SW-Entwicklung graut es mir auch, daher war ich froh ein funktionierendes System gefunden zu haben, bis auf diesen kleinen Fehler. Interessant wäre vielleicht ein Update auf SX2, aber wohl recht aufwändig und der PIC16F84 bietet vermutlich nicht genug Speicher dafür!

Gruß
Volker

Nachtrag: Hab den Fehler im Gästebuch schon behoben. Es fehlte nur die Schreibberechtigung. Ist wohl beim Serverumzug flöten gegangen.

Beitrag editiert am 08. 02. 2006 17:06.
Hallo,

Aus aktuellem Anlaß möchte ich vorsichtshalber darauf hinweisen das mir eine Mail vorliegt das es noch Probleme/Fehler in dieser Schaltung (Besetztmelder) geben soll. Der User der mir in der Mail berichtete hatte diese Probleme bereits bevor ich neue Layouts fertigte! Ich werde diesen Hinweisen nachgehen jedoch sind mir bis jetzt keine Probleme aufgefallen bei meinen Prototypen!



Den Schaltplan der Belegtmelder habe ich in keiner Weise verändert, daher muß es sich wenn um einen grundsätzlichen Fehler handeln der bereits bei den Platinen des Entwicklers gegeben hat!? Der User der über diesen Fehler berichtete hatte das Problem schon bevor ich neue Layouts gemacht habe. Es geht dabei um die Unzuverlässigkeit der Meldung!

Bin momentan ratlos, werde aber so wie Zeit ist ausgiebige Tests unter verschiedenen Bedingungen durchführen.

Den Hinweis im ersten Absatz findet Ihr jetzt auch auf meiner Homepage jeweils zu den beiden Platinen!

Gruß
Volker

http://www.vk-fotoarchiv.de

Beitrag editiert am 12. 02. 2006 19:21.
@40
Hallo Volker
Baue auch die Reinhardt decoder. Habe heute deine H/P besucht.

Gästebuch Eintrag funktioniert (Habe Fusstapfen hinterlassen)
Feedback - Kontakt gibt weiterhin 404 Error.

Schon mit dem Kehrschleifenmodul weitergekommen?

Herzlichst
Jochen aus Tokyo
@Jochen: Du hast Post

Für alle anderen: Ja das Kehrschleifenmodul funktioniert, nur leider fehlt mir im Moment die Zeit es online zu stellen, wird aber noch nachgeholt,.....

Gruß
Volker

PS: Bin auch dabei ein Drehscheibendecoder für Selectrix zu entwickeln, mit ähnlicher Ansteuerung wie der von Rautenhaus SLX815


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