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THEMA: Ungewöhnliche Methoden zur Digitalisierung

THEMA: Ungewöhnliche Methoden zur Digitalisierung
Startbeitrag
Nspurbodi - 02.05.26 07:00
Hallo zusammen
Inspiriert vom "Bäuchlein Beitrag" habe ich mir gedacht, ich mache mal einen Beitrag für außergewöhnliche Digitalisierungen auf
Was habt Ihr schon mal digitalisiert, was außergewöhnliche Maßnahmen erforderte?
Ich beginne mit meinen 181er von Roco.
Vor 20 Jahren Lötschnittstelle, aber kein Platz für damalige Decodergrößen.
Die Lösung war eine Art "Kabelkanal" vom Unterboden zur Schnittstelle rauf.
Was habt Ihr gemeistert?
Lg Peter

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Hallo Peter,

ungewöhnlich oder außergewöhnlich finde ich das nicht. Loks die überhaupt nicht zur Digitalisierung vorgesehen sind erfordern halt teils brachiale Bearbeitungsmethoden 😄.
So bei meiner Tomix DD200. Deren analoge Technik von der Stromaufnahme bis zur Beleuchtung kommt komplett ohne Verkabelung aus. Als ich sie auf Digital mit Sound umbaute, musste ich somit jede Ritze nutzen, um irgendwo die Decoderkabel führen zu können. Schlussendlich musste ich auch 'Kabelkanäle' und Durchbrüche an den beiden Chassishälften bohren und feilen, da das Lokgehäuse fast ohne Spiel die Hälften umgibt. Für den Lautsprecher blieb nur Platz in der Tankwanne, da musste ich für die Aussparung unten fast den ganzen Rahmen Wegfräsen.
Aber letztendlich hat sich der Aufwand ausgezahlt - Eine seidenweich fahrende Lok mit doch recht kräftigem Dieselsound. Über den sichtbaren Decoder im Führerhaus kann ich getrost hinwegsehen.

Grüße Stephan

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Hallo Peter,

grundsätzlich lässt sich alles digitalisieren. Bei einigen Modellen ist das aber schon etwas schwierig, weil kein Platz vorhanden.

Die alte 265 von Arnold ist so eine Kandidatin. Darin findet man zunächst einmal keinen Platz für einen Decoder. Einige haben Teile des Gehäuses weggefräst, um Platz zu gewinnen. Eine Alternative ist der Einsatz von Glockenankermotoren. Den hatte ich mir gekauft. Dann habe ich den Kunsstoffblock oben soweit abgefräst, bis ich den Decoder zwischen Block und Klammer unterbringen konnte.

Auf die Arnold Köf III lässt sich auch nur mit GAM digitalisieren, weil der flacher ist als der Originalmotor.

Eine weitere Herausforderung ist die alte 94er von Fleischmann, wenn man auch das Licht im Tender weiter betreiben möchte.

Zu der Zeit gab es noch keine so kleinen Decoder, die es heute gibt. Da ist es etwas einfacher.

Aber unter dem Strich konnte ich jedes Modell digitalisieren.

Gruß
Jürgen
Zitat - Antwort-Nr.: 2 | Name: spur.n.bahner

Auf die Arnold Köf III lässt sich auch nur mit GAM digitalisieren, weil der flacher ist als der Originalmotor.

Nö. Da passt ein Decoder auch auf den Motor. Du meinst vielleicht die Köf II

Die Frage ist heute nicht, ob es geht, sondern wie viel Aufwand man treiben will. Ich mache auch vor Kleinserienmodellen nicht Halt. Bis auf den Marks Klv20 alles mit Sound und meist sogar mit Pufferspeicher und ggf. zusätzlichen Lichtfunktionen. Wenn es der Bauraum hergibt auch mit Next18-Schnittstellenplatinen bzw. STACO2.

Einen Fall wie vom TE beschrieben ist meine Roco V320 (bzw. Br 232). Eine meiner ersten Soundumbauten. Für den Sounddecoder SD10A habe ich seitlich vom Motor eine große Tasche gefräst. Der LS ist hinter einem Führerstand. Heute wäre das mit kleineren Decodern, Motortausch und Tauschplatinen viel einfacher. Meine Roco 181.2 hat dagegen eine (etwas bearbeitete) Tauschplatine mit SD10A und LS zwischen den Drehgestellen. Auch dafür musste ich seitlich einen schmalen Kanal für die LS-Litzen fräsen. Besonders "schön" sind Modelle mit NEXT18, die aber nicht für Sound vorbereitet sind. man muss die LS-Litzen an die Füßchen der Schnittstelle löten und Platz für den LS finden (z.B. Brawa E44, Liliput E10, Hobbytrain E63,...).

Wie gesagt, Grenzen gibt es kaum und es gibt gute Gründe, dass ich nicht jeden Mist hier präsentiere.

Gruß
Andi
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Nö. Da passt ein Decoder auch auf den Motor. Du meinst vielleicht die Köf II



Da passt so kein Decoder rein, weil der Motor mit einer Klammer gehalten wird, die bis an das Dach reicht. Ein DH05 passte da damals so nicht hinein. Höchstens, wenn man die Klammer weglässt und den Motor anders fixiert. Das war für mich aber keine Lösung.

Gruß
Jürgen


moinsens,

wie sagt man doch so schön, Platz ist in der kleinsten Hütte,  

in diesem Fall im Tender der Moserschen BR 57 mit DSS.

mfG

Ralf  

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Mit einem kleinen Controller, wie dem MX615, ist wirklich Platz in der kleinsten Hütte. Hier ein Beispiel der alten Arnold 2545, Baureihe 36.

Gruß von Aron

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Zitat - Antwort-Nr.: 4 | Name: spur.n.bahner

Da passt so kein Decoder rein, weil der Motor mit einer Klammer gehalten wird, die bis an das Dach reicht. Ein DH05 passte da damals so nicht hinein. Höchstens, wenn man die Klammer weglässt und den Motor anders fixiert. Das war für mich aber keine Lösung.

Ich hatte einen PD05 drin und bis auf die Kontakte zwischen Motor und Schleifer sowie zusätzlichen Litzen nichts geändert. Das Modell habe ich aber nicht mehr. Gibt ja jetzt was Anständiges von Liliput.

Gruß
Andi
Hallo,

als ich Mitte der neunziger Jahre mit dem Digitalisieren mit Selectrix begonnen hatte war der 66830 der weltweit kleinste Decoder mit Lastregelung. In viele Fahrzeuge konnte der Decoder einfach auf der Platine platziert werden. Nur bei Minitrix gab es schon die ersten Loks mit einer Schnittstelle. Der 66830 kostete damals 130 DM (was heute 65€ entspricht). Tauschplatinen oder das 1zu160-Forum als Informationsquelle standen noch nicht zur Verfügung.
Bei der Fleischmann 111 platzierte ich den Decoder unter der Platine. Die Lok wurde zuvor zerlegt, das Chassis im Schraubstock eingespannt und an einer Stelle durch Feilen angepasst. In die Platine wurde durch Bohren und Feilen noch ein Durchbruch für Kabel angebracht.
Bei der Roco 181 war zwar eine Schnittstelle vorhanden aber die Platine war von Roco nicht ausgespart worden. Daher passte das Gehäuse um ein paar Zehntel mm nicht mehr auf das Chassis sobald der 66830 in der Schnittstelle steckte. Bei dieser Lok habe ich daher die Platine in drei Teile zersägt. Der mittlere Teil samt Schnittstelle wanderte in die Bastelkiste und der Decoder wurde hier in der Lokmitte platziert und fliegend verdrahtet.
Bei der Minitrix 144 hatte ich einen günstigen Selectrix HO-Decoder verbaut. Hier entfiel die komplette Platine und die Glühlampen und der Motor wurden direkt verdrahtet.

Zum Glück wurden die Decoder später kleiner und deutlich günstiger

Alle drei Loks laufen auch noch nach über 30 Jahren mit den damals verbauten Decodern.

Grüße
Markus

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Hallo Andi,

Justandersson bietet passende GAM an und dann passt auch ein Decoder darüber. Die alten DH05 waren größer als die PD05. Das sind Nano-Decoder. Den gab es damals noch nicht.

Klar, jetzt gibt es die Köf III von Liliput, von denen ich drei habe. Damals gab es nur die von Arnold.

Gruß
Jürgen


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