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THEMA: Umbau auf GAM, wie wählt man einen passenden Motor aus?

THEMA: Umbau auf GAM, wie wählt man einen passenden Motor aus?
Startbeitrag
Moba-Macher - 23.04.26 09:54
Moin zusammen,

ich lese hier viel, dass Modelle mit einem GAM sehr viel besser fahren und davon auf jeden Fall profitieren. Leider konnte ich aber im Forum nichts dazu finden, welchen Motor (welche Werte) ich tatsächlich für eine Digitallok nehmen soll? Dass die Größe eines Motors hier natürlich eine Rolle spielt (der soll ja auch rein passen) oder die Drehzahl (muss auf Geschwindigkeit kommen), das ist mir natürlich klar. Aber wenn ich z.B. bei micromotor.eu rein schaue, dann gibt es noch ein paar andere Werte für Motoren. Worauf soll ich also eigentlich noch achten bzw. wie genau soll ich schätzen / berechnen, was für mein Modell geeignet wäre? Was bedeutet z.B. Drehmoment in g/cm? Muss ich dazu meine Lok wiegen?

Danke im Voraus!


Hallo Moba-Macher,

inhaltlich möchte ich mich hier weniger zum GAM äußern, das führt in der Regel zum Glaubenskrieg. Nur eins, entscheidend für mich ist, ob man analog oder digital fährt. Im Digitalbetrieb ist ist ein GAM meiner Meinung nach nicht unbedingt eine Verbesserung.

Die Angabe des Drehmoments in g/cm ist eine veralterte Darstellung, die aber noch bei kleinen Motoren Anwendung findet. Sie beschreibt die Kraft, die eine Masse von 1 Gramm an einem 1 cm langen Hebelarm ausübt.

Gruß
Jürgen

Hallo Moba-Macher,
auf der Webseite von DM-Toys gibt es den GAM-Konfigurator. Da gibt man den Hersteller, Artikelnummer und die Baureihe ein und dann bekommt man den passenden Umbausatz angezeigt, sofern verfügbar.
Ob man den Umbausatz kauft oder selbst einbaut ist ziemlich egal. Die Teile dafür jedoch ohne Motorhalter kann man einzeln ebenfalls bei DM-Toys kaufen.
Ich halte es so. Wenn ein Originalmotor defekt ist, baue ich einen GAM ein. Ist im Endeffekt billiger. Besonders bei älteren Loks bekommt man nicht immer den Originalmotor.
Letztendlich muss es jeder für sich selbst entscheiden.
Bei mir ist es eine Preisfrage.

Grüsse
Klaus
Hallo,

ich verweise hier, genauso wie mein Vorgänger auf die Firma DM-Toys und SB-Modellbau. SB-Modellbau stellt ganz hervorragende umbaukits auf GAM zur Verfügung. DM-Toys haben hier die preisgünstigere Alternative, die auch gut funktioniert.
Für den Fall, das Du digital fährst-  finde ich es immer verlockend, den Motorhalter so umzuwandeln, das man damit auch noch den Platz für einen Pufferspeicher erhält.
M.M.n ist der Umbau auf GAM, in den alten Loks mit 3 Pol Motor in jedem Fall ein Gewinn.

LG Philipp
Hallo,

ich mache es z. B. ganz anders. Ich baue mir die Antriebe alleine. Hierzu Versuche ich den möglichst größten Motor zu verbauen. Bei Möglichkeit mit Schwungmasse und wenn möglich ebenso ohne große Frästarbeiten. Die Größe des Motors wähle ich nach dem Drehmoment bzw. vorhandenen Platz und natürlich Drehzahl aus. Micromotors hat dazu eine gute Auflistung. Aber auch rr-modellbahn wo es Motoren mit anderen Drehzahlen gibt als z. B. bei DM Toys. Da kann man auch Schwungmassen nach Maß bestellen! Entscheidend aber auch wie das Modell vorher im Analogbetrieb lief. Ich persönlich mag es wenn die Loks nicht so schnell fahren. Aber wohl wenn man mit denen richtig kriechen kann! Da macht sich z. B. Drehmoment bemerkbar. Übrigens fahre ich digital, da kann man einiges rausholen im Vergleich zu analog.

Viele Grüße Sylvio
Danke für eure Tipps.

Mir geht es darum, dass ich für eine Lok z.B. einen 07er - Reihe Motor einbauen kann. Dabei hätte ich noch Platz für eine Pufferschaltung. Ich könnte aber den Platz komplett ausnutzen und einen 10er - Reihe Motor einbauen. Und hier möchte mich eben entscheiden, ob z.B. 07er ausreicht, oder eher 08er?
Hallo,

um was für eine Lok handelt es sich denn?

Viele Grüße Sylvio
MTX BR 290
Das verstehe ich jetzt nicht. Diese Lok hat doch schon einen wartungsfreien Motor mit guten Fahreigenschaften. Was soll denn der GAM bringen? Soweit ich sehe, wird von DM-Toys auch keiner für diese Baureihe angeboten.

Gruß
Jürgen
Hallo,

ein Glockenankermotor hat gerade in Verbindung mit einem Digitaldecoder einen weiteren Vorteil: Da die Stromaufnahme wesentlich geringer als bei einem konventionellen Motor ist, lassen sich die Fahreigenschaften durch den Einbau eines Pufferkondensators entscheidend verbessern, so daß das Modell ohne zu stocken über Schmutzstellen hinwegfährt. Bei einem konventionellen Motor sieht man dagegen kaum einen Effekt.

Grüße, Jürgen
#5
Hallo und hallo zusammen,

ich denke Du solltest Dir erst einmal überlegen was das Ziel des Umbaus ist. Solange der Originalmotor noch funktioniert, solltest Du diesen einfach weiterverwenden. Was die GAM angeht, so würde ich folgende Punkte beachten:

Preiswerte GAM haben im Verhältnis zu den alten Modellbahnmotoren relativ wenig Kraft und benötigen - auch im Digitalbetrieb - recht hohe Drehzahlen und eine entsprechende Untersetzung.  Je hochwertiger der Motor, desto höher die Kraft bei niedrigen Drehzahlen. China GAM, dann Faulhaber und dann Maxon.

Die 07er sind aus meiner Sicht recht schwach auf der Brust.
Die 08er sind schon etwas besser und Du solltest beim Einkleben oder bei Montage mit einer entsprechenden selbst gedruckten Halterung kein Problem mit dem Schneckenspiel haben. Ich verwende relativ oft die 08er in der DH Version. Dieser dreht zwar höher, hat aber bei niedrigen Drehzahlen auch mehr Kraft. Die Halterung ist relativ einfach zu konstruieren, letztendlich aufgebaut wie beim Liliput Flirt.
Die 10er haben bei niedrigen Drehzahlen noch mehr Kraft - aber Du musst dann den Lokrahmen/die Auflage um 1mm ausfräsen.
Lohnenswert ist auf jeden Fall die Umrüstung auf eine Kunststoffschnecke.

Gruß

Schorsch
Hi Jürgen,

Zitat - Antwort-Nr.: 1 | Name: spur.n.bahner

Die Angabe des Drehmoments in g/cm ist eine veralterte Darstellung,



Nm ist doch die SI-Einheit für das Drehmoment, was ist daran veraltet?

@ Moba-Macher
Wenn du unbedingt, trotz funktionierendem Motor, basteln möchtest, rate ich dir zu einem schräg genutetem Fünfpoler von Atlas, LifeLike oder Kato. Die laufen sehr gut, langsam und zuverlässig und haben ein vernünftiges Eigengewicht. Die Schwungräder sind bei denen mE eher dekorativ.

Gruß
Gerald

Zitat - Antwort-Nr.: 11 | Name: GuteSeite

Nm ist doch die SI-Einheit für das Drehmoment, was ist daran veraltet?



Nichts! Aber g/cm ist eben kein Drehmoment!
Ein Drehmoment ist das Produkt auf Kraft x Länge....

Moin zusammen,

diese Definition liest man im Internet

Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

g·cm (Gramm-Zentimeter) ist eine veraltete oder nicht-SI-konforme Einheit für das Drehmoment, häufig in der Modellbautechnik für Servos verwendet. Sie beschreibt die Kraft, die eine Masse von 1 Gramm an einem 1 cm langen Hebelarm ausübt. Die Umrechnung in die SI-Einheit Newtonmeter (Nm) erfolgt durch 1 g X cm = 98,1 X 10 hoch -(6)



Die Angabe in g X cm ist, wie man liest, NICHT SI-konform, Nm sind SI-konform. Aber ihr wisst das bestimmt besser.

Aber darüber könnt ihr gerne weiterdiskutieren, hilft dem Beitragsersteller sicher weiter. Ansonsten stimme ich Schorsch in #10 zu. Was soll mit dem Umbau bezweckt werden.

Und jetzt halte ich mich aus der weiteren Diskussion heraus. Meine Meinung zu GAM habe ich geäußert. Ich habe lediglich eine V 65 und zwei Köf III von Arnold umgerüstet, um Platz für einen Decoder zu gewinnen. Ansonsten hätten die Decoder nicht in die Loks gepasst.

Gruß
Jürgen
Ok, danke an alle, die mir hier ein paar Infos geschrieben habe.

Ich fasse für mich mal zusammen:

GAM ist gut und wäre im Digitalbereich sogar vorzuziehen (wenig Stromverbraucht und bessere Langsamfahreigenschaften). Er hat aber weniger Leistung im Vergelich zum Originalmotor. Man soll die Größe des GAMs so wählen, dass man beim vorhandenen Platz möglichst einen größeren GAM einbaut, um mehr Drehkraft zu haben. Qualitätsmotoren haben auch bessere Eigenschaften und sind vorzuziehen (z.B. Faulhaber und Maxon).

Ich werde meine Lok dann am WE umbauen und werde dann berichten. Noch ein Mal DANKE!
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Er hat aber weniger Leistung im Vergelich zum Originalmotor.



Ohne Beleg halte ich diese Aussage für falsch: wo gibt es Angaben über die abgegebene Leistung der 3-/5-Poler? Ich habe noch nie welche gefunden, selbst die Hersteller rücken diese Angaben nicht raus.
Bei GAMs gibt es diese Angaben in Nm

Grüße Michael Peters
Ok. Hier kommt eine kleine Rückmeldung vom mir.

Ich habe heute meinen GAM (07er Reihe von micromotors) in meiner Lok eingebaut. Die Lok fährt sehr gut. Vor allem bei sehr niedrigen Geschwindigkeitsstufen fährt die Lok sichtlich besser als mit dem Originalmotor. Erstaunlicherweise erreicht die Lok nun auch die nötige max. Geschwindigkeit, was mit dem Originalmotor nicht ging (nach einem Decodertausch). Und ich hätte sogar noch Reserven (CV5 steht auf 224). Ob der GAM wirklich leiser wäre, kann ich nicht wirklich feststellen. Außerhalb der Lok war er auch.
Moin,


Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Die Umrechnung in die SI-Einheit Newtonmeter (Nm) erfolgt durch 1 g X cm = 98,1 X 10 hoch -(6)



Achtung, KI-Opfer! Hier wurde die Einheit g (Gramm) durch die Gravitationskonstante (9,81 m/s(hoch2)) ersetzt, was physikalisch echter Blödsinn ist. Wobei g x cm auch keine Kraft bezeichnet (das wäre g x cm / s(hoch2), die (veraltete) Maßeinheit dyn). Heute basieren alle Maßeinheiten auf den Grundmaßen. Für Gewicht sind das Kg, für Längen sind das m.

1 Newton (N) entspricht daher 1 Kg x m / s(hoch2). Somit sind 10.000 dyn = 1 N. Insofern ist dyn als Maßeinheit zwar veraltet, aufgrund der kleinen Kräfte aber besser lesbar und inhaltlich korrekt. Nur die Bezeichnung g.cm ist frei erfunden.

Zum sinnvollen Einsatz der GAM wurde bereits alles geschrieben.

Viele Grüße

Yves
Hallo

Zitat - Antwort-Nr.: 17 | Name: Yves

Für Gewicht sind das Kg,

Fast richtig.
K = Kelvin
k = Kilo
Kilogramm = kg

Zitat - Antwort-Nr.: 17 | Name: Yves

Nur die Bezeichnung g.cm ist frei erfunden.

Nicht ganz.

Früher waren m*kg für Drehmomente gebräuchlich. Eine verkleinerte Einheit dazu waren cm*g (oder g*cm).

Dietrich
Und wer Langeweile hat, hier gibt es dazu einen Konverter g*cm in Nm:

https://convertlive.com/de/u/konvertieren/gramm...ton-meter-drehmoment

Hat nichts mit KI zu tun.

Gruß
Jürgen


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