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THEMA: Eisenbahn Drehbrücke

THEMA: Eisenbahn Drehbrücke
Startbeitrag
Mika1968 - 20.04.26 10:29
Moin Moin Leute,

ich wollt mal fragen ob sich hier schon mal eine Eisenbahn Drehbrücke gebaut hat?

Ich bin grade dabei diese Brücke nach zu bauen:

https://www.google.de/maps/@53.2204831,8.455785...IKXMDSoASAFQAw%3D%3D

In erster Linie geht es mir um die beiden Gleisübergänge, wo die Brücke aufliegen soll,
hat jemand eine Idee oder Anregung für mich wie ich den Brückenpfeiler (Wiederlager)
gestalten sollte, sodass es bei dem Übergang keine Probleme bei der Drehbewegung kommt.

Mit freundlichen Grüßen

Ralf



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Vor ca. 1-2 Jahren hat hier mal jemand eine Drehbrücke vorgestellt, die er sogar vermarkten wollte. Du müsstest mal in der SuFu schauen.

LG Mike
Hallo,

https://bauprojekte.deutschebahn.com/media/proj...bruecke_20240924.pdf

Ist ja nicht die erste Brücke. Ich denke an die bei Weener an der Ems.

Peter

Hallo Mike,

du meins sicher dieses Thema hier:

https://www.1zu160.net/scripte/forum/forum_show...;sb1=Drehbr%C3%BCcke

Hier handelt es sich um eine Straßenbrücke (Wilhelmshaven)


Mit freundlichen Grüßen

Ralf
Hi,

Lemiso hat so eine Brücke (mit Zug und Straße) inkl. Drehfunktion auf Frauenchiemsee (letztes oder vorletztes Jahr) in ihrer Anlage gezeigt

Grüße Micha
Hallo Ralf!

Wenn der Drehpunkt feststeht, kannst Du mit einem Zirkel an der Position der Widerlager Kreisbögen ziehen und dann die Brückenteile und die Endstücke "an Land" nach diesen Kreisen zuschneiden. Dann sollte sich die Brücke drehen lassen, indem die Teile aneinander vorbeigleiten.

Herzliche Grüße
Elmar
Moin Ralf,

tolles Projekt, ich wünsche viel Erfolg dafür!

Elmar hat es mit den Begriffen "Zirkel" und "Kreise" schon richtig angedeutet. Im Gegensatz zu Klappbrücken oder statischen Brücken sind die Widerlager und Brückenenden nicht rechteckig, sondern Bogenstücke. Das Brückenelement hat einen konvexen Bogen, alle Punkte am Brückenende (egal ob in Gleismitte oder an den Außengeländern) sind gleich weit weg vom Drehmittelpunkt. Mit denselben Maßen haben die Widerlager konkave Bögen, in denen sich die Brücke dreht. Wenn der Radius groß genug ist, wird die Differenz zwischen Bogen und Sekante kleiner als ein Schwellenabstand, dann muss (außer dem Schneiden des Schwellenbandes) nichts Besonderes am Gleis getan werden. Die Schnitte der Schienen müssen natürlich exakt in diesem Bogen liegen, und das Trassenbrett (Brückenelement) wird gemäß dem Bogen (und nicht rechtwinlig!) geschnitten.

Beachte, dass eine Drehbrücke (ebenso wie eine Drehscheibe) in der richtigen Stellung fixiert (eingerastet/verriegelt) werden muss, bevor die Durchfahrt für Bahnen freigegeben werden darf. Dafür gibt es in der Realität mehrere Möglichkeiten. Bei Drehscheiben wird meist ein horizontaler Riegel in Längsrichtung der Bühne in eine passende Öffnung der Seitenwand der Grube geschoben und gesichert, ebenso könnte bei der Drehbrücke ein (beweglicher!) Riegel in die Seitenwand des Widerlagers geschoben werden. Es gibt aber auch Drehbrücken (z.B. Hafen Krefeld), die einen nach unten gerichteten (senkrechten starren) Zapfen haben, der (wie ein Splint) in ein senkrechtes Loch im Boden des Widerlagers gleitet. Dazu muss allerdings die ganze Drehbrücke erst angehoben, dann gedreht, und dann wieder abgesenkt werden.

Es bleibt dir natürlich freigestellt, ob du eine der Verriegelungsarten implementierst. Zwingend ist aber die korrekte Bogenform von Brückenende und Widerlager mit wenig Spiel dazwischen.

Auf weitere Berichte von Planung und Bau freut sich
Wolfgang (der dich gerne mal wieder auf einer Ausstellung sehen würde)
Hallo,

da die Drehbrücke ja immer nur um 90° gedreht wird, müssen die beiden Abschlüsse nicht im Kreisbogen "beschnitten" sein. Statt dessen reicht es, wenn jeweils ein schräger Schnitt (etwa 5-15°) gemacht wird, was dann auch gleich einen "Anschlag" für die Drehbrücke ergibt. Gestaltet man die Brückenlager als leichte Rampen, werden die Brückenenden beim Herausdrehen entlastet und beim Zurückdrehen in der Höhenlage wieder justiert.

-----/---------------/---
     /        X       /         <--- Drehpunkt, Drehrichtung zum Öffnen gegen den Uhrzeigersinn
---/---------------/-------

Ich hoffe, man erkennt, was ich meine...
Dürfte die Konstruktion deutlich einfacher machen

Viele Grüße
Michael

Moin Moin Leute,

ich habe mich mal an eine Trockenübung auf einem Brett gewagt (siehe Bilder)

Wenn ich nur einen Millimeter Platz lasse, zwischen dem festen Gleis und dem Drehteil
und das Gleis ein wenig überstehen lasse, brauche ich nichts groß bearbeiten.

Mal sehen ob ich das umgesetzt bekomme

Achja das Stellwerk für die Brücke ist auch schon fertig

Mit freundlichen Grüßen

Ralf

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Hi Ralf,
warum überlegst Du noch groß, die Darstellung in #7 von Michael (schräge Schnitte) löst doch Deine ganzen Probleme ? Du hast sogar noch einen Festanschlag im eingeschwenkten Zustand.
Gruß
Eberhard
Hallo Eberhard,

ich "versuche" nach Vorbild zu bauen, und bei der Huntebrücke bei Elsfleth gibt es keine Schräge

OK im Vorbild gibt es eine Verriegelung die geöffnet wird und dann wird die Brücke leicht angehoben
und erst dann gedreht.

Ich danke für alle Vorschläge hier

Mit freundlichen Grüßen

Ralf

PS: Ich lasse ja auch den Rad/Gehweg an der Brücke weg

Hi Ralf,
vorbildgerecht ist natürlich wieder eine andere Nummer.

Eberhard
Hallo!

Die Drehbrücke in dem Video #8 kommt auch ohne Schräge aus, sondern ist, ähnlich wie Ralf es plant, mit überstehenden Gleisen ausgestattet. Wenn man also die Frage nach "Vorbildtreue" stellt, muß man sehen, daß es unterschiedliche Vorbilder gibt.

Herzliche Grüße
Elmar


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