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THEMA: Hilfe gesucht, Lackschaden reparieren

THEMA: Hilfe gesucht, Lackschaden reparieren
Startbeitrag
Robert146 - 18.04.26 18:12
Hallo und einen schönen guten Abend,

vor einigen Tagen landete wieder ein eBay Schnäppchen bei mir auf dem Tisch.

Eine Vorserien-103 von Minitrix neuerer Serie.

Beworben wurde die Lok zwar als defekt, es sei aber lediglich der Dekoder defekt.

Dann kam das gute Stück bei mir an. Nicht nur das der Dekoder zuvor eingelötet war, es fehlte auch die Federleiste für die Schnittstelle sowie eine der Kontaktklemmen zum Drehgestell- kein Problem, sowas hat man ja in der Bastelkiste.

Aber auch wurde wild in der Lok rumgelötet , das war jenseits von Gut und Böse.

Diese wilden Lötstellen habe ich alle entfernt, die Platine gereinigt und neu verlötet.
Die Technik läuft wieder....soweit so gut.

Nun aber zu meinem Problem: und das betraf das Gehäuse.
Den defekten Stromabnehmer kann man ja leicht ersetzen. Den Schaden an der Front hingegen, das übersteigt etwas meine Fähigkeiten, oder meine Ansprüche an eine Reparatur.
Scheinbar wurde kurz mit einer Lötspitze über die Front gezogen. Die Folge ist ein Kratzer von der Front bis über die Stirnfenster.

Die Fenster und der defekte Lichtleiter lassen sich ja schnell ersetzen. Der Lackschaden hingegen ist beachtlich-obwohl das Gehäuse sonst iO ist.

Den Kratzer habe ich soweit ausgeschliffen, die Front müsste aber teillackiert werden -siehe Bild.

Nun die Frage: hat jmd oder kennt er jmd der solche Reparaturen vornimmt?

Bei Minitrix wird's das Gehäuse wohl nicht mehr geben.

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Hallo Robert146.

Google sagt folgendes über die Lackierung:

TEE-Lackierung (Rot/Beige, bis ca. 1974)

    Rot: RAL 3005 Weinrot
    Beige: RAL 1001 Beige
    Rahmen/Drehgestelle: RAL 9005 Tiefschwarz

Ich würde mir ein Farbtopf von Revell Nr. 32314 besorgen und es mit einem Pinsel versuchen zu lackieren.

Gruß
Andreas
Hallo Robert,

wie solch eine Reparatur aussehen könnte, zeigte ich schon mal an einer älteren Minitrix-103 auf meiner Homepage:

https://barbaras-spur-n-welten.de/Fahrzeugmodelle/second-life-minitrix-br-103

Aber bitte, bitte nicht mit Revell-Döschen und Pinsel - das ist absoluter Murks (sorry) und wird immer zu sehen sein.
Gefragt ist hier die Airbrush und dazu sehr genaues Arbeiten.
Wende Dich also an einen Fachbetrieb, welcher Airbrush-Arbeiten anbietet, oder Suche gezielt nach einem Mitstreiter mit guten Airbrush-Kenntnissen.
Das wäre mein Rat an Dich.

Viele Grüße
uNdercover

Hallo Babera, vielen Dank für deine Nachricht.

Genau über deine Homepage bin ich gestern gestolpert und hab mich dabei gefragt ob nicht ein altes 103er Gehäuse passen würde.

Dieses könnte ich ja problemlos "pimpen".

Aber eine Frage: Woher hast du die Wanisch -Wippe für den Stromabnehmer her?

Ansonsten hab ich schon den Justin Pfeiffer (https://airbrushpfeiffer.com) angeschrieben ob er sowas macht, bzw sich das überhaupt lohnt.

Von einer Bastellösung mit Pinsel und Farbdosen möchte ich eher Abstand nehmen. Sowas geht nur bei Kleinreparaturen....

Hallo Robert.
Vielleicht fragst du auch mal bei www.der-controller.com an
Gruß Björn
Guten Morgen Björn, vielen Dank für den Tipp. Ich hab den Controller auch mal angeschrieben. Ich muss mal schauen wer diese Arbeiten gut umsetzen kann. Ansonsten muss ich mir ein Tauschgehäuse besorgen.
sorry, war doppelt*
Hallo Robert,

je nachdem welcher Betriebszustand wieder erreicht werden sollen, geht auch -tupfen-, dazu gibt es Micropinsel/Lacktupfer wie z.B. diese hier:

https://lackierladen.de/Zubehoer-Micropinsel---...n6yPzVcME5eckMJ2ZHlK

Klingt jetzt vielleicht etwas abwegig, aber Lackschäden in N sind manchmal ähnlich wie bei Autos. Tupfen sollte man vorher meiner Meinung nach aber auch erst mal ausprobieren ob es in Frage kommt. Manchmal hilft es z.B. wenn man mit relativ wenig Farbe 2-3 dünne Schichten tupft.

Lackschäden werden im Original auch ausgebessert, hier könnte der Grund z.B. ein entferntes Graffiti an der Front sein?

MfG
Tobias
Hallo Robert,

würde es so wie schon erwähnt, auch mit Revell und austupfen probieren.
Hatte gerade einen ähnlichen Patienten auf dem Basteltisch liegen.
Allerdings handelte es sich da um eine uralte Ae6/6 im stark gebrauchten Zustand.
Habe alle ähnlichen Farben von Revell besorgt und bin spontan mit der Nr.363 fündig geworden.
Ich finde, es ist eigentlich ganz ordentlich geworden.
Hab die Lok komplett überarbeitet und in einen optisch und technisch schönen Zustand versetzt.

VG vom Norman

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Hallo Robert,

natürlich hab ich auch ein Bild des Hauptschadens gemacht.
Sah schon recht übel aus. Seht selbst..

VG vom Norman

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Hallo Robert,

natürlich hab ich auch ein Bild des Hauptschadens gemacht.
Sah schon recht übel aus. Seht selbst..
Hatte allerdings schon den kompletten Dachbereich überarbeitet, neue Stromabnehmer montiert, Dachleitungen überarbeitet, und Scheiben montiert, Licht repariert etc.
VG vom Norman
Hallo,

bei der schnellen 103 gab es beim Vorbild im Frontbereich viele Kollisionen mit größeren Vögeln. Hierdurch mussten häufig Dellen gepachtelt und dann die Flächen neu lackiert werden. Oft wurden diese Flächen nur teilausgebessert und die Farben passten nicht so gut zueinander. Im Modell kann man daher ebenfalls durch abkleben solch eine Teilausbesserung durchführen. Wenn man eine heile Welt auf der Modellbahn nachbilden will und möchte dass alle Fahrzeuge wie fabrikneu aussehen sollten man besser den kompletten Frontbereich neu lackieren (lassen).

Grüße
Markus
Hallo,

da bin ich nochmal und möchte Robert ermutigen, das Modell wieder in einen schachtelfrischen Zustand versetzen zu lassen. Alles andere sind "Unterarm-Gehstützen", also Pinselchen und Herumtupferei. Man sieht es und es bleibt ein Makel.
Hier noch ein Beispiel aus meiner Loksammlung:
Die Fleischmann 141 mit der Betriebsnummer 022 wechselte in einem nicht einwandfreien Zustand in meinen Bestand. Da das Modell nicht so häufig angeboten wird, entschloss ich mich zur Reparatur. Zu beseitigen waren Klebereste auf der Lokseitenwand durch unsachgemäße Handhabung des Vorbesitzers. Eine Behandlung des DB-Emblems unter dem Lichtmikroskop und die anschließende Airbrushbehandlung versetzten die Lok wieder in den gewollten Ausgangszustand.
Für jeden Schaden gibt es die richtige Methode. Aber "Tupfen" gehört nicht dazu, wenn das Modell seinen tadellosen Zustand beibehalten soll. Und das ist doch das Anliegen von Robert, wenn ich ihn richtig verstanden habe.

Viele Grüße
uNdercover  

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Hallo uNdercover,
hoffentlich darf ich (OT-mäßig) fragen, welche Methode funktioniert, um Klebereste zu entfernen ?
Ich habe da einige Kandidaten - und bin von Deinem Ergebnis begeistert !
Schönen Gruß
ANdreas
Hallo und einen guten Morgen in die Runde.

Vielen Dank für den Input. Wie "uNdercover" schon sagte, die Lok verdient eine gute Aufarbeitung. Ich würde auch eine professionelle Reparatur der Schadstellen bevorzugen. Ich habe genug 103er gesehen welche Dellen und Lackplatzer an der Front haben, dabei handelte es sich jedoch immer um Serienmaschinen.
Die hier fragliche Lok ist die 103 001 des BZA, und die waren eigentlich immer relativ gepflegt. Die waren vielleicht mal ausgeblichen und dreckig, aber nicht verbeult oder schlecht nachlackiert. Ein so großer Schaden an der Front ist mir im Vorbild nicht bekannt.

Mal gucken was Märklin im Et-Service zu bieten hat. Große Hoffnung hab ich bei denen jedoch nicht. Vielleicht gibt's ja noch Fenster und Lichtleiter...

Ansonsten, wer einen guten Luftpinsel hat und den Kratzer aus spachteln kann, darf sich gerne bei mir melden. Ich bin offen für Angebote.... 😉

Hallo Andreas,

danke ersteinmal für Dein Lob.
Solche Spezialfälle landen bei mir unter dem (zugegebenerweise nicht ganz preiswerten) Lichtmikroskop, präziser gesagt ein professionelles Stereomikroskop. Darunter kann ich bis zu 45-fach vergrößern. Sollte das nicht genügen, habe ich noch einen Vorsatz, dann geht da noch mehr.
Unter diesem Mikroskop erkenne ich jede Struktur und so entferne ich die störende Kleberschicht mit einem ebenso professionellen Labormesser. Das mache ich aber nur in wirklichen Ausnahmefällen, eben wenn es mir das Modell wert ist. Es ist unglaublich viel Arbeit so eine Klebestelle abzutragen, besonders wie hier geschehen im Bereich des DB-Emblems. Im grünen Lackbereich arbeitete ich dann die betroffene Stelle nochmal mit der Airbrush nach. Wie man sieht, sieht man nichts - und das war mir bei diesem Modell wichtig 😊

Viele Grüße
uNdercover

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noch einmal OT / für #15
Danke ! Also rein optisch/mechanisch. Werde ich auch versuchen.
Schönen Gruß, ANdreas (der eine chemische Methode befürchtet hatte)
Moin Robert,

ich denke auch Lackflicken gab es auch bei den Vorbildern. Bezüglich der Farbe auf dem Foto sieht mir das Beige dunkler aus, als es beim Vorbild später war. Anfangs war der obere Bereich eben Beige mit RAL 1001, später war es Elefenbein mit RAL 1014. Ich würde hier eher zum Beige tendieren. Wobei hier ein Gelbstich vorhanden ist.

Ich fürchte, da wirst Du ein wenig experimentieren müssen.

Gruß
Jürgen
Und wie es Lackflicken gab (und gibt). Kleinere wie größere. Gerade bei der 103 war die Front schon öfter mal mit deutlich erkennbaren rechteckigen Ausbesserungen zu beobachten. Das nachzubilden, ist durchaus sehr vorbildgetreu.

Gruß
Falco
Zitat - Antwort-Nr.: 18 | Name: GrafKrolock

Das nachzubilden, ist durchaus sehr vorbildgetreu.



Absolut richtig.

Zitat - Antwort-Nr.: 14 | Name: Robert146

Die hier fragliche Lok ist die 103 001 des BZA, und die waren eigentlich immer relativ gepflegt. Die waren vielleicht mal ausgeblichen und dreckig, aber nicht verbeult oder schlecht nachlackiert



Hallo,

hier gibt es ein Bild einer Vorserien 103 mit Teilausbesserung:

https://www.schmitzens-botanikseite.de/bahn/Baureihe/103/103o_811.JPG

Grüße
Markus


Hallo,

klar, wenn jemand ein gut patiniertes Modell möchte, kann man das alles machen.
Doch wie ich Robert verstehe, legt er eben Wert auf ein äußerlich einwandfreies Modell. Genau deswegen bat er doch hier um Hilfe und nicht um Ausbesserungsflicken schöngeredet zu bekommen. Das hilft dem Robert doch nicht weiter.

Viele Grüße
uNdercover


Hallo Robert,

es kommt darauf an,welchen Maßstab du an eine Reparatur setzt.Die vorangegangenen Beiträge zeigen die ganze Breitseite an Möglichkeiten.
1) perfekter neuwertiger Zustand -zuerst noch mal fein nachschleifen mit 600 oder 800er Schleifpapier,dann müsste die ganze Lok bzw. der Lokkasten erst grundiert und dann mit der Airbrush am besten mit 02er oder 025er Nadel in RAL 1001 beige neu lackiert werden.Das setzt genaues Abkleben mit Maskierband vorraus.Das DB Schild würde ich durch ein Ätzteil von Kuswa ersetzen.Anschließend als Schutz Klarlack (seidenmatt) mt der Airbrush sprühen.Wenn ein Profi das macht sitzt er sicher 2-3 Stunden am Modell um ein perfektes Ergebnis zu erzielen.
2) nur die Front schleifen,mit Maskierband abkleben und grundieren ,danach ebenfalls in Beige lackieren,Nachteil kann sein das der Farbton RAL 1001 nicht ganz genau mit dem Rest des Lokkasten übereinstimmt.Ein Versuch wäre es wert.
DB Schild mit Flüssigmaskerade vorher abdecken.
3) wie in einigen Beiträge gesagt ,die Lok in Ausbesserungszustand versetzen.Thema Lackflicken-nicht so meine Art aber wenn es gefällt bitte gern.
4) es handelt sich um deine Lok wohl um eine E 103001-4 Minitrix Artikelnummer 12590 von 2008.
bei Ebay wird eine solche neuwertig sogar mit Decoder angeboten mit Preisvorschlag.Mach aus den zwei Loks eine und verkaufe die andere wieder mit den dann angebenen Schaden.Wenn du für die Ebaylok 100€ zahlst,kannst du deine für 50€ verkaufen.Bezahlst also nur 50€ für eine fast nagelneue Lok.Ein Lackprofi verlangt für die perfekte Arbeit an deiner Lok mehr!ich weiß ja nicht was du vorher für die Lok bezahlt hast.Aber vielleicht lohnt es sich für dich.
Gruß
wolfgang
P.S ich habe an meiner Fantasielok E03 001 das komplette blaue Band neu lackiert weil ich den Rheingoldschriftzug nicht haben wollte und mit Ätzschildern versehen.Es ist vieles möglich.

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