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THEMA: Wo finden Lokwartungen/Inspektionen statt?
THEMA: Wo finden Lokwartungen/Inspektionen statt?
verifier - 17.04.26 09:55
Hallo,
wieder eine Frage zum Vorbild:
Wo finden denn die Wartungen der Loks statt?
- Bei den Eisenbahnbetriebsgesellschaften?
- Bei den Herstellern?
Und, fast noch wichtiger für mich:
Findet das Zentral oder auch in kleineren dezentralen Hubs statt?
Schönen Dank und Grüße
Manfred
wieder eine Frage zum Vorbild:
Wo finden denn die Wartungen der Loks statt?
- Bei den Eisenbahnbetriebsgesellschaften?
- Bei den Herstellern?
Und, fast noch wichtiger für mich:
Findet das Zentral oder auch in kleineren dezentralen Hubs statt?
Schönen Dank und Grüße
Manfred
Christia-N - 17.04.26 10:11
Hallo Manfred,
das ist unterschiedlich.
Es hängt von der jeweiligen Gesellschaft ab, wer und wo das gemacht wird.
Einige Firmen haben eigene Werkstätten an für sie wirtschaftlich sinnvollen Standorten, wo sie das selbst machen.
Andere schließen mit den Herstellern einen Wartungsvertrag ab, und lassen die es mache.
Und da kommt es dann auch wieder auf den Hersteller an, ob der nur eine Zentralwerkstatt hat, oder irgendwo mehrere verteilt über ganz Deutschland / Europa, oder ob der Hersteller sogar seine Techniker zu Werkstätten schickt, die dem jeweiligen EVU gehören, und die Herstellertechniker dann nur die Werkstätten benutzen.
Man kann das daher so nicht direkt sagen, es gibt heute durch die Vielzahl von EVUs, und die deutlichen Unterschiede in der Größe dieser sowie den Geschäftsfeldern, die sie bedienen, alle möglichen Arten, wie die Wartung gemacht wird.
Es hängt einfach immer vom jeweiligen Unternehmen ab, eine allgemeingültige Regel gibt es nicht.
Es ist nicht mehr so wie bei den Staatsbahnen mit ihren über das ganze Netz verteilten BW's, denen Loks zugeordnet werden, und die dann komplett für alles verantwortlich sind, was an Arbeiten anfällt, vom (überspitzt gesagt) leeren des Bord-Abfalleimers bis hin zur Komplettzerlegung bei einer HU.
Gruss
ChristiaN
das ist unterschiedlich.
Es hängt von der jeweiligen Gesellschaft ab, wer und wo das gemacht wird.
Einige Firmen haben eigene Werkstätten an für sie wirtschaftlich sinnvollen Standorten, wo sie das selbst machen.
Andere schließen mit den Herstellern einen Wartungsvertrag ab, und lassen die es mache.
Und da kommt es dann auch wieder auf den Hersteller an, ob der nur eine Zentralwerkstatt hat, oder irgendwo mehrere verteilt über ganz Deutschland / Europa, oder ob der Hersteller sogar seine Techniker zu Werkstätten schickt, die dem jeweiligen EVU gehören, und die Herstellertechniker dann nur die Werkstätten benutzen.
Man kann das daher so nicht direkt sagen, es gibt heute durch die Vielzahl von EVUs, und die deutlichen Unterschiede in der Größe dieser sowie den Geschäftsfeldern, die sie bedienen, alle möglichen Arten, wie die Wartung gemacht wird.
Es hängt einfach immer vom jeweiligen Unternehmen ab, eine allgemeingültige Regel gibt es nicht.
Es ist nicht mehr so wie bei den Staatsbahnen mit ihren über das ganze Netz verteilten BW's, denen Loks zugeordnet werden, und die dann komplett für alles verantwortlich sind, was an Arbeiten anfällt, vom (überspitzt gesagt) leeren des Bord-Abfalleimers bis hin zur Komplettzerlegung bei einer HU.
Gruss
ChristiaN
Hallo,
früher gab es BWs und AWs (Bahnbetriebswerke und Ausbesserungswerke), da der Unterhalt von Dampfloks erheblich aufwändiger war.
Heute wird die Wartung, Reinigung und Reparaturen in Werkstätten durchgeführt die in der Regel die Bahngesellschaft selber unterhält oder vom Hersteller der Fahrzeuge betrieben werden. Das Konzept das der Hersteller die Fahrzeuge wartet wird immer weiter ausgebaut - damit der Betreiber der Linien sich nicht darum kümmern muss.
Diese sind relativ "nahe an den Fahrzeugen" sprich in der Nähe der Strecken die von den Fahrzeugen bedient werden. Als Beispiel wird gerade auf dem Gelände des alten BW Gelsenkirchen-Bismarck eine neue Werkstätte für CAF gebaut, die neue Akku-Triebwagen für die von der DB "zurückgewonnenen" Linien rund um Dorsten/Ruhrgebiet warten soll.
Beim Fernverkehr ist es ja anders, da die Fernzüge richtig langeStrecken zurücklegen. So gibt es für die ICE 8 Werke im Bundesgebiet verteilt, zusätzlich eins beim badischen Bahnhof in Basel.
Peter
früher gab es BWs und AWs (Bahnbetriebswerke und Ausbesserungswerke), da der Unterhalt von Dampfloks erheblich aufwändiger war.
Heute wird die Wartung, Reinigung und Reparaturen in Werkstätten durchgeführt die in der Regel die Bahngesellschaft selber unterhält oder vom Hersteller der Fahrzeuge betrieben werden. Das Konzept das der Hersteller die Fahrzeuge wartet wird immer weiter ausgebaut - damit der Betreiber der Linien sich nicht darum kümmern muss.
Diese sind relativ "nahe an den Fahrzeugen" sprich in der Nähe der Strecken die von den Fahrzeugen bedient werden. Als Beispiel wird gerade auf dem Gelände des alten BW Gelsenkirchen-Bismarck eine neue Werkstätte für CAF gebaut, die neue Akku-Triebwagen für die von der DB "zurückgewonnenen" Linien rund um Dorsten/Ruhrgebiet warten soll.
Beim Fernverkehr ist es ja anders, da die Fernzüge richtig langeStrecken zurücklegen. So gibt es für die ICE 8 Werke im Bundesgebiet verteilt, zusätzlich eins beim badischen Bahnhof in Basel.
Peter
Matthias_S - 17.04.26 10:23
Servus Manfred,
das hängt von der darzustellenden Epoche ab. ChristiaN hat sich zu den neueren Epochen geäussert (vermutlich ab V).
In den früheren Epochen wurden "kleinere" Wartungsarbeiten von den lokalen Betriebswerken (BW) durchgeführt, größere Ausbesserungen und Regeluntersuchungen wurden von den Ausbesserungswerken (AW) übernommen. Die Zuordnung war auch an den Lok angeschrieben (z.B. ED Karlsruhe, BW Villingen, AW Offenburg).
Direkt nach dem Krieg haben auch Ausbesserungen bei der privaten Industrie stattgefunden (PAW), geschuldet dem hohen Schadbestand, zerstörter AW Kapazität und wohl auch Arbeitsbeschaffungsmaßnahme.
Grüße,
Matthias
das hängt von der darzustellenden Epoche ab. ChristiaN hat sich zu den neueren Epochen geäussert (vermutlich ab V).
In den früheren Epochen wurden "kleinere" Wartungsarbeiten von den lokalen Betriebswerken (BW) durchgeführt, größere Ausbesserungen und Regeluntersuchungen wurden von den Ausbesserungswerken (AW) übernommen. Die Zuordnung war auch an den Lok angeschrieben (z.B. ED Karlsruhe, BW Villingen, AW Offenburg).
Direkt nach dem Krieg haben auch Ausbesserungen bei der privaten Industrie stattgefunden (PAW), geschuldet dem hohen Schadbestand, zerstörter AW Kapazität und wohl auch Arbeitsbeschaffungsmaßnahme.
Grüße,
Matthias
Norrskenet - 17.04.26 10:37
Moin,
das noch recht junge Konzept, Fahrzeug-Hersteller auch die Wartung übernehmen zu lassen, hat einen ganz gewichtigen Grund:
So fallen auch die Kosten der vertragsgemäß auszuführenden Wartungen direkt beim Hersteller an, was ihn motiviert, zuverlässige Qualität zu liefern und keine zügig verrottenden Gurken:
Denn im Rahmen von Ausschreibungen günstig zu erwerbende Fahrzeuge sind nur scheinbar günstig, wenn dann später im Produktlebenszyklus die Wartungskosten unschön hochschnellen.
So bleibt der Hersteller verantwortlich, liefert daher bessere Qualität, und das EVU entgeht einem letztlich unkalkulierbaren Risiko.
Die EVU lernen angesichts ihrer bivalenten Einkaufserfahrungen nolens volens hinzu ...
Beste Grüße, Norrskenet
das noch recht junge Konzept, Fahrzeug-Hersteller auch die Wartung übernehmen zu lassen, hat einen ganz gewichtigen Grund:
So fallen auch die Kosten der vertragsgemäß auszuführenden Wartungen direkt beim Hersteller an, was ihn motiviert, zuverlässige Qualität zu liefern und keine zügig verrottenden Gurken:
Denn im Rahmen von Ausschreibungen günstig zu erwerbende Fahrzeuge sind nur scheinbar günstig, wenn dann später im Produktlebenszyklus die Wartungskosten unschön hochschnellen.
So bleibt der Hersteller verantwortlich, liefert daher bessere Qualität, und das EVU entgeht einem letztlich unkalkulierbaren Risiko.
Die EVU lernen angesichts ihrer bivalenten Einkaufserfahrungen nolens volens hinzu ...
Beste Grüße, Norrskenet
Hallo,
ja, wobei z.B. Siemens die Wartung der ICE-ähnlichen Schnelltriebwagen in Spanien z.B. selber vornimmt und dort streiken der doch heissen Sommer keine Klimaanlagen...
Peter
ja, wobei z.B. Siemens die Wartung der ICE-ähnlichen Schnelltriebwagen in Spanien z.B. selber vornimmt und dort streiken der doch heissen Sommer keine Klimaanlagen...
Peter
Danke an Euch,
habs mir so gedacht. Dann kann ich ja in meiner Epoche VI eine dezentrale Siemens (als Beispiel) Wartungsanlage / Gelände nachbauen
.
Vielen Dank Euch.... Grüße
Manfred
habs mir so gedacht. Dann kann ich ja in meiner Epoche VI eine dezentrale Siemens (als Beispiel) Wartungsanlage / Gelände nachbauen
Vielen Dank Euch.... Grüße
Manfred
Manfred, da würde ich mich aber auf Siemensprodukte binden und eine riesen ICE -Wartungshalle bauen müssen. Ob man das will, ich weiß es nicht!
Die DB hat dafür ein neues Werk in Cottbus aufgebaut und schließt dafür das Altwerk für TFz mangels Aufträgen.
In dieser alten Anlage werden klassisch die Loks komplett zerlegt und neu zusammengesetzt. Freilich ist das unwirtschaftlich, da absolute Manufakturarbeit, mal ne Class 77 mal dies mal das und somit eben nicht haltbar.
Unlängst verlinkte ich eine Wartungsstelle von ITL hier und da lugte auch ein Vectron heraus, obwohl man mehr angemietete Traxx-Loks im Bestand hat. Diese gehen nach der Vertragslaufzeit zurück und es werden Neue oder junge Gebrauchte übernommen.
Die dezentrale Wartung bei den EVU, ähnlich der Bw nur kleiner, ist demnach der Regelfall und zentrale Abgabe an den Vermieter, oder Vertragsinstandhalter ähnlich der (R)AW ist defacto auch nach wie vor der Normalfall, wobei eben diese Zentralwerkstätten in ganz Europa sein können. Es gibt dann eben auch wie früher, kurze und lange Lokzüge, die dann überführt werden.
Gruß Sven
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Die DB hat dafür ein neues Werk in Cottbus aufgebaut und schließt dafür das Altwerk für TFz mangels Aufträgen.
In dieser alten Anlage werden klassisch die Loks komplett zerlegt und neu zusammengesetzt. Freilich ist das unwirtschaftlich, da absolute Manufakturarbeit, mal ne Class 77 mal dies mal das und somit eben nicht haltbar.
Unlängst verlinkte ich eine Wartungsstelle von ITL hier und da lugte auch ein Vectron heraus, obwohl man mehr angemietete Traxx-Loks im Bestand hat. Diese gehen nach der Vertragslaufzeit zurück und es werden Neue oder junge Gebrauchte übernommen.
Die dezentrale Wartung bei den EVU, ähnlich der Bw nur kleiner, ist demnach der Regelfall und zentrale Abgabe an den Vermieter, oder Vertragsinstandhalter ähnlich der (R)AW ist defacto auch nach wie vor der Normalfall, wobei eben diese Zentralwerkstätten in ganz Europa sein können. Es gibt dann eben auch wie früher, kurze und lange Lokzüge, die dann überführt werden.
Gruß Sven
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Beitrag editiert am 17. 04. 2026 16:01.
Hallo SSEB,
Danke für Deinen Beitrag. Ich suche mal die Wartungshalle von ITL bei Google. So oder so, für die Rund-um-Story meiner Modellbahn erfinde ich einfach eine solche dezentrale Wartungseinrichtung. Meine Anlage befindet sich eh im "imaginären" Raum in Ostbayern Richtung Tschechien und weiter.... Da finde ich schon die richtige >Beistory<
Schönes Wochenend
Manfred
Danke für Deinen Beitrag. Ich suche mal die Wartungshalle von ITL bei Google. So oder so, für die Rund-um-Story meiner Modellbahn erfinde ich einfach eine solche dezentrale Wartungseinrichtung. Meine Anlage befindet sich eh im "imaginären" Raum in Ostbayern Richtung Tschechien und weiter.... Da finde ich schon die richtige >Beistory<
Schönes Wochenend
Manfred
Hallo Manfred,
dein Ansatz ist ja genau richtig, denn ich denke auch, dass es vollkommen genügt, wenn es auf der Moba nur annähernd glaubwürdig aussieht.
Moderne Wartungshallen stammen ja auch aus dem 0815- Regal und da kann man auch eine moderne Logistikhalle nehmen, wie sie hier unlängst gezeigt wurde. Es bedarf halt nur extra vielleicht 4 der Rolltore mit Plexiglaseinsatz und vielleicht- wie bei ITL noch der spiegelgleichen Rückfront wo man noch eine Waschanlage integrieren kann.
Nicht geeignet sind diese unglücklichen Faller ( oder wie auch immer....) "modernen" Diesellokschuppen der 60iger Jahre.
Das Sozialgebäude für das Werkstattpersonal kann ein farblich angepasster niedriger Neubau in Flachdachoptik sein, aber auch eine provisorische Containerburg bis 3 Etagen hat ihren eigenen Charme, den kaum jemand wagt mal nachzubauen. Auch ein zusätzliches Zelt für die Lieblingsloks des Inhabers und als Auftauhalle geeignet, ist denkbar
Ansonsten SOLLTE das Werk aussen den "cleen desk" - Anforderungen entsprechen, was man einem Schlosser jedoch nicht zumuten kann.....und schon gibt's Dreckecken 😁
Gruß Sven
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dein Ansatz ist ja genau richtig, denn ich denke auch, dass es vollkommen genügt, wenn es auf der Moba nur annähernd glaubwürdig aussieht.
Moderne Wartungshallen stammen ja auch aus dem 0815- Regal und da kann man auch eine moderne Logistikhalle nehmen, wie sie hier unlängst gezeigt wurde. Es bedarf halt nur extra vielleicht 4 der Rolltore mit Plexiglaseinsatz und vielleicht- wie bei ITL noch der spiegelgleichen Rückfront wo man noch eine Waschanlage integrieren kann.
Nicht geeignet sind diese unglücklichen Faller ( oder wie auch immer....) "modernen" Diesellokschuppen der 60iger Jahre.
Das Sozialgebäude für das Werkstattpersonal kann ein farblich angepasster niedriger Neubau in Flachdachoptik sein, aber auch eine provisorische Containerburg bis 3 Etagen hat ihren eigenen Charme, den kaum jemand wagt mal nachzubauen. Auch ein zusätzliches Zelt für die Lieblingsloks des Inhabers und als Auftauhalle geeignet, ist denkbar
Ansonsten SOLLTE das Werk aussen den "cleen desk" - Anforderungen entsprechen, was man einem Schlosser jedoch nicht zumuten kann.....und schon gibt's Dreckecken 😁
Gruß Sven
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Beitrag editiert am 18. 04. 2026 09:48.
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