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THEMA: Brawa E44/144/244 Stromabnahme

THEMA: Brawa E44/144/244 Stromabnahme
Startbeitrag
sheep0607 - 09.04.26 22:44
Guten Abend,

heute ist eine Brawa BR 244 DR (63121) eingetroffen. Das Modell ist sehr gut umgesetzt, gut, die Stromabnehmer sind auch hier etwas schief, aber bei deren Ausführung mit solch dünnen Drähten, ist das eigentlich fast klar.
Die Lok hat allerdings, auch nach Einfahren in beiden Richtungen, immer noch Stromabnahmeprobleme. Klar, kann ich sie auch einpacken und wieder zurückschicken. Das will ich aber nicht, gerade, weil das ja mittlerweile der "neue" Standard ist, dass man selbst etwas nachhelfen oder nachbessern muss, leider!
Meine Frage: wie komme ich an die Schleifer ran? Ich habe gesehen, dass man von unten die Abdeckung der Drehgestelle (mittels Rastnasen geklipst) entfernen könnte oder aber nach dem Abnehmen des Gehäuses die kompletten Drehgestelle ala Meatman mit dem Entfernen eines Stiftes nach unten herausnehmen könnte. Und dann von hier weiter zerlegen kann... Der Download der Anleitung ist da auch nicht richtig hilfreich.

Hat das schon mal jemand gemacht, wie kommt man an die Schleifer heran, um die zu reinigen? Unten ist alles voller Öl oder Ausdünstungen vom Fett.

Grüße Erik

Na dann, antworte ich mir mal selbst😜: ich habe unter Brawa 63106 eine Explosionszeichnung gefunden, dort ist auch eine brauchbare Ersatzteilliste vorhanden.
Um an die Schleifer der Drehgestelle zu gelangen, muss man alle 4 Litzen, welche den Strom von beiden Drehgestellen auf die Decoderplatine übertragen, ablöten. Dann die Stifte, die die Drehgestelle im Rahmen halten, herausdrücken und zum Schluss die gerasteten Drehgestellblenden vom Drehgestellgrundkörper trennen.

Danach habe ich alles gereinigt, die sich auf den Achsen drehenden Räder mit Fügekleber (Liqui Moly Schraubensicherung hochfest) verklebt, Räder auf 7,4mm Abstand eingestellt und wieder alles zusammengebaut und etwas mit Sinterlageröl und PTFE Fett geschmiert. Zum Schluss die 4 Litzen wieder auf der Platine angelötet: funzt!
Es ist besser die gesamte Platine mit dem Motor zu demontieren, da die Litzen vom Drehgestell durch den Zinkdruckgussrahmen geführt werden, sonst wird der spätere Zusammenbau ein Geduldsspiel werden.

Damit ist jetzt eine Gurke weniger im Umlauf, die dann als Rückläufer den nächsten Käufer "beglückt" und immer weiter gereicht werden könnte😀.

ein schönes Restwochenende wünscht euch allen Erik

Zitat - Antwort-Nr.: 1 | Name: sheep0607

Damit ist jetzt eine Gurke weniger im Umlauf, die dann als Rückläufer den nächsten Käufer "beglückt" und immer weiter gereicht werden könnte😀.


Hallo Erik,

das ist eine lobenswerte Tat, ich hatte auch schon solche Rückläufer, die ich natürlich reklamieren musste.

Die Brawa 44 ist ein heikles Modell, durch die Lötlitzen nicht sehr wartungsfreundlich und in der letzten Auflage problembehaftet, v.a. die Pantographen betreffend.
Ich habe noch eine E44 aus der Vorgängerserie, ein sehr schönes Modell mit tadelloser Stromabnahme. Eine der wenigen Loks, die ich nicht direkt nach dem Kauf "nachbearbeiten" musste.

Gruß
Rainer

Hallo Erik,

... gut - und tja, was soll man denn sonst auch machen?

Btw.: Stellst Du Brawa einen Stundensatz (welchen?) in Rechnung oder berechnest Du ihnen da eine Pauschale? 😎

Beste Grüße, Norrskenet


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