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THEMA: GBM Sensierung über Loconet im Boostbereich

THEMA: GBM Sensierung über Loconet im Boostbereich
Startbeitrag
bahnfather - 08.04.26 22:02
liebe Kollegen

beim Neubau meiner Anlage stehe ich unvermittelt und völlig überraschend vor folgendem Problem
Ich fahre DCC mit einer schwarzen Z21 sowie GBM von Uhlenbrock ( 63320) und TC11 als Steuerungsprogramm ( hat bei der alten Anlage mit TC 10  bestens funktioniert) - funktioniert soweit auch wieder  (in TC Digitalsystem: Fleischmann Z21 mit der entsprechenden Adresse und Loconet als Gateway) - die einzelnen GBM Abschnitte werden als Loconet einfache Adresse definiert.
Den SBHF habe ich als Boostabschnitt ( klar, galvanisch vom Rest getrennt ) mit einem Roco Z21 Booster light versorgt  - in diesem Abschnitt verwende ich ebenfalls separate GBMs der obigen Type - die über Loconet  untereinander und mit der Zentrale verbunden sind. ( diese sensieren aber NUR den Boostbereich)  Diese Melder zeigen zwar korrekt an, wenn in einen überwachten Abschnitt des SBF eingefahren wird - die Besetztmeldung verlöscht  aber beim Verlassen des Abschnitts nicht mehr verlässlich ( funktioniert mal und mal nicht ) - versorge ich den SBHF statt über den Booster mit dem normalen Gleissignal, funktioniert alles einwandfrei  - ich hab keine Ahnung, was ich da noch machen kann??
wie immer besten Dank im Voraus für Eure Hilfe

beste grüße

heinz


Hallo Heinz,

was mich an dieser Geschichte überhaupt erstmal ( zumindestens leicht ) wundert ist, daß die Uhlenbrock Rückmelder im Strombereich des Boosters überhaupt ansprechen, da Du ja geschrieben hattest, daß Du die beiden Versorgungsbereiche von Z21 und Booster stromtechnisch komplett getrennt hast.
Diese komplette Trennung ist bei Uhlenbrock Rückmeldern eigentlich so nicht vorgesehen, denn diese Rückmelder können eigentlich gar nicht ohne eine gemeinsame Masse funktionieren.

Was mich an dieser Stelle jetzt auch interessieren würde: Gibt es nicht vielleicht doch eine irgendwie geartete Verbindung zwischen den beiden Versorgungsbereichen, die dann doch irgendwie dafür sorgt, daß die Melder zumindest einschalten.
Man könnte ja mal im ausgeschalteten Zustand mit einem Ohmmeter messen, ob es nicht vielleicht doch eine ( vielleicht schwache ) Verbindung zwischen den beiden Bereichen geben könnte.

Eine wichtige Zusatzinformation bezüglich dieser Rückmeldemodule ist, daß sie nicht nur Stromfühler beinhalten, sondern auch eine Spannungsüberwachung. Sinn und Unsinn dieser Spannungsüberwachung ist zu schauen, ob auch wirklich Strom auf dem Gleis ist. Denn wenn nun z. B. aufgrund eines Kurzschlusses kein Strom mehr auf dem Gleis ist, dann würden ja alle Stromfühler das Gleis frei melden, da ja in diesem Falle die Messung eines Stromverbrauchs nicht mehr möglich ist.
Und damit nun im Falle eines Stromausfalls keine Falschmeldungen erzeugt werden, werden bei einem Stromausfall erst gar keine Veränderungen mehr übertragen.

Und um nun überhaupt messen zu können, ob Strom auf dem Gleis liegt oder nicht, braucht man natürlich ein Vergleichspotential, in diesem Fall hier die Masse.
Und da die Melder selbst keinen Masseanschluss haben, bekommen sie dieses Vergleichspotential / Masse eben über das LocoNet Kabel.

Damit nun die Masse der Booster zur Zentrale kommt und von dort dann weiter zu den Rückmeldern, muss man nun mit allen Boostern, die auch Rückmeldemodule versorgen, eine gemeinsame Masse bilden. Bei Uhlenbrock Boostern ist das sogar Pflicht. Und da Uhlenbock Booster keine sogenannte H-Brücke, sondern eine Gegentaktendstufe haben, ist dort sogar die Masse gleich technisch vorgegeben. Roco Booster haben hingegen eine H-Brücke. Dort gibt es - so gesehen - keine Masse.

Bei anderen Herstellern legt man dann einfach einen der beiden Ausgänge als Massebezugspunkt willkürlich fest.

Bei Roco könnte das aber anders aussehen.
Denn eigentlich dürften diese Rückmelder auch mit der Roco Z21 nicht funktionieren. Da sie es aber tun, muss es irgendwie eine Verbindung zwischen der theoretischen Masse der Endstufe und des LocoNets geben. Und wie Roco das nun gelöst hat, weiß ich eben nicht.
Ich habe zwar eine Z21 für Testzwecke ( und alles Mögliche von Uhlenbrock ), aber ich habe keinen einzigen Booster von Roco, mit dem ich das mal eben ausprobieren könnte.

Mfg Oliver
Hallo Heinz,

So wie Oliver es geschrieben hat, gibt es bei Uhlenbrock historisch bedingt das Problem mit der durchgehenden Masse.

Die Firma ist aber dabei, diese Probleme durch neue Komponenten aufzulösen.

Für dich bedeutet das, dass du vermutlich die Rückmelder im Boosterkreis nicht direkt an den LN-Anschluss der Z21 legen darfst, sondern dieses Teil:

Uhlenbrock | Luisa LocoNet-Repeater https://share.google/oZ5zdTxzPZccA9pdD

dazwischen setzen musst.

In der Produktbeschreibung dazu ist es genau beschrieben.

Viel Erfolg wünscht Jens
Hallo zusammen,

ich denke, Luisa bringt an dieser Stelle nichts. Luisa ist dafür da, Loconet Komponenten, die über das Loconet selber mit der Masse verbunden sind, an Zentralen anschließen zu können, die eben keine Masseverbindung haben, bzw haben dürfen, wie hier bei der schwarzen Z21.
Beispiel wären z.B. die massebasierten Rückmelder 63330 und 63350, die eigentlich für das Dreileitersystem gedacht sind.
Die Masse dieser Rückmelder darf nämlich nicht an eines der beiden Gleisprofile kommen, wenn der Booster eine H-Brücke als Endstufe hat.

Das wird auf der Uhlenbrock Homepage leider nicht so genau beschrieben. Und wenn es um das Nicht-Trennen der Masse geht, ist dieses Luisa Modul da sogar etwas kontraproduktiv. Bei größeren Kabellängen wird da zwar das LocoNet Signal wieder refresht, aber eben auch die Masse unterbrochen. Und deshalb muss man auch bei der Nutzung von Stromfühlern als Gleisbelegtmelder, die Masse im Nachhinein zwischen den beiden Bereichen wieder verbinden.

Und außerdem sieht es ja hier, was die Komponenten angeht, etwas anders aus. Es soll ja gerade nicht die Masse getrennt, sondern halt irgendwie verbunden werden.

Leicht OT :
Und so ganz nebenbei wundere ich mich auch noch darüber, dass bei den Beispielen für die Zentralen auch noch die SC9 von KM1 genannt wird. Vermutlich wurde, als dieser Text geschrieben wurde, noch davon ausgegangen, dass die SC9 von Tams für KM1 hergestellt wird. Inzwischen hat sich aber herauskristallisiert, dass die SC9 auch wieder von Uhlenbrock kommen wird. Das wird dann eine IB3 in KM1 Farben und KM1 Netzteil mit 9 Ampere Leistung sein.

MfG Oliver

hallo Oliver und Jens

erst mal vielen Dank für die ausführliche und für eine elektronisch eher Minderbegabten technisch verständliche Erklärung. Zur Frage von Oliver - ich habe bisher nur den SBHF verlegt , nichts anderes d.h das eigentliche Gleissignal der Z 21 wird noch gar nicht benutzt ( außer zum Schalten der Weichen )
Bevor ich mich in das Abenteuer Booster gestürzt hatte , hatte ich mir eine Testkonfiguration aufgebaut - ein Stück gerades Gleis Ein Abschnitt am Gleissignal der Z21 , das zweite am Gleissignal des Boosters ( der über den Booster Bus mit der Z 21 verbunden ist ) - und jeweils zwei Uhlenbrock GBM die die beiden Abschnitte sensierten und über Loconet verbunden waren - das hat mit der Belegtmeldung einwandfrei funktioniert - lediglich zwei Abschnitte innerhalb des Boostbereichs zu sensieren - das klappt wie beschrieben nicht.
Zu den Abhilfemassnahmen :
soweit ich das verstanden habe gibts zwei Optionen
1. Luisa - irgendwie bin ich in der Vergangenheit bei dieser Dame schon mal vorbeigekommen, habs dann aber sein lassen ( warum weiss ich nicht mehr )
oder 2. innerhalb des Boostbereichs mit Roco GBMs sensieren - auch Loconet oder CAN ??

besten Dank Euch nochmals und beste Grüße

Heinz

sorry jetzt haben sich wohl die Einträge überschnitten - also Luisa als Lösung wieder streichen - bleiben die GBMs von Roco für den Booster Bereich ?
Das mit dem OT habe ich nicht verstanden , aber war wohl auch nicht für mich gedacht !
Zitat - Antwort-Nr.: 1 | Name: Oliver

Und da die Melder selbst keinen Masseanschluss haben, bekommen sie dieses Vergleichspotential / Masse eben über das LocoNet Kabel


Sorry,

das ist völliger Unsinn. Loconet ist vom Potential des Schienensignals galvanisch getrennt. Ansonsten flössen bei getrennten Boosterabschnitten sowie bei Meldern in verpolten Abschnitten (Stichwort "Kehrschleifenmodul") erhebliche Ausgleichsströme.

Grüße
Zwengelmann
puhh dann habe  ich aber mein Problem doch wieder nicht verstanden - egal aber wären die Roco GBMs eine Lösung ??
beste Grüße

Heinz  
Zitat - Antwort-Nr.: 5 | Name: zwengelmann

Sorry,

das ist völliger Unsinn. Loconet ist vom Potential des Schienensignals galvanisch getrennt.



Hallo Zwengelmann,

das ist überhaupt kein Unsinn. Wie viele Anschlüsse siehst Du denn an diesem Rückmeldemodul 63320 ?
Ich sehe insgesamt neun. Einmal Strom rein und achtmal Strom raus. Wo ist bitte der zehnte Anschluss für die Masse bzw. für das Vergleichspotential ?
Da bleibt dann wohl doch nur das LocoNet Kabel.

Und falls Du eine Intellibox haben solltest, so messe sie doch mal einfach durch. Dann wirst Du feststellen, daß die Gleismasse mit der LocoNet Masse verbunden ist.

Zitat - Antwort-Nr.: 5 | Name: zwengelmann

Ansonsten flössen bei getrennten Boosterabschnitten . . . erhebliche Ausgleichsströme.


Da hast du einen Punkt !
Warum steht wohl in den in Bedienungsanleitungen für die Booster, daß man die Masse über alle Booster miteinander verbinden soll ?
Genau, damit diese Ausgleichsströme eben nicht über die dünnen LocoNet Kabel fließen.

Zitat - Antwort-Nr.: 5 | Name: zwengelmann

. . . sowie bei Meldern in verpolten Abschnitten (Stichwort "Kehrschleifenmodul") . . .


So wird man eine MoBa natürlich nicht verdrahten, weil es dann ja zu regelmäßig zum Kurzschluss kommt und man da dann überhaupt nicht herfahren kann.
Das gleiche auch beim Kehrschleifenmodul. Auch wenn es nicht durch Sensorgleise, sondern durch einen Mikrokurzschluss umgeschaltet wird, die Massebrücke an den Boostern verhindert halt, daß der Kurzschluss - auch wenn er nur sehr kurz ist - irgendwelche Bauteile beschädigt.


Hallo Heinz,
Zitat - Antwort-Nr.: 4 | Name: bahnfather

. . . also Luisa als Lösung wieder streichen . . .


Genau, Luisa ist in diesem Falle nicht die Lösung.
Eine Lösung wäre eine simple Brücke zwischen den beiden Boostern. Nur kann ich Dir leider hier und heute nicht sagen, welche beiden Ausgänge Du da jetzt genau brücken musst.


Zitat - Antwort-Nr.: 4 | Name: bahnfather

Das mit dem OT habe ich nicht verstanden , aber war wohl auch nicht für mich gedacht !


Stimmt, das ist nicht nur leicht of topic. Genau genommen ist es sogar sehr of topic. Denn bei der SC9 handelt es sich sich um eine Zentrale, die von der Ausgangsleistung eigentlich für Spur 1 gedacht ist. Und wir sind ja hier bei der Spur N.
War halt ein Gedanke, der mir so ganz nebenbei bei der Ansicht der Uhlenbrock Homepage gekommen ist.

MfG Oliver
Hallo Oliver,

wenn das tatsächlich so ist, hatten die Konstrukteure dieses Herstellers wohl nur Märklin im Sinn.
Ich habe in die Loconet-Dokumentation geschaut. Dort steht tatsächlich nichts von einer Trennung. Es ist also tatsächlich erlaubt, Netzwerk und Gleissignal zu verbinden. Meine Meinung dazu behalte ich lieber für mich.

Da bin ich doch froh, mich damals nur zufällig nicht falsch entschieden zu haben. Zwar nutze ich eine IB-Control (und bin sehr zufrieden damit), aber die hat nur einen Loconet-Anschluß und sonst nichts. Ist also von dieser Problematik (um nicht “Designfehler" zu schreiben) nicht betroffen.

Grüße
Zwengelmann
Moin,
was sagt denn das Roco Maintenance Tool zu den Gleisbesetztmeldungen? Stimmen Traincontroller und Maintenance Tool hier überein?
Gruß, Thomas S.
Vielen Dank nochmals für die ausführliche Diskussion auch wenn ich max 25% verstanden habe
@Thomas, die Frage ist valide, muss ich prüfen, komm nur die nächsten 2 Wochen nicht an meine Anlage
Aber nochmals die Frage würden die Roco GBMs das ( vermutute) Problem lösen ?
Beste Grüsse Hinz
Moin Heinz,


Zitat - Antwort-Nr.: 10 | Name: bahnfather

Aber nochmals die Frage würden die Roco GBMs das ( vermutute) Problem lösen ?



Wenn Du die Gleisbesetztmelder von Roco noch kaufen musst, ist es vielleicht besser, zuerst mit dem Maintenance Tool die Gleisbesetztmeldung zu überprüfen. Das ist erstmal günstiger und zeigt evtl. den Fehlerort.

Gruß, Thomas S.


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