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THEMA: Servo Geschwindigkeit drosseln ERLEDIGT

THEMA: Servo Geschwindigkeit drosseln ERLEDIGT
Startbeitrag
Exitus - 31.03.26 08:54
Moinsens,

in einem Nachbarthread habe ich etwas von Spannungsabfall durch Dioden gelesen (ABC-Bremsen). Jetzt frage ich mich - und auch Euch - ob das die Lösung für mein Problem sein könnte.

Ich habe eine analoge Steuerplatine für einen Wasserkran, die auf Tastendruck solange ausschwenkt, wie die Taste gehalten wird. Natürlich in beide Richtungen. Das funktioniert im Prinzip auch. Nur ist mir die Geschwindigkeit des Schwenkvorgangs etwas zu sportlich.

Kann man da mit Dioden oder Widerständen etwas bewirken? Wie müsste dieser "Regler" aufgebaut sein?

Gruß aus Nordertown


Hi Exitus,
aus meiner Zeit des maritimen Modellbaus meine ich noch zu wissen, dass die Geschwindigkeit durch die Taktfrquenz bestimmt wird. Wir hatten für jede animierte Bewegung einen einstellbaren Taktgeber, der bei Bedarf ein/aus-geschaltet wurde.
Die Versorgungsspannung wurde nicht verändert.
Gruß
Eberhard
Hallo,

die Position (nicht die Geschwindigkeit) der Servos wird durch die Pulslänge gesteuert. Ich vermute mal, Deine analoge Schaltung kann da nur zwei Impulslängen generieren. Und der Servo versucht, die geforderten Positionen so schnell wie möglich zu erreichen. Gerade im Flugmodellbau ist das, denke ich, wichtig. Natürlich könntest Du versuchen, die Betriebsspannung zu reduzieren, aber ob die Elektronik richtig funktioniert, kann ich auch nicht vorhersagen. Ich weiß auch nicht, ob der Servo es mag, wenn das Steuersignal im Vergleich noch die volle Spannung besitzt. Auf der anderen Seite ist das Risiko eher klein.

Besser wäre es natürlich, auf der Ansteuerungsseite was zu machen, etwas Digitales halt, das auch sauber und per Einstellung die Zwischenpositionen generiert. Mir fehlt da aber die Übersicht, was es da auf dem Markt gibt.

Klaus


Hallo Exitus,

Servos werden durch eine veränderbare Impulsdauer (mit fester Frequenz) gesteuert, wobei grob gesagt eine bestimmte Impulsdauer einer bestimmten Position entspricht. Der Servo versucht normalerweise so schnell wie möglich, die vorgegebene Position zu erreichen bzw. zu halten. Deswegen bringen die Widerstände und Dioden da erstmal nichts.
Es gibt aber Servotester, die nicht mit Tasten arbeiten sondern mit einem Potentiometer (Poti) und dann der Servo der Drehbewegung am Poti "folgt". Beispiel (der Poti wird hier mit einem Kreuzschlitz bewegt, kann man sicher was "nach Geschmack" zur Bedienung verwenden)
https://www.pollin.de/p/bausatz-servomotor-tester-v1-0-810201
Vielleicht wäre sowas für den Wasserkran besser geeignet?

Viele Grüße
Michael

EDIT: "Frequenz" gegen "Impulsdauer" getauscht

Hallo,

das würde sich für Analogies anbieten: https://firma-staerz.de/index.php?sub=produkt&id=54
Gibt es auch als Fertigteil.
Im Club und privat mehrfach verbaut.

Gruß, Roland
Zitat - Antwort-Nr.: 2 | Name: KMal

Besser wäre es natürlich, auf der Ansteuerungsseite was zu machen, etwas Digitales halt, das auch sauber und per Einstellung die Zwischenpositionen generiert.  


Gut, für die Einhaltung von Zwischenpositionen gibt es andere Lösungen.
Die von mir genannte Steuerplatine ist zwar thematisch (vom Verkäufer) dem Wasserkran zugeordnet, soll aber von mir anderweitig eingesetzt werden. Beim Wasserkran gibt es ja definierte Endpositionen, das ist aber bei der von mir vorgesehenen Anwendung nicht gefragt und über die Steuerung einer Platine für eine Segmentdrehscheibe bereits realisiert. In diesem Fall möchte ich damit einen Baukran auf einem Schrottplatzdiorama steuern, also individuelle Postionen.
Das soll auch am Anlagenrand über zwei als Ölfässer getarnte Taster als enzige analoge Aktion dargestellt werden. Keine überdimensionierte Digitallösung erwünscht.

Gruß aus Nordertown
Hallo Exitus,

vielleicht habe ich mich unglücklich ausgedrückt. Die Zwischenpositionen werden natürlich fortlaufend in Sekundenbruchteilen aktualisiert, so daß eine langsame, kontinuierliche Bewegung entsteht.

Klaus
Zitat - Antwort-Nr.: 3 | Name: MHAG

Es gibt aber Servotester, die nicht mit Tasten arbeiten sondern mit einem Potentiometer (Poti)



Jo, Michael, sowas schwebte mir eigentlich auch vor, als ich die Platine für den Wasserkran für meinem Portalkran fremdverwenden wollte. Leider hat diese Steuerung nicht die Feinfühligkeit zu bieten, die ich mir erwünscht hatte.
Ich werde wohl auf diesen Servotesterbausatz zurückgreifen müssen.
Danke für den Tipp.

Gruß aus Nordertown

PS: Thema Wasserkran ist bereits erledigt.
Zitat - Antwort-Nr.: 5 | Name: Exitus

Beim Wasserkran gibt es ja definierte Endpositionen, das ist aber bei der von mir vorgesehenen Anwendung nicht gefragt und über die Steuerung einer Platine für eine Segmentdrehscheibe bereits realisiert

Hallo Exitus,

tut es dann nicht auch ein einfacher Getriebemotor? Oder ein Servo ohne Regelung, also nur Motor (meine das, irgendwo mal gesehen zu haben)? Mit zwei Umschalttastern kann man dann die Drehrichtung bestimmen und über die Betriebsspannung die Drehgeschwindigkeit.

Klaus
Zitat - Antwort-Nr.: 8 | Name: KMal

tut es dann nicht auch ein einfacher Getriebemotor?


Du meinst also einen einfachen - überzähligen - Lokmotor aus der Bastelkiste?

Gruß aus Nordertown
Hallo Exitus,

es gibt Motoren mit angeflanschtem Getriebe, wie man sie auf Modellbaumessen immer wieder sieht. Soetwas meinte ich.

Klaus
Bau die Ansteuerplatine im Servo Gehäuse aus, dann bleibt der mechanische Endanschlag erhalten.

Gruß, Micha
Hallo,

man braucht einen Sweep-Oszillator. Bessere Frequenzgenerator können das - eventuell benötigt man 2 davon. Entsprechend müsste das mit 2x NE555 machbar sein, d.h. das Tastverhältnis einer Rechteck-PWM Oszillators mit einer sehr langsamen Frequenz modulieren - eventuell mit einer Spannung an einem Kondensator.
C aufladen -> Servo bewegt sich langsam von einem Endpunkt zum anderen
C entladen -> Servo bewegt sich in die Gegenrichtung.

Wesentlich einfacher geht es mit jeder Art von Microcontroller, wie z.B. Arduino:
https://learnohmly.com/tutorial-servo-sweep.html

Grüße, Peter W.
Hallo,
wenn man sich mit Servos beschäftigt, muss man sich erst einmal die Technik, wie sie gesteuert werden genauer ansehen. Was ich hier teilweise gelesen habe, ist leider falsch. Einzig mit Impulsen, deren Dauer fest definiert ist, werden Servos gesteuert. Und zwar müssen diese Impulse genau zwischen 1 und 2 ms lang sein. 1ms bedeutet, Endanschlag links und 2ms Endanschlag rechts. Ein in jedem Servo intergrierter "Stellungsmelder" (ein normales Poti) meldet die aktuelle Stellung des Servo an seine Elektronik und vergleicht diese mit der empfangenen Impulslänge. Bei Abweichung wird nachgeregelt. Will man also ein Servo bewegen, so muss man ihm Impulse mit der jeweiligen Dauer zwischen 1 und 2ms senden. Steht der Servo (Motor) z.B. ganz links und er empfängt Impulse mit 2ms Länge, dann wird er schnellstmöglich nach rechts drehen. Wenn er langsamer drehen soll, muss man ihm entsprechend abgestufte Impulse in einem längeren Zeitraum senden, also z.B. im Verlauf von 5 Sekunden beginnend mit 1ms, nach wenigen ms den nächsten mit 1,0002ms, dann den nächsten  mit 1,004ms usw. Bis man eben bei 2ms ist. Je kleiner die Schritte bei den Impulsen und je öfter, um so flüssiger die Bewegungen des Servo. Die Lösung mit einem Poti geht auch nicht direkt, sondern ebenfalls den digitalen Weg. Der Spannungswert des Potis wird in einen digitalen Wert umgewandelt und dieser wiederum gibt die Impulserzeugung vor. Mit Arduino ist so etwas sehr einfach zu bewerkstelligen. Das Netz ist voll von Tutorials darüber. Einfach mal danach suchen.
Gruß Holger
Hallo Holger #13,

ja Du hast recht, ich habe es oben in #3 verbessert, da habe ich sehr schlampig formuliert.
Allerdings funktioniert das mit dem Poti beim Tester (der die Impulsdauer verändert) recht gut. So, wie man am Poti dreht, dreht sich der Servo entsprechend mit -- für den Wasserkran optimal. Habe damit selber schon begeistert rumgespielt Für eine begrenzte Bewegung und einigermaßen feinfühlige Steuerung ist die Kombi "Poti-Tester und Servo" eine sehr preiswerte und simple Lösung.
Dass es gute Arduino-Lösungen gibt, die dann auch sehr exakt arbeiten, steht ausser Frage, aber die sind da meiner Meinung nach für die gewünschte Anwendung etwas "zu groß".

Viele Grüße
Michael
Hallo Michael,
klar ist es mit dem Servo Tester eine einfache Lösung, aber auch da wird der Potiwert digital umgewandelt. Wenn man bedenkt, will man eine Lösung mit den Timer 555 und Hühnerfutter machen, ist der Aufwand jedenfalls größer als mit nem Arduino. Deshalb schrieb ich das. Der Ardu hat ja den AD Wandler (für Poti) ja schon 6 bzw. 8x on Bord, ebenso den PWM Ausgang für Servo auch x-mal. Ohne größere Schaltung einfach machbar....
Viele Wege führen nach Rom, manche über Island
Gruß Holger
...und wer mit Arduino so gar nichts am Hut hat, braucht eine simple Lösung.

Und nochmal: Die Platine mit der sportlichen Servogeschwindigkeit wird vom Verkäufer unter dem Thema "Wasserkran" einsortiert. Er hat da auch zwei Varianten. Eine mit Start, bzw. Rückstellung auf Mittelstellung beim Einschalten. Und eine Variante mit Drehung in Abhängigkeit von der Betätigung des Tasters. Damit ist dann auch eine individuelle Bewegungsstrecke realisierbar.

Letztere soll einen Drehkran auf dem Schrottplatzdiorama in beliebige Positionen drehen.

Gruß aus Nordertown

PS: Ich will aber nicht nach Rom...🧭🌎
Hallo,

analog: Poti -> PWM-Oszillator (555) + mehrere diskrete Bauteile -> analoge PWM (Jitter!)
digital: Poti -> A/D -> CPU -> digitale PWM (sehr genau)

Zu bedenken gebe ich noch, es gibt analoge und digitale Servos. Im ersten Fall ist da ein Chip (ASIC) der den Servomotor steuert, im zweiten Fall ein Microprozessor. Beim analogen Servo muss die Impulsfolge innerhalb einer gewissen Zeit wiederholt werden, d.h. es wird von einer zyklischen PWM ausgegangen. Wird diese angehalten, ist die Funktion undefiniert, es kann sein, dass der Servo die Stellung nicht mehr nachregel und die Stellung nicht halten kann. Beim digitalen Servo kann die Stellgröße ausfallen, der zuletzt empfangene Wert wird gespeichert. Solange Strom drauf ist, hält der Servo dagegen bis ein neuer Impulswert kommt. Da kann man tatsächlich mit Impulsen arbeiten, so eine Ansteuerung ist allerdings in der RC-Welt nicht üblich und nicht erwartet, außer im Fall von Empfangsverlust wird die PWM nicht unterbrochen,

Grüße, Peter W,

Exitus: Ich dachte es gibt so Platine für "realistische Ansteuerung" von Wasserkränen, Signalen etc. Die arbeiten mit einem Microcontroller, mit großer Wahrscheinlichkeit ist da sogar ein mit der Arduino-Oberfläche erstelltes Programm drauf. Die Unterstützung geht runter bis zum 8-poligen Prozessor (ATtiny13 mit AVR-Programmer, ATtiny45 mit VUSB-Bootloader)

I know me there out

Peter,

schau mal bei

https://modellbahn-steuerungen.de/

auf seine Platinen. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass da auch arduino eine Rolle mitspielt. Aber das sind eben Fertigprodukte zum direkten Einsatz. Und alles auf analoge Bedienung ausgelegt.
Hi
Mit einem WA5 Starterset bekommst du für wenig Geld alles was du brauchst, und stellst nicht nur die Geschwindigkeit fein ein, sondern kannst auch manuell steuern und zusätzlich auch bis zu 4 Endstellungen fest einstellen.

LG ChristiaN
Hab die Beschreibung dazu gelesen, da ist wie vermutet ein Mikroprozessor drauf, vermutlich ein Atiny mit 8 Pins. Das ist die gleiche Familie wie die bei den Arduinos verwendeten Mikroprozessoren. Sicher auch die Programmierung damit erstellt.
#Exitus: Frage doch da mal nach, ob er dir einen macht, der die Geschwindigkeit etwas reduziert ausgibt. Ist in der Software leicht zu realisieren. Der µC ist da gesockelt, daher sicher möglich.
Gruß Holger

der schon in Rom war...
Zitat - Antwort-Nr.: 20 | Name: Digimoba

Frage doch da mal nach, ob er dir einen macht, der die Geschwindigkeit etwas reduziert ausgibt. Ist in der Software leicht zu realisieren. Der µC ist da gesockelt, daher sicher möglich.


Die gleiche Idee hatte ich auch schon vor einer Stunde. Eine entsprechende Mail habe ich bereits veranlasst.

Gruß aus Nordertown
Hallo,

nur zum Verständnis - Wasserkran wird mit Servo bedient. Servosteuerelektronik mit Taste. Wird Taste gedrückt fährt das Servo von Pos 1 zu Pos 2, wird die Taste losgelassen gehts zurück auf Pos 1.
Nur die Geschwindigkeit vom Verfahrweg ist zu schnell?

Ich hatte mal was dazu geschrieben - mal sehen ob ich's noch mal finde...

Gruss Klaus
Hallo zusammen,

ihr macht das alles viel zu kompliziert.

In #8 und #11 ist die Lösung schon genannt worden: Servo auf, Elektronik raus und den Motor direkt von den (Ölfass-)Tastern aus bestromen.
Umpolen ergibt andere Drehrichtung, bei loslassen hälts an.

Und wenns zu schnell ist die Spannung reduzieren, z.B. mit Dioden.
Die Motoren laufen auch mit sehr geringen Spannungen, es ist nur die Servoelektronik, die aussteigt wenns zu sehr in den Keller geht. Also weg damit

Bei niedrigeren Spannungen leidet zwar auch die Stellkraft, das wird hier aber egal sein.

Mit einer zusätzlichen externen Schaltung auf die Wünsche der servointernen Schaltung einzugehen brauchts hier absolut nicht.

Grüße Michael
Moinsens,

in der Bastelkiste wird sich bestimmt ein altes Servoteil finden, dessen Platine sich ohnehin schon verabschiedet hat.
Ich hoffe nur, dass ich nicht alles schon zur Ersatzteilgewinnung zerlegt habe...😜

Gruß aus Nordertown
Braucht aber auch wieder eine externe PWM-Quelle.

Grüße Michael
Moin...

Update!

Habe soeben eine Mail vom Urheber der Platine bekommen. Statt vorgeschlagenem Austausch des IC-Bausteins mit reduzierter Basisgeschwindigkeit kommt eine noch komfortablere Variante zum Tragen.

Meine Platine Version 5.0.2 wird durch die Version 5.0.3 ersetzt. Diese Platine hat ein Poti implementiert, mit dem ich die Geschwindigkeit nach meinen Anforderungen selber einstellen kann.
Diese Platine wird allerdings erst nach Ostern zur Auslieferung kommen, da sie noch in der Fertigung ist.
Aber Geduld ist überall erforderlich. wer Keine hat, ist arm dran.

Zitat - Antwort-Nr.: 15 | Name: Digimoba

Viele Wege führen nach Rom

...welches auch nicht an einem Tag erbaut wurde. Also Geduld, es lohnt sich wie man sieht!

Gruß aus Nordertown

PS: Ausdrücklicher Hinweis = es ist KEIN Aprilscherz!!!
Na siehste! Dann viel Spaß damit!
Gruß Holger


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