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THEMA: Verständnisfrage Langsamfahrt

THEMA: Verständnisfrage Langsamfahrt
Startbeitrag
mieszekatze - 29.03.26 13:09
Hallo,
Es geht um das reine Funktionsprinzip der DCC ABC-Langsamfahrt.
Zum bremsen mit konstantem Bremsweg gibt es Bremsmodule oder man nutzt die Diodenschaltung.
Für Langsamfahrt finde ich nur eine Handvoll Module.
Da in diesem Zusammenhang aber auch immer wieder von asymmetrischer Gleisspannung die Rede ist Frage ich mich, kann man das auch mit Eigenlösung machen und wenn ja, wie?

Wie gesagt, nur eine Frage des Prinzip, kein Ausufern was Decoder angeht oder ob PC-Lösungen besser wären.

Danke und MfG
Sven

Hallo,

ABC Bremsen muss der Decoder können.

Aktuelle beherrschen das m.b.w.n. alle, bei älteren sollte man den Waschzettel lesen.

Weiteres zur Technik:
https://www.lenz-elektronik.de/Digital-Plus/Dig.../Clever-ABC-Technik/

https://www.digital-bahn.de/info_kompo/bremssysteme.htm#abc


Peter

Moin Sven,

Zur ABC Langsamfahrt benötigt man spezialle Bremsmodule der jeder andere Rechteck/Halbwelle spert. Das is nicht mit einen einfache Dioden schaltung zu Lösen.

z.b.sp. :  ( https://doehler-haass.de/cms/pages/produkte/digitalsystem/bremsmodul.php )


Grüße aus Assen (NL)
Jan

Danke,
Wieder was gelernt.

MfG Sven
Mit ABC wird einfach die DCC Wechselspannung unsymmetrisch gemacht, also eine Polarität wird in der Spannung etwas reduziert, um eben den durch die Diodenschaltung entstehenden Spannungsabfall. Das erkennen mittlerweile die meisten Decoder, moderne wohl alle. Bei entsprechender Einstellung im Decoder wird beim Erkennen dieser Unsymmetrie der DCC Gleisspannung der kontinuierliche Bremsvorgang eingeleitet und bis zum Stillstand mit der eingestellten Verzögerung abgebremst. Langsamfahrt ist dabei eben nicht. Man kann im Decoder den Bremsweg festlegen, um den Anhaltepunkt genauer zu definieren. Stichwort konstanter Bremsweg.
Eine Möglichkeit, mit DCC auch langsam zu fahren´, gibt es mit diesem Baustein von mir:
https://www.digimoba.de/Digimoba-Neushop/shopro....php?products_id=166
Er kann allerdings noch einiges mehr, er ist als Blockbaustein konzipiert, mit allem, was ein intelligenter Blockbetrieb nebst Blocksignal benötigt.
Gruß Holger
Man könnte mit einigen in Reihe geschalteten Dioden die Digitalspannung entsprechend reduzieren, das müsste auch mit einem Potentiometer funktionieren.

Für Langsamfahrbereiche sollte das reichen.

Gruß Uli
Hallo Sven

zu #4 klingt ja fast wie die Marco-Bausteine von Uhlenbrock. Die haben, aus meiner Sicht den einzigen, Nachteil, die lassen sich ohne galvanische Trennung nur mit einer Uhlenbrock-Zentrale vernünftig einsetzen.

Wenn du eine entsprechende Zentrale hast, ist das vielleicht ich eine Option.

Mit freundlichen Grüßen
René

Hallo Uli #5,

davon würde ich eher abraten:
Zitat - Antwort-Nr.: 5 | Name: Uli_22

müsste auch mit einem Potentiometer funktionieren.  


Grob gesagt "frisst" eine Diode 0,7V Spannung weg, ohne den Strom zu beeinflussen.
Ein ohmscher Widerstand (dazu zählt auch ein Potentiometer) verändert Strom _und_ Spannung, was man beim Strom aber eher nicht will. Und der Poti sollte dabei auch einiges an (Verlust-)Leistung verkraften.
Deswegen werden da normalerweise nur Dioden zur Spannungsverminderung / Erreichung von Asymmetrie verwendet.

Viele Grüße
Michael
Folks!
Jeder mäßig gute Decoder versucht die Drehzahl des Motors von der Schienenspannung und der Belastung des Modells zu entkoppeln. Die wirklich guten Decoderhersteller machen das seit den späten 1980'er Jahren. Die Motorregelung nutzt dazu die EMK des Motors, das ist die Spannung die in den PWM Pausen am Motor gemessen werden kann. Diese ist direktproportional zur Drehzahl. So kann der Decoder sehr genau die Drehzahl feststellen und nachregeln sollte das Modell langsamer fahren als der DCC Befehl das vorgibt.

Daher wird, wenn man nicht besonders schlechte ungeregelte Decoder benutzt, der Decoder auf Spannungssenkungen durch Dioden oder Widerstände nicht reagieren. Wenn man die Absenkung so stark macht daß der Regelungsspielraum das nicht ausgleichen kann dann wird's tatsächlich langsamer. Durch die Regelung wird auch der Spannungsverlust durch das ABC Modul ausgebügelt, Man merkt am Fahren nicht daß da was im Schienensignal fehlt.

Das ABC Bremsen wurde von Umelec aus der Schweiz erfunden, der Decoder erkennt hier, daß die beiden Halbwellenseiten des DCC Signals nicht ident sind und hält an. Lenz hat dann ein Jahrzehnt später das ABC genannt (aber Umelec als Erfinder verschwiegen) und zusätzlich eingeführt die Asymmetrie nur bei jeder 2. oder 3. Halbwelle zu schneiden. Damit sind Zwischenstufen möglich. Den Anhaltetrick kann man einfach mit 4/1 Dioden selbst basteln. Für die erweiterte Langsamfahrgeschichte braucht es etwas mehr Elektronik, das ist nicht mehr so einfach. Es gibt auch weniger Decoderhersteller die das unterstützen.
-AH-


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