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THEMA: Anbindung Industrie an Bahnhof - was ist "realitätsnäher"?
die Kinder werden größer, es ist wieder ein wenig Zeit für die Moba. :) Meine Anlage steht nun endlich wieder aufgebaut im Keller, ein neues Modul kommt hinzu. Hier möchte ich eine Brauerei hinstellen, um ein klein wenig Betrieb zwischen dieser und meinem Bahnhof zu ermöglichen. Nun stellt sich mir die Frage, wieviele Weichen "sinnvoll" sind um einen "realitätsnahen" Betrieb zu erzeugen.
Durch meinen Bahnhof geht eine zweigleisige Hauptstrecke. Nördlich davon liegt der Industrieanschluß. Südlich vom Bahnhof ist mein Ladebereich. Wenn der Zug den Bahnhof verläßt, könnte er dort direkt das Gleis wechseln und als "Geisterfahrer" bis zur Weiche der Industrie zu fahren. Die Rückfahrt würde auf dem korrekten Gleis erfolgen.
Alternativ könnte ich auf dem neuen Modul nicht nur eine, sondern drei Weichen einbauen. So würde der Zug zur Industrie immer das richtige Gleis nutzen, er müßte nur einmal die Gleise kreuzen.
Was ist aus eurer Sicht sinnvoller bzw näher am Vorbild?
Herzlichen Dank schon einmal und Gruß,
Till
Die von Laurius zu diesem Beitrag angefügten Bilder können nur von registrierten Usern gesehen werden - Login
ein Anschluss an der freien Strecke, wie ich das hier verstehe erfolgt normalerweise nur über ein Gleis mit einer Schlüsselweiche. Die anderen Weichen müssten ins Stellwerk eingebunden werden und das würde man nur bei wirklich häufigen Bedienungen machen. Innerhalb des Anschlusses gibt es dann aber noch normalerweise eine Flankenschutzweiche
Viele Grüße
Dirk
ergänzend zu Dirk ein paar Beispiele des Vorbildes:
Königsbacher Brauerei:
https://www.google.de/maps/@50.3247859,7.585779...IKXMDSoASAFQAw%3D%3D
hier sind die Gleise mit Lager auf der Rheinseite, die Produktionsgebäude am Berg. Dafür braucht es eine Unterführung - das führt dann auch zu etwas mehr Bewegung auf der Platte als topfeben.
Heute abgeklemmt, aber im Hifo ordentlich dokumentiert. "Königsbacher Brauerei" und "Stolzenfels" können Einstiege sein. Mindestens Wolfgang Zitz und Helmut Reichelt haben sehr fundierte Kenntnis.
Brauerei Felsenkeller (Herforder):
https://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?017,5576016,5576168#msg-5576168
Die Einführung scheint mir da zwar eher in ein Bahnhofsgleis zu sein, ohne in die eigentliche Strecke zu gehen = mit langem "Industriestammgleis". Aber die "überschaubaren" Investitionen im Umfeld der Ladestelle sind mir auch einen Hinweis wert: https://www.google.de/maps/search/brauerei+fel...IKXMDSoASAFQAw%3D%3D
Zur betrieblichen Abwicklung: mit nur einer Weiche braucht es immer eine Sperrfahrt, entweder hin oder zurück. Falls keine Umfahrmöglichkeit im Anschluß, einmal geschoben. Darin sehe ich eine nette Abwechslung im sonstigen ggf. automatisierten einfach Vorbeifahrbetrieb = sichert den Spielspaß/-wert auch nach Fertigstellung.
Viel Spaß wünscht
Michael
Hallo,
dieser Anschluss (Abzweig mit Schutzweiche) ist an der 2-gleisigen-S-Bahnstrecke zwischen Ludwigsburg und Freiberg a. N. vorhanden. Er führt zwecks Trafotransport zum Umspannwerk Hoheneck.
https://maps.app.goo.gl/RgAX5w4DZpne4KF38
Gruß
Eberhard
danke mit dem Hinweiß zur Schutzweiche, ich denke so werde ich es dann ausführen.
@ Michael: Da ich aus Gütersloh komme, ist der Verweiß zu dem Beitrag schön, auch wenn die Webseite aktuell scheinbar leider nicht verfügbar ist. Herforder ist daher auch schon eine Überlegung gewesen, gucke aktuell aber noch für welche Brauerei man überhaupt welche Waggons / Fahrzeuge bekommt.
Gruß,
Till
Hallo Michael,
in beiden Richtungen wäre es eine Sperrfahrt.
VG Ronald
anbei ein mit Signal abgesicherter Werkbahnanschluss.
https://stellwerke.info/stw/img/DIN/31936/e6eada092e78231956b4eb97cb799caf.jpg
Das Signal sieht man schlecht, aber hier ist es besser -> ganz links
https://stellwerke.info/stw/img/DIN/31936/b6c06...e3e800c2d_thumbl.jpg
Die Bahn fädelte vom Fotostandort gesehen hinter der Wärterbude aber vor der Brücke aus und auch wieder ein, sodass der Zug in "Falschfahrt" zum nächsten Bahnhof fuhr um sich dort einzusortieren. Schutzgleis gab es wegen der technischen Absicherung keines.
Neben der Wärterbude (zB Auhagenstellwerk ohne Unterteil)
https://encrypted-tbn1.gstatic.com/shopping?q=t...l7AowJw&usqp=CAc
befindet sich noch eine Rangiererbude, die man aus dem Budenprogramm von Auhagen nehmen könnte .
https://i.ebayimg.com/images/g/9k8AAOSwjyxiMG9c/s-l300.jpg
https://www.auhagen-shop.de/media/79/20/af/1752734349/14491.jpg
Man kann aber auch dem Unterteil des Stellwerkes ein Dach verpassen und hat damit zwei Gebäude geschaffen.
Dass sich die Streckenlok dort befindet liegt daran, dass die beiden Gleise sogenannte WüSt waren, wo die Werkbahnloks übernahmen.
Infolge dessen macht sich in der geplanten N-Werkbahn eine Umsetzstelle erforderlich.
In das Brauereigelände würde zB die Kö oder ein ASF den/die Wagen hinein ziehen und auch wieder in die WüSt schieben, wo die umgesetzte Streckenlok dann wieder übernimmt und auf dem Nebengleis die nächsten von ihr soeben mitgebrachten Wagen warten.
Gruß Sven
Ahja, die Ausweichanschlussstelle Dresden-Industriegelände mit Stw A was in Abhängigkeit zum Stw 1 in Dresden Neustadt Pbf stand.
Gruß Rainer
😉👍
noch ne Frage: Was soll da angesichts der sehr überschaubaren Größe der angedachten Brauerei pro Werkwoche transportiert werden?
Wäre es für den Klein-Brauereibesitzer nicht wirtschaftlicher, die paar dutzend Bierkästen und -Fässer per Lkw zum nächsten Bahnhof zu fahren? (Ein Prosit auf den "natürlichen Schwund"
Schließlich kommt der Anlieger ab DR-/ DB-Grenze Infrastruktur-mäßig allein für das Einrichten des Anschlusses und dessen fortlaufenden Unterhalt auf.... und das geht auch nur so lange gut, bis einer der Vertragspartner sagt, dass es sich nicht lohnen würde, ein oder zweimal pro Woche eine sehr geringe Stückzahl an Wagen in das Anschlussgleis rein- und raus zu rangieren.... so romantisch die Sperrfahrten für den aussenstehenden Betrachter auch sind, so teuer sind diese für den Anlieger, und so ätzender sind diese für das EVU und das involvierte Personal.... für das Personal nerven Sperrfahrten nur noch....
Stehst z.B. mit deinem beladenen, abfahrbereiten 3.000-Tonnen-Züglein im Anschlussgleis, willst in die Hauptstrecke in Richtung nächstem Bahnhof einfahren, und der Fahrdienstleiter sagt nijet, in frühestens 1 1/2 Stunden, bis noch ein halbes Dutzend gähnend leerer Regio-Züge durchgefahren sind..... Da gewinnt man Demut gegenüber der Uhr
4 1/4 Stunden Wartezeit war bisher mein persönlicher Rekord
Es knirscht an allen Ecken und Enden....
Viele Grüße
Andreas
.. gewiss hat eine Ortsbrauerei keinerlei Rechtfertigung für einen Werkbahnanschluss. Dennoch hat es das mehr oder weniger im Rahmen von "Anschlussbahngemeinschaften" gegeben.
Gezeigte Industriebahn wurde sekundär sogar von den Dresdner Verkehrsbetrieben bewirtschaftet und deren Kunden bekamen bisweilen nur einmal die Woche Lieferung, wie zB der "Radio - Mende im Industriegebiet Nord"/Albertstadt .. und dessen späteren Nachfolgebetriebe.
Brauereien sind sehr Energieintensiv.! Manche brauchten Torf, andere Kohle für die Mälze, die Gärung und das dampfbetriebene Rührwerk im Sudhaus.
Trester ging an die Schweinemast, deren Einwohner sich sehr darüber freuten und davon gut schlafen konnten.
Fässer wurden geliefert und abgeholt.
Hopfen und Weizen wurde zur Kampagne angeliefert und ausreichend gespeichert.
Es kommt also darauf an, wann das Motiv spielt. Im Sommer wurde idR nicht gebraut, denn besonders haltbar waren die Biere nicht. Das Eis war verbraucht, die Vorrate alle und der Keller zu warm.
Auch das sollte man bedenken!
Gruß Sven
Okok, ich bilde nicht die Realität nach, möchte aber auch mehr als nur im Kreis fahrende Züge. ;)
Vor solch einen Abzweig von der freien Strecke müßte ich noch ein Blocksignal setzten?
Gruß Till
Zitat - Antwort-Nr.: 11 | Name: Laurius
Okok, ich bilde nicht die Realität nach, möchte aber auch mehr als nur im Kreis fahrende Züge. ;)
Willkommen im club!
Zitat - Antwort-Nr.: 4 | Name: Laurius
@ Michael: Da ich aus Gütersloh komme, ist der Verweiß zu dem Beitrag schön, auch wenn die Webseite aktuell scheinbar leider nicht verfügbar ist. Herforder ist daher auch schon eine Überlegung gewesen, gucke aktuell aber noch für welche Brauerei man überhaupt welche Waggons / Fahrzeuge bekommt.
Na, daß ich so lokalen Bezug liefern kann, habe ich nicht gewusst, aber um so besser. Mir war das auch nur erinnerlich, weil zeitnah zur Erscheinung eines Modells auch was bei DSO gezeigt wurde.
Die Frage ist, welche Brauerein überhaupt, gerade in neueren Zeiten, eigene Wagen vorgehalten haben oder nicht lieber bei Bedarf/tageweise gemietet. Zudem ist ja auch immer die Frage, wer fordert den aufgrund eines eingegangenen Auftrags überhaupt einen Güterwagen an. Daß der Empfänger einen Spezialwagen vorhält und dem Lieferanten schickt, mag sein (RWE schickt zum Trafo abholen an BBC). Beim Durstmalz in Gernsheim standen in den letzten 25 Jahren immer wenn ich da war und auch (mind.) ein Güterwagen dort DB-Wagen Tanoos bzw. Tagnoos.
Die von Dir beabsichtigte Identitätsstiftung wird dann eher mit den firmeneigenen Auslieferlastern bzw. Großhändlern, die sich über einen Werbeaufdruck für ihr Abholfahrzeug sponsern/binden lassen, erfolgen können.
Zitat - Antwort-Nr.: 9 | Name: AK
Was soll da angesichts der sehr überschaubaren Größe der angedachten Brauerei pro Werkwoche transportiert werden?
Die Entladeanlagen der Herforder sind sehr überschaubar und nicht mitten zwischen großen Hallen. Insofern finde ich es legitim bei der sowieso notwendigen Beschränkung auf einen Ausschnitt eben diesen dreidimensional darzustellen und auszugestalten. Der "große" Rest als Halbrelief oder gar Fototapete zum Abschluß nach hinten/vorne.
Zitat - Antwort-Nr.: 9 | Name: AK
Wäre es für den Klein-Brauereibesitzer nicht wirtschaftlicher, die paar dutzend Bierkästen und -Fässer per Lkw zum nächsten Bahnhof zu fahren? .... Dort wäre nur ein kleiner zusätzlicher Brauerei-Lagerschuppen notwendig, und ein Freilade-Gleis, das sowieso von der Bahn eingerichtet und unterhalten wird....
Das Zuführungsgleis der Herforder ist ganz schön lang = potentiell nicht umsonst im Unterhalt. Von daher würde ich einen angemessenen Umschlag da mal annehmen. Wenn ich sehe, welche Anschlüsse in den letzten 60 Jahren so Alles stillgelegt wurden....
Der nächste Bahnhof war vielleicht in den 60ern eine Alternative, bedurfte aber einer eigenen Logistik. 3 Abseiler, die den ganzen Tag mit 3 Lastern durch die halbe Stadt... verspätet.... Im Sinne effizienter Produktionsprozesse, die sicherlich mehr Kostenvorteile bieten, will man das eher gleich auf dem Gelände haben, wo Staplerführerschein statt LKW-Führerschein reicht und schneller mal was geholt werden kann.
Warum habe ich geschrieben "in den 60ern": weil diese Ladestraßen eben immer mehr nicht mehr bedient wurden. Auch sehe ich das für die Getreidelieferungen nicht als richtig gut geeignet an, s. den eingehausten Bunker in Herford.
Zitat - Antwort-Nr.: 9 | Name: AK
Stehst z.B. mit deinem beladenen, abfahrbereiten 3.000-Tonnen-Züglein im Anschlussgleis, willst in die Hauptstrecke in Richtung nächstem Bahnhof einfahren, und der Fahrdienstleiter sagt nijet, in frühestens 1 1/2 Stunden, bis noch ein halbes Dutzend gähnend leerer Regio-Züge durchgefahren sind..... Da gewinnt man Demut gegenüber der Uhr
4 1/4 Stunden Wartezeit war bisher mein persönlicher Rekord Da ist schon die halbe Schicht mit äußerst abwechslungsreicher Rumwarterei vorbei.... mal ganz davon abgesehen, dass man nie und nimmer den vorgesehenen Zielbahnhof in ca. 350 km Entfernung erreichen kann, wenn man die Obergrenze der maximalen Schichtdauer nicht überschreiten will, was auch gut so ist. Dann bleibt der Zug halt irgendwo unterwegs auf einem Abstell-/ Überholgleis stehen....
Sorry, dafür kann der Anschließer, der umweltbewusst auf LKW-Fahrten über lange Strecken, ggf. enge Innenstädte, vermeiden will, nichts! Das ist dann entweder ein schlechter Fahrplan oder eben der Abweichungen in der Abwicklung, z.B. Verspätungen geschuldet. Wie leidig das für den Tfzf sein kann, kann ich aber nachvollziehen. Für den Fremo schreibe ich selbst Fahrpläne und sehe, wie die umgesetzt werden und wann es wo klemmt, weil die kleinste Abweichung....
LG
Michael
Wie ist das denn bei so einer Schutzweiche, wird / wurde der Gleisbereich auch genutzt? Also um z.b. eine Lok zu parken? Sprich, versehe ich das Gleich mit einem Rückmelder um es zu nutzen, oder ist es einfach nur ein totes Gleis, das zwar standardmäßig durch die Weiche in ihrer Funktion angesteuert ist, aber darüber hinaus nie befahren wird?
Danke und Gruß,
Till
In Rüningen wird der Stummel zum Abstellen der Lok benutzt. Also typischer Ablauf: Lok bringt eine Ladung Getreidewagen und stellt im Stummel ab, um nicht im Weg zu sein. Die Rangierlok bzw. heute Zweiwegeunimog holt die Wagen in kleinen Einheiten und schiebt sie in das Entladegleis und anschließend wieder zurück.
https://maps.app.goo.gl/b1ZUNmmo6G3tdUHH7
Carsten
ein Anschluß mit einer Schutzweiche wo das kurze Gleis ab der Schutzweiche auch als Abstellplatz für das Triebfahrzeug verwendet werden kann.
Gruß Tf150150
Die von Tf150150 zu diesem Beitrag angefügten Bilder können nur von registrierten Usern gesehen werden - Login
danke euch für eure Beispiele. :)
Gruß Till
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