Anzeige:
THEMA: Defektes Bauteil Fleischmann Platinendecoder SBB Re 460
THEMA: Defektes Bauteil Fleischmann Platinendecoder SBB Re 460
N-FHB - 25.03.26 01:06
Hallo zusammen.
Ich habe ein Problem mit meiner Fleischmann Re 460 (Art. Nr. 731393).
Bei der Lok funktioniert rein gar nichts mehr.
Der Sounddecoder (Platine) lässt sich nicht mehr programmieren und auch nicht mehr auslesen.
Nach dem öffnen der Lok konnte ich ein kleines Bauteil (s. Bilder) ausmachen, welches wohl der Störenfried ist.
Kann mir jemand verraten, was das für ein Bauteil ist?
VG Frank
Die von N-FHB zu diesem Beitrag angefügten Bilder können nur von registrierten Usern gesehen werden - Login
Ich habe ein Problem mit meiner Fleischmann Re 460 (Art. Nr. 731393).
Bei der Lok funktioniert rein gar nichts mehr.
Der Sounddecoder (Platine) lässt sich nicht mehr programmieren und auch nicht mehr auslesen.
Nach dem öffnen der Lok konnte ich ein kleines Bauteil (s. Bilder) ausmachen, welches wohl der Störenfried ist.
Kann mir jemand verraten, was das für ein Bauteil ist?
VG Frank
Die von N-FHB zu diesem Beitrag angefügten Bilder können nur von registrierten Usern gesehen werden - Login
Moin,
das ist ein Transistor.
Was steht denn da drauf? 721 ?
Gruß, Gerd
das ist ein Transistor.
Was steht denn da drauf? 721 ?
Gruß, Gerd
Hallo Frank,
die Platine kann von Zimo normal wieder repariert werden. Dazu musst du mit Zimo den Kontakt aufnehmen und die Platine dann einsenden. Oder hast du beim Händler noch Gewährleistung?
Kann es sein dass der Motor der Re460 verdreckt ist? Wie verhielt sich die Lok denn im Fahrbetrieb vor dem Ausfall?
Grüße
Markus
die Platine kann von Zimo normal wieder repariert werden. Dazu musst du mit Zimo den Kontakt aufnehmen und die Platine dann einsenden. Oder hast du beim Händler noch Gewährleistung?
Kann es sein dass der Motor der Re460 verdreckt ist? Wie verhielt sich die Lok denn im Fahrbetrieb vor dem Ausfall?
Grüße
Markus
RhönbahNer - 25.03.26 08:42
Hallo Frank,
leider ist die letzte Stelle der Markierung nicht eindeutig zu erkennen (S oder C?), auch kocht beim Marking jeder Hersteller sein eigenes Süppchen. Nach etwas Recherche zu den ersten beiden Stellen (72) vermute ich einen Kandidaten der BAT21-Familie (BAT 721C oder BAT721S), eine Schottky-Doppeldiode; genauer läßt sich das bei der Informationslage leider nicht eingrenzen. Erfolgversprechend wäre, das Bauteil bei einer intakten Platine diesbezüglich durchzumessen; ein SOT23-Gehäuse ist noch groß genug, um es mit etwas Geschick selber aus- bzw. einlöten zu können.
Viele Grüße, Jürgen
Edit: Die nach rechts versetzte Position des defekten Kristalls auf dem Leadframe würde zu einer Doppeldiode passen, lt. Deinem Foto scheint nur die rechte der beiden Dioden zerstört. Du könnest versuchen, anhand der Datenblätter festzustellen, ob der mutmaßlich zweite Kristall eine Schottky-Diode ist. In Durchlaßrichtung müßtest Du dann eine Spannung von ca. 200 mV messen.
https://assets.nexperia.com/documents/data-sheet/BAT721S.pdf
https://assets.nexperia.com/documents/data-sheet/BAT721C.pdf
Das Marking beim Hersteller Panjit lautet 72C bzw. 72S und könnte zu diesem Bauteil passen..
leider ist die letzte Stelle der Markierung nicht eindeutig zu erkennen (S oder C?), auch kocht beim Marking jeder Hersteller sein eigenes Süppchen. Nach etwas Recherche zu den ersten beiden Stellen (72) vermute ich einen Kandidaten der BAT21-Familie (BAT 721C oder BAT721S), eine Schottky-Doppeldiode; genauer läßt sich das bei der Informationslage leider nicht eingrenzen. Erfolgversprechend wäre, das Bauteil bei einer intakten Platine diesbezüglich durchzumessen; ein SOT23-Gehäuse ist noch groß genug, um es mit etwas Geschick selber aus- bzw. einlöten zu können.
Viele Grüße, Jürgen
Edit: Die nach rechts versetzte Position des defekten Kristalls auf dem Leadframe würde zu einer Doppeldiode passen, lt. Deinem Foto scheint nur die rechte der beiden Dioden zerstört. Du könnest versuchen, anhand der Datenblätter festzustellen, ob der mutmaßlich zweite Kristall eine Schottky-Diode ist. In Durchlaßrichtung müßtest Du dann eine Spannung von ca. 200 mV messen.
https://assets.nexperia.com/documents/data-sheet/BAT721S.pdf
https://assets.nexperia.com/documents/data-sheet/BAT721C.pdf
Das Marking beim Hersteller Panjit lautet 72C bzw. 72S und könnte zu diesem Bauteil passen..
Beitrag editiert am 25. 03. 2026 09:03.
Guten Morgen zusammen,
vielen Dank für die ersten Tipps.
Den Motor habe ich inzwischen gereinigt, er war etwas stärker verdreckt als normal.
Ich werde bei meinen MoBa-Kollegen fragen, ob einer eine solche Lok besitzt, um die Beschriftung auf dem Bauteil zu fotografieren.
Die Möglichkeit, die Platine an Zimo zu schicken, war mir bekannt, aber wenn es wirklich nur an diesem einen Bauteil liegt, würde ich mir zutrauen das Teil selbst zu tauschen.
Sollte mehr kaputt sein, würde ich die die Möglichkeit mit Zimo in Betracht ziehen.
VG Frank
vielen Dank für die ersten Tipps.
Den Motor habe ich inzwischen gereinigt, er war etwas stärker verdreckt als normal.
Ich werde bei meinen MoBa-Kollegen fragen, ob einer eine solche Lok besitzt, um die Beschriftung auf dem Bauteil zu fotografieren.
Die Möglichkeit, die Platine an Zimo zu schicken, war mir bekannt, aber wenn es wirklich nur an diesem einen Bauteil liegt, würde ich mir zutrauen das Teil selbst zu tauschen.
Sollte mehr kaputt sein, würde ich die die Möglichkeit mit Zimo in Betracht ziehen.
VG Frank
Hardwaredesigner - 25.03.26 11:22
Hallo Frank,
das Bauteil ist der PNP-Transistor FMMT722TA. Er ist beim 5 V Spannungsregler. Der Motor wird daher eher nicht die Ursache sein, dass ihm zu heiß geworden ist.
LG
Markus
das Bauteil ist der PNP-Transistor FMMT722TA. Er ist beim 5 V Spannungsregler. Der Motor wird daher eher nicht die Ursache sein, dass ihm zu heiß geworden ist.
LG
Markus
Hallo zusammen,
vielen Dank für die Infos.
Der Bezug des Transistors scheint sich ein wenig schwieriger zu gestalten.
Reichelt und Conrad haben das Modell nach erstem suchen nicht im Programm. Aber ich bleibe dran.
VG Frank
vielen Dank für die Infos.
Der Bezug des Transistors scheint sich ein wenig schwieriger zu gestalten.
Reichelt und Conrad haben das Modell nach erstem suchen nicht im Programm. Aber ich bleibe dran.
VG Frank
Hallo zusammen.
Nach intensiverer Suche bin ich in China fündig geworden.
Nachteil ist halt eine längere Lieferzeit.
Nach dem Einbau werde ich berichten ob es funktioniert hat.
Vielen Dank nochmal an alle.
VG Frank
Nach intensiverer Suche bin ich in China fündig geworden.
Nachteil ist halt eine längere Lieferzeit.
Nach dem Einbau werde ich berichten ob es funktioniert hat.
Vielen Dank nochmal an alle.
VG Frank
Hallo, ein Wald- und Wiesen PNP tuts bestimmt auch. BC807 oder -8 (ca. 0,02€). Ich würde das aber nur mit Heißluft machen.
Gruß Holger
Gruß Holger
Hallo Holger,
das würde ich nicht machen ohne die Vce(sat) bzw. den R(on) zu vergleichen. Die BC807 sind mir schon bei den alten Arnold/Lenz Platinendecodern um die Ohren geflogen, vor allem nachdem ich anfänglich nicht die "C" Type mit der höchsten Stromverstärkung bekommen konnte. Dadurch wurden sie nicht vollständig durch geschaltet.
Das hier sind moderne niederohmige Bipolar Transistoren, nicht vergleichbar mit dem Zeug aus den 1980er Jahren.
Also Vorsicht, wenn der hier schon abbrennt, raucht es mit klassischen PNP erst Recht.
Grüße, Peter W
das würde ich nicht machen ohne die Vce(sat) bzw. den R(on) zu vergleichen. Die BC807 sind mir schon bei den alten Arnold/Lenz Platinendecodern um die Ohren geflogen, vor allem nachdem ich anfänglich nicht die "C" Type mit der höchsten Stromverstärkung bekommen konnte. Dadurch wurden sie nicht vollständig durch geschaltet.
Das hier sind moderne niederohmige Bipolar Transistoren, nicht vergleichbar mit dem Zeug aus den 1980er Jahren.
Also Vorsicht, wenn der hier schon abbrennt, raucht es mit klassischen PNP erst Recht.
Grüße, Peter W
Nachtrag zum Reparieren. Heißluft muss gar nicht sein. Kaputter kann der Transistor nicht mehr werden. Pins durchzwicken, einzeln auslöten, Pads mit Entlötlitze versäubern, neuen Transistor einlöten.
Grüße, Peter W
Grüße, Peter W
Hallo Peter,
BC807 aus dem Datenblatt VCE0 -45V, R-on kenne ich nur vom Mosfet, das ist aber ein bipolarer T. Stromverstärkung dürfte nur eine untergeordnete Rolle spielen, da er sicher in der Sättigung betrieben wird. Wenn dir da ein BC807 mal um die Ohren geflogen ist, hatte das vermutlich andere Gründe (zu hohe Spannung?) Und was ist an dem "Zeug aus den 1980" in diesem speziellem Fall schlecht? Die werden immer noch hergestellt und verbaut.
Allerdings sollte man nach der Ursache suchen, warum dieser PNP abgeraucht ist. Gilt grundsätzlich immer, wenn ein elektronisches Bauteil sich verabschiedet.
Mit durchzwicken von SMD Pins wäre ich ebenfalls vorsichtig. Allzu schnell löst sich das Kupferpad ab und der Schaden ist eingetreten. Ich weiß, wovon ich hier schreibe.
Gruß Holger
BC807 aus dem Datenblatt VCE0 -45V, R-on kenne ich nur vom Mosfet, das ist aber ein bipolarer T. Stromverstärkung dürfte nur eine untergeordnete Rolle spielen, da er sicher in der Sättigung betrieben wird. Wenn dir da ein BC807 mal um die Ohren geflogen ist, hatte das vermutlich andere Gründe (zu hohe Spannung?) Und was ist an dem "Zeug aus den 1980" in diesem speziellem Fall schlecht? Die werden immer noch hergestellt und verbaut.
Allerdings sollte man nach der Ursache suchen, warum dieser PNP abgeraucht ist. Gilt grundsätzlich immer, wenn ein elektronisches Bauteil sich verabschiedet.
Mit durchzwicken von SMD Pins wäre ich ebenfalls vorsichtig. Allzu schnell löst sich das Kupferpad ab und der Schaden ist eingetreten. Ich weiß, wovon ich hier schreibe.
Gruß Holger
dampfrailfan - 26.03.26 13:29
Hallo Peter W.
genau, Holger sagt es, durchzwicken kann das Pad lösen.
Ich nehme mein Skalpell, gehe mit dem Lötkolben ans Pad und schiebe die Klinge zwischen Pad und Beinchen. Das Ganze 3x und der Transistor ist ab.
Grüße Torsten
genau, Holger sagt es, durchzwicken kann das Pad lösen.
Ich nehme mein Skalpell, gehe mit dem Lötkolben ans Pad und schiebe die Klinge zwischen Pad und Beinchen. Das Ganze 3x und der Transistor ist ab.
Grüße Torsten
Hallo Holger und Torsten,
ja das stimmt natürlich - besonders wenn das Pad schon einmal thermisch belastet (oder überlastet) war, ist der Kleber zwischen Kupfer und Platine geschädigt. Trotzdem würde ich mir das mit dem Micro-Seitenschneider trauen - hier liegt der Hitzepol bei dem einen Pin.
Die Lösung mit der Klinge finde ich sehr interessant, kannte ich noch gar nicht. Es ist immer wieder schön andere Herangehensweisen kennen zu lernen.
Ich habe übrigens auch eine Entlötpinzette...
Und nein, das "Zeug" aus den 1980ern oder noch älter ist nicht grundsätzlich schlecht und heute sehr billig, daher wird vieles noch millionenfach verbaut. Ich meine nur konkret dass es heute gerade bei den Transistoren (BJT genauso wie FET) eine Weiterentwicklung gibt, womit man Schaltungen bauen kann, die wir damals wohl eher nicht für möglich hielten.
Bei BJT mit niedrigen Innenwiderständen und hoher Stromverstärkung wird doch schaltungstechnisch mit entsprechend geringen Basisströmen designed, was dazu führen kann, dass ein "1980er" Transistor im gleichen Setting eine viel zu hohe Sättigungsspannung aufweist und eine höhere Verlustleistung abgeben wird, da er nicht hoch genug in die Sättigung getrieben werden kann.
Natürlich ist die Frage nach der Ursache eines Ausfalls berechtigt. Es könnte hier auch ein Folgefehler eines anderen Problems sein, aber auch eine äußere Einwirkung (Spike) oder reiner Zufall.
Bei dem damaligen Fall mit dem 807 war es die zu geringe Stromverstärkung des A-Typs, den ich ersatzweise an Stelle eines C-Typs eingebaut hatte. Das ging nicht lange gut, der erreichte offenbar die Sättigung nicht.
Ohne genaue Kenntnis was der FMM hier tut, und ohne Kenntnis der schaltungstechnischen Dimensionierung rate ich zur Vorsicht bei Alternativtypen. Ein 80er PNP kann keinen "BISS" ersetzen - nicht ohne an der Schaltung zu drehen.
Grüße, Peter W
ja das stimmt natürlich - besonders wenn das Pad schon einmal thermisch belastet (oder überlastet) war, ist der Kleber zwischen Kupfer und Platine geschädigt. Trotzdem würde ich mir das mit dem Micro-Seitenschneider trauen - hier liegt der Hitzepol bei dem einen Pin.
Die Lösung mit der Klinge finde ich sehr interessant, kannte ich noch gar nicht. Es ist immer wieder schön andere Herangehensweisen kennen zu lernen.
Ich habe übrigens auch eine Entlötpinzette...
Und nein, das "Zeug" aus den 1980ern oder noch älter ist nicht grundsätzlich schlecht und heute sehr billig, daher wird vieles noch millionenfach verbaut. Ich meine nur konkret dass es heute gerade bei den Transistoren (BJT genauso wie FET) eine Weiterentwicklung gibt, womit man Schaltungen bauen kann, die wir damals wohl eher nicht für möglich hielten.
Bei BJT mit niedrigen Innenwiderständen und hoher Stromverstärkung wird doch schaltungstechnisch mit entsprechend geringen Basisströmen designed, was dazu führen kann, dass ein "1980er" Transistor im gleichen Setting eine viel zu hohe Sättigungsspannung aufweist und eine höhere Verlustleistung abgeben wird, da er nicht hoch genug in die Sättigung getrieben werden kann.
Natürlich ist die Frage nach der Ursache eines Ausfalls berechtigt. Es könnte hier auch ein Folgefehler eines anderen Problems sein, aber auch eine äußere Einwirkung (Spike) oder reiner Zufall.
Bei dem damaligen Fall mit dem 807 war es die zu geringe Stromverstärkung des A-Typs, den ich ersatzweise an Stelle eines C-Typs eingebaut hatte. Das ging nicht lange gut, der erreichte offenbar die Sättigung nicht.
Ohne genaue Kenntnis was der FMM hier tut, und ohne Kenntnis der schaltungstechnischen Dimensionierung rate ich zur Vorsicht bei Alternativtypen. Ein 80er PNP kann keinen "BISS" ersetzen - nicht ohne an der Schaltung zu drehen.
Grüße, Peter W
Also ich würde Frank empfehlen, den Decoder einfach zu Zimo schicken. Wie Peter und ich festgestellt haben, kann die Ursache eben an anderer Stelle liegen. Ohne die Schaltungsdetails zu kennen, kann man da auch nicht tiefergreifende Analysen machen.
Gruß Holger
Gruß Holger
Hallo zusammen,
kurzer Zwischenstand.
Der Transistor ließ sich problemlos austauschen.
Gebracht hat es leider nichts.
Die Lok rührt sich nach wie vor nicht. Kein Sound kein Licht.
Dann müssen doch die Profis von Zimo dran.
Gruß Frank
kurzer Zwischenstand.
Der Transistor ließ sich problemlos austauschen.
Gebracht hat es leider nichts.
Die Lok rührt sich nach wie vor nicht. Kein Sound kein Licht.
Dann müssen doch die Profis von Zimo dran.
Gruß Frank
Nur registrierte und eingeloggte User können Antworten schreiben.
Einloggen ->
Noch nicht registriert? Hier können Sie Ihren kostenlosen Account anlegen: Neuer N-Liste Account
Zum Seitenanfang
© by 1zu160.net;
