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THEMA: Faller Bahnhofshalle optimieren

THEMA: Faller Bahnhofshalle optimieren
Startbeitrag
Tobi_BR85 - 24.03.26 19:42
Hallo,

wie habt ihr die Bahnhofshalle von Faller verbessert oder würdet diese verbessern?

Ich würde auch diese Querstrebe mit diesen senkrecht verlaufenden Streben entfernen, da ich im Original keine Halle gesehen habe die das außer an den Außenseiten hat.
Sie sieht dann auch etwas filigraner aus, finde ich.

Gruß Tobi

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Hallo Tobi,

Schau mal die Bahnsteighallen von Amsterdam Centraal und Haarlem an. Die haben das.

Gruss aus Belgiën,
Richard
Moin,
In einem der "Faszination Spur N" gab es mal einen langen Artikel über die Optimierung dieser Bahnhofshallen. Das Ergebnis sah wirklich top aus. Oder war das bei Modellwelt Müller? Wer kann helfen? 😄

Gruß
Jonas
Die beiden genannten Bahnhofshallen haben diese Querstreben auch nicht.
Wenn Google nicht lügt 😄

Gruß Tobi
#3

Hallo Tobi,
Ja an die innenseite haben die das nicht. Aber es gibt seit die renovierung von Amsterdam Centraal Querträger für die Oberleitung.

Gruss aus Belgiën,
Richard

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Hi !

Da fiel mir doch gleich dieser Bahnhof ein. 🤔😎

https://www.alamy.de/stockfoto-bahnhof-friedric...chland-105077435.htp

Sowie auch dieser

https://share.google/images/zQ2zmXEqgbYLfvn3S

Gruß Thomas
#2 Jonas
Du hast recht. Es war die Faszination Spur N. Ausgabe 2

Gruß aus Berlin

Ralf
Moin Tobi!

Die senkrechten Streben kannst Du entfernen, wenn sie Dir zu klobig sind.
Bei der horizontalen Strebe kommt es drauf an, wie die Halle gebaut ist.

Das Original der Faller-Bahnsteighalle ist in Bonn Hbf und die Halle ist auf sogenannten Pendelstützen gelagert.
Da die Pendelstützen keine Querkräfte aufnehmen können, müssen die Querkräfte, die aus dem Bogen an den Übergängen vom Bogen zur Stütze auftreten, anderweitig aufgenommen werden. Dazu dient die horizontale Strebe. Der Bogen wird damit am seitlichen Ausbrechen gehindert. Die Halle muss dann nur an einer Seite Querkräfte z. B. ans Empfangsgebäude übertragen.
https://static.rundschau-online.de/__images/liv...57be38c0f0eab69d0717

In Leipzig Hbf enden die Bögen auf der Gleisebene. Dort werden die Querkräfte direkt am Auflager aufgenommen.
https://vonortzuort.reisen/deutschland/sachsen/leipzig/leipzig-hauptbahnhof/

In Hamburg-Dammtor endet der Bogen auf Höhe der Geschossdecke und die Querkräfte werden dort ins Gebäude übertragen:
https://hamburgbilder.de/wp-content/uploads/201...h-und-Fernbahnen.jpg

Deshalb haben diese beiden Beispiele keine horizonalen Querstreben in den Bögen, in Bonn werden sie aber gebraucht.

Gruß
Jörg D
Hi Jörg,

Zitat - Antwort-Nr.: 7 | Name:

Das Original der Faller-Bahnsteighalle ist in Bonn Hbf



bis auf den Verweis auf das Original ist alles richtig, was du geschrieben hast. Tobi hat allerdings die Bahnsteighalle für vier Gleise, ehem. von Pola, während Faller selbst die richtige Bonner Halle im Programm hat(te).
hier ein H0-Bild, den N-Artikel habe ich auf die Schnelle nicht gefunden.

https://trainstore-and-more.de/Faller-H0-9524-G...zeex5mHtZMyuxhvIf_GK

Gruß
Gerald
Hallo,

also ich habe diese hier.
Habe vor aus drei Bausätzen eine lange Halle zu bauen.
Ich habe die Quer.- und Längsstreben entfernt, dadurch wirkt die Halle größer.


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Hallo zusammen,

was beiden Hallen, also Faller "Bonn" und Pola auf jeden Fall fehlen, sind die Festpunktstützen, um eine statische Bestimmtheit zu erreichen, z.B. als Kreuzverband zwischen zwei Stützen.
So wie beide Hallen hier auf den gezeigten werden, würden diese im Maßstab 1:1 wie Dominosteine umfallen.
Im Modell halten hier natürlich der Klebstoff und die Einsteckpassungen die Nachempfindungen zusammen.

Viele Grüße
uNdercover


Hallo Tobi

Sieh Dir mal diese Bahnhofshallen an, bevor ich 2 oder 3 mal € 40 in den Faller - Pola Bockmist invistiere, vielleicht eine Alternative

http://www.richesheures.net/3dprint/images/01sGareGrande01/NsGG102b.jpg

http://www.richesheures.net/3dprint/images/01sGareGrande01/NsGG101b.jpg

Die Hallen kann man beliebig bauen, ohne geschlossene Front, etc

LG

Patrick Grube


Hallo,
Ich habe auch diese Pola-Bahnhofshalle hintereinander aufgestellt. Die Quertragwerke sind nur an den Stirnseiten verblieben, was im Nachhinein betrachtet, vielleicht gar nicht so schlau war, denn man hätte innen die Leuchtbänder befestigen können. Aber es stellt ja einen gewissen Tunnel dar und die Bergung von Fahrzeugen ist in der freien Halle natürlich einfacher.

Unmöglich ist der Gleisabstand, der von keinem einheimischen Hersteller unterstützt wird. Hier merkt man dann die totale Verniedlichung bei der Hallenbreite inklusive der Bahnsteige und insbesondere der Stützbauwerke, die so ein Dach in der Form gar nicht tragen könnten!
Man sollte so eine Halle also eher im Hintergrund aufbauen und nicht so genau hinsehen!

Das Gebäude könnte den 20iger Jahren zugeordnet werden und so muss man überlegen, ob diese Uhr nach dem Kriege tatsächlich noch so existierte und betrieben wurde. Das passende Empfangsgebäude fehlt und so wäre der Bahnhof eher auf Arkanden richtig aufgestellt.

https://bauprojekte.deutschebahn.com/imagefly/w...02409-64dbac9186.JPG
https://stellwerke.info/stw/img/BHF/5366/61b06dea2bc41480679233.jpg

Was die von undercover angesprochenen tragenden Elemente anbelangt, so mussten das die Hallenkonstrukteure wegen des thermisch beeinflussbaren „weichen Materials“ und den spröden Eigenschaften des damals üblichen „Thomas“-Stahls idR durch Pendelauflagerungen wie beim Brückenbau lösen. Damit hat eigentlich jeder Hallenpfeiler mehrere dynamische Widerlager und der Bogen entspricht somit einer schmalen Brücke. (1)

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/...Hbf%2C_Nordhalle.jpg

Im Modell sind es bloß lose aufgestellte Einfachpfeiler wie bei einer profanen Bahnsteigüberdachung oder einem Carport, deren Material sich gewollt verformt und im konkreten Fall brechen würde ( zum Dominoeffekt führt….) , da die Halle ja in gewisser Weise ständig „wabert“.

Hier eine Halle für 2 Gleise.
https://backend.radiosaw.de/sites/default/files...G.webp?itok=WyffPXP0

           (1) Wie man sieht, ist (oben) eine Art konstruktiver Ringanker erforderlich, der die Querkräfte oben zwischen den Stützen auffängt und verhindert, dass sie "umfallen" und ......die im Modell vorhandenen Glaselemente bersten bevor der bahnhof eröffnet ist.
Am „Giebel“ ist der "Ringanker" weitergeführt und in diesem Falle stattdessen verspannt um die Kräfte weiterführen zu können! Ein Quertragwerk wie im Modell erfüllt das natürlich auch , wenn es das beim Modell auch längs gäbe -> gibts aber nicht!

Eine Dachrinne wäre übrigens auch nicht schlecht, denn die Außengleise müssten sonst jedes Mal einen Wasserfall ertragen und das würden die angedeuteten Wellblechdächer, aber auch das Gleisplanum auf Dauer nicht überstehen

Wie in den Links oft erkennbar, wird heute ein Druckausgleich oder früher in der Dampflokzeit ein „Rauchabzug“ , benötigt.
Diese Pola - Halle würde sich bei längs anstehendem Wind und unterschiedlichen (Luft-) Druckverhältnissen aufplustern und naja….eben „platzen“. Gartenpavillonbesitzer kennen das. Er fliegt davon. 😁

Zuletzt kommt noch der Blick an die Stirnseite. Hier habe ich einen Revisionsgang mit Geländer und einer Überdachung zum Gleis hin eingerichtet, damit die Stirnfenster auch geputzt werden können. Theoretisch müsste man auch eine gebogene Leiter auf den Portalbogen bringen um Wartungsarbeiten, oder gar einen Scheibenwechsel ausführen zu können…..

Fazit zum verbessern des Pola Bahnhofes:
Es ist viel Arbeit nötig, wenn man es genau nehmen will und man muss das mit sich selbst ausmachen wohin das führt!

1. Spielbahn: Modell nehmen und freuen, denn es ist ein vorbildfreies Hobby-Modell - mehr nicht!
2. Betriebsbahn: Je nach Epoche matt hell/dunkelgrau lackieren, wesentliche Elemente nachrüsten und …..zufriedengeben
3. Diorama: Alles neu bauen und an den Glaselementen auch noch die schon geprägten  Haltebleche schwarz oder grau nachzeichnen.

Hinweis:
Foto zeigt äußere Widerlager für die Bogenträger in der Halle (siehe Link zum Hauptbahnhof innen), das Fallrohr des Regensammlers, den Ringanker, sowie die statisch erforderlichen "Zurrstangen" in Fenstermitte, und den längsseitigen Revisionsgang mit integrierter Dachrinne. Die Halle scheint zu schweben....
Gruß Sven


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Hallo,

Habe die 3 Bausätze geschenkt bekommen.
Also werden diese jetzt auch verbaut und so realistisch wie möglich aufgepimt.
Querstreben, Dachrinnen und Revisionsgänge / Leiten sollen noch kommen.
Jetzt bin ich erstmal dabei Oberleitungen einzubauen.
Deshalb mussten auch die Streben weichen.

Gruß Tobi
Hallo Sven,

ohne hier das Thema allzu sehr vertiefen zu wollen, sieg Dir einfach mal das Foto in dem Link an. Dort siehst Du die Festpunktstützen, hier am Beispiel der Mönchengladbacher Bahnhofshalle.

https://rp-online.de/nrw/staedte/moenchengladba...efte_bid-116411687#0

Ein Festpunkt ist in einer Fachwerkkonstruktion schlicht und ergreifend notwendig.

Viele Grüße
uNdercover
Hallo,

ich habe vor mehr als 40 Jahren die Ecken der Pola-Halle mit den Arnold-Türmen umgeben.

Viele Grüße
Nimmersatt

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Hallo zusammen,

ich habe von der Bahnhofhalle  4 Teile zusammen gebaut sh. Video´s - müssen aber noch final ausgestattet werden, sowie der Bahnhof noch weiter gebaut werden.

https://youtu.be/ncXFBruXtPM

https://youtu.be/9_w_612u1ME

Gruß Udo
Hallo uNdercover,
.
... im Sinne einer kleinen fachlichen Diskussion und nur für jene, die es interessiert möchte ich gern zum Link nochmal einhaken:

Links im Bild sehe ich gelagerte, Pendelstützen.

Rechts sehe ich eine Notversteifung über kreuz mit einer vermutlich starren Stütze.(Rohr) in deren Mitte. Das scheint zwar alt aber nicht original zu sein.

Ich würde annehmen, dass das hinter dem Klinkerbau nicht sichtbaren Fundament der Portalstütze brüchig ist und die Auflagerung nicht mehr funktionsfähig. Infolge dessen musste der "Pfeiler" mit dieser Notlösung  entlastet werden, da er ja auch die Abspannung trägt.

Wie gesagt, ich meine.
Kann aber sein dass ich mich irre.

Gruß Sven

.
Hallo

Man kann auch gleich selbst bauen.

VG

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Moin,

Zum Thema Festpunkt kann man hier auf dem Foto gut die Nachbildung an der Halle vom Bhf. Sternschanze sehen:

https://spur-n-teile.de/images/product_images/original_images/MKB-160224-00.jpg

Ansonsten erinnern sich die meisten doch bestimmt an das berühmte IKEA Ivar-Regal mit dem ebenso berühmten Stützkreuz.
Eines reichte. Aber ohne, wenn man Pech hatte, klappte das ganze Regal in Form eines immer spitzer werdenden Parallelograms zusammen...

Viele Grüße von Jens
Hallo zusammen,

Jens, genauso das ist gemeint.

Sven, ich hatte vor dem ursprünglichen Hintergrund der Pola-Halle den "Dominoeffekt" angesprochen, wollte aber hier nicht die technische Mechanik, Abschnitt Statik besprechen.
Dennoch versuche ich Deine Anmerkungen einmal einzuordnen:

Wenn man den Hallenbau zunächst zweidimensional betrachtet die "Durchfahrrichtung" als x-Achse definiert, dann ergibt sich folgedes Bild:
Über die gesamte Länge in x-Richtung teilt sich die Halle in sogenannte Felder. Dabei bildet z die Ordinate.
Die Felder werden dabei von den Stützen der Hallenüberdachungen gebildet. Diese Stützen sind am Untergrund angenommerweise durch zweiwertige Lager (Gelenk) verankert. Das wären dann die von Dir erwähnten Pendelstützen.

Nun bilden diese Felder jeweils ein Rechteck und sind bis jetzt noch statisch unbestimmt, da die Pendelstützen schließlich um den Befestigungspunkt "drehen" können. Würde nun ein Kraft F seitlich gegen diese Felder wirken, so könnten sich diese Rechtecke zu einem Parallelogramm verformen. Je weiter oben in z-Richtung diese Kraft angreift, desto größer ist die Hebelwirkung. Das könnte in der Praxis z.B. Wind oder Sturm sein. Durch diese statische Unbestimmtheit würde eine solche Konstruktion nach kurzer Zeit wie ein Dominospiel in sich zusammenfalten.

Deshalb gibt es die von mir bereits erwähnten Kreuzverbände, auch Windverbände genannt (Abbildung Mönchengladbach, gerne auch Krefeld, oder Hamburg Sternschanze - oder sogar das Ikea-Regal...) Diese Kreuzverbände werden in eines der besprochenen Felder gelegt, z.B. ganz am Hallenanfang, um einen Festpunkt im System zu bilden. Das derart verspannte Feld ist nun stabil, weil es die verbliebene freie Raumrichtung (Stichwort "drehen") der Pendelstützen aufhebt und eine statische Bestimmtheit erzeugt. Alternativ könnte aber auch eine Rahmenaussteifung anstatt eines Windverbandes verbaut werden. Wenn ich mich nicht täusche, ist das z.B. in Bad Ems der Fall.
Die verbleibenden, offenen Felder werden nun am oberen Teil (in z-Richtung, dort, wo die größte Hebelwirkung durch eine seitliche Kraft F (z.B. dem Wind) in der Darstellung durch einen Stab verbunden, in der Praxis z.B. eine Obergurt-Untergurt-Konstruktion. Somit stützt das statisch bestimmte Feld mit Kreuzverband die restlichen Felder zuverlässig ab.

Bisher sind wir nur zweidimensional "unterwegs", möchten aber, dass die Halle auch in der 3. Dimension stabil bleibt. Jetzt kommt es ganz darauf an, wie die Halle beschaffen ist, anders gesagt, wie breit, ob mehrere Hallenschiffe vorhanden sind etc. pp
In der jetzt betrachteten y-z-Richtung kommt es also auf die tragende Funktion des Hallendaches an, also das Fachwerk der einzelnen Binder. Es kann bei mehren Hallenschiffen dann auch einen gemeinsamen Festpunkt geben, welcher die Lasten der Hallenschiffe von links und rechts aufnimmt.

Nun kommen wir zu dem von Dir genannten Ringanker:
Der Ringanker umfasst den gesamten Hallenbau als Rahmen und zwar genau dort, wo in der oben erklärten zweidimensionalen Darstellung die Verbindung der Felder untereinanander stattfindet. Der Ringanker ist sozusagen die dreidimensionale Fortsetzung der schon erwähnten Feld-Verbindung aus der zweidimensionalen Darstellung (also der besprochene Stab zwischen den Pendelstützen)

Kurzum:
Nicht nur in Mönchengladbach, sondern auch in vielen anderen Stahlbaukonstruktionen ist der Kreuzverband ein essentielles Element zur Herstellung der statischen Bestimmtheit, kann aber auch durch eine Rahmenausteifung erfolgen.
Mit "brüchig" oder "Notlösung" hat das alles aber nichts zu tun - ganz im Gegenteil.

Hoffe, ich konnte das Thema einwenig aufbereiten, werde mich nun aber wieder dem Tagesgeschehen zuwenden.

Viele Grüße
uNdercover






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