1zu160 - Forum



Anzeige:
Neues von Lemke Collection - Hobbytrain / KATO

THEMA: BR 243 (DR - Fleischmann vs. Minitrix

THEMA: BR 243 (DR - Fleischmann vs. Minitrix
Startbeitrag
Chaosbahner - 18.03.26 20:29
Hallo zusammen,
der Beschaffungsausschuss hat der Bestellung einer BR 243 der DR zugestimmt.
Aber jetzt stehe ich vor dem Dilemma, welche Lokfabrik diese liefern soll.
In Frage kommen für mich zwei Modelle:
Fleischmann 7570015
Minitrix 16433
Beide Modelle habe ich bisher nur auf Fotos im Internet gesehen und daher würde mich einmal eure Meinung zu beiden Modellen interessieren.
Von der Optik tendiere ich zu Fleischmann, obwohl auf den Fotos eine unschöne Formtrennkante zwischen Stirnpartie und Seitenwand zu sehen ist.
Bei den Stromabnehmer hat m.E. Minitrix die Nase vorn.
Die Fahreigenschaften werden bei beiden Herstellern für meine Belange ausreichend sein.
Digital: Fleischmann hat wohl einen Sounddekoder in einer Schnittstelle stecken, während Minitrix den Sounddekoder wohl auf der Platine realisiert hat. Ist das so? Und welcher Dekoder ist in der Fleischmann-Lok? Zimo?
Ist es bei beiden Fabrikaten möglich (z.B. durch Mapping) nur die Spitzenbeleuchtung und nur das Schlußsignal zu aktivieren (für einen Wendezugbetrieb).
Über eure Meinungen freue ich mich und bedanke mich jetzt schon für eure Antworten.

Hallo,
die Fleischmann-243 ist m. E. die frühere Roco, aber mit umfangreich überarbeitetem Fahrwerk. Das Gehäuse und noch einige weitere Teile auf dem Ersatzteilblatt riechen mir hingegen verdammt nach unveränderten Roco. Ggü. Roco Original dürfte die FLM-Lok aber deutlich leichter sein, da der Lokrahmen grundlegend neu konstruiert wurde, um den bekannten FLM-Motor, eine Kulissenmechanik und einen Dekoder/Sound unter zu bringen. Die Drehgestellrahmen sind ebenfalls kpl. neu.

Die Gehäuse sind bei allen Modellen, ob nun Roco, Minitrix oder alternativ Arnold alle älteren Datums. Und alle haben ihre Vor- und Nachteile, insgesamt nach meiner Einschätzung damit Geschmackssache.

Mir selbst gefällt die alte Rocokonstruktion am Besten, aber eben auch Geschmackssache.

Zu Digital kann ich nichts sagen, da ich "Analogi" bin.

Gruß Sven
Hat Minitrix nicht das Gehäuse jetzt überarbeitet gehabt? Gibt es bestimmt auch schon einen Faden zu hier im Forum.
Gruß Björn
Moin,

Die Minitrix ist vor zwei Jahren komplett neu konstruiert worden. Die hat nicht aber auch gar nichts mehr mit der alten gemein. Serienmäßig mt vielen Teilen an der Front bereits zugerüstet ist sie optisch die schönste. Bis auf eine seltsamen Kante am unteren Teil des Gehäuses, die es beim Vorbild so nicht gibt. Dafür hat sie ordentliche Stromabnehmer, die Konkurenz setzt auf Teile aus den 90er Jahren.

Ob die Minitrix nun gut läuft und gut klingt kann ich nicht sagen. Digital, Sound, alles nix für mich.

Grüße Torsten
Hallo zusammen,

ich habe mehrere Fleischmann-143/243 in meinem Bestand. Alle sind werkseitig mit Sound ausgerüstet.
Über die Zugkraft kann ich mich nicht beschweren.

Fleischmann verbaut einen Zimo-Decoder, in den älteren einen MX646, bei den neueren einen MS490.
Minitrix verbaut einen Platinendecoder, was mich persönlich sehr stört, da man den meist schlechten Sound nur mit größerem (auch finanziellen) Aufwand verbessern kann.

Bei Fleischmann kann man Spitzen- und Schlusslicht out of the box nicht getrennt schalten, man kann das mit überschaubarem Aufwand aber hinbekommen.

Zu der Optik des neuen Minitrix-Modells kann ich auch nur auf Bilder zurückgreifen, allerdings gibt es im Forum bereits Berichte, dass es Unstimmigkeiten gibt.
Aufgrund des Decoder-K.O.s habe ich mich aber auch nicht näher mit der Minitrix beschäftigt.

Beste Grüße
Daniel
Moin!

Die Minitrix 16433 ist eine gute, zugkräftige Wahl, die ich jederzeit weiterempfehlen kann. Läuft seit Januar 2024 bei mir völlig klaglos. Das Gehäuse ist aus Metall und sorgt damit für eine gute Gewichtsverteilung, die die Technik aufnimmt, ohne dabei Last zuzusetzen. Die Lok hat einen ausreichenden Sound, die BR243 ist nun mal ein Staubsauger und das kommt auch bei diesem Modell so rüber. Ist zwar weniger beeindruckend, als der Sound der ebenfalls überarbeiteten BR250, aber für meine Ohren ist das völlig ausreichend. Ich habe mich letztlich für die Minitrix aber deshalb entschieden, weil ich sie als funktionierende Wendezug-Lok einsetzen kann und auch keine roten oder weißen Dauerlichter zu den Wagen wollte (jedenfalls ohne Umbau). Das ist m.M.n. die Schwachstelle der Fleischmann-Lok. Bei der Minitrix ist das Licht digital schaltbar. Darauf kam es mir an. Der Fleischmann-Sound mag besser klingen, aber was nützt das, wenn Lok im Schiebebetrieb fleißig ihre Wagen anleuchtet oder ziehend hinten rot leuchtet. Da wäre ein einfaches Upgrade auf Next18 für die Fleischmann längst überfällig, zumal sie extra als Wendezug-Lok angepriesen wird (jedenfalls für den Einsatz mit ex Kuehn-Doppeldeckern). Deshalb empfehle ich auf jeden Fall die Minitrix 16433! Inzwischen ist sie auch für einen guten "normalen" Soundlok-Preis erhältlich. Übrigens auch nicht unbedeutend ist die Tatsache, daß die Lok im Gegensatz zur Fleischmann eine Führerstandsbeleuchtung hat. Seit geraumer Zeit empfinde ich das als durchaus zeitgemäße Lichtfunktion.

Gruß Marc B.

Die von Marc1972 zu diesem Beitrag angefügten Bilder können nur von registrierten Usern gesehen werden - Login



Hallo,

Ich kenne nur die Roco und Minitrix aus der analogen Zeit.
Hatte damals den Minitrix S-Bahn Zug und war von der Lok sehr enttäuscht. Kaufte mir rasch die passende Roco dazu und was soll ich sagen....es wurden alle Roco Modelle dieser Lok.

Gruss Stefan
Zitat - Antwort-Nr.: 5 | Name: Marc1972

Der Fleischmann-Sound mag besser klingen, aber was nützt das, wenn Lok im Schiebebetrieb fleißig ihre Wagen anleuchtet oder ziehend hinten rot leuchtet.  



Nur der Vollständigkeit halber: es sind genau 2 Kabel umzulöten. Von der Platine ablöten und an F1/F2 des Decoders anlöten. Das geht so schnell, es dauert länger, die Lok auseinanderzubauen...

Viele Grüße
Rico
Hallo Stefan #6,

die ältere Roco ist für mich auch heute noch das optisch und (nur gebraucht erhältlich) preislich vernünftigste Modell, jedenfalls für mich als Analogbahner. Bisher hat es keine Minitrix zu mir geschafft. Wie ich oben schon schrieb ist die neue Minitrix in nichts mit der alten zu vergleichen, ich behaupte einfach mal, dass da KEIN Teil identisch ist. Bei mir gibt es da noch eine Arnold 243 aus den 90ern aber die ist damals schon nichts gewesen im Vergleich mit Roco. Diese Lok bleibt aber liegen bis ich mal für die 212 002 oder 212 005 ein Ersatzteil brauche. Beide Vorbilder wurden gibts bisher glaube noch nicht von einem anderen Hersteller, oder ich kenne sie nicht. Die sind mir aber auch nicht so wichtig, dass ich da unbedingt Ersatz brauche.
Das Einzige was mir an der Roco nicht gefällt, und das ist bei Fleischmann genau so, sind die Stromabnehmer, die sie wohl immer noch aus der alten Kiste von Roco nehmen, oder wie erklären sie mir, dass auf anderen Loks bessere sind? Mit dem Vorbild kann das nichts zu tun haben. Da hat Minitrix schon allein wegen der feineren Arme und vor Allem der richtig geformten Schleifleiste die Nase weit vorn. Außerdem sitzen sie bei Roco und natürlich auch bei Fleischmann zu weit oben. Diese Traverse, auf der sie sitzen, ist ein feines Teil, nur bringt es den Stromabnehmer in eine extreme Höhe. Abhilfe kann man da schaffen aber das ist viel mehr Arbeit.

Heuer gibt es die Minitrix 243 mit Sound für knapp 250€, wenn digital mit Sound dann die, wenn es eine analog sein darf dann würde ich nach einer Roco Ausschau halten.
OK, die in den 2000ern günstig zu erwerbenden hatten ein klein wenig zu helles Rot. Ich persönlich finde das allerdings besonders attraktiv.

Das Fleischmann Gehäuse passt übrigens auch auf das Roco Fahrwerk. Mir ist hier über die Kleinanzeigen in einem Konvolut Teile ein Gehäuse der 243 335 zugeflogen. Da musste ich nur die Lichtleiter von einer Roco einsetzen und konnte so dieses Gehäuse auf eine alte 143 573 setzen. Letztere ist öfter schon für um die 50€ zu haben. Vom Antrieb, also Motor mit Schwungmasse usw her finde ich das Gesamtpaket von Roco trotz seines Alters dem "modernen" Fleischmann immer noch überlegen.


Grüße Torsten

Hallo Torsten,

ich habe beide und beide mit Sound als auch von beiden (MTX und GFN) die alten analogen Versionen. Die Zugkraft der GFN als auch MTX sind gleich und gut. Falls Du Wert auf den Sound legst liegt meiner Meinung nach GFN vorn. Ich muss sagen in den meisten Fällen ist in der Beschreibung von MTX, die sich nicht von Ihrer alten Schnittstelle und dem Eigensound verabschieden können, das Word Geräuschgenerator treffend. Bei GFN hat man einen voluminöseren kräftigeren Sound ohne damit die Lautstärkeeinstellung zu meinen. Also ich habe 4x GFN und 2x MTX, würde aber bei weiterer Beschaffung die GFN bevorzugen.

Herzliche Modellbahngrüße, Thomas
Hallo Torsten's πŸ˜‰ ,

die 212 005 hat mMn. Flm auch produziert oder hatte es zumindest vor.....

Ich meine,  dass  in den noch gar nicht so alten Fäden zum Thema 112  und 143/243 schon alles gesagt wurde und auch mein Faden zum Zustand der "Miete mich" von Mtx frisch aus der Schachtel ergänzt das.

Wenn man die Spur N von weitem betrachtet, kann auch eine Piko V180 durchaus stimmig wirken und so sehe ich die lobende Erwähnung der Mtx-Stromabnehmer im Verhältnis zum Modell zwar als Hoffnungsschimmer, aber mehr nicht! Die seitlichen Fensterrahmen sind viel zu dick, Diese Sicke, von der auch hier schon geschrieben wurde, sieht man zwar eher nur per Nahaufnahme und den Dreipoler, der die Lok mit einem Ruck in Bewegung setzt gar nicht. Zwar könnte es sein, dass er mit Herzschrittmacher ein paar Manieren beigebracht bekommt, aber wie einst bei der A-Klasse lassen sich technische Unzulänglichkeiten im Detail nicht wirklich kaschieren. So wie die Mtx ein ungeschliffener Rohling ist,  so fehlt es der Flm an der Lösung im Detail ( Stromabnehmer, fehlender Vorgarten). Die Mtx ist und das bestätigte sogar das NBM (...oder der MEB?) auf dem Dach lustlos gemacht und es fehlt dem Modell an der notwendigen Liebe zum Detail. Der Auftrag wurde scheinbar emotionslos abgearbeitet. Man könnte denken, dass das Gehäusewerkzeug womöglich an das andernorts entstandene neue Chassis nachträglich angepasst werden musste und letztlich kam eine konstruktiv neue, aber nicht perfekte Lok heraus.  Ein Gussklumpen halt!

Dass die Mtx leichter als eine Roco ist und ihre Zugkraft tatsächlich nur über die Haftreifen abwickelt, musste ich schon nach wenigen Modellkilometern feststellen und meine, dass die Roco gemeinsam mit der alten Mtx die wohl zugkräftigste 112/212/143/243 im Trio der N-Modellhersteller bei nunmehr schon fünf Auflagen ist.

Wie der andere Torsten richtig schreibt, hat die Mtx formal nichts, aber auch gar nichts mit der alten 243er auf E10 Fahrwerk zu tun, wenngleich sie auch noch heute mit ordentlicher Traktion punktet. Leider kann aber das Gehäuse im Service bröseln. Trotzdem hat sich der Designer bisweilen am alten Modell bzw. den Zeichnungen orientiert und Elemente für das neue Modell übernommen, die eben etwas anders sind und damit auffallen.

Die Flm kann man nur optisch mit der Roco vergleichen, weil sie das gleiche und durchaus perfekte Gehäuse und die Drehgestelle nutzt. Hier ist das Chassis an die Digitalerfordernisse und den billigen Motor einschließlich der Übersetzung angepasst. Ich gehe davon aus, dass die "Flatterkrankheit" an den Drehgestellen der Modelle um E94, Taigatrommel usw. nicht gegeben ist, da die Drehgestelle und die Kraftübertragung durch ein neues Chassis nicht beeinflusst werden düfte.

Fazit:
Löblich ist, das Mtx schwer in die Tasche gegriffen hat und viel Geld für die komplette Neukonstruktion der 143er investiert hat. Aaaaber wenn ich so etwas als selbst gekrönter Premiumanbieter schon mache, dann muss ich auch einen sehr hohen Leistungsanspruch an mich selbst und meine Partner erheben und darf mich mit Luschigkeiten NICHT zufrieden geben.....egal was es dann kostet. Ich MUSS der Beste sein,  auch wenn es verdammt hart ist...da oben!

Also bleibts bei der teilweise erneuerten 243er von Fleischmann, wenn es um die Bespannung von S-Bahnzügen oder eiligen Binnenzügen im Hügelland geht.
Für Güterzüge der späten Epoche IVb würde ich aber die 230/180 wählen, denn ungefähr dort hängt der Haken für gutgemachte Großserienmodelle.....

Gruß Sven



Zitat - Antwort-Nr.: 5 | Name: RF

Nur der Vollständigkeit halber: es sind genau 2 Kabel umzulöten. Von der Platine ablöten und an F1/F2 des Decoders anlöten. Das geht so schnell, es dauert länger, die Lok auseinanderzubauen...



Wohl dem der es kann. Alle anderen suchen eine Fachwerkstatt auf (so hieß es mal im DDR-Autoratgeber "[Fahrzeugmarke] - Wie helfe ich mir selbst?") oder nehmen den Mehraufwand oder Warteaufwand bis zu entsprechend ausgetatteten Modellen in Kauf. Ich löte auch ungerne an neu gekauftem herum.

Gruß Marc B.
Hallo,
ich habe beide Modelle. Minitrix liegt hier ganz klar vorne bez. Fahrverhalten (objektiv ) und Optik (subjektiv)
Grüße
A
Hallo

Ein Aspekt wurde bisher nicht erwähnt: Wer die Fleischmann-KK ("Erbse") benutzt, sollte eher einen Bogen um Fleischmann-143er (-243er, -112er) machen. Grund: Fleischmann hat es geschafft, bei der Umkonstruktion die NEM-Schächte so zu bauen, dass die hauseigene Profi-Kupplung ganz eingesteckt werden kann. Man muss dann am Schacht (oder an der Kupplung, das geht einfacher) herumfeilen, bis es passt!

Dort gibt es offenbar keinen mehr, der solche Sachen VOR der Auslieferung ausprobiert (Qualitätssicherung, Prototypenabnahme)!?

Dietrich,
der das schon an zwei Loks praktizieren durfte.
Moin moin in die Runde,
Ich habe mir gerade die 243 (7560015) von Fleischmann besorgt. Die erste ging zurück da die Stromabnehmer sich nicht heben ließen und die Kupplungskullissen stark nach oben gebogen waren. Angehängte Wagen haben sich in Kurven verkeilt und sind entgleist. Bei der ausgetauschten Lok waren die Kupplungen nicht ganz so stark nach oben gerichtet, jedoch sind die Kupplunsköpfe so fest in der Aufnahme das beide abgerissen sind. Auch die geht wieder zurück!
Bei einer 112 die ich vor einigen Jahren gekauft hatte, musste noch während der Einfahrrunden der Motor gereinigt (entölt) und die Kohlebürsten erneuert werden, nach etwas Standzeit fährt diese jetzt auch wieder nicht!

Eine  schönen Sonntag allen!
VG Martin
Mahlzeit.

Die Diskussion hatten wir schon vor nicht all zu langer Zeit!
Die SuFu hätte das ganz schnell zu Tage gefördert. ^^
Das Fazit war damals bereits:
Der Sound ist bei Roco / Fleischmann besser, das war's auch fast schon. Fahrtechnsich in Punkto Kraft, Gewicht und Stromabnahme ist die MTX Technik essentiell besser, die Optik geht eher zu Gunsten GFN. Die spendierten Zusatzfunktionen Licht gehen wiederum eindeutig zu Gunsten MTX.
Bei einem der beiden Hersteller - nämlich Fleischmann - ist der RW Lichtwechsel nicht getrennt schaltbar, weil nur eine NEM 651er Schnittstelle verbaut ist.

Empfehlung: die Soundlok von Minitrix mit durchdachter Technik und state of the art nehmen, statt Fleischmanns halbfertigen Murks "teuer" bezahlen. Die alte Roco Lok ist wesentlich besser gewesen. Die habe ich damals gekauft und bin bis heute begeistert. Fleischmann haben leider quer durchs Sortiment innovativ und qualitativ fertig.

Schönes WE:

Hallo zusammen,
und besten Dank für die vielen Antworten.
Das es schon einmal eine Diskussion zu dem Thema gab, habe ich auch gemerkt und auch da fleißig gelesen.
Wenn ich erst heute antworte, liegt es daran, dass mir die Zeit gefehlt hat.
Seit Sonnabend steht das Minitrix-Modell auf meinem Tisch. Aufgrund einer Aktion war es für knapp 210€ zu bekommen. Da habe ich einfach mal prophylaktisch zugegriffen.
Hier mal meine ganz subjektive Meinung:
Optisch nicht so schlecht, wie ich es erwartet habe. Sowohl Gehäuse, als auch die Drehgestellblenden habe ich mir „schlimmer“ vorgestellt. Sicher sind die freistehenden Griffe umgerechnet Regenfallrohre, machen sich aber optisch nicht schlecht und wahrscheinlich besser als bei Fleischmann (das Modell habe ich live noch immer nicht gesehen). Was mich stört, sind die seitlichen Lokschilder. Schön auf die Sicken gedruckt. Da muss ein Ätzschild ran. Ist irgendwie ein Wiederspruch. Griffstangen gut, Schilder schlecht.
Die Signaloptiken des Spitzensignals scheinen gewölbt zu sein. Die des Schlusssignals glatt. Wieso nicht alle glatt? Wer weiß…
Sound: ja, etwas dünn. Kann man die Lautstärke ändern? Ich habe dazu nichts in der Anleitung gefunden.
Das Schluss- und Spitzensignal einseitig abschaltbar sind, ist ein Muss und auch vorhanden. Lieber wäre mir, ich könnte die Führerstandsseite auswählen. Das ist hier vorgegeben.
Was mir trotz allem nicht gefällt: Dekoder auf Platine.
Fahreigenschaften für meine Zwecke in Ordnung.
Ich wollte mir eigentlich noch die Fleischmann-Lok bestellen und dann ein Modell zurücksenden. Aber Rücksendungen mache ich nicht gern, schon gar nicht „vorsätzlich“.
Wenn ich die Beiträge lese, tendiere ich dazu, die Minitrix-Lok zu behalten und die Fleischmann-Lok nicht zum Vergleich zu bestellen. Was ist dort besser?
Im Moment würde ich sagen:
- Der Sound (ohne ihn gehört zu haben),
- separater Dekoder,
- Erhabene Lokschilder an den Seitenwänden,
- zum separaten Schalten von Schluss- und Spitzensignal müssen zwei Drähte umgelötet werden. Das es so einfach ist, wusste ich nicht und wäre für mich machbar.
Aber sind das Lokgehäuse und die Drehgestellblenden so viel besser als bei dem aktuellen Minitrix-Modell? Ich glaube fast nicht. Dann bleiben für mich der separate Dekoder und der (wahrscheinlich) bessere Sound übrig.
Viele Grüße Torsten
Moin Torsten,

für mich ist bei der Fleischmann ein großer Vorteil, dass es sich um einen normalen Zimo-Decoder handelt, für den es eine gute Dokumentation gibt und NICHTS gesperrt ist.

Man kann sich die Funktionen so hin programmieren, wie man sie gerade haben möchte. Minitrix stellt keine sinnvolle Dokumentation der CVs zur Verfügung und lässt (zumindest bei den Modellen mit MTC14-Schnittstelle) nur eingeschränkte Programmierbarkeit zu.

Ich habe bei meiner Fleischmann z. B. jedes Licht einzeln auf Funktionstasten gelegt. So kann ich auch mal mit Spitzensignal rückwärts rangieren, was dem Vorbild entspricht. Außerdem habe ich die Sounds verschoben, und mir damit eine Art Standard für meine Modelle entwickelt. Man kann sich auch Funktionen einbauen, die Zimo bietet, Fleischmann aber nicht vorgesehen hat, wie z. B. verschiedene Beschleunigungswerte für Personen- und Güterzüge.

Das funktioniert bei Minitrix alles nicht.

Beste Grüße
Daniel
Vorsicht. es kommt darauf an wer den Märklin aka Minitrix Decoder und das Soundmodul - auch eine Vollplatine wie es hier der Fall ist - hergestellt hat.
Jetzt muss ich noich mal nachhaken: Ist der Decoder mit auf dre Platine oder mtc14 Schnitstelle und nur das Soundmodul auf der Hauptplatine?
CV Liste nicht vollständig? Man kann sehr wohl über Märklins Kundendienst eine vollständige CV Liste anfragen. Jedenfalls wird davon berichtet, dass es funktioniert.
Ummappen von Lichtfunktionen geht auch bei mtx14 Schnittstellendecodern. Wobei Abschaltung von Führerständen eventuell vorbelegt ist ohne es mangels vollständiger Liste zu wissen. Beim ab Werk verbauten Originaldecodern von MTX kann es vorkommen, dass das Dimmen nicht funktioniert. Hab ich bei einem meiner Modelle.
Ich habe erst neulich ein Modell ohne Sound mit einer mtc14 Schnittstelle gekauft und einen Minitrix Decoder eingebaut, weils keinen von D&H am Markt mehr gab bzw. der Händler beides als bundle mir verkauft hatte.
Dahinter steckt in diesem Fall dennoch die Fa. Doehler und Haass. Die Firmware ist aber für Märklin abgewandelt, also nicht 100 % identisch zum D&H CV Belegungsschema. War mir egal, weil D&H in dem Fall ein upgrade per Programmer auf die hauseigene Firmware anbietet, wenn ich das möchte. Nur mal als kleiner Hinweis noch.
Lautstärke kann man / sollte man auch einstellen Können / dürfen. Brauchst die vollständige CV Liste dafür. Ergo Kundendienst anfragen. Jedenfalls kann ich mir nicht vorstellen, dass das nicht gehen sollte.
Ansonsten viel Spaß mit dem Modell oder am Ende sogar Beiden.

Ja, wenn das so ist, dann müßte doch dieses Führerstandslicht auch abzuschalten gehen, wenn man die Minitrix-Lok in Bewegung setzt. Das wäre der einzige Änderungswunsch, der mir da auf die schnelle einfiele, der die 16433 von allen anderen Loks, die bei mir meist mit D&H-Fahr- oder Sounddecodern ausgestattet sind und Führerstandslicht haben, bisher unterscheidet (BR118/V180 Fleischmann, BR132 Arnold). Die haben alle das Mapping der Brawa E44 erhalten, bei der das Kabinenlicht bei Bewegung abschaltet. Für eine entsprechende Empfehlung wäre ich sehr dankbar. Aber die üblichen verdächtigen CV-Werte sind es trotz D&H-Komponenten wohl nicht (CV149 und CV150 für Aux3 und 4 lassen sich nicht auslesen, ebenso die allfällige CV121, die mit Wert 8 eingestellt bei D&H immer Rangiergang und -licht mit F4 ergibt. Die steht hier mit Werkswert auf 255. Also die D&H-Theorie ist gut, aber praktisch bisher nicht umsetzbar.

Gruß Marc B.
Moin.
Deshalb benötigst Du auch die volle CV Liste unter Angabe der Artikelnummer vom Märklins/Trix Kundendienst. Drücke die Daumen das sie eine haben.
Hat die Lok denn eine mtc14 Schnittstelle lt. Waschzettel, oder ist alles auf der Hauptplatine aufgelötet? Siehe Abbildungen  & Beschreibung im Waschzettel.
Schau also mal in deinen Waschzettel bitte. Prüfe auch ob Du folgende Artikelnummer für den hauseigenen Minitrix Decoder für die mtc124 Schnittstellle findest: 66857
Dann kann ich noch was helfen, den hab ich einmal neulich verbaut.
LG

Hallo zusammen,
woher „DCC-EX Freund“ die Vorhersehung hatte, dass ich beide Modelle kauf, weiß ich nicht. Aber so ist es geschehen. Das Fleischmann Modell mit Sound für 199,99€ - da konnte ich nicht widerstehen.
Beim optischen Vergleich würde ich beiden Modellen die gleiche Note geben wollen. Was bei dem einen Modell besser ist, ist beim anderen nicht ganz so top und umgekehrt. Die Summen der positiven und der negativen Punkte halten sich für mich die Waage.
Da beide Modelle nur auf dem Programmiergleis hin und her gefahren sind, kann ich zum Fahrverhalten noch keine Angaben machen. Mir fehlt im Moment die Zeit an allen Enden.
Sound: Ja ist bei Fleischmann unbestritten besser.
Wie geht es weiter?
Die Minitrix-Lok bekommt geätzte Lokschilder und der Hauptschalter muss wieder angeklebt werden (siehe unten).
Bei der Fleischmann-Lok sollen die Signallaternen separat geschaltet werden. Das würde ich gern umlöten. Wenn Platz vorhanden ist und noch einen Ausgang am Dekoder „frei“ ist, könnte noch eine Führerstandsbeleuchtung „abfallen“.
@RF und Daniel: Habt ihr evtl. Fotos oder eine kleine Beschreibung vom Umlöten der Leitungen? Ich habe die Lok noch nicht geöffnet, würde aber schon gern wissen, was auf mich zukommt.
@DCC-EX Freund: Ob in der Minitrix-Lok ein D&H-Dekoder eingesteckt ist, kann ich nicht sagen. Beim Auslesen wird als Hersteller „Trix“ angegeben.
Außer, dass ich den Hauptschalter abgebrochen habe, ist es mir nicht gelungen, das Oberteil abzubekommen. Hat da jemand Tipps parat?
Hat denn jemand schon einmal eine komplette CV-Liste von Märklin bekommen und könnte die mal bereitstellen?!
D&H upgrade per Programmer auf die hauseigene Firmware ist interessant, wenn es keine Soundprobleme gibt.
Viele Grüße
Torsten
Hallo,

Zitat - Antwort-Nr.: 21 | Name: Chaosbahner

@RF und Daniel: Habt ihr evtl. Fotos oder eine kleine Beschreibung vom Umlöten der Leitungen? Ich habe die Lok noch nicht geöffnet, würde aber schon gern wissen, was auf mich zukommt.



Also Du guckst, wo der Decoder steckt. An einem Ende steckt der in der Schnittstelle, am anderen Ende sind die Lötpunkte für Aux1/2. Auf genau dieser Seite guckst Du weiter, da gehen von der Unterseite der Platine(!) zwei Kabel zu dieser Beleuchtungsplatine. Wenn Du dir das anguckst springt dich das förmlich an. Die Herausforderung ist eigentlich nur, sich das komplette Demontieren zu sparen sondern stattdessen vorsichtig den Decoder herauszuziehen und dann mit dem Lötkolben unter die Platine zu gehen um die Kabel abzulöten. Eins davon kommt dann an Aux1, eins an Aux2, geht am Besten, wenn man den Decoder vorher wieder einsteckt. Achtung, nicht die Kabel zum Lautsprecher abreißen. Ich habs auch für schlimmer gehalten, als es ist.

Leider liegt meine Lok schon verpackt in den Klappboxen fürs Modultreffen, sonste hätte ich dir jetzt ein Photo gemacht. Beim Umbau hab ich Dussel leider keins gemacht. Allerdings lässt sich das relativ gut in der Ersatzteilzeichnung nachvollziehen. Von der Beleuchtungsplatine gehen halt 3 Kabel weg, eins davon ist der Rückleiter. Siehst Du schon, welcher das ist.

Dieses Bild
ist nur für eingeloggte User sichtbar: Login
  

Viele Grüße
Rico

Die von RF zu diesem Beitrag angefügten Bilder können nur von registrierten Usern gesehen werden - Login

Hallo Torsten,

ich hänge mal ein Bild meiner 243 an, das sollte Ricos Erläuterung sinnvoll ergänzen.
Wie Rico schon beschrieben hat, gehen 3 Kabel von der Lichtplatine weg, das mittlere ist der Rückleiter.

Bei meiner Lok ist die komplette Lokseite auf die AUX-Ausgänge gewandert, was ja gar kein Problem ist, da man sich die Ausgänge so hin mappen kann, wie man es braucht. Natürlich könnte man den Aufwand erhöhen und das Schlusslicht von der anderen Seite rüber ziehen, wenn man beide davon auf einem AUX Ausgang haben möchte, aber wozu die Mühe.

Das ist sogar so einfach, dass ich mich frage, warum Fleischmann das nicht längst selber macht und damit das Modell wieder konkurrenzfähiger macht 🀷🏼‍♂️

Beste Grüße
Daniel

Die von dakrase1989 zu diesem Beitrag angefügten Bilder können nur von registrierten Usern gesehen werden - Login

Hi zusammen,

was mich interessieren würde, wäre eine BR 143 zu Bundesbahn-Zeiten mit DR-Logo
Dann könnte man einen Bundesbahn-Silberling-Zug (möglichweise mit zeittypischen Werbeaufschriften) anno 1992 fahren....
Mal ganz unter uns, die Dinger sind bei der 1;1-Bahn nur so lange gut, so lange kein größerer Aufprall passiert - mangels "Knautschzone".... Rahmen unreparierbar verzogen  .... danach kann man die damaligen Vorzeige-Dinger nur noch zu Gemüse- oder Fischdosen "verbendern"...
Du stehst nachts in Fulda auf dem Bahnsteig, um den Güterzug zu übernehmen. Der Kompressor der auf Gleis 1 stehenden 143er läuft ohne Unterbrechung, bis 10 bar Druck im Hauptluftbehälter erreicht sind, danach bläst dieser lautstark ab, bis 8 bar erreicht sind.... danach beginnt das Spiel von vorne...der Kompressor läuft ohne Ende, bis die 10 bar wieder erreicht sind  Spitzentechnologie anno 1987...  damals wusste es man offensichtlich nicht besser..... dem Triebfahrzeugführern sollte man posthum einen Gehörschutz spendieren Nicht jeder will unbedingt mit "einem Knopf im Ohr" in Rente gehen

Viele Grüße
Andreas

Moin Andreas,

Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Der Kompressor der auf Gleis 1 stehenden 143er läuft ohne Unterbrechung, bis 10 bar Druck im Haup............



Und wann genau war das? Einen Defekt schließt du kategorisch aus? Dieses schon an anderen Loks der baureihe beobachtet? Glaube nicht, dass man in der ressourcenorientierten DDR was gebaut hat was genau dieses Verhalten im ordnungsgemäßen Zustand zeigt. Ist es nicht eher denkbar, dass bei der profitorientierten, nicht funktionierenden DBAG da irgendwas nicht richtig oder gar nicht repariert/gewartet wurde?

Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

was mich interessieren würde, wäre eine BR 143 zu Bundesbahn-Zeiten mit DR-Logo



Gab es schon vor 30 Jahren, suche nach:

Roco N 23276 E-Lok BR 143 573-4 DR

Das Roco-Gehäuse dürfte übrigens mit Teilen aus einem Fleischmann Gehäuse auch auf das Fahrwerk von Fleischmann passen. Jedenfalls ging es bei mir umgekehrt, also Fleischmann-Gehäuse auf Roco-Fahrwerk, das ich jederzeit dem Fleischmann Fahrwerk vorziehen würde, solange es in Ordnung ist. Die Drehgestellblenden können allerdings ein wenig Farbe vertragen.

Ob die damals DB Wendezüge fahren konnten weiß ich nicht, die 573 hat es vermutlich nicht getan, die hab ich Mitte der 90er um Magdeburg rum mal fotografiert. Silberlinge kann man da aber sicher schon anhängen, einige Loks gingen ja Anfang der 90er als Leihloks zur DB.

Grüße Torsten
Hallo Andreas #24,

die Sache mit dem Kompressor dürfte tatsächlich nicht der Normalität entsprechen., wie Torsten#25 richtig feststellt.

Stand der Technik um 1980 war aber der durchgehende Kastenaufbau, also ohne physikalisch abgetrennte Führerkabine zum technischen Bereich. Dabei ist es egal ob die Lok aerodynamisch angeschrägt oder nur im Windkanal (Flugzeugwerke Dresden) auf die Kistenform mit "runden Ecken" optimiert ist.

Die Abtrennung des Führerstandes zum technischen Bereich über eine innere Tür war ebenso Stand der Technik,  sodass das Wartungspersonal über die Tür gar nicht erst in die "gute Stube" gehen musste, wie das bei den alten Einheitsloks üblich war.
Auf eine separate Kabine verzichtete man jedoch, weil es in der DDR keinen sibirischen Winter gab und die Lok trotz mechanischem Drehstromgenerator möglichst Kompakt bleiben sollte. Es war kein Platz mehr da.

Fortschrittlich war indes die rundum intensive Klimaanlage aus sowjetischer Produktion, die nach der Wende dann sukzessive gegen schwächere und leisere Westprodukte getauscht wurde.

Noch heute ist es üblich und wird versucht, dass die 143/243 mit Führerstand 1 zum Zug gedreht wird (heute unter Ausnutzung von Gleisdreiecken) um den Kompressor "hinten" zu haben. Leise ist er nicht, aber die Funktionsweise ist normalerweise so, wie es seit über 100Jahren im Normalzustand üblich ist.

Gruß Sven

Laut sind die Mühlen insgesamt. Und nur V max 120, bis auf paar "Frisierte". Mir hats im Berufsverkehr gelangt. Eingesetzt zwischen Wiesbaden und Aschaffenburg über Mainz und Darmstadt mit 3 DoStos im Plan, ne Menge Ausfälle der Tfz und dann geht der Umlaufplan in die Knie. Jo oder wegen unerwarter Störung bitte alle aussteigen, es geht nicht weiter. Ersatzgarnituren nur 1 komplett, keine Einzelloks, RMV bestellte zu wenig Reserven, DB AG stellte freiwillig dann noch zu wenig TFZ und dann kam die Wartunsgqualität obendrauf. Na gottlob die Mühlen gehen ja nach Opladen, seit vielen, vielen Jahren gibts eh keine Ersatzteile mehr.
#27.....Nicht umsonst nannten sie die Bundesbahner Trabi, weil in erster Linie der rotierende Drehstromgenerator und die Widerstände mit Gebläsen direkt gekühlt wurden.
Das andauernde Heulen ist aber auch bei Ladys nichts ungewöhnliches.

Was die Ersatzteile betrifft, so ist das Elektronik, die jeder Bastler selbst noch löten kann. Den Schaltkreis A170 kann man aus jedem Golf 2-7 oder HiFi-Radio auslöten um die Lichtorgel auf der Leberwurstplatte wieder flott zu bekommen.

Was die Motoren betrifft, so handelt es sich um simple Drehstrom-Standardmotoren, die noch heute jede Pumpe antreiben.
Die Schaltgeräte sind nach grüner Denkart wieder up to date also luftisoliert, aber auch die Relais und Kleinschütze basieren auf Standardprodukten die vergleichbar Glöckner- Möller ff waren oder von EAW (RELOG)  noch heute gefertigt werden.
Die Trafos sind Alu - Ölausdehner, die in der Praxis heute wieder von kleinen Fachfirmen zu scheinbar neuen Hermetiktrafos umgebaut werden. Natürlich nicht in der 15kV Ebene, denn da braucht das nun keiner mehr.  
Aber Bender verdient an den vielen Alu-Innereien auch "nichts". Muss man ja auch mal sagen.

Die mechanische Schlupfregelung ist eine Sache für Schlosser und die, die sie verstanden haben, gehen gerade in Rente oder basteln noch an ihren Simsons.

Man kann also sagen:
Die 243er war ein Zwischenschritt vom klassischen Elektrolokomotivbau hin zur modernen Drehstromtechnik, den die Bundesbahn übersprungen hat.

Nicht mehr und nicht weniger.

Die 143/243er Familie hat für einen Euro trotzdem ihre 30Jahre Dienst getan und wird bei Regen noch heute  in manchen Gegenden für den S-Bahndienst einer 146er vorgezogen. Bei angemessener Pflege ist sie eine treue Kumpeline.

Übrigens:
Die optisch auf den ersten Blick ähnliche Knödelpresse hat das alles nicht, weil sie schon immer konstruktiv ein Oldtimer war und heute um so mehr ist.

Gruß Sven
Zitat - Antwort-Nr.: 28 | Name: SSEB

.Nicht umsonst nannten sie die Bundesbahner Trabi, weil in erster Linie der rotierende Drehstromgenerator und die Widerstände mit Gebläsen direkt gekühlt wurden.



Wobei sich das "Trabi" eher auf die - vermeintliche - schlechte Qualität der Loks bezog. Es gab aber kurz nach der Wende in den bundesdeutschen Dienststellen, in denen die 243 neu kam, einen ganz interessanten Effekt, der mir durch mehrere Zeitzeugen bestätigt wurde: Erst wehrten sich die Lokführer, die 243 zu fahren - und dann wehrten sie sich, die 243 *nicht* zu fahren.

Im Gegensatz zu den bisher eingesetzten Maschinen, die alle noch mehr oder weniger (DB-)Einheitsloks waren, war die 243 sehr modern. Das ging damit los, dass der Lokführer nicht stehen musste, sondern einen Sitz hatte. Und nicht mehr Fahrstufen schalten musste, sondern die Maschine über die Soll-Geschwindigkeit regelte. Und dann gab es noch lauter Kleinigkeiten, wie eine Ablagemulde für den Buchfahrplan.

Das ging wohl soweit, dass einer der Betriebsräte meinte: "Das können wir den Kollegen doch gar nicht zeigen. Die wollen doch nie wieder unsere Maschinen fahren."

Viele Grüße
Rico
@29: Hallo Rico,

die steile These, dass man auf den DB-Einheits-Elektroloks der Baureihen 110/112ff. & 139/140 & 141 & 150 angeblich habe stehen müssen, entspricht nicht der Wahrheit.

Dass die Trabis kraft weit späterer Baujahre moderner gestaltet waren, hingegen schon.

Beste Grüße, Norrskenet
Ja die Wessis haben halt Trabbi gesagt, sehe da zwar kein Zusammenhang, seitdem waren halt ihre Einheitskisten die,, Schraubeneimer,, und mit der Dakobremse kam der Beamte auch nicht so klarπŸ˜‚πŸ˜‚. Ich hab beide gern gefahren leider sind sie beide weg.
die sind noch nicht weg! Fahren immer noch bei der Dresdner S- Bahn. Ich würde mal behaupten, dass eine Einsatzdauer von nun fast oder mehr als 40 Jahren für eine gelungene Konstruktion spricht.

Um wieder den Faden aufzunehmen: ich habe die Minitrix 243 und kann mich, bis auf den Sound, wirklich nicht beklagen. Das war mir aber schon bewusst, dass ich da Kompromisse eingehen muss. Der Rest ist aber gut umgesetzt: Auspacken, Funktionen einstellen und los geht's. Hier habe ich mit der Meatman (als 143 der DB) erstmal basteln müssen, damit ich die lauten Geräusche aus Richtung Getriebe wegbekommen habe, was mir nicht wirklich gelungen ist.

und zum Schluss für alle die die 243 mal gefahren haben oder mussten noch das hier: https://www.youtube.com/watch?v=MS_S500wXhg Ich hoffe, dass auch diese Schulungen in die gebrauchten Bundesländer vorgedrungen sind.
Persönlich hatte ich mit der Baureihe 243 als Elektriker in Halle P von 1988 bis 1994 zu tun und fand die Konstruktion, speziell im Vergleich mit BR 211/242, einen großen Sprung nach vorn.

Erik
Servus,

und wenn Minitrix es jetzt noch schafft eine 243 (027 z.B.) mit dem Gehäuse, das sie schon bei der orientroten 143 007 verwendet haben, zu bringen, dann bin ich auch dabei, für mich nutzloser Sound/Decoder/DCC hin oder her.
Gibts eigentlich irgendwo ein Foto wie die Minitrix von innen aussieht?

Grüße Torsten
Hallo Detlef,

vielen Dank,
da wäre ich im Traum nicht drauf gekommen danach zu suchen.

Also eine Platine voll mit Elektronik. Sieht aber so aus als ob man da was machen kann mit Lochraster etc.
Dennoch, zuerst muss mal eine mit der Kante kommen und dann vielleicht auch mal eine richtige weiße Lady.

Grüße Torsten
Hallo
@34
das Platinenfoto ist super.

Den Miba-Beitrag kannte ich und bevor ich das hier im Forum angestossen habe, hatte ich mit Gerd Peter gesprochen.

Grüße Torsten


Nur registrierte und eingeloggte User können Antworten schreiben.
Einloggen ->

Noch nicht registriert? Hier können Sie Ihren kostenlosen Account anlegen: Neuer N-Liste Account





Zum Seitenanfang

© by 1zu160.net;