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THEMA: Systemübergang Oberleitung SBB -> DB

THEMA: Systemübergang Oberleitung SBB -> DB
Startbeitrag
becci - 08.03.26 14:35
Hallo Zusammen,
Ich möchte einen Systemübergang zwischen SBB und DB auf meiner geplanten  Anlage darstellen. Der Bahnhof liegt an einer eingleisigen Hauptbahn im SBB Bereich und umfasst 4 Gleise. Der Übergang erfolgt dann 1 gleisig zur DB in den Schattenbahnhof und dann wieder aus diesem 1 gleisig heraus von der anderen Seite in den SBB Bahnhofs -Bereich. Hat jemand von euch einen Link über Vorbilder von diesem Systemübergang?
Danke und viele Grüße aus Wuppertal.
Becci








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Hallo,

die Systemübergänge zwischen DB und SBB sind bisher immer in Bahnhöfen. Das sind Basel, Singen und Konstanz. Basel und Konstanz sind gleichzeitig auch Grenzbahnhöfe. In Singen gibt es keine dirkte Grenze aber die Strecke aus der Schweiz (Schaffhausen) wurde 1990 mit SBB-Oberleitung auf deutschen Gebiet ausgestattet.
Mit der Elektrifizierung der Hochrheinbahn wird es dann wegen der drei Grenzübertritte erstmals eine deutsche Oberleitung in der Schweiz gegeben. Systemübergang ist dann auch in Schaffhausen.


Einfach mal nach Bahnhof Basel, Singen oder Konstanz googeln.

Grüße
Markus
Übergang Basel Bad Bf nach Basel SBB ist m. W. n. auf der Rheinbrücke. Die Anlage besteht aus 2 Fahrleitungstrennern und einem kurzen stromlosen Farhrdrahtstück. Die Züge rollen jeweils mit Schwung durch den Übergang SBB / DB AG. Dabei wechseln Loks mit 2 Wippensystem den Panthografen mit langer Wippe auf Panthografen mit kurzer Wippe und umgekehrt. DB Loks fahren nach Basel SBB einfach weiter und wenden dort. So läuft es sicherlich auch ähnlich an den beidne anderen Übergängen. Zwischen Österreich und der Schweiz am östlichen Bodensee ist es identisch.
Betrieblich viel spannender ist der Systemwechsel zwischen DB AG 15 kV 16,7 Hz und NS 1,5 kV DC in Bad Bentheimer Hauptbahnhof. Nur mal so nebenbei angemerkt.
Hallo,

Übergang von Deutschland in die Schweiz in Konstanz.

Gruß Tf150150

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Hallo
Hier ist der Aufbau einer Streckentrennung erklärt
http://www.rbd-breslau.de/fremde_daten/flu/trenner/trenner.html
Zwar für die DR aber das Prinzip ist hier und an den Grenzen das gleiche. Wichtig sind halt die passenden Signale in dem Bereich ( El-Signale)
Schöne Grüße von der Mosel
Mathias
Hallo,

Im Grenzgebiet DB / SBB sind auf beiden Seiten ein Stück weit die Fahrleitungen nach SBB Zick-Zack und DB Lichtraum verlegt, so dass SBB Loks mit schmalem Schleifstück nach Singen, Haltingen und Konstranz fahren können, und DB Loks mit breitem Schleifstück nach Kreuzlingen, Basel SBB und Muttenz. Da beide das gleiche Stromsystem fahren, ist eine elektrische Trennung wohl nur aus buchhalterischen Gründen nötig. Ein Systemwechsel im eigentlichen Sinn ist das eher nicht, und ein Wechsel des Stromabnehmers ist auch nur nötig, wenn über die Grenzregion hinaus gefahren wird.
Systemwechsel zu Bahnen mit anderen Stromsystemen sind da durchaus komplizierter.

Gruß Engelbert
Zitat - Antwort-Nr.: 6 | Name: ev

Da beide das gleiche Stromsystem fahren, ist eine elektrische Trennung wohl nur aus buchhalterischen Gründen nötig. Ein Systemwechsel im eigentlichen Sinn ist das eher nicht, und ein Wechsel des Stromabnehmers ist auch nur nötig, wenn über die Grenzregion hinaus gefahren wird.



Hallo,

auf den Bild von Tf150150 erkennt man rechts das Signal für "Hauptschalter aus" und links das Signal "Hauptschalter ein". Dazwischen im Fahrdraht der Trenner unten und oben den Rillenisolator. Das Stromnetz zwischen SBB und DB ist hier tatsächlich getrennt. Mit der Buchhaltung hat das nichts zu tun. Dafür hat jedes elektrische Triebfahrzeug einen Zähler für den Stromverbrauch.

Die Oberleitungen südlich von Konstanz sind in der Schweiz ebenfalls nach DB-Standard verlegt (im Bereich der ehemaligen Mittelthurgaubahn). Vor dreißig Jahren fuhren hier 150er der DB mit DB Stromabnehmer und Integra Zugsicherung bis zu einem Tanklager in der Schweiz.

Grüße
Markus
Hallo,

meine Bemerkung zielte nicht auf den Stromverbrauch der Loks, sondern darauf, dass es offensichtlich kein Verbundnetz DB/SBB gibt. Sonst müsste man ja den Stromfluss zwischen den Netzen auch messen und ggf. Ausgleichszahlungen leisten.

Gruß Engelbert
Korrekt, in Basel ist der Zickzack zwischen Muttenz/Basel SBB und Basel Badischer Bf. nach SBB-Norm und das Lichtraumprofil nach deutscher. Da die Zugbildung der Güterzüge seit einiger Zeit in Muttenz stattfindet, fahren die Züge bereits ab dort mit deutscher Lok.
Die Netztrennung ist auf der Rheinbrücke, erkennbar am Wechsel der Fahrleitungsmasten. Der Nordteil wird von der DB versorgt.

Hier ein Bild des südlichen Teils: https://de.wikipedia.org/wiki/Eisenbahnbr%C3%B...rbindungsbruecke.jpg

Und hier die Trennstelle:
https://de.wikipedia.org/wiki/Basler_Verbindung...sentrennstelle_4.jpg
bzw.
https://de.wikipedia.org/wiki/Basler_Verbindung...sentrennstelle_8.jpg

Gruß
Falco

Hallo,

die Frage wäre doch wie weit würde welches Eisenbahunternehmen in den Bereich des anderen Eisenbahnunternehmen einspeisen, und wie würde das abgerechnet werden.

Gruß Tf150150
Das ist vermutlich individuell geregelt. Ich würde davon ausgehen, dass seinerzeit, als Lindau ausschließlich von der österreichischen Seite aus elektrifiziert war, die ÖBB den Bahnstrom bereitgestellt hat und das entsprechend abgerechnet wurde.

In Basel ist die Trennstelle identisch mit der Eigentumsgrenze.
#9 Guten Abend,

Deutsche Loks der DB sind auch früher schon nach Muttenz gefahren.

Gruß Tf150150
Guten Morgen Zusammen,
Viele Dank für Eure tollen Beiträge.
Ihr habt mir sehr geholfen.
Somit kann ich gut planen.
Ich wünsche Allen einen schönen Tag.
Das Wetter ist perfekt.
Viele Grüße aus Wuppertal.
becci
#11 Guten Morgen

was meinst Du mit Eigentumsgrenze?

Gruß Tf150150
Hallo,

Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

was meinst Du mit Eigentumsgrenze?



Er meint die Stelle, wo die Grenze zwischen den Gleisen der SBB und DB ist.
Muss ja einen Punkt geben, bis zu dem die jeweilige Bahnverwaltung zuständig ist, und wo die der anderen anfängt.

Gruss
ChristiaN
Hallo,

zwischen Rosenheim und Kufstein steht dieses Schild an der Grenze:

https://de.wikipedia.org/wiki/Bahnstrecke_Rosen...enze_DB-ÖBB.JPG

Im Regelfall gab es Kilometersteine mit solchen speziellen Hinweisen.

Grüße
Markus
Hallo,

die Trennstrecke DB - SBB auf der Rheinbrücke liegt auf Schweizer Hoheitsgebiet, ebenso der Bf Basel Bad Bf. Die Grenze befindet sich zw. Weil am Rhein und Basel.

Gruß Tf150150
Hallo,
ja das stimmt, aber trotzdem gehört Basel Bad Bhf der DB AG (war schon seit Länderbahnzeiten so, daher der Name). Die Eigentumsgrenze der Bahnanlagen ist auf der Rheinbrücke. M.W. der einzige Fall, wo die DB AG größere Bahnanlagen im Ausland besitzt.

Gruß Engelbert

Nicht ganz. Der Schweizer Abschnitt Trasadingen - Thayngen der Strecke Basel - Singen gehört bis auf den Bahnhofsbereich Schaffhausen auch der DB.

Gruß
Falco
Hallo Markus. Im Norden der Schweiz sind die Fahrleitungen nicht nach DB Systen verlegt, sonst würden SBB Stromabnehmer mit der geringen Wippenbreite dort nicht fahren können. Der Lichtraum ist aber ausreichend,  um dort mit DB Stromabnehmer zu fahren. Die 185 konnte z.B. mit dem DB Stromabnehmer von St.Margrethen bis Kreuzlingen fahren.
Das mit dem DB AG Eigentum in der Schweiz stimmt so nicht. Die DB AG besitzt keine Infrastruktur in der Schweiz im Raum Basel und im Kanton Schaffhausen,
Sie ist nur mit der Betriebsführung betraut. Die Infrastruktur gehört dem Bundeseisenbahnvermögen. Ein Eigentums-Übertrag auf eine AG war im Staatsvertrag vom 1852 nicht vorgesehen. Hier nachzulesen: https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/III/438_434_434/de
Wie es mit den Schweizer Strecken in Deutschland aussieht, weiss ich nicht.
Jedenfalls fährt die Museumsbahn von Etzwilen nach Schweizer Regeln bis Singen. Da ist auch (ich meine dieser?) Staatsvertrag anzuwenden.
Basel Bad ist Schweizer Gebiet, die DB darf durch Staatsvertrag dort einen Bahnhof unterhalten. Verlässt man den Bahnsteig abwärts, ist man sofort an der Grenzkontrolle, das Bahnhofsgebäude ist Schweiz.
DB und SBB haben die Oberleitung wie folgt vereinbart: Bis Basel Bad auf der Hauptstrecke deutsche Breite, ab dort bis Basel SBB und Basel Güterbahnhof ein Zwischending zwischen deutscher und Schweizer Breite, so dass in diesem Teil beide Verkehrsunternehmen mit Inland-Pantograf fahren können. Pantografwechsel also erst in SBB Hbf bzw am Ende Güterbahnhof (auf zwei bestimmten so ausgebauten Gleisen).
Wechsel der Stromzuführung ist auf der Rheinbrücke.
LG Hartmut
Hallo!

Wie war das in Epoche 3 und4 zwischen St. Margarethen (CH), Bregenz (A) und Lindau (D) geregelt?

In der einschlägigen Literatur und im Internet habe ich hierzu nichts gefunden.

Grüße
BWB
Hallo BWB,

natürlich über einen Staatsvertrag, in dem Fall vom 5. August 1865 -> https://www.fedlex.admin.ch/eli/fga/1865/3_767__/de ,leider ohne Vertragstext;
und dem Staatsvertrag vom 27. August 1870 -> https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/X/380_349_381/de

Im Falle von Singen und Konstanz war es ein Staatsvertrag von 1873 -> https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/XI/399_395_398/de

Gruß Roland
Hallo Roland,

vielen Dank!

"Um den Betrieb der ganzen Bahnstrecke von Lindau bis St. Margrethen so einheitlich wie möglich zu machen, soll derselbe, wie jener der Zweigbahn Feldkirch–Buchs, nur einer einzigen Betriebsverwaltung übertragen werden."

"Die von einer der kontrahierenden Regierungen in betreff ihrer Betriebsfähigkeit gehörig geprüften Lokomotiven und Wagen sollen ohne weiteres auch auf die in dem Gebiete der andern Staaten liegenden Strecken der im Artikel 1 erwähnten Bahnen übergehen können."

Die Strecke St. Margarethen bis Bregenz wurde 1949 und Bregenz bis Lindau 1954 elektrifiziert.

Hier sind wir wieder beim Problem Oberleitung. Nach dem Vertrag müsste von St. Maragrethen bis Lindau Schweizer Zick-Zack und deutsches Lichtraumprofil gewesen sein.

Die Ae 4/7 und Re 4/4 I wurden erst 1960 mit DB-Stromabnehmern für die Fahrt bis Lindau ausgerüstet. Was war dann zwischen 1954 und 1960?

Der Vertrag von 1870 kann dazu natürlich nichts sagen.

Als bleiben noch Fragen offen.

Grüße
BWB


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