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THEMA: BW Gleisanordnung

THEMA: BW Gleisanordnung
Startbeitrag
nwb1955 - 01.03.26 18:59
Hi, meine derzeitige Gleisanordnung für mein BW.
Geht das so in Ordnung?
Muss soll etwas geändert werden?
Gleis 1: Kohlegleis für den Kohlebansen
Gleis 2 und 3:  Untersuchungs- Schlackengrube und direkte Zufahrt zum RLS.
Gleis 4 : Ölstation für die Öltenderloks (Minitrix 15136 ) abgestellt.
Gleis 5: nachdem Bunkern kann die Lok direkt in den RLS fahren.
Gleis 6: Umfahrgleis, falls Gleis 5 belegt ist.
Ich muss noch überlegen, wo ich die Dieseltankstelle unterbringe.
Mittlerweile ist das BW auf knappe 180cm länge angewachsen.
Norbert


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Moin Norbert,

Bilder sind toll, Nummern an den Gleisen auch.
Bilder, auf denen die Nummern auch lesbar sind, wären noch toller...

Gruß
Kai
Mittelgroßes BW für Dampflok:

a) 2 Ausrückgleise mit DS Anschluß,
b) 2 Einrückgleise mit Lokbehandlung und DS Anschluß,
c) 1 Kohlewagenent-, Löscheabfuhr- und Schlackenwagenbeladungsstumpfgleis ganz nah beim Kohlebansen und Schlackenkanal. Dazu gehört auch ein kleine Öllagergebäude für Schmierstoffe und ein Kompressorhaus für Druckluftversorgung
d) 2 - 3 sog. Wartegleise für betriebsbereite Loks im Freien, oder Schadfahrzeugabstellung, oder Güterwagen für Materiallieferungen, oder als Abstellplatz z. B. für einen Tender.
e) 1 Dieseltankstelle oder Ölbunkergleis mit DS Anschluß bei Bedarf
f) mind 1 Freigleis neben dem Ringlokschuppen mit einem einfachen Portalhebekran
g) eine sog. Wagenhalle für Routinefristarbeiten und Reparaturen der Loks ist ein Muss.
h) 1 Bereitsstellungsgleis des Bergehilfszugs bei Unfällen und Entgleisungen
i) 1 Bahnmeistereigleis für den SKL Zug mit Werkstatt und Lagergebäude
k) Mehrstrahlgleisiger Ringlokschuppen

Neben dem Verwaltungs- und Personalgebäude mit Kantine und der Lokleitung wird noch ein Heizhaus benötigt.

Viel Spaß mit Modellbahn.

Hallo Norbert,

...alleine schon die Bekohlungsanlagen sind ein eigenes Element einer großen Betriebsanlage und funktionieren auch ohne den Reparatur und Abstellbereich, der zumeist durch eine Drehscheibe gekennzeichnet ist und sich idR. In Wartungs-  und Reparaturbereiche, getrennt von Brandschutzmauern unterteilt.

Insofern benötigt die Bekohlungsanlage neben der 2 gleisigen Hauptanlage auch eine Reservebekohlung (Kaffeemühle). bzw für kleinere Loks und zum erweiterten Bereich gehören sowohl die Wasserkrane und Besandungsanlagen, aber auch Schlackegrube und Schlackekran bzw Kratzerband nebst Stumpfgleis für den Schlackewagen. Aber auch die Kohlewagen haben " ihr" Gleis neben der Bekohlung, die idR. ...zusätzlich noch über ein Umfahrungsgleis für Gastloks verfügt.

Aus der Betriebsanlage heraus gibt es auch noch den Abstellbereich für Schad- und Dispoloks, da diese kalt ja schlecht aus dem Schuppen zu bekommen sind.
Als Gebäude außerhalb der Schuppenanlage kommt der Schmier- und Putzwoll- oder lappenschuppen in Frage wo auch Waschbenzin und Petroleum und Dichtungen gelagert sind, aber auch der Kompressor für die Besandung steht.

Am Lokschuppen darf nie die Schmiede vergessen werden und die Heizlok sollte über ihren eigenen Stand verfügen.

Apropos Heizlok: Wer mit Ölloks fährt braucht immer eine Vorheizlok, damit die Brenner und Pumpen funktionieren, aber auch das Schweröl flüssig bleibt. Im Normalfall gibt es auch hier ein Extragleis für die Thermowagen (DB) und Schwerölwagen mit Heizwendel (DR) mit einer zumeist improvisierten Abfüllanlage, die sich ebenfalls auf einem Gleis neben dem Lokgleis befand. Der G10 mit Bühne und Rohr auf dem Dach  ist das wohl bekannteste und skurilste Vehikel bei den deutschen Bahnen.

Wer noch mit V200 Personenzüge fährt oder die DR- Freunde für V 100 und 180 benötigen auch für den "Bockwurstkocher" einen Wasser- und Dampfanschluss, damit dieser sofort Wasser kochen und mit Dampf heizen kann!

Das Stumpfgleis zur Dieseltankstelle nimmt insgesamt den wenigsten Platz ein und sollte sich gegenüber der Dampflokanlage befinden.

Übrigens: DR- Freunde hätten auch die Hebamme im Bw- Gelände. Wie das bei der DB war entzieht sich meiner Kenntnis

Norbert, ich glaube, bei dir fehlen da ein paar Gleise und es reicht gerade für eine kleine Einsatzstelle....

Gruß Sven




Hallo Norbert,

für das Betanken von Ölloks im Bw reicht ein Parallelgleis mit Schwerölwagen aus:

https://eisenbahnstiftung.de/images/bildergalerie/97734.jpg
Bildunterschrift:
Anfangs wurde das schwere Bunkeröl üblicherweise von oben in den Tender eingefüllt. Später wurde an allen DB-Ölloks am Tenderende seitlich unten ein Einfüllstutzen mit Steigrohr angebracht, um die Unfallgefahr für das Personal zu minimieren. Im Bw Kassel wird die Betankung der 01 1100 durchgeführt. (1958) Foto: Helmut Först


Zitat - Antwort-Nr.: 3 | Name: SSEB

Übrigens: DR- Freunde hätten auch die Hebamme im Bw- Gelände. Wie das bei der DB war entzieht sich meiner Kenntnis



Hallo Sven,

wenn du mit der Hebamme die Achssenke meinst - die Befand sich für das witterungsgeschütze Arbeiten normalweise im inneren eines Lokschuppens (und war damit von außen nicht sichtbar). Oder war die bei der DR immer im freien angebracht?

Grüße
Markus


Hallo Markus,
...nein, " die Hebamme" war der Hilfszug, der das übliche Werkzeug zum Eingleisen enthielt.
Ab den 70igern war der Zug dann bei der DR einheitlich eingerichtet.
Für diesen Zug gab es jeweils eine Dispolok, die samt Personal im Bereitschaftsdienst stand.

Zuerst war's natürlich noch das "Hofschwein" eine abgefahrene Güterzuglok, die aber auch aus einer Montagsfertigung selbst oder vom RAW her schlecht hergerichtet, stammen konnte und im Plandienst inzwischen ....oder grundsätzlich unbeliebt war.
Später dann war es zumeist eine V100, wo vielleicht der Kessel defekt war und deswegen der Universaleinsatz nicht mehr gegeben.

Gruß Sven
Hallo Sven,

danke für das "Aufschlauen". Eine Hebamme bringe ich nur mit Geburten aber nicht mit Unfällen in Verbindung

Nicht jedes Bw hatte einen eigenen Hilfszug. Manche Hilfszüge der DB hatten nur einen Gerätewagen welcher mit dem Deutschlandgerät ausgestattet war, andere einen mehrteiligen Hilfszug mit eigenen Kranwagen.

Grüße
Markus
Hallo,

bei der Drehscheibe würde ich Dir noch eine Menge "Freigleise" empfehlen, zwar mit einem Betonboden, aber ohne Haus. Begründung: Früher war da noch ein weiterer Teil vom Ringlokschuppen, aber der wurde wegen Baufälligkeit abgerissen. Ist bei den Dieselloks nicht mehr notwendig, dass die unbedingt unter einem Dach stehen. Die Untersuchungsgruben wurden dabei auch ausgefüllt wegen Unfallgefahr. Anbei ein paar alte Bilder vom ehemaligen Bw Regensburg (die meisten vor 2000) als Scans von Fotos:

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Und gegen Ende der Dampflokzeit war neben dem Lokschuppen in der Einfahrt eine Tankstelle, der Tank dazu war "um die Ecke":

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Vielleicht hilft Dir das etwas weiter...

Viele Grüße
Michael

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