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THEMA: ÖBB 5022 Desiro Cityjet FLM 742206 Zahnräder knirschen

THEMA: ÖBB 5022 Desiro Cityjet FLM 742206 Zahnräder knirschen
Startbeitrag
Gabor - 24.02.26 23:19

Umfrage-Ergebnis - Umfragezeitraum: 24. 02. 26 bis 26. 02. 26

Was würdet ihr tun?
Zurücksenden
13 Stimmen (54.17 %)

Entfetten
8 Stimmen (33.33 %)

Sonstiges s. mein Beitrag
3 Stimmen (12.5 %)


Insgesamt 24 Stimmen

Hallo,

Habe vor kurzem einen Desiro der ÖBB gekauft. Mir scheint, der braucht eine hohe Anfahrspannung bei Summen des Motors und die Zahnräder knirschen.

Das Ding soll vor 5.Jahren ausgeliefert worden sein. Es war entweder ein Ladenhüter oder ein Rückläufer.

Was meint ihr, ist das nur verharztes Fett und ran an die Säuberung oder eher Finger weg und zurück damit?

Danke euch und LG,
Gabor

Hallo Gabor,

kommt drauf an welche Umstände die Reklamation macht, also wo Du gekauft hast und ob Du das Risiko eingehen möchtest, den Zug zu zerlegen - schwierig ist es nicht.

Wenn der Zug als Neuware verkauft wurde, hast Du natürlich Gewährleistung. Dabei ist egal, wie lange die Ware im Regal gelegen ist. Unsere Rücksendefanatiker voten natürlich für "Zurücksenden".

Wenn Dir etwas Arbeit nichts ausmacht, zerlege den Zug und nimm den Motor heraus. Dann kannst Du den Motor prüfen und der Zug lässt sich schieben. Eingetrocknetes Fett ist gut möglich. Ich würde als Erstmaßnahme eben den Motor ausbauen, Steckachse raus, Schnecke und Schneckenrad sauber machen und so lange SR24 ins Getriebe im DG leeren bis es unten heraus kommt. Sehr wahrscheinlich wird die Farbe gelb-braun sein. Sollte das zu keinem Ergebnis führen, kannst Du immer noch reklamieren.

Grüße, Peter W.
Hallo Peter,

Vielen Dank für deine detaillierte Meinung!
Ich denke auf jeden Fall darüber nach.Die Option etwas tun zu können und immernoch zurücksenden können (theoretisch) klingt gut. Ich weiß nicht wie kompliziert das Öffnen ist und worauf man dabei aufpassen muss. Das muss ich noch versuchen zu erfahren.

LG,
Gabor
Hallo,

Ich danke euch Allen, die bisher abgestimmt habt. Bis zum Ende der Abstimmung warte ich noch, vielleicht fält noch jemandem was dazu ein.

LG,
Gabor
Hallo Gabor,

bei mir wären noch ein paar mehr Infos wichtig:

1. wie wichtig ist mir das Modell
2. wie "günstig" war das Modell
3. wie schwer wäre es, zu ähnlichen Konditionen ein weiteres zu bekommen, falls ein Tausch mangels Ware nicht möglich ist
4. wie geübt bin ich bei solchen Wartungsarbeiten

Generell ist der Desiro nicht sonderlich schwer zu zerlegen - allerdings kann man als Grobmotoriker bei den Arbeiten durchaus das Gelenk beschädigen (vor allem die Feder schön weit weg fliegen lassen). Sollte der Motor dann doch defekt sein, wäre auch ein GAM-Umbau (z.B. micromotor NF060F) eine Option.

Vom Schadensbild her klingt es für mich in der Tat nach verharztem Fett - ich persönlich würde vermutlich den Eigenreparaturweg wählen.

Schöne Grüße

Thomas
Hallo Thomas,

Danke auch dir für deine Einschätzung und deine Nachdenkhilfe :)

1. Fährt in der unweiten Gegend rum, habe aber damit sicher 1,5 Jahre geliebäugelt :) Ist eine schöne Farbgebung, 7/10.

2. 220/259 EUR also 20% Rabatt auf UVP.

3. Erste Suche ergab keinen Treffer. 8/10.

4. Fleischmann Klotzloks (218 und co) kann ich säubern, kann Lietzen vom PCB und zurücklöten, manche GAM-Umbauten aber nicht alle gehen schief. 6/10.

+1. Ich habe noch einen Dresdiro (Airport Dresden ;) ), wenn ich Lust bekomme zwei Züge auf einmal zu vernichten, kann ich Einzelteile austauschen und schauen, ob der Fehler mitwandert (klassische Trial-and-Error-Methode). Der alte Triebzug fährt sehr schön, war eine der Motivationen zum Kauf :) und dann :( .

LG,
Gabor
Hallo Gabor,

grundsätzlich ist nichts dabei, den Desiro zu zerlegen.
Heikel ist wie von Thomas angesprochen das Gelenk mit der Feder. Für allem biegen nach oben oder unten mag das Ding gar nicht.

Der Motor ist vorne im Boden verbaut und eigentlich recht gut zu erreichen.

Wenn mir das Modell wichtig wäre, würde ich auch die Selbstreperatur wagen. Viel sein kann nicht. Ich tippe wie meine Vorredner auf Verharzung.

LG
Manuel
Hallo Manuel, danke dir für die Einschätzung und die Hinweise.
Ja, das Gelenk bedarf schon beim Aufgleisen Respekt.
Wenn ich es anfasse, werde ich mehr als sonst im Voraus über den Wartungsplan und die Handgriffe nachdenken.

LG,
Gabor
Hallo Gabor,

solltest Du Unterstützung benötigen, kannst Du uns gerne bei der Ausstellung zum Ostermarkt in Wien-Hütteldorf besuchen.

Grüße, Peter W
Hallo Peter,

vielen Dank für dein Angebot, Vom Termin wusste ich nicht, also umso interessanter:) Wegen Zeitenge zu dem Zeitpunkt wäre für mich Wieselburg auch interessant. Wirst du, werdet ihr auch dort anwesend sein?

LG
Gabor
Hallo,

aber nun zurück zum Objekt der Begierde. :)

Ich habe auf mich zurückgezogen, weil ich
- erst berichten wollten, nachdem ich den Triebzug endgültig vernichtet oder repariert habe,
- erstmal Zeit brauchte um los zu legen, und
- dann nach 4 Stunden Balancieren am Ende meiner Nerven einige Tage gebraucht habe, bis ich mich wieder an das Thema gewagt habe. Dann nach ca. einer weiteren Stunde war es so weit.

Hier meine kleinen Erfahrungen.
- Ich habe kein Video gefunden von der Wartung eines FLM-Desiros. Schade :) Oder zum Glück, sonst hätte ich das Ding zurückgeschickt.
- Man muss damit wirklich ganz vorsichtig sein, sonst knickt ein feines Plastikteil am Jakobs-Drehgestell und dann ist Feierabend.
- Nachdem ich das Gehäuse abnahm, habe ich SR24 ins Getriebe geschüttet bei Fahrt auf einem Prüfstand. Die Geräusche wurden etwas besser. Es war gar nicht so viel Fett drin, ich hätte mir eine größere Schweinerei erwartet.
- Als ich den Motor raus nehmen wollte, kamen zwei Überraschungen: Die Achse des Zahnrades, das mit der Schnecke in Kontakt tritt, muss zu erst herausgezogen werden, es klemmt nämlich den Motorhalter an die Platine.
- Und das geht nur, nachdem das Drehgestell durch Anheben der Platine auseinander fällt.
- Da habe ich eine mögliche Ursache gefunden, einen verbogenen Radkontakt.
- Dann ging natürlich alles schwimmen in SR24, und beim Zusammenbauen kamen dann die Hürden.
- Es gibt ein separates Blech, das dazu da ist, den Motor in seinen Platz zu drücken. Hier ist grundsätzlich eine dritte Hand erforderlich beim Zusammenbauen, oder man klebt dieses Blech an den Motor.
- Die ominose Achse mit dem Zahnrad an der Schnecke kann man nur dann einsetzen, wenn man die Platine vom Unterteil des Wagenkastens löst. Ja, immer noch ohne das Jakobs-Drehgestell  zu zerstören.
- Beim Motor muss man darauf achten, dass der beim Einsetzen Kontakt bekommt von den beiden leicht verbiegbaren Kontakten. Wenn man den Motor mit der Platine vereint hat über die Achse des ominosen Zahnrads, dann ist es Wert eine Fahrprobe ohne Räder und Drehgestellboden zu versuchen.
- Wenn der Zug hier schnurrt, kommt das Schwierige, Räder mit Radkontakten vereinen, Drehgestellboden aufsetzen. Hoffen.
- Ich habe bei all dem noch einen Decoder eingebaut. Ich habe nicht wahrgenommen, dass man am Wagenboden ein Teil gerade hierfür abnehmen kann :)

Das Resultat ist in Ordnung. Ich habe festgestellt, dass selbst wenn alles leise schnurrt, mit Wagenkasten wird es eher laut, denn es ist ein großer hohler Resonanzkörper. Und das kennen wir seit es Gitarren gibt :)

Ich danke euch für die Tipps und die Ermutigung. Zwar ging die Wahl knapp in Richtung Zurücksenden, aber die detaillierte Hilfe hat schon was kompensiert. Ich habe ein mögliches Scheitern in Kauf genommen ("Lehrgeld") und gehofft dass ich höchstens einen neuen Motor oder neuen Drehgestell zukaufen muss. Aber so ist es ideal :)

Also nochmal vielen Dank für eure Hilfe!

LG
Gabor
Hallo Gabor,

in Wieselburg ist unser Verein auch vertreten, ob und wann ich selbst da bin, ,
ist noch nicht festgelegt.

Grüße, Peter W.
Hallo Gabor,

freut mich, dass der Zug jetzt entsprechend fährt.

Aber eine andere Frage: Was und wann ist dieses Was in Wieselburg?

LG
Manuel
Hallo Manuel,

https://m.noen.at/tipp/modell-hobby-freizeit-ne...lburg-nofb-512959241

Der Mostviertler in Wieselburg wird auch seine sonst meistens geschlossenen Ladenttüren offen halten am Freitag und Samstag. (Er betreibt in erster Linie Versand)

LG,
Gabor
Glückwunsch zur Instandsetzung. Wurde da schon der neue silberfarbene voll gekapselte "Einwegmotor" eingebaut, oder noch der alte klassische GFN Motor mit Halteblech? Der neue Motor liegt nämlich in der Wanne, obendrauf kommt ein Plastikrahmenteil und ein loses Schaumstoffpad und das Ganze wird durch festkleben der Inneneinrichtung in Position gehalten.
Hallo,

Danke!
Ich hänge ein Bild an.

LG,
Gabor

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Hallo DCC-EX Freund,

ist das das Alte?
Der Motor sieht nach wegwerf aus, aber es gibt kein Schaumstoff und der Motorrahmen ist Metallspritzguss. Und dieses klammert sich am Wagenboden ohne die Inneneinrichtung kleben zu müssen.

LG,
Gabor
Hallo,

Festkleben der Inneneinrichtung wäre für mich inakzeptabel.

Grüße, Peter W
Völlig zerlegt habe ich ihn damals nicht. Der Motor liegt in der Gusswanne vom Rahmen. Lt. Unterlagen wartungsfrei, also keine Kohlen mehr, sondern das sind dann kleine Metallfederchen, die sich über die Jahre abschleifen sollen. Dieser Motortyp hat aber 1 Schwäche. Bei Überlast durch einen Kurzen "verbrennen" = ausglühen diese Federchen gerne und man kommt nicht dran zum Tauschen. Deswegen heissen sie ja Wegwerfmotoren. Nachhaltig sind sie auch nicht. Oben drauf liegt bei meinem wie gesagt so ein speziell geformtes Kunsstoffrähmchen und ein Pad. Das Ganze wird nur durch die Inneneinrichtung fixiert. Da aber nicht genug Rastnasen vorhanden sind, hat sich Roco/Fleischman zum Kleben der Inneneinrichtung hinterm Führerstand entschieden. Wartungsfreundlich sieht anders aus. Der tiefe Teil der Inneneinrichtung hat Rastnasen. Ich habe den Desiro in Ausführung DB AG. Sein Motor an sich sieht mit meinem optisch identisch aus. Ich denke nicht, dass mein Vorbesitzer da was gemacht hat. Tja, man lernt bei den Salzburgern nie aus

Hallo Peter,

die Inneneinrichtung hat auch irgendwie Laschen, an denen sie sich am Unterteil festhalten kann. Aber nicht mehr als üblich, vielleicht sogar weniger, weshalb manch Einer auf festkleben gekommen sein kann. Mein Bauchgefühl sagt, loses Schaumstoffpad und verklebte Inneneinrichtung war schon Schadensminimierung, wenn es sonst ähnlich aussehen soll, wie auf meinem Foto. Das Teil mit dem Drehgestellzapfen und Motorhalterung ist bei mir aber Metall. Ist zwar kein großer Unterschied beim Gewicht, aber vielleicht. Ich kann mir noch vorstellen, dass man mit dem Schaumstoffpad die Resonanz mindern wollte. Würde ich vielleicht auch wollen aber da ich es vorhin schlechter gehabt habe, gebe ich mich hiermit voll zufrieden :)

LG

Gabor


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