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THEMA: Wagenanzahl der modernen Güterzüge

THEMA: Wagenanzahl der modernen Güterzüge
Startbeitrag
par - 24.02.26 17:21
Hallo,

bei mir auf der Bahn haben meine Güterzüge meist eine Länge von 15 bis 20 modernen Vierachsern.

Wenn ich jedoch die realen, modernen Güterzüge ansehen, kommt es mir vor als hätten die Züge meist erheblich mehr Waggons.

Wahrscheinlich sind wohl auch Unterschiede zwischen den Zugarten, ob gemischt oder Ganzug (Tank, Coiltransport oder...).

Beim Zählen bin ich bis jetzt noch nicht auf vernünftige Ergebnisse gekommen (fahren ca 100m vor meinem Bürofenster vorbei, aber ich bin meist zu spät dran zum zählen....).

Für Eure Hilfe vielen Dank im Voraus

Viele Grüße

Robert

Ich denke das kommt darauf an was die geladen haben... es zählt ja eher das Gewicht als die Anzahl der Achsen?

LG Mike
Hi,

mir geht es mehr um den äußeren Eindruck um ähnlich lange Züge zu fahren wie im Original.

Natürlich stellt sich auch dann die Frage, ob die Loks dies auch schaffen (meine Anlage hat nur minimale (eher unfreiwillige) Steigungen)...

Wenn nein, wäre Mehrfachtraktion angesagt.

Viele Grüße

Robert
Moin,

Also bei uns hier in Ontario habe ich schon Güterzüge mit 150 vierachsigen Waggons gezählt, dann allerdings mit drei schweren sechsachsigen Dieselloks davor. Längere Züge haben meist Zwischenloks, aber die kommen auf der Strecke in unserer Nähe nicht vor.

Wenn man so etwas an einem Bahnübergang erwischt, kann man am besten gleich umdrehen oder erstmal einen Kaffee trinken gehen, denn besonders schnell sind sie gerade nicht, besonders wenn’s die leichte Steigung in eine Richtung hochgeht…

Gruß,

Andy
Hallo,

die Anzahl der Wagen hängt auch von der Länge des Wagens ab. Dementsprechend dann auch von der Gesamtzuglänge.
Es gibt so ein paar Standards, die sich aus den vorgegebenen Parametern (Länge, Gewicht, Wirtschaftlichkeit) ergeben.

Ein Container- bzw. LKW-Auflieger-Zug ist zwischen 600 und 720 m lang.
Kesselzüge sind zwischen 300 und 400 m lang.
Baustoffe und andere Schüttgüter sind zwischen 500 und 600 m lang.

Natürlich gibt's immer Ausreißer und besonders im Einzelwagen- und Bahnbauverkehr sind alle Zuglängen anzutreffen.

Daraus kannst du dir jetzt errechnen wie lang ein "echter" Güterzug in 1:160 lang wäre und du kannst die Güterwagen passend dazu auswählen.

Grüße!
Hallo
Nun Züge wie Containerzüge haben meist eine Länge von ca 600-740 m , die Züge der Montanindustrie ( Kohle, Erz ) haben hier an der Mosel eine Länge von 612 m . Diese Zuglänge ist dann inklusive der Zuglok. Die maximale Länge der Güterzüge beträgt in Deutschland 740 m mit Ausnahme der Züge von HH- Maschen Richtung Dänemark.
Also muss man schauen was in dem Zug an Wagen ist und entsprechend die Wagenlängen addieren..
Schöne Grüße von der Mosel
Mathias

PS das maximale Zuggewicht für die Schraubenkupplung liegt übrigens bei 4500 t was bei Kohlenzüge mit 612 m im allgemeinen erreicht wird. Die Erzbomber ins  Saarland mit ihren 5500 t und 612 m fahren deshalb mit der AK

Hi,

vielen Dank für Euro Infos - da kann ich mich jetzt mal ans Rechnen machen.

Bzw. bei US/Kanada-Zügen habe ich gewisse Zweifel, dass diese trotz meiner eher großzügigen (Doppelgleise) Radien bei dieser Länge in den Schienen bleiben bzw. nicht abkuppeln.

Mit ca. 5 Meter Länge hat es noch gut geklappt  - bei 150 Wagen liege ich wohl eher bei über 15 Metern.

Viele Grüße

Robert
Hallo
ich habe mal gelesen, dass die max. Zuglänge (~700m?) von der Länge der Blockstellen bestimmt wird (Bremsweg mit einkalkuliert).
Grüße
A
#7
Die maximale Zuglänge wird bestimmt durch:
Zuggewicht ( Kupplungen, Zugkraft der Lok an Steigungen)
Anzahl der Achsen ( alte Achszähler können nur bis 254 zählen)
Maximale Länge von Ausweichgleisen
Und einigen anderen Faktoren mehr.

Schöne Grüße von der Mosel
Mathias
Hallo Leute,

TF hier, Auszug aus dem aktuellen Regelwerk:

"Ein Zug darf in der Regel maximal 250 Achsen stark und maximal 740 Meter lang sein".

Das ist die Grundregel aus der Fahrdienstvorschrift.

Zu meiner Cargo Zeit hatte ich regelmäßig den Leerzug Kehl Kornwestheim mit 36 E Wagen.

Unsere Gartner bzw, Ewals Züge von Erfurt bzw. Eisenach in den UBF nach Weil haben bis zu 710 Meter, da wird es aber in der ein oder anderen Überholung knapp mit dem D Weg wenn LZB geführt.

Aber wie gesagt, es gilt die Grundregel. Den Rest regelt dann der Fahrplan.

Grüße
Guten Abend,

ein Güterzug darf bis zu 740m lang sein, dies ist die Gesamtzuglänge. Die Anzahl der Achsen darf in der Regel 250 sein, allerdings kann durch eine Fahrplananordnung oder Bekanntgabe auch 252 Achsen zugelassen sein. Der Fahrplan des Zuges bestimmt wie lang und schwer ein Zug sein darf. Dies hängt in der Regel von den Streckenabschnitten welche befahren werden sollen ab, z.B. Länge der Überholgleise, und den Steigungen.
Ein Ganzzug mit zwei Einheiten Kesselwagen, kann schon bis zu 40 leere 4 achsige Kesselwagen haben.

Mit freundlichen Grüßen

Tf150150
#9 Guten Abend,

mit 710m dürftest Du mit dem Gartner in Vieselbach ganz schön Probleme bekommen.

Gruß Tf150150
Hallo,

Empirischer Vorschlag: auf youtube schauen. Dort verpasst du nichts und bei verlangsamter Geschwindigkeit kann man 3- bis 6-jährige bitten, mitzuzählen. (Erfahrung ;) )

LG,
Gabor
#11

Das mag so sein, ist etwas her, dann war es einer der anderen regelmäßigen Züge.

Bin jetzt bei Regio und habe diese Längen nicht mehr, 😅

Es geht hier ja aber um die Grundregeln der Zugbildung, nicht um dies und das beim Vorbild. Diese Längen sind eh auf der Moba selten realisierbar.

Ab zur Frühschicht

Grüßle HD

Guten Morgen,

vielen Dank für die Antworten.

Da kann ich ja mal testen, welche Loks solche Züge auch schaffen.

Viele Grüße

Robert
Hallo Robert,

ein ehemaliger YouTuber hatte mal sehr lange Güterzüge gezeigt, die allerdings noch unter dem Limit von 740m und 250 Achsen lagen. Dabei muss man berücksichtigen, welches Gewicht man an die kleinen Loks hängt. Modelle laufen nicht so leicht, wie die Vorbilder.

Auf jeden Fall ist es empfehlenswert, ältere und robustere Modelle, wie z.B. die 151 von FLM  zu nehmen. Seine Hobbytrain Vectrons hatten es ihm übel genommen.

Gruß
Jürgen
[quote nr= 3name= Andy][/quote]

Also bei uns hier in Ontario habe ich schon Güterzüge mit 150 vierachsigen Waggons gezählt, dann allerdings mit drei schweren sechsachsigen Dieselloks davor. Längere Züge haben meist Zwischenloks, aber die kommen auf der Strecke in unserer Nähe nicht vor.

Hallo Andy,

ich freue mich schon auf meine Reise nach USA/Kanada im Mai.

Ich werde an einem Bahnübergang - wie von die Beschrieben - sicher keinen Kaffee trinken, sondern jeden Wagen genießen

Grüße Hubi
Hallo,

Vorbildlich lange Züge sind schon schön, wenn sie denn zur Anlage passen. Auf einer "Paradestrecke" von 2 Meter Länge (=380m) wirkt ein Güterzug mit 20 Wagen zu lang. Auf einer Modulanlage mit 10m Strecke wirkt er ganz anders. Gleiches gilt für die Nutzlänge der Bahnhofsgleise. Voll ausgereizt sieht oft spielzeughaft und wenig vorbildlich aus.
Für mich zählt da eher der Gesamteindruck.

Im alpenländischem Raum sind oft auch sehr kurze Güterzüge zu sehen. Häufig sogar mit
Vorspann.

Gruß aus Berlin

Ralf
Hallo,

klar, wenn man sich anschaut wie kurz auf der Gotthard-Bergstrecke trotz Vorspann die Züge  im Vergleich zur "braunen Wand" werden..

Für jede Loktype gibt es Tabellen für die Grenzlast auf Steigungsstrecken.

Peter
Hallo Robert,

mit diesem Thema hatte ich mich vor einigen Jahren ebenso Auseinandergesetzt und das ist dabei heraus gekommen.

https://youtu.be/fJeSGwjLXPE?si=Se0FY3l_auvtJcxV

Gruß
Hans-Werner
Hallo,

in Westeuropa haben Güterzüge eine praktische Länge von rund 700-750 Metern. In Italien rund 550 Meter, ähnliches gilt für Polen und am Balkan.

Es gibt Strecken, wo es ein bisschen länger geht, und andere wo es ein bisschen kürzer sein muss. Die Betreiber grenzüberschreitender Züge orientieren sich an der Länge, die überall geht, als zB von München nach Reggio Calabria ist er dann schon ab München nur 550 Meter lang., außer in Innsbruck wird etwas abgehängt.

Andras
Hallo,

wie lang sollte den ein moderner Güterzug sein der täglich oder auch nur alle 2 Tage verkehrt?

Gruß Tf150150
Bei der DB sind die Wartegleise derzeit auf 640 m ausgelegt, es sollen aber 720 m werden. Ungerechnet auf 160 sind das Zuglängen von 4,00 m und 4.5 m Länge. Das ist auf einer normalen Anlage vom Platz her schon nicht zu schaffen. Um aber einen Unterschied zu den Personenzügen zu haben (1,80 m bis 2 m) wäre eine Länge von 2,50 m sicher annehmbar und von einer Lok auch schaffbar (ohne grosse Steigungen).
Viel Spass Hartmut
Hallo,
wie Ralf aus Berlin schrieb - auf einer Modulanlage wirken lange Züge anderst.
Hab mal gesucht und einen Video von meiner Modulanlage bei einer Ausstellung 2008 in Rauenberg gefunden.
Doppeltraktion aus Arnold 150er und ca. 90 Fad Wagen dahinter. Länge  knapp 7,5 m.
Hat mit Realtät nichts mehr zu tun, aber es war immer schön zu sehen, wie die Kinder ( und auch manche Erwachsene ) mitgezählt haben.

https://www.youtube.com/watch?v=JwkOYSMK0sw

Gruss Klaus
# 22
Hallo
Im Bahnhof Moselkern ist das Wartegleis 643 m und in Hatzenport sind es 780 m in Treis-Karden dagegen nur 530 m ( jeweils Nutzlänge)  daher kann die Aussage einer Auslegung auf 640 m schon nicht hinkommen.
Die Umsetzung ins Modell ist natürlich eine andere Sache.


Schöne Grüße von der Mosel
Mathias
Guten Abend in die Runde,
Ich habe in irgendeinem Regelwerk gelesen (weiss nicht mehr genau wo), dass die max Zuglaenge nicht nur von Zugkraft der Lokomotive(n), Zuggewichten, Anzahl der Achsen, Zugkaenge usw abhinge,  sondern vielmehr im Wesentlichen vom Abstand der Strecken Blocksignale und dem max Bremsweg definiert sei....!?

Gruesse
FreddieW
Hallo FreddieW,

Diese Aussage in #25 halte ich für ein Gerücht. Denn da dürfte z.B. zwischen Weiterstadt und Groß-Gerau ja fast kein Güterzug mehr fahren, da bei Klein-Gerau Richtung Groß-Gerau die Blockabstände auf die hälfte des sonst üblichen geschrumpft wurden.

Und nein ein Abstand von Blocksignal zu Blocksignal beeinflusst nicht die maximale zulässige Zuglänge in diesem Streckenabschnitt. Auch der max. Bremsweg hat mit der Zuglänge relativ wenig zu tun, denn hier kommen die geforderten Mindestbremshunderstel für den gesamten Zuglaufweg ins Spiel.

Die maximale Zuglänge wird durch die maximal nutzbarer Gleislängen vordefinierter Überholungs-Bahnhöfe auf dem gesamten Laufweg des Zuges bestimmt, d.h. nicht jeder Bahnhof auf dem Laufweg des Zuges muß die maximale zugelassene Zuglänge aufnehmen können.

Auf der Rheintalbahn zwischen Mannheim und Basel heist das z.B. das Züge über 650m und ggf. LZB-Führung bei fahrt über Hockenheim in Waghäusel, bei fahrt über Heidelberg dann Wiesloch-Walldorf, Bruchsal und dann weiter Karlsruhe Gbf, Rastatt Gl. 1 und 2 bei Einfahrt aus Durmmersheim, Offenburg Gbf und Freiburg Gbf in die "Überholung" dürfen.

Gruß Roland
Guten Abend,

#24, dieses sog. Wartegleis nennt sich Überholgleis.
#26, wie kommt man in Waghäusel vorbei, wenn der Zug LZB geführt vom Süden nach Hockenheim fährt.
Der Bremswegabstand zw. Vorsignal und Hauptsignal ist in der Regel 1000 Meter. In diesen 1000m muß jeder Zug mit einer Geschwindigkeit bis zu 160Km/h zum Halten kommen.
#25, dann dürfte kein 600m langer Güterzug auf einer Strecke fahren wo es einen Halbregelabstand zw, Vorsignal und Hauptsignal gibt, oder auf Nebenbahnen welche kürzere Bremswegabstände haben.

Mit freundlichen Grüßen

Tf150150

# 27
Ja das Überholgleis oder genauer das nicht durchgehende Hauptgleis im Bahnhof 😉 nicht verwechseln mit Nebengleis oder dem durchgehenden Hauptgleis.

Liebe Grüße vom Fdl Moselkern 😉

Guten Morgen,

mal doof gefragt. Schaffen einzelne Spur N Loks überhaupt so lange Züge?
Auf TT Modulen fahren wir gerne mal mit 5m-langen Güterzügen ohne Vorspann.

Gruß Sven
Hallo Sven,
Ja, schaffen sie. Vorausgesetzt die Strecke ist eben, große Radien und leicht laufende Wagen.
Doch schon bei 1%iger Steigung trennt sich die Spreu vom Weizen. Dann hilft nur noch Vorspann oder Schubunterstützung. Was natürlich auch seinen Reiz hat. Hier mal ein Beispiel dazu:
https://youtu.be/LR4iXBUmZ6M?si=iiKrxCtCzLMRxfXd

Gruß aus Berlin

Ralf
Wenn ich 640 m beim großen Vorbild  durch 160 teile, so komme ich auf 4,0 m Zuglänge in N.
Das ist doch schon eine staatliche Zuglänge für die Heimanlage.

Grüße
Ingo (F.)


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