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THEMA: FLM 218er schlechte Stomabnahme

THEMA: FLM 218er schlechte Stomabnahme
Startbeitrag
218Fan - 22.02.26 09:00
Moin,

ich habe jüngst 2 weitere BR 218er (7370036 und 7370034) von Fleischmann bekommen. Die Fleischmann 218er (724221, 724302, 724298, 724300, 7370011) fahren im Allgemeinen bei mir sehr gut und haben auch ausreichend Zugkraft um bei mir 10x 4achser über meine lange 3% Rampe problemlos hoch zu Ziehen. Die beiden neuen Loks schaffen das auch problemlos, haben bzw. hatten aber gerade bei den umfangreichen Weichenstraßen in den Bahnhof leichte Probleme mit der Stromabnahme. Ich war doch sehr verwundert darüber, weil alles andere an Lokomotiven die hier über meine Anlage fahren, da keine Probleme haben. Ich habe mir dann mal die Drehgestelle der beiden neuen Loks angeschaut und festgestellt das hier die Achsen mit dem Haftreifen außen eingesetzt sind. Also habe ich erstmal die Achsen mit dem Haftreifen nach innen versetzt, konnte mir aber nicht vorstellen das damit das Stromabnahmeproblem behoben sein würde. Aber das war es tatsächlich schon. Nun fahren auch die beiden neuen Loks wie alle anderen Loks problemlos durch die Weichenfelder.
Mir ist absolut nicht klar warum Fleischmann dazu übergegangen ist die Achsen mit Haftreifen nach außen zu Verbauen. Die Loks haben, zumindest bei mir, dadurch nicht mehr oder weniger Zugkraft, sondern nur leichte Stromabnahmeprobleme.

Grüße Wolfi

Moin Wolfi,

ist ja logisch, dass Haftreifen ausgerechnet an den äußeren Radsätzen von Tfz die Stromabnahmebasis (insbesondere auf Weichen und Kreuzungen ärgerlich bemerkbar) verkürzen.

Daher gehören Haftreifen (soweit man sie überhaupt verwendet; auf ebenen Anlagen sind jene Dreckschleudern meist überflüssig) grundsätzlich an die inneren Radsätze.

Was unter der alteingesessenen Marke "Fleischmann" die letzten Jahre so Arges getrieben wird (vgl. z.B. auch euphemistisch als "wartungsfrei" titulierte Wegwerf-Motoren, ab Werk völlig überfettete Tfz, bereits beim bloßen Ansehen zerfallende Stromabnehmer, vom Kunden selbst in zu kleine Bohrungen zu montierende Scheibenwischer, total falsch montierte UIC-X-Wagen usw. usf.), ist dem Modellbahner und letztlich auch dem Ökonomen (denn das ruiniert den Ruf der von  uns eigentlich gemochten Marke immer mehr) kaum mehr vermittelbar.

Da müsste endlich mal der berühmte "Ruck" durch den Laden gehen: Doch wann wird das endlich geschehen?

Beste Grüße, Norrskenet
Hallo Wolfi,

die Haftreifen nach innen (diagonal 1 pro Rad?) sorgt dafür das die Stromabnahmebasis vergrößert bzw. verlängert wird.
Gerda im Bereich der Weichen, fahren die RFZ nie 100% gerade sondern wackeln immer / meistens ein wenig da macht sie die Länge der Stromabnahme bemerkbar
Mein alte 210er hat noch 4 Haftreifen - innen - und hat keine Probleme mit den Strom.

Haben die Loks noch klassisch die Schleifer zum Rahmen oder den Blödsinn mit Litze die Von Drehgestell zu rahmen geht?

Bei der Variante die früher übliche war - Schleifer auch den Rahmen - kann es passiere das die zu flach sind und nicht an den rahmen kommen, selber erlebt. Bei der Litzenvariante kann die auch gerne an der Lötstelle brechen, dann würde aber jetzt nix mehr gescheit fahren.

Gruß Detlef
Hallo Wolfi,

Deine Beobachtungen sind berechtigt. Ich hatte vor einiger Zeit einmal ein Video auf YouTube veröffentlicht, in dem ich die Entwicklung der FLM 218er beschrieben habe:

https://www.youtube.com/watch?v=F3cEFE7z1gg

Auch die schlechtere Stromabnahme habe ich thematisiert, die ich gefühlt bei den neuen Modellen wahrnehme. Allerdings verstehe ich nicht, warum bei Dir die Achsen mit den Haftreifen außen sitzen. Bei meinen saßen die alle innen.

Zur Zugkraft ist zu sagen, dass diese nicht mehr mit der der Uralt Modelle vergleichbar ist. Stell mal eine alte und eine neue auf die Waage. Die Unterschiede siehst Du aber auch in meinem Video.

Die ganz alten hatten noch ein schweres Chassis ohne Aussparungen, die nach und nach hinzukamen. Zuerst erhielten die Motoren Schwungmassen. Dann wurden die Chassis seitlichauf einer Seite geschmälert, um die ersten Decoder unterzubringen. Dann verloren sie Länge, weil die LEDs dazukamen. Zum Schluss musste noch Platz für einen Lautsprecher geschaffen werden. Somit haben die Chassis immer mehr an Gewicht verloren.

Die schlechtere Stromaufnahme schiebe ich auf die Anordnung der Kontaktschleifer. Bei den alten waren sie vorne und hinten am Drehgestell angebracht. Daher hatten die Schleifer das Drehgestell horizontal in der Waage gehalten. Jetzt sitzen sie hinten und drücken das Drehgestell quasi hinten nach unten und vorne in die Höhe. Vermutlich hatte man deshalt die Achsen bei Deiner 218 vertauscht.

Aber auch die Legierung selbst scheint problematischer zu sein. Man muss die Loks erst einmal richtig laufen lassen, bis sie zuverlässig fahren. Das beobachte ich auch bei den V100 Modellen.

Gruß
Jürgen

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Hallo,

eine Verständnisfrage. Mit "Außen" bzw. "Innen" sind dann die Achsen nach vorne oder nach hinten verlegt gemeint?

Viele Grüße
Christian
Zitat - Antwort-Nr.: 4 | Name: ChristianL

eine Verständnisfrage. Mit "Außen" bzw. "Innen" sind dann die Achsen nach vorne oder nach hinten verlegt gemeint?



So habe ich ihn zumindest verstanden.

Hallo zusammen,
meine Fleischmann 218 haben ab Werkebenfalls eine grottenschlechte Stromabnahme gehabt. Grund dafür war, dass die Drehgestelle in Fett schwammen. Es war wirklich unfassbar viel Fett im gesamten Drehgestell.

Letztlich habe ich die Drehgestelle ausbauen müssen und in einem Ultraschallbad mit SR24 entfetten müssen. Die zurückgebliebene Flüssigkeit im Ultraschallbad war echt Sondermüll. So etwas habe ich in vielen Jahren Modellbahn noch nicht erlebt.

Nach der Reinigung laufen die beiden neuen 218er nun auch vernünftig.

Aber: neue Fleischmann Loks kaufe ich nur noch ungern.

Viele Grüße,
Mathias
Hallo zusammen,

das Öl kommt noch dazu. Das hatte ich natürlich bei allen im Ultraschallbad entfernt. Aber selbst mit gereinigten Rädern mucken sie etwas mehr als die alten.

Gruß
Jürgen
Hallo,
@ #3 Jürgen,
Ich habe zurzeit 7 Stück von der neukonstruierten 218 in meinem Bestand. Sie Fahren und Ziehen bei mir genauso gut wie die Alte Serie der 218. Bei mir hängen aber auch nur maximal 10 bis 12 in Ausnahmefällen auch 15, 4achser hinten dran. Das schaffen alle Fleischmann 218er bei mir problemlos. Ich habe auch 3 Minitrix 218er die schon bei 8 Wagen Schlapp machen. Bei mir sind also die FLM 218er völlig problemlos unterwegs auch über die fast 4,5m lange 3% Rampe. Nur bei den beiden Jüngst in meinen Bestand gekommenen 218ern ist mir eine schlechtere Stromabnahme aufgefallen, weil da gerade in den Weichenfeldern immer mal kurz die Geräusche, sind ja Soundloks, unterbrochen wurden. Aber nun habe ich bei denen ja nun die Achsen mit den Haftreifen nach innen versetzt und nun ist auch alles wieder super mit den Loks.
@ #4
Ja genau so habe ich es gemeint.

grüße Wolfi
Hallo,

eine einzelne 218 mit 15 Personenwagen hat man beim Vorbild normalerweise nicht eingesetzt - für solche Zugängen hat man dann die Mehrfachtraktion verwendet. Als Modellbahner sollte man bei Steigungen von den Spur N Modellen nicht größere Leistungen als beim Vorbild erwarten.

Die aktuelle 218 habe ich nicht im Bestand. Dafür 8 ältere 218er. Die Stromabnahme macht nur dann Probleme wenn vier Haftreifen montiert sind oder wenn die Schleifer nicht richtig anliegen. Das kann man mit einem Messgerät einfach überprüfen.

Ich habe nicht vor meine älteren 218er gegen die neu konstruierten auszutauschen. Die alten laufen sehr gut und haben eine sehr gute Zugkraft.

Grüße
Markus
Hallo Wolfi,

vielleicht hast Du geringere Steigungen. Meine alten 218er sind richtige Kraftpakete, Es kann allein vom Gewicht her nicht sein, dass die neu konstruierten genauso viel ziehen wie die alten. Sie sind leichter, wir haben es neulich verglichen. Meine neueste City Bahn 218 zieht weniger als alte. Die fängt schon bei vier Personenewagen, davon zwei Minitrix 'Bremswagen' leicht im Steigungsgleisbogen an zu schleudern. Es ist nicht die Kraft, sondern die Reiblast.Ansonsten fahren sie aber vorbildgerecht. Es reicht völlig aus.

Es ist richtig, die Minitrix 218 ziehen noch weniger.

In der Realität braucht man Doppeltraktionen eigentlich weniger wegen der Zugkraft sondern eher wegen der Energieversorgung. Man sagt, dass ein Generator etwa acht klimatisierte Wagen mit Energie versorgen kann. Früher fuhren die Schnellzüge von Frankfurt nach Paris über die Nahestrecke im Sommer mit einer und im Winter mit DT 218 wegen der Heizung.

Gruß
Jürgen





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