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THEMA: Minitrix BR 44 Artikel 16443 öffnen

THEMA: Minitrix BR 44 Artikel 16443 öffnen
Startbeitrag
Detlef Mueller - 10.02.26 08:57
Hallo Forumgemeinde,

an meiner Dampflok von Minitrix BR 44, Artikel 16443 ist ein Problem mit der Deichsel vorhanden. Durch den Tender werden die Treibräder der Lok etwas angehoben und somit ist die Zugkraft fast null. Den Tender konnte ich öffnen, hier habe ich zunächst keinen Fehler erkannt. Wie kann ich die Lok öffnen um die Deichsel zu kontrollieren?
Vermutlich sitzt die Deichsel nicht richtig. Wenn man an Lok und Tender leicht zieht, wird der Abstand zwischen beiden größer ohne das die Verbindung getrennt wird. Es ist sicherlich nicht normal, das der Abstand durch ziehen bzw. drücken
zwischen Lok und Tender verändert werden kann.
Hatte jemand schon ähnliche Probleme und hat vielleicht einen Tipp? Wenn ich die Lok öffnen kann würde ich auch mal ein Foto machen.

Viele Grüße
Detlef Müller

Hallo Detlef,

doch, der Abstand kann sich ändern, da für die Deichsel eine Kinematik verbaut ist.
Leider ist die gute Idee darüber einen möglichst kurzen Abstand zwischen Lok und Tender bei Geradeausfahrt zu simulieren nicht immer von Erfolg gekrönt
In Folge dessen begibt sich die Lok unter Last sehr oft nicht wieder in die Ausgangslage und fährt mit diagonal "schiefem" Führerhaus weiter bis sie irgendwo hängen bleibt, sich dadurch oder während der Fahrt schrittweise dann doch noch selbst ausrichtet oder eine Gegenkurve folgt.

Insofern gilt wie immer:
Zur Frage möglichst auch ein paar aussagekräftige Fotos, damit gleich die weiteren Schritte besprochen werden können.

Gruß Sven
Hallo Detlef,

wenn du Glück hast ist nur die Kulisse ausgehängt, wenn nicht dann ist der Führungsstift abgebrochen.
Wie du die Lok auf bekommst siehst du hier auf Seite 21

https://static.maerklin.de/damcontent/1c/b6/1cb...ba574a1665384950.pdf

Dort findest du die beiden Schrauben Nr. 9, die müssen raus. Die 10 lässt du unbedingt drin und wenn du die beiden 9er draußen hast dann aufpassen, dass die Platte wo die drin steckten nicht nach unter gebogen wird. Dabei können sich die Achsen gegen die Zahnräder verdrehen, das ist der Gau den du vermeiden musst.
Für dich interessant ist dann der Bereich der mit Nr. 5 auf der Zeichnung eingekreist ist.
Mehr kann ich dir jetzt leider nicht erzählen, die Kohlenstaublok hatte ich noch nicht auf, vermute aber, dass das bei der nicht wirklich anders als bei anderen 44er ist.
Ich würde die Lok nur öffnen wenn es denn unbedingt sein muss.

Grüße Torsten
Hallo
bei der Baureihe 41 gibt es dafür einen direkten hinweis von Trix

https://static.maerklin.de/damcontent/f9/9c/f99...08c6df1521131414.pdf

könnte das bei deiner Baureihe 44 Lokomotive auch zutreffen ?

gruß Detlev
Hallo,

Ich kenne die 41 Reko jetzt nicht. Abgebildet ist wohl dort ein Stück einer 03, was nicht heißt, dass die 41 identisch ist. Wir sehen dort eine Deichsel wie sie auch bei der 44 vorkommt.
Aber, die Explosionszeichnung im von Detlef verlinkten Dokument zeigt die alte Blechdeichsel mit der halbherzigen Kulissenführung.

Dennoch, bei der 44 kann sich die Deichsel auch aushaken, was sich aber bei meiner von selbst erledigt wenn ich sie aufs Gleis stelle.

Grüße Torsten
Hallo Modellbahner,

so wie Sven schon erwähnt, sind bei meiner BR 44 nach einer Kurvenfahrt die Lok und der Tender diagonal nicht mehr in der Spur. Anbei die gewünschten Fotos. Allerdings richtet sich bei meiner Lok dann nichts mehr gerade. Die Folgen sind dann die geringe Zugkraft, schlechte Stromabnahme und Entgleisungen. Ich denke, das hier irgendetwas mit der Deichsel nicht stimmt.
Torsten, woran kann man den erkennen das die Deichsel ausgehangen ist und vor allem wie kann man sie wieder einhängen? Im Tender scheint alles in Ordnung zu sein. Den Tender kann man einfach öffnen. Die Lok zu öffnen möchte ich möglichst vermeiden. Zum einen auf den schon von Torsten genannten Gründen und zum anderen ist laut Website von Minitrix das entsprechende Ersatzteil (Seite 21, Teil Nr. 5) nicht erhältlich. Mit meiner altersbedingten Grobmotorik ist mir das Risiko zu hoch das die Steuerung verstellt wird, also der Supergau.
Kann mir jemand einen Tipp geben wie ich das Problem vielleicht lösen kann oder gibt es vielleicht einen begabten Modellbahner der mir die Lok reparieren könnte?

Viele Grüße
Detlef

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Ich denke das hat eher damit zu tun, dass die Spurweite des letzten Treibrades zu klein ist. Bei einem 5-Kuppler sollten das erste und das letzte Treibrad ein etwas grösseres Radsatzinnenmass (ist das jetzt der korrekte Ausdruck?) haben als die 3 mittleren Treibräder, damit Kurven sauber durchfahren werden können. Wenn aber der Hersteller (um kleine Radien zu ermöglichen) alle Treibräder zu schmal einstellt, dann gibt es keine Führung in der Schiene und die Lok steht schief.

LG Mike
Hallo,

@Detlef

Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Torsten, woran kann man den erkennen das die Deichsel ausgehangen ist



die ist auf deinen Bildern nicht ausgehängt.
Kannst du die Lok von Hand während der Fahrt in die Spur bringen? oder gar diagonal in die andere Richtung stellen? Wenn das geht dann ist da weder was ausgehangen noch blockiert.

@Mike, Spurmaß ist wurscht solange die Achsen um etwa 1mm seitenverschiebbar sind. Kommt die Lok aus der Kurve dann ist die vordere Achse mindestens zur Seite geschoben, geht sie in die Gerade bleibt das so und der hintere Teil der Lok geht auf die andere Seite. Das sieht dann am Ende genau so aus wie im Bild von Detlef.
Ursache ist aber NICHT allein die Seitenverschiebbarkeit der Achsen denn die gab es schon bei der alten 52 und die hat solche Schrägstellungen nur gemacht wenn die Stromabnehmer verbogen waren. Ursächlich bei der 44 ist die Kulisse zu einem großen Teil dafür verantwortlich

Eben diese Effekte an der 52 im Hinterkopf hab ich schon bei meiner ersten Minitrix 44 die Stromabnehmer über der ersten und der letzten Achse so wie auf dem Bild "eingestellt", also praktisch absichtlich krumm gebogen. Das verbessert das Verhalten etwas, ganz weg geht es auch damit nicht. Da ich keine besonders engen Radien habe ist das Phänomen bei mir auch nicht sooo schlimm, jedenfalls nicht so wie auf dem Bild von dir Detlef.
Kommen wir jetzt zu dir zurück, wenn du die Lok andersrum in die Diagonale bringen kannst und sie dann bei Fahrt von allein wieder in die Stellung kommt wie auf deinen Bildern dann schau dir mal die Schleifer, alsp die Stromabnehmer genauer an. Dann ist nämlich vermutlich nur einer so verbogen wie auf meinem Bild.

Letztens gab es hier eine Diskussion zur neuen 95, da hat jemand der 2. und die 4. Kuppelachse die Seitenverschiebbarkeit blockiert. Das halte ich bei der 44 auch für zielbringend. Muss man halt die Lok komplett zerlegen aber darauf hab ich im Moment keinen Bock.

Die von dampfrailfan zu diesem Beitrag angefügten Bilder können nur von registrierten Usern gesehen werden - Login



Hallo Modellbahner,

ja, die Lok kann ich nach der Schrägstellung, bedingt durch eine Kurvenfahrt, manuell wieder in die gerade Stellung bringen. Dies ist prinzipiell auch notwendig weil es dann spätestens an der nächsten Weiche zur Entgleisung und zum Kurzschluss kommt. Hier ist dann die erste Achse des Tenders meist der Übeltäter.
An die Stromabnehmer kommt man wohl auch nur heran wenn die Lok komplett zerlegt wird. Hiervor scheue ich mich. Ich würde besonders die Steuerung wohl nicht wieder funktionsfähig bekommen.

Viele Grüße
Detlef
Moin Detlef,

zum einen kommt man mit einer Pinzette an die Stromabnehmer von der Seite ran. Zum Anderen reicht es den Kessel abzunehmen. Bei der Gelegenheit kann man dann gleich nach den 1000 Kabeln, die unter dem Führerhaus aus der Deichsel raus kommen gucken ob die alle so liegen, dass die Deichsel auch gut schwenken kann.

Was bleibt wenn man das nicht selber machen kann?

Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

gibt es vielleicht einen begabten Modellbahner der mir die Lok reparieren könnte?



wenn sich da jemand findet... könnte schwierig werden weil zum einen die Lok nicht im Sinne einer einfachen Reparatur hin zu bekommen ist. Die Fehlkonstruktion kann man nun mal nicht reparieren.
Zum Zweiten, ich halte mich durchaus für begabt, allerdings hab ich, was das Reparieren, um einen Gefallen zu tun, durchaus schon schlechte Erfahrungen mit dem einen oder anderen hier gemacht. Begabt hin oder her, ich kann nicht jede Erwartungshaltung erfüllen, schon gar nicht wenn ich die nicht kenne. Egal, ich bin an der Stelle ein für alle Male raus. Tipps geben ja, Hand an fremde Loks anlegen nein.

Wenn du dich nicht traust deine Lok selber auf zu machen dann bleibt da wohl nur noch sie mit eben der Fehlerbeschreibung zum Hersteller zur Reparatur zu schicken. Schade, dass der Fehler jetzt erst nach Ablauf der Garantie auffällt.

Grüße Torsten



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