1zu160 - Forum



Anzeige:
Neues von Lemke Collection - Hobbytrain / KATO

THEMA: Rätselhafte Aussetzer bei alter Minitrix 03

THEMA: Rätselhafte Aussetzer bei alter Minitrix 03
Startbeitrag
Karl Schotter - 05.02.26 22:52
Hallo, geschätzte Kenner Nürnberger Minitrix-Schlepptenderloks,

ich habe heute eine gut erhaltene, rein analoge DRG 03 062 bekommen (Art. Nr, 12830), produziert vor ca 30 Jahren, Typ: https://www.spurweite-n.de/ncontent/ndb/ndb-ar...how=0&MaxCount=1
Probleme sah ich nur mit dem Kontakt- und Halteblech des Vorläufers, das ich mit einem Tropfen Kleber gegen Herausfallen gesichert hab (hat nach meiner Meinung noch hinreichend Spiel, die Achsen des Vorläufers drehen sich auch bei der Fahrt).

Alle Achsen sitzen richtig, in der Lokliege läuft alles bestens, Lok und Tender wurden geöffnet und durchgeprüft.
Aber es gibt ein Problem: Immer wieder stockt die Lok in den Kurven des Testovals (R 2). Mein Heisswolf-Regler zeigt dann "Kurzschluss" und schaltet den Fahrstrom ab.
Aber "immer" stimmt nicht ganz: Fährt der Tender voraus und durchfährt die Lok so das Oval in Rechtskurven, läuft die Lok ohne jedes Stocken. In der anderen Richtung und bei umgedrehter Lok in beiden Richtungen gibt es die genannten Stockungen.

Ich weiß, dass Ferndiagnosen immer schwierig sind, aber vielleicht kennt ljemand diese "Erscheinung2 und weiß Rat!

Danke!

Es grüßt
Karl




Hallo Karl,

prüfe doch mal, ob die Räder des Vorlaufdrehgestells oder die des Nachläufers bei Kurvenfahrt an den Rahmen kommen und dadurch den Kurzschluss verursachen. Das Problem hatte ich öfters schon.

Gruß Philipp
Hallo Philipp,

den Verdacht hatte ich auch schon, hab ihn aber nicht erhärten können.
Falls es so ist: Was kann man machen?

Gruß
Karl
Hallo Karl,

wenn es so wäre, müsstest Du evtl. Schleifspuren oder blanke Stellen am Rahmen sehen. Das ist meistens zu beheben, indem Du den Lack ausbesserst.
Probier doch mal, wenn du die Lok vom Gleis nimmst, also z. B. in eine Lokliege legst, per Kabel mit Strom versorgst und die Antriebsachsen und Vor- und Nachläufer seitlich bewegst, ob  die Räder irgendwo schleifen.
Ich hoffe das verständlich beschrieben zu haben.

Viel Erfolg.

Gruß Philipp
Ist die Isolierung der Deichsel am Tender ok?
Tender und Lok haben unterschiedlich Potential.

Jürgen H.
Hallo Karl,

die Tenderachsen sind alle vier einseitig isoliert und sie müssen alle in der selben Richtung eingebaut sein.
Bitte die nimm einmal die Abdeckung unten ab und schau dir die Achsen an. Vielleicht hat der Vorbesitzer eine der Haftreifenachsen falsch rum eingebaut. Das würde erklären warum es nur in der Kurve passiert. Allerdings könnte es auch eine Nichthaftreifenachse sein, die hängen bei manchen etwas in der Luft, so dass sie auf der gerade auch keinen Gleiskontakt haben. Am Vorläufer müssen auch beide in der selben Richtung eingebaut sein aber das hast du ja schon gecheckt.

Du kannst das auch mit dem Trafo prüfen. Die Lok auf dem Rücken, einen Pol vom Trafo auf die eine Seite der Kuppelräder, dann auf der anderen Seite alle Tenderräder probieren. Geht eins dabei nicht dann probiere an der Achse mal auf der anderen Seite, wenn der Motor dann läuft dann ist die falsch rum.

Dass Lokrahmen und tenderrahmen verschiedenes Potential führen weißt du ja auch schon, wenn du bei den Achsen nicht fündig wirst dann kannst du die Drähte am Lok-Tender-Übergang noch ansehen. bei manchen Loks sind die schon steif, sie brechen an der Isolierung auf und wenn sich der Draht in der Kurve bewegt > KS

Grüße Torsten
Danke für die verschiedenen, alle sehr berechtigten Tipps!

Natürlich habe ich erst einmal selbst geschaut, Thorsten, wie ich schon schrieb:
Zitat - Antwort-Nr.: 0 | Name: Karl Schotter

Startbeitrag
Karl Schotter - 05.02.26 22:52
Alle Achsen sitzen richtig,  



Auch mögliche schädliche Radkontakte hatte ich gesucht und keine Schleifstellen gefunden, aber nach deinem Hinweis, Philipp, habe ich vorsichtshalber die Kupplungsstange zum Tender mit Klebefilm gegen einen möglichen Fehlkontakt zum rechten Nachläufer-Rad isoliert. Ohne Erfolg.

Auch bei der Isolierung der Kuppelstange im Tender sah alles ok aus, als ich sie nach deinem Hinweis, Jürgen, noch einmal öffnete.

Und nun? Oh Wunder, nach allem Auseinander- und Zusammenschrauben, Sitz prüfen, Abschmieren usw. ist das Problem gelegentlicher Kurven-Kurzschlüssel verschwunden. Keine Ahnung, wo der Hase im Pfeffer lag. Vielleicht sind im Bearbeitunsprozess  problematische Kabelstellen - wie von Thorsten angesprochen - in unproblematische Bereiche gewandert.


Dafür ist jetzt noch ein kleines Restproblem zu lösen, für dessen Entstehung ich auch nicht wirklich eine Erklärung habe: Die Treibräder drehen sich unwillig. Das war ursprünglich nicht so, und außer einem feinen Ölen der Achsen habe ich nichts an Treibrädern und Steuerung gemacht. Es ist auch keine Stange verstellt, und alle Zapfen sitzen richtig.
Mal sehen.

Manche sind im Modellbahnhobby, um zu basteln.
Ich will eigentlich nur fahren!!!

Aber geholfen hat das Forum letztlich schon. It's Magic!

Es grüßt mit Dank für die Unterstützung
Karl



Meine Vermutung zu den unwilligen Treibrädern ist, schau mal nach der Schwinge, es kommt schon mal vor das die bei arbeiten auf dem Rücken liegend in die falsche Richtung fallen. Erkennen kannst du das, wenn die Lok steht muss die Schwinge hängen. Sollte sie nach oben stehen ist da der Fehler zu suchen.
Gruß elber
Danke, elber,

das war tatsächlich bei einer Schwinge passiert und von mir schnell entdeckt worden. Die eingetreten Zähigkeit im Antriebsbereich muss aber eine andere Ursache haben.

Ich habe der Lok erst einmal einen Gewichts-Rucksack" verpasst. Damit drehen sich die Treibräder, und ich hoffe, das ganze Rad- und Stangen-System läuft sich wieder ein.

Es grüßt
Karl
Hallo Karl,

der feine Tropfen Öl könnte auch als Ursache in Frage kommen. Das hatte ich tatsächlich auch schon.
Ich habe dann einfach noch eine kleine Dosis SR 24 nachgereicht, damit das Öl wieder etwas dünner wird. Dann lief alles wieder wie Butter.

Herzliche Grüße Thomas
Wenn die Deichsel nur leicht verbogen ist,  ändert sich Achslast der Lok.
Das könnte eine Ursache für nicht mitdrehende Räder sein.
Eigentlich ist diese Baureihe sonst unkritisch in dieser Beziehung.
Selten, aber schon gehabt, klemmen die Radschleifer z.B. nach Kurzschluss, weil der Kunststoff drum herum warm geworden ist.
Mit einer Nadel lässt sich die Federung der Schleifer prüfen.

Jürgen H.
Hallo Thomas #9,

bei meinen Fleischmann-Schlepptenderloks bin ich mit Labelle Light, einem ganz feinen Öl, immer gut gefahren, und alles hat sich gedreht.

Nun bei der Minitrix 03 passte deine Beschreibung: Nach dem Ölen drehten sich die Treibräder schlechter. Ich habe SR 24 in kleinen Dosen an die Achsen gegeben, und es ist besser geworden, aber noch nicht gut. Ich muss die Experimentierreihe fortsetzen.

Jürgen, die Kontakte habe ich schon gesäubert und die scheinen ok zu sein. Die Deichsel scheint mir nicht verbogen.

Übrigens: Seitdem kein Kurzschluss mehr da ist, brennt das Richtungslicht im Tender nun nicht mehr (was mir erst einmal egal ist). Keine Ahnung, ob ein Zusammenhang besteht.

Mein 03-Erwerb ist leider eine Angelegenheit zum Seufzen. Glücklicherweise habe ich auch eine Reihe von "guten" Loks.

Es grüßt
Karl
Hallo,
....ein paar Fotos wären doch mal eine feine Sache.
Wie oft konnte man helfen, weil die Steuerung falsch lag oder etwas verbogen war, was der Besitzer vielleicht nicht erkannte.

Weil ich gerade heute wieder so ein 60,.€ Teil mit heimlich geklebter Gegenkurbel sah, darf man gebrauchten Loks gerne auch mal misstrauen und es ist keine Schande, wenn es die Comunity entdeckt und man dann retten kann was zu retten ist.

🙂 Gruß Sven
Hallo Karl,

prüfe doch mal, ob im Tender die Motorkontakte, auch die Kabel, nicht mit Gehäuse in Berührung kommen.

Gruß Philipp
Kein Licht im Tender kann auf jetzt fehlenden Anschluss der Lampe deuten, der zuvor mit Kurzschluss gegeben war. Kabel blank an Gehäuse?
Die Lampe sitzt ja massefrei und erhält Spannung durch 2 Anschlüsse.
Bei gebrauchten Loks dieser Baureihen habe ich da schon die wildesten Sachen gesehen,  weil jemand das Prinzip nicht verstanden hat.
Dabei kann dann auch gern mal die Richtungsdiode das Zeitliche segnen.
Gebrauchte 01 und 03 fasse ich daher ungern an, auch wegen der oft defekten und fummelig Isolierung der Deichsel am Tender und der wenig servicefreundlichen Litzenführung.
Bei der Ausführung mit Schnittstelle per Flexplatine bricht diese auch gern in der Biegung, was sehr schlecht zu sehen ist.

Jürgen H.
Moin,

da sich die Treibräder der 03 nur mit Gewichts-Rucksack drehen, habe ich die Achslagerung mehrfach geöffnet.
Erst mit SR 24 alles gesäubert.
Dann Fahrtest ungeschmiert: Kaum Bewegung der Räder.
Dann Gleitstellen mit Graphit geschmiert: Kaum Bewegung der Räder.
Dann sorgfältig gesäubert und mit ganz wenig Qualitäts-Modellbahnöl geschmiert: Kaum Bewegung der Räder.

Vor der Grundreihigung bewegten sich die Räder besser (wenn auch nur mit "Rucksack").

Ich bin mit meinem Latein am Ende.
Das die beigefügten Bilder Hinweise geben, wage ich kaum zu hoffen.

Es grüßt
Karl

Trotz der bisher ungelösten Probleme: Vielen Dank für alle Hinweise und Tipps!


Die von Karl Schotter zu diesem Beitrag angefügten Bilder können nur von registrierten Usern gesehen werden - Login

Hi,

bist du sicher daß das mittlere Treibrad richtig steht? Auf dem Foto schaut das komisch aus...

Gruß, Gerd
Moin,
Würde auch sagen die "Kurbel" am mittleren Treibrad müsste nach unten stehen .
Gruß Björn
Hallo, bei meinen beiden Lok's sind die Kurblzapfen in der gleichen Position wie auf den Bildern . Die Räder laufen ohne zusätzlichen Druck einwandfrei.
Gruß Harald
@ #16, ich sehe da nichts komisches.
@ #17, nach unten??? wie?

Gruß, Victor
Hallo,

auf der linken Seite scheint das Treibrad einen etwas anderen Versatz zu haben (es können sich die Räder auf den Achsen lockern)
Ansonsten mit einer feinen Pinzette alles (Stangen, Kreuzköpfe etc.) auf Leichtgängigkeit prüfen. Evtl. mal den Kessel abnehmen.

Viele Grüsse
Georg

Edit: Auch prüfen ob die Bolzen für die Stangen evtl. zuweit eingedrückt sind.

Hallo,

das Gegengewicht am Treibrad, mittleres Bild, #15, sieht tatsächlich verdreht gegenüber den Kuppelrädern aus. Auf dem ersten Bild nicht - - sind die beiden Räder auf der Kuppelachse nicht exakt um 90° versetzt?

Viele Grüße
Nimmersatt
Zitat - Antwort-Nr.: 21 | Name: Nimmersatt

das Gegengewicht am Treibrad, mittleres Bild, #15, sieht tatsächlich verdreht gegenüber den Kuppelrädern aus. Auf dem ersten Bild nicht - - sind die beiden Räder auf der Kuppelachse nicht exakt um 90° versetzt?



Hi,

genau das meine ich. Ist die Achse vllt. um einen Zahn verstellt (warum auch immer)?

Gruß, Gerd
@22

Die 03 von Minitrix hat den Antrieb im Tender. Da ist bei den Treibrädern der Lok nichts mit "um einen Zahn".
Auch die Achsen haben keine Verzahnung für die Verbindung zum Radsatz, falls das gemeint war.
VG

Hallo,

aber vielleicht gegeneinander verdreht wäre möglich, wenn auch selten.
Wenn die Treibräd einen ungleichen Versatz zwischen linker und rechter Seite haben, hakt die Steuerung merkwürdig.

Grüße, Peter W
Hallo in die Helfer-Runde,

ich habe in keiner Rad-Stellung Zwänge im Gestänge feststellen können.
Trotzdem habe ich die Räder der (mittleren) Treibachse leicht gegeneinander verdreht, um den Versatz  besser auf 90° zu bringen.
Ergebnis: Keine Verbesserung, die Kuppelräder drehen sich kaum beim Fahren.

Wenn etwas schergängig ist, dann vielleicht einer der Kreuzköpfe.

Ich habe die Lok nun erst einmal in die Schachtel gepackt.

Mit Dank und Gruß
Karl
....also bleibt nur.... .  
Bis auf die B- Achse alle Kurbelzapfen ziehen und schauen was passiert.
Rollt dann die Lok, dann umgekehrt nach der B- Achse von links hinten (C) beginnend alles wieder ausrichten.
Nur so ist ein Versatz, so es ihn überhaupt zwischen B und C gibt (wie ich evtl. meine) erkennbar.

Gruß Sven

Hallo Karl

ich meine auf der linken Seite einen minimalen Versatz zwischen der B Achse zur C Achse zu sehen. Das Gawicht auf der B Achse steht auf ca.1 Uhr und das der C Achse auf halb 2 oder gar 2Uhr.
Vieleicht harkelt das was.

viele Grüße
        Jörg
Hallo Karl #0,

ich sehe wie Sven und Jörg das auch so mit der Differenz der Radsatz-Gegengewichte von B und C Achse.Würde ich
versuchen zu korrigieren.Würde auch mal mit einem größeren Gleisradius als 2 Testen.
Zum Kurbelzapfen-Versatz bei Vorbild-Dampflok`s im Historischen DSO-Forum interessantes dazu.
https://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?017,10956838

Viele Grüße
Werner V.
Hallo Karl,

wie ist es denn, wenn die Lok auf dem Rücken liegt und Du die Räder mit dem Finger drehst? Gibt es da eine Stellung, in der sich die Räder schwerer drehen lassen?

Gruß
Jürgen
Danke für die vielen Hinweise!

Wie ich bereits schrieb:
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

#25
Karl Schotter - 08.02.26 17:13
Hallo in die Helfer-Runde,

ich habe in keiner Rad-Stellung Zwänge im Gestänge feststellen können.
Trotzdem habe ich die Räder der (mittleren) Treibachse leicht gegeneinander verdreht, um den Versatz  besser auf 90° zu bringen.
Ergebnis: Keine Verbesserung, die Kuppelräder drehen sich kaum beim Fahren.

Wenn etwas schergängig ist, dann vielleicht einer der Kreuzköpfe.



Ich finde den Fehler nicht. Und wenn die Räder sich drehen, dann in den Kurven.

Ich nehme mir jetzt erst einmal eine 03-Pause.

Es grüßt
Karl
Hallo Karl,

wie fest hast du unten die Abdeckung der Radsätze festgezogen, es kann sein dass durch zu festes anziehen sich die Radsätze deshalb so schlecht drehen.

Gruß Peter
Unter der Abdeckung der drei Kuppelachsen sollte sich eine Art Federblech befinden, dieses drückt die mittlere Kuppelachse Richtung Gleis. Ist diese überhaupt vorhanden, oder zu stramm?
Sie hat eigentlich die Funktion, die mittlere Achse zu federn, was für die Stromabnahme und auch der Reibung am Gleis dient.

Grüße


Nur registrierte und eingeloggte User können Antworten schreiben.
Einloggen ->

Noch nicht registriert? Hier können Sie Ihren kostenlosen Account anlegen: Neuer N-Liste Account





Zum Seitenanfang

© by 1zu160.net;