1zu160 - Forum



Anzeige:
Neues von Lemke Collection - Hobbytrain / KATO

THEMA: BR86 (Fleischmann 7086) Zinkpest(?)

THEMA: BR86 (Fleischmann 7086) Zinkpest(?)
Startbeitrag
Nbert - 29.01.26 11:45
Zinkpest

Moin, ich habe eine äußerlich sehr schöne BR86 von Fleischmann erworben.
Ist ein älteres Semester (7086), vermutlich irgendwann Mitte der 90er.

Da sie, wie in der Bucht beschrieben nicht lief, mal flux zerlegt.
Dabei bröselte mir schon mal etwas Unschönes entgegen.
Motor geprüft, Getriebe gereinigt, Lok lief wieder.
Nun zum interessanten Teil der Geschichte.
Siehe Fotos.
- Ist das Zinkpest?
- Wie bekomme ich das Gewicht am besten aus dem Tender?
- Weiß jemand, ob die neueren Fleischmann BR86er von den Gewichten her kompatibel sind?
- Kennt jemand eine Artikelnummer dazu? (dann hoffentlich mit einer besseren Legierung)

Für Tipps wäre ich dankbar.

Schöne Grüße
Norbert


Die von Nbert zu diesem Beitrag angefügten Bilder können nur von registrierten Usern gesehen werden - Login


Moin,
abgeschleudertes vergammeltes altes Fett von der Schnecke?!?

Grüße Michael
Moin Michael,

danke für deine Antwort.

Eher unwahrscheinlich. Die glatte metallische Struktur ist noch ansatzweise zu erkennen. Ist aber an fast 100% der Oberfläche nun rau und Material ist an diesen Stellen auch abkratzbar. Des weiteren ist vorne am Kessel, wo ein kleines Stück rausschaut die Situation die gleiche. Da wäre es aber echt schwer, viel Fett hinzubekommen (ja, viel hilft viel ). Da ist aber keine Schnecke.
Ich habe noch einen Magneten an den Staub gehalten. Macht den Eindruck, dass es magnetisch ist.
Ich hoffe, das war nicht nur Adhäsion.
Des weiteren ist mit viel Willen auch eine leichte Verformung an den Außenkanten zu erkennen.

Ich hab noch mal zwei Bilder hochgeladen. Leider kommt mein Equipment da langsam an seine Grenzen...

Schöne Grüße
Norbert

Die von Nbert zu diesem Beitrag angefügten Bilder können nur von registrierten Usern gesehen werden - Login



Hallo Norbert,

Wenn Du die Rauchkammertür vorne am Kessel entfernst, kannst Du das Gewicht nach vorne rausschieben.

Dann das Gewicht reinigen und gut trocknen lassen. Anschließend mit ein oder zwei dünnen Schichten Klarlack versiegeln.

Ursache der Zersetzung dürfte in der Verwendung eines säurehaltigen Öls liegen.

LG
Roland
Hallo Norbert,

ich teile die Meinung von Robert - ich halte es ebenfalls für Korrosion aufgrund äußerer Einwirkungen. Bei der Zinkpest ist der Mechanismus anders, hierbei zerfällt das Metallgefüge quasi von innen entlang der Korngrenzen.

Viele Grüße

Jürgen
Hallo Norbert,

das sieht aber sehr nach Zinkpest aus, auch die Volumenvergrößerung (klemmt) passt dazu. Schnell irgendwie raushebeln, bevor der Rest gesprengt wird. Foto zeigt ein Rivarossi-Fahrgestell, das das Gehäuse gesprengt hat

Viele Grüße
Nimmersatt

Die von Nimmersatt zu diesem Beitrag angefügten Bilder können nur von registrierten Usern gesehen werden - Login

Moin in die Runde,

vielen Dank für die Kommentare.

Danke Roland, da wäre ich so nicht drauf gekommen...
Das wird mal die nächste Aktion, rausholen.
Dann kann man eventuell ein wenig mehr erkennen.

Nimmersatt, ist das eine "La Chapelle".
Die kann ich auch bieten. Das wird dann aber noch ein anderes Thema.
Step by Step.

Also noch mal, vielen Dank. To be continued...

Norbert

Moin Roland,

noch mal blöde nachgefragt. Die Rauchkammertür ging super ab. Wenn ich nun aber mit Druck und bereits durchaus ein wenig mehr in Richtung Rauchkammertür von hinten drücke, passiert da gar nichts. Sollte das Teil normalerweise gut rausrutschen oder ist das von Haus aus auch störrisch?

Schöne Grüße
Norbert
Hallo.
Bei den Gewichten in der Lok hatte ich das schön öfter. Wahrscheinlich ist das kein hochwertiges Material.
Auch bei Arnold.
Ich würde es eher Korrosion nennen.
Bei Zinkpest, erhöht sich das Volumen ja merklich.

Ich polieren die Teil einfach mit Drehmel und Messingbürste ,Mundschutz nicht vergessen, und lackiere sie hinterher einfach.
MfG Torsten
Moin,

der Quersteg der Wasserkästen arritiert ggf. das Gewicht leicht gegen Rausrutschen.
Auch ragt die Umlaufverbindung an der Rauchkammer in den Kesselquerschnitt.
beides kann man ein wenig/vorsichtig  "wegbiegen"
Am Kesselscheitel hat das Gewicht Längsnuten, die ein Verdrehen verhindern.

So ganz leicht geht das Gewicht nicht immer raus.

Ein solches Kesselgewicht könnte ich Dir zuschicken - habe ne Sound 86er, wo ich den Motor in den Kessel eingebaut habe.

Bei Deiner Lok scheinen ja Schwungmasse und Kesselgewicht Kontakt gehabt haben - da müsste man beim Zusammenbau noch genauer hinschauen...

mit Grüßen
Jens
Hallo Norbert,

wenn du das Gewicht demontiert hast, fotografiere es bitte noch einmal und zeige es. Zinkpest kenne ich von vielen Herstellern, für Fleischmann - besonders bei Modellen aus dieser Zeit - halte ich es für eher untypisch. Aber man lernt immer dazu...

Viele Grüße

Jürgen
Hallo zusammen,
beim ICE 1 ist der Rahmen total aufgeblüht , und das schon 2mal, konnte mit Mühe das Gehäuse retten. Selten ,aber gibt es aber auch bei Fleischmann .Das erste mal vor 20 Jahren, eingeschickt zu Fleischmann, und bekam ein neues Teil ohne Kommentar. Mfg Erich.
Puh, das ist nichts für schwache Nerven.

Hallo Jens, zur Umlaufverbindung wäre ich ja gerne vorgestoßen.
Der Quersteg ist, wenn man das Gewicht nach vorne wegbekäme vermutlich nicht im Weg.
Da ist nur eine Nut, wenn man das Gewicht versuchen würde noch hinten zu schieben.
"Nicht ganz leicht herauszubekommen" hast du nett definiert.

Also, ich habe jetzt den Kessel noch demontiert.
Somit bleibt, so weit ich das sehe, nur noch 4410 (Teil vom Führerhaus) und 4417, der Kessel.
Die Nummern stehen da zumindest drauf.

Schaut auf die Fotos. Besonders im Bereich des roten Ringes. Ich habe den Eindruck, da wird bereits Druck auf die Struktur von innen ausgeübt. Ein leichter Riss ist auf beiden Seiten zu sehen. Es könnte durch meine Versuche entstanden sein, das Gewicht herauszudrücken. Das war dann auch schon kräftiger.
Ich vermute aber eher, da ist eine Verformung im Entstehen sein.
Ich kriege da mit normaler Gewalt gar nichts ans Wackeln, geschweige denn dass das Gewicht raus geht.

Frage: Hat jemand noch eine bessere Idee, außer zu versuchen das Teil rauszubohren?

Jürgen, bei Fleischmann hatte ich das bisher auch noch nicht.

Erich, meinen ICE1 habe ich gerade auf der Anlage (flm7450). Fährt super.
Kann von außen nichts erkennen. Hattest du dafür ein Thema aufgemacht?
Habe mit meiner Suche so nichts gefunden. Welches Teil war konkret bei dir betroffen?

...so, schon wieder mehr Text als gewollt... Siehe unter "Frage:"

Kalte Grüße aus dem Norden
Norbert

Die von Nbert zu diesem Beitrag angefügten Bilder können nur von registrierten Usern gesehen werden - Login

Moin Norbert,

ich würde den Langkessel an der Unterseite mit einem feinen Sägeblatt/Trennscheibe längs auftrennen - neben dem Verschraubungsdingens - dann ist die Verspannung raus - auf der Unterseite kann man den Schnitt dann auch wieder fast unsichtbar verkleben /schliessen

mit Grüßen
Jens
Hallo,

beim Fleischmann ICE hatte ich auch Probleme mit der Zinkpest. Das Problem betraf aber nur den nicht angetriebenen Triebkopf.


Grüße
Markus

Die von MarkusR zu diesem Beitrag angefügten Bilder können nur von registrierten Usern gesehen werden - Login

Einölen, in die Tiefkühltruhe legen,  danach in einen heißen nassen Lappen halten und versuchen.klappt das nicht, Kaiserschnitt unterm Kessel neben dem Befestigungszapfen.

Für echte Zinkpest halte ich das nicht. Da habe ganz andere Sachen gesehen.
Oxidation durch hohe Luftfeuchte z.B. Keller wird's sein. Oft zu finden bei allen Herstellern.

Jürgen H.
Hallo!

Solche Erscheinungen habe ich an einigen älteren Loks entdeckt. Nach Ausbau habe ich die Oberflächen gereinigt, mit Schleiffließ abgerieben und danach Klarlack behandelt.

Zur Ursache kann ich auch nur spekulieren. Es gab bei den betroffenen Loks keine erkennbaren Gemeinsamkeiten. Eventuell wurde die Grundlage schon bei der Herstellung geschaffen, Abweichungen in der Fertigung, z.B. bei den ersten oder letzten Teile einer Gußserie könnten dies auslösen.

Grüße
BWB
Hallo Markus/ Norbert,
es sind nicht alle Rahmen betroffen, habe welche da fehlt gar nichts. Ich denke eine schlechte Gußmischung ,denn du bekommst den Rahmen als Ersatzteil immer noch. Mein erster Endwagen war 2Jahre alt als er aufging wie ein Hefezopf.
Und kein Kommentar von Fleischmann damals. Luftfeuchtigkeit kann ich ausschließen. Habe damals 2 Rahmen bekommen und die sind immer noch in Ordnung.
Mfg Erich
Hallo Norbert,

sorry, ich bin spät dran. Aber es ist wirklich eine Frickelei, das Gewicht aus dem Kessel rauszubekommen.

Hats zwischenzeitlich geklappt?

lg
Roland
...wenn man mal eben.

Das "schnell mal" dauert nun leider etwas länger. Gerne versuche ich das mit dem Gefrierschrank, aber ich komme vermutlich um eine sehr feine Säge nicht herum.
Da werde ich mir erst demnächst die Zeit für nehmen können. Auch brauche ich dann wohl noch ein paar Tools.

Vielen Dank bis hierher für die vielen Tipps. Das hat sehr geholfen!

Roland, keinen Stress. Das ist beim Frickeln total kontraproduktiv

Ich werde weiter berichten...

Euch noch einen schönen Sonntag und viele Runden auf der Anlage.

Norbert


Moin,

hier mal der Endbericht meiner Operation.

Ich hatte Fleischmann angeschrieben. Nicht, dass mir jemand vorwirft, warum hast du es nicht versucht.

Netterweise hatte mir ein Forumsmitglied per Mail angeboten, ein Gewicht, das er über hatte zu schicken.
Vielen herzlichen Dank von meiner Seite und im Namen meiner BR86! Komplett selbstlos und unkompliziert.  
Hätte ich nicht mit gerechnet. Noch weitere sehr nette Mails außerhalb des Forums bekommen. Bin echt baff!

Somit konnte ich entspannt einer Antwort von Fleischmann / Modelleisenbahn GmbH entgegensehen.

Nach ein paar Wochen kam dann auch eine abschlägige Antwort. Das Gewicht wäre nicht lieferbar. Aber immerhin, es kam eine nette, freundliche Absage. Da war das "Forums" - Gewicht schon auf dem Postweg.

Zur Demontage. Habe den nackten Kessel feuerbüchsenseitig auf ein Kupferrohr mit ähnlichem Durchmesser gelegt (Nachbar hat die Konstruktion gehalten) und dann mit einem Dorn und leichten Hammerschlägen das Gewicht langsam überredet in Richtung (demontiertem) Führerhaus raus zu gehen. Kessel, Nachbar und Operateur sind wohlauf.

Seit Sonntag schnurrt die kleine ganz souverän und selbstbewußt über meine Schienen.

Das Foto zeigt den Vergleich der beiden Gewichte.
Links das "neue", rechts das "fragwürdige".
Der schöne Glanz des linken kommt nicht ganz zur Geltung. Optisch auf jeden Fall ein Unterschied.
Ich muß sagen, es ist recht schwer für mich zu beurteilen, wie die einzelnen Durchmesser sind.
Mit einem einfachen Meßschieber konnte ich nicht wirklich etwas messen.
Das neue Gewicht ging subjektiv etwas leichter rein, hat aber auch einen sehr festen Sitz.
Besonders die leichten Metallrückstände vom alten Gewicht und die poröse Struktur im Bereich der Wellenaushöhlung lassen mich aber besser schlafen

Ich habe mir eine Erinnerung für in 10 Jahren gestellt. Dann werde ich ein neues Foto von dem Ding einstellen...

In diesem Sinne, allen eine schöne Lebenszeit mit ihrer Modellbahn, habt Spaß,

Norbert



Die von Nbert zu diesem Beitrag angefügten Bilder können nur von registrierten Usern gesehen werden - Login



Nur registrierte und eingeloggte User können Antworten schreiben.
Einloggen ->

Noch nicht registriert? Hier können Sie Ihren kostenlosen Account anlegen: Neuer N-Liste Account





Zum Seitenanfang

© by 1zu160.net;