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THEMA: BR 52 80 unterschiedliche Sanddome

THEMA: BR 52 80 unterschiedliche Sanddome
Startbeitrag
thoro - 28.01.26 14:42
Hallo Vorbildexperten,

meine Frage richtet sich an die Vorbildexperten, speziell DR.
Bei der Reko 52 80 der DR ist mir aufgefallen, dass es unterschiedliche Ausführungen der Sanddome gibt. Am geläufigsten sind diese, eher kanktigen Teile, wie zum Beispiel hier bei der BR 52 8177:
https://en.wikipedia.org/wiki/DR_Class_52.80#/m...tive_BR52-8177-9.jpg

Aber es gibt auch eine etwas abgerundete Form wie zum Beispiel bei der BR 52 8007:
http://www.reichsbahndampflok.de/blaetter_52_8/52_8007.html
Sie sehen eher ähnlich aus wie ein Sanddom von der BR 50.

Weiß jemand, warum das so ist? Hat man bei der Rekonstruktion auf verschiedene Teile zurück gegriffen?

Von der Beantwortung dieser Frage hängt mein Leben nicht ab. Aber es würde mich schon mal interessieren, weil man doch bei der Rekonstruktion auf eher einheitliche Standartteile zurück gegriffen hat.

Vielen Dank schon mal im Voraus.

Herzliche Grüße Thomas

Hallo,

in der Tat gibt es drei verschiedene Sanddome bei der 52.80! Zum einen gegossene und dann die eckigen wie bei der 8177. Es gab aber auch noch welche die etwas größer als die der 8177. Glaube, das die letzten Maschinen ab ca. 52 8180 oder so so ab der Rekonstruktion geliefert wurden inkl. Gieselflachinjektor. Im laufe der Zeit wurden die Kessel auch untereinander getauscht!

Viele Grüße Sylvio
Moin,
Sylvios Angaben müssten stimmen:
Hier 52 8200 mit noch höherem/größerem Sanddom (wirkt zumindest so)
http://www.reichsbahndampflok.de/blaetter_52_8/52_8200.html

Die Löbauer 52 8080 müsste die Gleichen haben wie 52 8177:
https://osef.de/fahrzeuge/tfz/52-8080-5
Die Löbauer 52 8141 auch so, nun mit Quetschesse:
https://osef.de/fahrzeuge/tfz/52-8141-5

polle
Hallo Sylvio,

vielen Dank für deine kompetente Antwort.
Dass es sogar drei Varianten gibt, ist mir noch nicht aufgefallen.
Eine kleine Horizonterweiterung.
Da gibt es ja noch einiges an Spielraum für weitere Varianten, die im Modell umgesetzt werden können.

Herzliche Grüße Thomas
Hallo Thomas

.. mir sind jetzt auch nur die 3 Varianten an Aufbauten bekannt und ich gehe davon aus, dass kleinere Abweichungen dann auf Nachfertigungen zurückzuführen sind.

Wie bei der 03.0-2 war eigentlich die Rekonstruktion der 52er nicht vorgesehen, denn man hatte für diese, ursprünglich zum Auslauf gedachte Reihe "nur" eine lebensverlängernde Generalreparatur vorgesehen.
Das Unterfangen muss aber ein glatter "Schuss in den Ofen" gewesen sein, denn es gibt Berichte, wo das RAW Stendal von Pfefferkuchen sprach, der den Schlossern zwischen den Fingern durchrieselte. Diese Idee geriet zum Desaster und kostete einen Heidenaufwand in Zeit und Arbeit bis hin zum vollständigen Kesselnachbau.
Jedes Detail, jedes abweichende Bauteil musste ja dennoch am Reissbrett entworfen, im Musterbau begutachtet und abgenommen werden.
Dazu muss man sich vorstellen, dass sich selbst die Tender in so erbärmlichen Zustand befanden, dass noch 1967 von SKET eine Serie neuer Wannentender gebaut werden musste und Niesky die Drehgestelle lieferte, obwohl anderes im Fünfjahrplan stand!

Dazu hatten die eigentlich neuen 50.40 das Abstellgleis mit andauernden Rahmenrissen. für sich entdeckt.
Auch das noch!

An eine damals notwendige, hocheffektive Taktstrassen- Instandsetzung war demnach überhaupt nicht zu denken.

Alles weitere beschreiben die Literaten und Quellen der einschlägigen Eisenbahnverlage.

Fakt ist, dass die 52.8 wieder eine Sparlok und billiger als die 50.35 werden musste, was zur Nachnutzung etlicher Altteile führte und so auch im Initiativbereich der Kollektive hoch prämiert wurde, wenn Material gespart wurde.
Soweit ich gehört und später sogar selbst fotografiert habe (Reaktivierung von Dampfloks wegen Ölkrise), mussten die Bw sogar Altteile mitschicken, die dann dem Schrottkontingent gutgeschrieben wurden und vor allem für ellenlangen Schriftverkehr unter Beteiligung der Parteisekretäre sorgte wenn die Abrechnung mal wieder nicht stimmte und schließlich auch noch andere Loks von der "Maschinenwirtschaft" zugewiesen wurden, als gedacht.

Man könnte abschätzig sagen, es wurde genommen was da war, ....aaaaber in Anbetracht des tatsächlichen Aufwandes auch für die Rekonstruktion, würde ich die Vorgehensweise wegen des erkennbaren Traktionwandels als Verantwortungsbewusst und sparsam bezeichnen.

Fakt ist, dass die 50er anfänglich grundsätzlich neue Aufbauten auf den 50E- Kessel bekam, während das bei der 52.8 eher die Ausnahme war.
Neue Sandkästen gabs also nur dann, wenn nichts Altes da war und man den Prozess dadurch nicht anhalten wollte und nein, .....die Wette geht verloren, wenn jemand meint, dass bloß nicht genügend neue Sandkästen am Lager waren. Es war bei der 52er gewollt und auch ehrlich gesagt auch  sinnvoll.

Fassen wir  zusammen, dass .....vergleichbar vom Aufwand her betrachtet , aus einer Ruhla - Uhr als Kriegslok, eine Wempe als GR und schließlich eine Glashütte - Original wurde.

Hätte Minitrix den Quatsch mit dem 44er Fahrwerk unterlassen, hätte Mtx heute ein Modell, welches in vielen Detailvarianten verkäuflich wäre. Die Sandkästen sind zB gesteckt und könnten somit schon mal getauscht werden. Dass dann der Kessel auch noch aufs Fahrwerk gestaucht und gequetscht werden musste ist bekannt und diese  blöde  Idee wird auch mit phantastischen Preisen nicht besonders  "wertiger".

Nach der wunderschönen Fleischmann - Diva in Form der GR52 mit Quetschesse rennt man sich ja die Hacken ab, auch wenn sie eben nicht immer glücklich vor ihren Zügen daher kommt.

Nun, es ist ärgerlich, welche Strafe diese Baureihe bei den N- Herstellern ausleben muss, denn ...dass aus permanenter Sparsamkeit bis heute tüchtige Museumsloks erhalten geblieben sind zeigt, dass es sinnvoll sein kann, auch mal einen Gang ' runter zu schalten......


Thomas, vielleicht hat mein Auszug aus der Literatur, aus tatsächlichen Berichten und Erlebnissen meinerseits, dir weiter geholfen und vielleicht auch das Verständnis um die 52GR als teurer Vorläufer der Reko 52.8 geschärft.

Gruß Sven



Hallo Sven,

vielen Dank für deine ausführlichen und sehr interessanten Informationen.
Einen Teil der Infos kannte ich schon.
Aber du hast es in einer sehr lebendigen Form dargestellt, die mich immer wieder fasziniert. Man könnte denken, du verdienst dein Geld als Buchautor oder Journalist.

Daumen hoch, herzliche Grüße Thomas
Hier noch einige Beweisfotos😆
..wo ich mir 100% sicher bin, dass sie auch als Negativ existieren.
Gruß Sven


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Hallo,
habe mal versucht, aus einer Fleischmann BR 50 die BR 52 8007 "nachzuempfinden".
Nicht perfekt, ist aber für mich eine Bereicherung in meinem Fuhrpark.

Herzliche Grüße Thomas

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Hallo Thomas,

....jeder Versuch eine eigene Lok, zumal als Rekolok für sich selbst zu entwickeln UND umzusetzen ist alle Ehren wert.

Nicht jeder hat eine Drehbank, sprich geeignetes  Werkzeug und auch nicht die Begabung der besonders filigranen  Feinmechaniker unter uns, also die mit den berühmten goldenen Händen.
Ich habe solche Projekte daher , je älter ich wurde wegen des eigenen Anspruchs, immer öfter zurückgestellt.
Bei mir endete die Initiative bei einer Mtx GR 52 mit Winterverkleidung und offenen Pumpen aus Zeiten als Mtx seine 52.8 Pumpen noch gerne bereitwillig dem geneigten Bastler auf dessen Wunsch hin, wenigstens über den Vertragshändler noch zur Verfügung stellte..

Insofern....gute Idee und für einen Eigenbau und den Stolz etwas eigenes geschaffen zu  haben, wunderbar😏👍

Vielleicht dennoch ein paar Gedanken für Nachbastler, ......aber NUR zum "quatschen", NICHT als Kritik!

Der Rekokessel hat einen größeren Kesseldurchmesser und somit auch Hinterkessel, weswegen die Führerhausvorderwand neu gebaut werden musste und die darin typisch eckigen Fenster gegen die DR-  Einheitseier ersetzt werden mussten.
Weil es ein zwar nie gemessener, aber erheblich leistungsfähigerer und damit  eine Nummer größerer Kessel war, ragt er ja auch gut einen Meter weiter in das Führerhaus hinein und hat damit auch mehr Waschluken.

Auch ich habe es nie vermocht, die alten Flm - Loks von der engen DB - Esse zu befreien.
Die alte Flm 50er war für DB- Verhältnisse damit vorbildgerechter als das Nachfolgemodell, was zeigt, dass ein solches Gehäuse im Falle einer Neukonstruktion später von der Quetschesse (ÖBB/DR) bis zum engen Schlot der DB und auch einen Rekokessel berücksichtigen muß.....nicht "sollte". Das sollte so erfolgen, dass das Chassis der 52er den Rekokessel mit den wechselbaren Sandkästen und Essen gleich mitnutzen kann.

Der Steuerungsträger verrät uns dann aber  auch dass es ursprünglich eine 50er war auch wenn die Pufferbohle einer Mtx 52 er ähnelt.
Man glaubt ja garnicht wie prägend der maßlich passende Kuswa IfS- Vorwärmer gegenüber diesem "Dingens" vom Mtx wirkt!

Weil das so ist und vorbildlich auch der Luftbehälter auf dem Umlauf liegt, aber auch unverkleidete Ausgleicher am Zylinder dargestellt sind,  spielen die oben genannten Dinge eigentlich gar keine Rolle und es entstand eine recht glaubwürdige 52.8 in dem Falle eben mit Gusssandkästen.

Sehr schön, Respekt und danke fürs zeigen.😃

Gruß Sven




Guten Morgen Thomas

Schickes Modell, nur was hast Du denn da so verändert, wären da ein paar weitere Zeilen möglich ?

herzliche Grüße
Jens
Hallo,
zunächst einmal vielen Dank, Sven, für die konstruktiven Hinweise.
Das war mir auch bewusst. Daher habe ich auch "nachempfunden" geschrieben.
Mehr Informationen heute Abend.
Bin gerade unterwegs.
Herzliche Grüße Thomas
Hallo,
jetzt kann ich wieder ordentlich am PC schreiben.
Eigentlich hatte ich den Kauf der sehr preiswerten BR 50 mit Wannentender für ein anderes Projekt geplant. Ich wollte nur den Tender nutzen und ihn mit der BR 52 GR von Fleischmann kuppeln, um ihr mehr Zugkraft zu verleihen. Denn dieser Tender hat drei Achsen angetrieben, eine günstigere Achsverteilung und mehr Gewicht.
Das war etwas Bastelei, weil die Deichselhöhe nicht übereinstimmte. Auch mit der KK Kulisse klappte es nicht wie gewünscht. Die umgebaute 52 GR zog zwar deutlich besser aber bockte ständig rum.
Da hab ich alles wieder rückgebaut.

Dann habe ich überlegt, was ich aus der 50 denn alternativ machen könnte, dass es auch zu meinem Anlagenthema passt,
Die Lok war total verharzt, sodass sich kein Rad drehte. Das war relativ schnell behoben. Alles zerlegt und ordentlich gebadet und gereinigt. So lief sie gut.

Eine 50.35 hätte es auch werden können.
Nur in unserer Region war sie nicht so häufig vertreten.
Aber die 52,80 um so mehr.
Dann fiel mir eben auf, dass sogar eine Bautzener 52.80 diese Sanddome hatte, wie sie auf dem Fleischmannmodell der 50 waren.
Da ist die Idee geboren, eine 52 8007 daraus zu machen.

Sie bekam den Mischvorwärmer und die Wittebleche von Kuswa.
Beim Führerhaus wurden die Dachfenster und die Seitenfenster verschlossen, der Luftkessel angefertigt, die Einspeisung für die Zylinder neu gestaltet und die Pufferbohle seitlich etwas eingekürzt und Peilstangen drauf.
Eigentlich müsste ich noch die Frontlichter erneuern. die sind einfach zu klobig.
Aber da habe ich noch keine wirkliche Idee, weil ich die Lichtfunktion erhalten möchte.
Der Tender hat dann auch noch Licht bekommen.

Und wenn wir schon dabei sind auch noch einen GAM und Decoder.
Bis auf die Laternen bin ich so halbwegs zufrieden, weil sie sich nun auch vor längeren Zügen einsetzen lässt.
Herzliche Grüße Thomas
Hallo,
heute habe ich mal ein kurzes Video gedreht.

https://youtu.be/rD3vvFwid-M?si=aCuHwdaVDo6cc8Fu

Herzliche Grüße Thomas
Hallo Thomas


Danke für die Ausführungen zu dem Projekt.
Mit der Zugkraft ist sie so schon so gut wie am Vorbild

Auf dem Res Wagen sind was für Fahrwerke, welche vom Ello ?


herzliche Grüße Jens
Hallo Jens,
na klar, das sind LO Fahrwerke. Eigentlich müsste ich davon einen Ganzzug bilden.
So sind sie hier regelmäßig gefahren.
Aber leider habe ich auf der Anlage nicht so viel Platz, dass ich das alles verwirklichen kann.
Der Zittauer Modellbahnverein hat einen Ganzzug mit der 52 und den Rest Wagen mit LO Fahrwerken laufen. Ist aber HO.
Herzliche Grüße Thomas
Hallo Thomas.
Bei Fleichmann Loks habe ich öfters die Lichtleiter, die aus der Bohle ragen schmaler gefeilt,dann passen die Loklaternen von Minitrix drüber.
MfG Torsten
Hallo Torsten,
geht das? Das wäre ja eine echt gute Idee.
Herzliche Grüße Thomas


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