1zu160 - Forum



Anzeige:
Spur N Ersatzteile

THEMA: Silikon-Haftreifen - wer kennt so etwas

THEMA: Silikon-Haftreifen - wer kennt so etwas
Startbeitrag
Harald - 27.01.26 22:23
Hallo
ich bin bin auf der Suche nach Haftreifen (Roco Spur N 23220 BR 215), welche nicht so stark haften. KI spricht als Alternative dazu von Silikon-Haftreifen. Bei einem Ebay-Kauf hatte ich schon mal eine Art rutschigen "Haft"- Reifen auf einer Lok.
Weiß jemand, wo man so etwas herbekommt oder selbst macht.? Ich hab auch schon mal mit Schrumpfschlauch etwas versucht. Der ist mit aber zu dünn.
Gruß Harald

Hallo Harald,

Schau mal bei KaModel, da gibt es für fast alles Haftreifen in guter Quallität.
Einfach Rad messen und in der Tabelle auswählen. Lieferung erfolgt innerhalb einer Woche.
https://www.kamodel.com/de/165-auswahl-aus-der-tabelle-aller-hergestellten-typen

Gruß
Matthias
Hallo,

die originalen von Roco sind aus einer glänzenden Folie gestanzt, die sind eher glatt.

Grüße, Peter W
Moin,

wozu brauche ich Haftreifen, die glatt sind?
Ich bräuchte eher welche, die einer Zahnstange ebenbürtig wären.

Klär mich Mal auf!

Danke
Klaus
Moin Klaus,

es ist besser, wenn Haftreifen für ein wenig Schlupf sorgen. Das habe ich festgestellt, als bei einer meiner Loks, die mit fast brachial haftenden Fleischmann-Gummis ausgestattet ist, an einer Steigung mit einem langen Güterzug im Schlepp in einer Kurve das vordere Drehgestell aus dem Gleis gehüpft ist. Und das, obwohl ich die Lok noch zusätzlich beschwert habe.

MfG
Rainer
Hallo Rainer,

was du beschreibst ist das "neue" Fleischmann-Problem, das auf grundsätzlichen Fehlkonstruktionen beruht. Das hatte auch meine damalige 215 von Roco schon, aber die ist eh zu leicht um richtige Züge zu ziehen.
Ich kenne das heute von meiner E94 und der Taigatrommel. Das sind meine beiden Kandidaten. Lok beschweren hilft nur minimal, rutschige Haftreifen machen es auch nicht besser weil die Lok dann halt schleudert.
Das Einzige was hier hilft heißt "Grenzlast verringern", auf deutsch: sich damit abfinden, dass die Lok halt nicht so viel zieht wie im Fall der E94 die dicke Arnold-Schwester oder im Fall der Taigatrommel die hochhaxige Minitrix.

Was bei beiden machbar ist, aber eine saubere Gleislage voraussetzt, ist das Höhenspiel der Drehgestelle vorn unter dem Lokrahmen auf etwas weniger als die Spurkranzhöhe zu begrenzen. Das hilft zumindest das Entgleisen zu vermeiden, könntest du bei deiner 215 auch probieren
Eventuell dann auftretendes Trampeln verhindert es aber auch nicht.

Grüße Torsten
Hallo Torsten,

in meinem Fall handelt es sich um eine Arnold Traxx, die ich auf die Fleischmann-Gummis umgerüstet habe, weil die originalen zu schwach waren.
Diese Haftung ist aber schon extrem und kenne ich von den Fleischmännern so eigentlich nicht, denn normalerweise sind diese schon gut, also viel Grip, aber nicht zu viel.
Kann auch sein, daß sie aus ganz frischer Produktion gekommen sind, mit zunehmendem Alter werden sie dann härter und damit schlüpfriger.

Was bei der Arnold geholfen hat:
ich habe die Haftreifenachse nach ganz vorne verlegt, jetzt zieht sie den schweren Zug souverän die Steigung hoch.

Gruß
Rainer
Hallo Klaus und an die anderen,
Besten Dank erstemal.

Die Roco-Lok ist "Mitglied" von bis zu 4 Fleischmann-Loks gleichen Fahrcharakters in einer analogen Blockschaltung. Wegen der anscheinend härteren Übersetzung ist der Start (kippelig) und der Stop wesentlich aprupter gegenüber den anderen Teammitgliedern. Ein Umbau auf GAM hat die Sache sogar noch verschärft. Jetzt mit nachträglichem Einbau eines Schwungrades ist es ausgeglichener wegen der Trägheit, aber sie ist auch lauter. Schwungrad anscheinend nicht ordentlich ausgewuchtet.

Gruß Harald
Hallo Harald,

die Roco 215 hat doch eigentlich einen geschmeidigen Motor mit Schwungmasse. meine damalige blau beige hatte jedenfalls eine. Und die fuhr meiner Meinung nach weicher als so manche Fleischmann-Lok damals, die alle noch keine Schwungmasse hatten. Wie auch immer, das ändert jetzt nichts an deinem Problem, bei dem ich dir leider auch nicht mehr weiter helfen kann... aber, siehe harald. Vielleicht hilft es bei deiner Lok auch mal mit der Anordnung der Haftreifen zu spielen, links, recht, vorn, hinten. Vielleicht auch, wenn du nur in einer Richtung fährst,, vorn und hinten unterschiedlich. Einfach probieren.

@ Harald, sorry, ich hatte deinen Beitrag zu den Fleischmannloks gelesen, dann wieder in #1 und mich geundert, dass dass es da um Roco geht. naja, gilt ja für alle

Grüße Torsten
Guten Tag ins Forum,

ein unerschöpfliches Thema, welches nicht ganz einfach zu beantworten ist:

Zum Thema Silikon: Hier sehe ich keinen Vorteil für den Einsatz als Haftreifen.

Bei >rutschiger Haftreifen< denke ich an - lange Einsatzzeit - sprich verglättete Oberfläche.

Gespräche in den vergangenen Jahren auf der Modellbaumesse in Friedrichshafen waren leider nicht sehr aufschlussreich, was die Gummimischungen bzw. die jeweiligen Basispolymere anbelangt. Lediglich bei Märklin bekam ich die Auskunft, dass die Beständigkeit gegen eingesetzte Reinigungsmittel geprüft wird, für mich persönlich auch das wichtigste Kriterium.

Um einen kleinen Überblick über mögliche Gummimischungen zu geben, habe ich eine vereinfachte Aufstellung erstellt:

Synthetische Kautschuke:
Diese synthetischen Mischungen sind in der Regel widerstandsfähiger gegen Verschleiß und Umwelteinflüsse als reiner Naturkautschuk.

Naturkautschuk: Bei älteren Modellen wurde auch Naturkautschuk verwendet, der jedoch mit der Zeit aushärten und rissig werden kann.

Spezial-Polymere: Einige Hersteller setzen auf eigens entwickelte Spezialmischungen, die besondere Eigenschaften wie hohe Elastizität und Beständigkeit gegen Öle und Chemikalien aufweisen, um eine lange Lebensdauer zu gewährleisten.

Persönlich glaube ich, dass hauptsächlich Naturkautschuk bzw. synthetischer Kautschuk zum Einsatz kommt, da hier die Beständigkeit gegen die zum Einsatz kommenden Reinigungsmittel gegeben ist.

Das Thema: Traction Tire Haftreifen: Welches von einem amerikanischen Unternehmen, als mit einer speziellen "Quantum-Gummi Technologie" angeboten wird, die in Tests durch besonders guten Grip bewertet wird.

Hier wären wir vermutlich beim Thema Spezial-Polymere, hier können aber eventuelle Anwender mehr dazu berichten.

Ich würde dieses aber nicht überbewerten. Etwas Aushärten und eine Oberflächenverglättung wird bei Allen im Laufe der Zeit einsetzen und dann muss halt je nach Lok-Type entsprechend gewechselt werden.

Grüße vom Bodensee

Hubi

Hallo zusammen,

wie schon berichtet hatte meine Fleischmann BR 23 Probleme beim Wendel mit 2,2% Steigung.
Ein Besuch bei Herrn Jörger löste das Problem. Er schnitt mir aus Silikonschlauch passende Ringe ab.
Jetzt fährt die Lok den Wendel mit 6 Umbauwagen hoch. Vorher schaffte sie das nicht mit drei Wagen.

Viele Grüße
Enrico
Hallo,

unterschiedliche (Grund)Materialien und Mischungen, damit unterschiedliche natürliche Alterung wurden bereits angeführt.

Letzteres wird potentiell dadurch verschärft, womit gereinigt wird. Roco Rubber dürfte neutral sein. Aber die Spanne der Flüssigkeiten von Isopropanol bis Bremsenreiniger lässt unterschiedlich altern, spröde werden oder auch nicht. Mancher graphitiert auch, da habe ich keinerlei Vorstellung, wie das mit den Haftreifenmaterialien reagiert.

Um bei vorhandenen = gegebenen Haftreifen, die Haftung zu reduzieren, denke ich an meine slotracing-Zeit zurück: die Hinterreifen mögen ordentlich haften (Achtung: auch da kann es zu viel werden = Kippefffekte, denen man ggf. mit Gewichtstrimmungen begegnen kann, was wir hier nicht können), die nicht angetriebenen Vorderreifen aber nicht (und auch nicht in der Luft schweben ). Dort werden die Vorderreifen dann mit Nagellack überstrichen. Dort kann man ggf. auf der Reifenschleifmaschine "Unwuchten" des ungleichmäßigen Aufbringens wieder korrigieren. Beim Haftreifen in N stelle ich mir das schwierig vor. Von daher würde ich den Nagellack verdünnen. wimre ist der einschlägige Nagellackverdünner in teuren kleinen Dosen nicht viel anders als das Aceton, das im Baumarkt des geringsten Vertrauens für den gleichen Gebindepreis in 1.000 statt 30 ml. erstanden werden kann.

LG

Michael


Nur registrierte und eingeloggte User können Antworten schreiben.
Einloggen ->

Noch nicht registriert? Hier können Sie Ihren kostenlosen Account anlegen: Neuer N-Liste Account





Zum Seitenanfang

© by 1zu160.net;