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THEMA: Gretchenfrage - Oberleitung ja / nein ?

THEMA: Gretchenfrage - Oberleitung ja / nein ?
Startbeitrag
Jan72 - 05.01.26 19:15
Hallo zusammen,

kürzlich wurde auf dem Youtube-Kanal von Jörg "1_87-enthusiast" die Frage erörtert, ob man eine Oberleitung bauen oder darauf verzichten sollte.

https://www.youtube.com/watch?v=6XeOLeZOEKo

Jörg unterscheidet 5 Typen von Modellbahnern:

1. Der Pragmatiker - Kein Oberleitung, E-Loks fahren abgebügelt
2. Der Purist - Keine Oberleitung, keine E-Loks
3. Der Kompromissbereite - Oberleitung, E-Loks fahren aber abgebügelt
4. Der Vorbildgerechte - Oberleitung, E-Loks fahren vorbildgerecht mit angepresstem Pantographen
5. Der Täuscher - Oberleitung, E-Loks fahren mit abgehängtem Pantographen

Ich ergänze noch:

6. Der Täuscher II - Nur Oberleitungs-Masten, ggf. Querausleger, kein Fahrdraht

Ich selbst habe das "Modellbahnhandwerk" mal in einem H0-Modellbahnclub gelernt, dort war es "Ehrensache", dass E-Loks niemals ohne Oberleitung oder ohne angelegten Pantographen fahren.

In Spur N ist mir jedoch eine betriebsfähige Oberleitung ("4. Der Vorbildgerechte") mit der Viessmann-Oberleitung nicht gelungen. Somit zähle ich mich nun zur Täuscher-Fraktion. Mit durchsichtigem Anglerfaden habe ich bisher fast alle Pantographen irgendwie gebändigt gekriegt, und die Viessmann-Oberleitung finde ich optisch sehr gelungen.

Wie seht ihr das? Welcher Typ von Modellbahner seid ihr?

Ich freue mich auf eure Meinungen.

Beste Grüße,

Jan



Zitat - Antwort-Nr.: 0 | Name: Jan72

Jörg unterscheidet 5 Typen von Modellbahnern:



Da fehlt 7.: Der Schizophrene - "Ohne Oberleitung ist es Realitäts-fern"
(ziert aber seine Schwellen mit Mittelakne)

VG Freetrack
War erst 4, dann 3, jetzt 6,,,  

LG Mike
Dazu gibt es gefühlt 1000 Threads und Umfragen, da ist Hinweis auf die Suchfunktion durchaus gerechtfertigt.

Gruß Andreas
Hallo,,

Da gibt es noch den "Bequemen", der behauptet, alle seine E-Loks seien mit starken Batterien ausgestattet, die in den oberleitungslosen Abschnitten der Lok den Strom zum Fahren liefern.

Grüße
Ingo (F.)
Moin,

es fehlt der "Pragmatiker II":

Nämlich "aufgebügelt ohne Oberleitung".

Denn abgebügelt fahrende E-Loks schauen einfach total bescheiden aus (Hybride natürlich ausgenommen).

Ich denke mir schlicht & einfach meine Oberleitung, denn ich will keine klobigen Bauteile, und erspare mir nebenbei viel nervtötendes Gefummel und Ärger.

Mein Vater besaß überall voll funktionsfähige Oberleitung in HO - das ging noch; doch in 1:160 tue ich mir das schlicht nicht an - da bin ich zu sehr Genussmensch.

Denn Moba dient mir zur Entspannung.

Grundsätzlich: Die Frage ist - auch hier im Forum - so alt wie die Frage, ob denn nun Grün oder Blau die schönere Farbe sei.
Und dann kommt auf der grünen Alpwiese unter azurblauem Himmel liegend auch noch so ein gelber Schmetterling dahergeflattert ...

Beste Grüße, Norrskenet
Bei der Modellbahn sind auch die Dampfloks E-Loks

Ansonsten stimme ich ausdrücklich denen zu, die darauf hinweisen, dass wir dieses Thema schon mehrmals und öfter hatten ...

Gruß

Frank
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Dampfloks E-Loks



.. und auch Dampfloks dampfen selten.

Fehlt noch die Möglichkeit: aufgebügelt fahren, ohne daß die Schleifstücke den Fahrdraht berühren.

Grüße Michael Peters
Ich bin zur Zeit die 6.
Habe die Masten der DRG von N-Train gesetzt und als Kompromiss die Quertragwerke von Sommerfeld mit Masten.
Ich werde mir mal eine Elok aussuchen und probieren mit festgestellten Pantograpfen.
Das wird aber noch dauern. Bis dahin fahren Sie abgebügelt.

Gruß Ringi
Ich bin ein überzeugter Fan der Kato-Stromabnehmer. Plastikteile zwar, aber in jeder beliebigen Höhe aufstellbar. Man könnte seine gespannte Oberleitung mit einem so ausgerüsteten Fahrzeug "abtasten" und den niedrigsten Punkt als Norm ermitteln. Darauf angepasst würden die Stromabnehmer N-optisch aus normaler Betriebsbeobachterdistanz sehr schön unter gespanntem Fahrdraht unterwegs sein. Und da bleiben die tatsächlich auch, es sackt nichts in sich zusammen. Auch braucht man keine Nylonfäden spannen. Abgerüstet liegen die Bügel sehr flach auf, keine voluminösen oder leicht deformierten Ungeheuer wie bei verschiedenen Verwandten aus Metall.

Gäbe es passende Tauschteile (Einholm wie auch Schere) für gängige Lokomotiven, ich würde von der 101 bis zur 193 und bis zum ICE 1 (den ich noch nicht habe) wohl alles umrüsten. Gehobene Stromabnehmer ohne jeden Fahrdraht, aber mir reicht das.

Ich kann leider keine Kleinteile wie O-Masten, Bäume oder Signale aufstellen, weil ich meine Bahn immer mal wieder hochkant an die Wand klappen muß, um dort ein Gästedoppelbett aufstellen zu können. Solche Teile würden mir immer wieder abbrechen. Eloks ohne gehobene Stromabnehmer wirken auf mich dennoch seltsam.

Gruß
Olaf

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Hallo n-bahnfreunde,

ich bin einer der Fraktion Nr. 2. keine Oberleitung keine E-Loks.
Lässt sich alles leichter reingen und es gibt genug andere Lok´s.
Dampf und Diesel die genügen mir halt, bei den Amerikanern
fahren auch meist Dampf und Diesel.

Gruß n-bahnhermann
Hallo FreuNde,

ich stimme den Ausführungen in #5 überwiegend zu und finde mich in der Auflistung von #0 gleich an erster Stelle als Pragmatiker wieder. Bei allem Respekt für die Realität geht mir die Modell-Betriebssicherheit klar vor puristischer oder getäuschter Vorbildtreue.

Den Modellbahnern aller "Typen" ein gutes neues Jahr wünscht
Wolfgang (der erstmal wieder neu aufbauen muss)
Hallo Freetrak!
Deine Mittelschwellenakne finde ich super, habe mich kringelig gelacht πŸ˜†πŸ˜…πŸ€£πŸ™ƒ
VG und gutes neues Jahr
Sönke
Ich bin Michael Peters Fan und  demnach Typ#7
πŸ˜†πŸ‘ŒSven
Ich überlege ernsthaft, hauptsächlich Dampf und Dieselloks zu fahren (und dann auf der Anlage eher die gute alte Zeit - noch etwas verklärt nach zu stellen), weil Oberleitung einfach unpraktisch auf meiner Modellanlage ist. Das sind klappbare Module, da geht sowas feines schnell kaputt und unter einer Oberleitung ist alles immer schwieriger. Vielleicht gibt es dann eine neu gebaute ICE Strecke mit Oberleitung oder eine alte elektrifizierte Nebenstrecke. Ansonsten dürfen halt wie als Kind die E Loks auch mal so fahren. Das ist ja der Vorteil, bei uns fährt es, nicht trotzt, sondern weil wir einen Oberleitungsschaden haben.

Gruss,
Steffen
Hallo,

ich hatte auf meiner letzten Anlage eine funktionsfähige Oberleitung von Sommerfeldt verbaut und meine Loks fuhren aufgebügelt. Das funktionierte soweit.

Der Sommerfeldt Fahrdraht ist imho zu dick und es war ein ganz schönes Gefrickel, auch Weichenstraßen zuverlässig mit dem Fahrdraht zu überspannen. Temperaturänderungen von einigen Grad machten sich insbesondere auf Geraden mit größeren Mastabständen bemerkbar, da sich der Fahrdraht hier und da schon mal S-förmig verbogen hat. Sowas passiert halt, wenn der Fahrdraht an den Mastauslegern verlötet wird. In Kurven bog sich der Fahrdraht schon mal. Das sah nicht unbedingt schön aus.

Ich werde jedenfalls beim nächsten Mal keine funktionsfähige Oberleitung mehr installieren. Der Fahrdraht wird durch einen gespannten Nylonfaden ersetzt und die E-Loks werden mit abgespannten Pantos betrieben.

Und bei meinem aktuellen Nebenbahnthema in Epoche IIIa ist Oberleitung kein Thema.

LG
Roland  
Guten Morgen!

Ich würde mich zur Gruppe 4 zählen, wobei die eigentlich noch einmal unterteilt werden müßte:
4a Oberleitung ohne elektrische Funktion, E-Loks fahren vorbildgerecht mit angepresstem Pantographen
4b Oberleitung mit elektrischer Funktion, E-Loks fahren vorbildgerecht mit angepresstem Pantographen

In dieser Unterteilung würde ich zur Gruppe 4b gehören. Ich habe schon vor über 40 Jahren meine Anlage mit der Sommerfeldt-Oberleitung ausgestattet und möchte die nicht missen. Ich weiß, die Fahrdrähte sind maßstäblich viel zu dick. Aber das stört mich nicht. So ein mit Quertragwerken überspannter Bahnhof sieht einfach klasse aus. Auch nach der Umstellung auf Digitalbetrieb betreibe ich die funktionstüchtige Oberleitung weiter. Sicher, das wäre nicht nötig, aber was ist schon "nötig"?

Herzliche Grüße
Elmar
Moin zusammen,

auch wenn die Diskussion schon zigfach geführt wurde, für mich gibt es nur Stromabnehmer am Fahrdraht. Bin also Typ 4.
Analog hatte ich den Fahrdraht auch zusätzlich zur Stromabufnahme genutzt. Die Loks mussten dann nur in der richttigen Richtung fahren, sonst gab es einen Kurzen.

Dazu nutze ich bewusst die alte Vollmer Oberleitung, da die sehr robust ist.

Bei Märklin faszinieren mich übrigens immmer die gebogenen Fahrdrähte .

Gruß
Jürgen


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