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THEMA: Piko alte Güterwagen - Welche Achsen zum Tausch ?

THEMA: Piko alte Güterwagen - Welche Achsen zum Tausch ?
Startbeitrag
JoJoZug - 05.01.26 17:17
Hallo Forum,
ich hab etliche alte Güterwagen aus DDR Beständen. Ich muss die Radsätze tauschen, da die Wagen sehr schlecht laufen und eiern. Ich hab mal ein paar Achsen gemessen - Spitze zu Spitze zwischen 15,01mm und 15,3mm,
Könnten die Minitrix 66646 gehen ? Achslänge 15,4mm. Aus Ployamid. Ich brauche kein Strom.
Viele Wagen haben einen Blechboden mit Blechlager, das könnte man etwas aufbiegen oder leicht mit einem spitzen Fräser aufweiten - denke ich mir.
Einige Wagen sind aber ohne Blechboden , und haben nur Plastelager. Die könnte man ja auch auffräsen.
Bei modellbahnradsatz.de gibt es ja auch eine gute Auswahl.
Habt ihr Erfahrung, welche Radsätze gut passen ?

Grüße Thomas

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Hallo Thomas,

da mal suchen:
https://www.modellbahnradsatz.de/shop/n-radsatz/

Grüße Michael Peters
Moin,
hatte mit 5,6/15,2 nur geringe Sorgen bei Güterwagen, allerdings je nach Serie der Wagen sind Abweichungen möglich.
Mit Metalllagern kann man zurechtbiegen, bei Plastik evtl. etwas die Lagerung aufbohren.

Konnte damit problemlos Ganzzüge mit 40-60 Achsen fahren, nach Tausch. Eiern null. Hatte mal 22 2a-Kesselwagen, sah lustig aus.
polle

Edit: Schade, dass der Chef schon lange verstorben ist, war n netter Kauz, kannte ihn auch persönlich. Seien wir froh, dass
das seine Tochter weiterführt.
Hallo,.

es kommt darauf an.   Je nach Bauart (mit/ohne Drehgestelle) und Hersteller sind die Achslängen unterschiedlich.  Bei manchen Exemplaren sind auch schon mal die Kunststoff Achshalter verbogen, da wären zwei verschiedene Längen an einem Wagen nötig gewesen. Ich habe das betroffene Fahrgestell mit kochendem Wasser übergossen und ausgerichtet.

Einmal habe ich Minitrix und einmal Fleischmann Achsen eingebaut, beide Standard Metallradsätze. Mit den Lagern hatte ich wohl Glück,  beide Waggons laufen nun einwandfrei. Plastikräder benutze ich eigentlich nicht mehr.

Grüße,  Peter W

Schau doch mal bei Thomschke Achsen rein. Den richtigen Link habe ich leider nicht
Gruß elber
Moin,
#4: der Link in #1 ist Thomschke.

Thomas, versuche erst ob Radsätze aus Fleischmann Güterwagen passen - denn, ich kaufte Thomschke Radsätze und das Ergebnis war entäuschend (wie gebremst).  Fleischmann Radsätze waren aber genau richtig. Die gekauften Thomschke Radsätze waren aber perfekt in den Fleischmann Wagen.   Erklären konnte ich das nicht.

cheers,
Norman.
Hallo Norman,

es kommt ja nicht nur auf das Spitzenmaß an. Die Radsätze unterscheiden sich auch durch die Achsspitzen. Laut NEM sollte dieser Spitzenwinkel bei den Radsätzen 55° betragen. Thomschke hat die Achsspitzen seit einiger Zeit mit einem Radius ausgestattet - früher waren die Radsätze von Thomschke ohne bzw. mit  einen kaum vorhandene Radius. Die Achsen von Fleischmann sind noch immer spitzförmig.
Ähnlich sieht es auch bei den Achsaufnahmen aus. Hier gibt es verschiedene Spitzenwinkel zwischen 60° und 75°.

https://www.morop.eu/downloads/nem/de/nem314_d.pdf

Frau Thomschke begründet die neue Radsatz-Form mit Radien mit Kundenbeschwerden wegen zu spitzer Achsen und daraus resultierenden Folgeschäden an den Wagen.

Die aktuellen Thomsche Radsätze sind aus meiner Sicht je nach verwendeten Fahrzeuge teilweise gut nutzbar aber auch teilweise völlig unbrauchbar. Hierdurch sind schon Versuche mit dem Tieferlegen von Wagen mit Thomschke Achsen mit kleineren Ø gescheitert

Grüße
Markus
Hallo,

@Norman,

nicht nur bei Fleischmann, auch Minitrix Y-Wagen, die schlimmsten waren im Städte-Express, leben mit Thomschke Radsätze quasi voll auf. Deren nicht ganz so perfekte Radsätze eignen sich aber immer noch super für alte Piko-Wagen. Seltsamerweise laufen die mit den eiernden minitrix Radsätzen auch noch ruhig.
Man muss einfach mal probieren was wo gut geht.

die alten Piko Radsätze wie in #1 kann man aber getrost beiseite legen, wenn man sie nicht wegwerfen will... für meinen Geschmack eignen die sich nicht mal als Deco.

Grüße Torsten
Hallo Zusammen,

die Piko-Aluradsätze eigenen sich für H0-Bahnen ganz hervorragend als Lampenschirme.
Passende LED ins Loch, Mast dazu, fertig!.... wahlweise mit Krempe unten oder oben und je nach Wahl etwas Farbe dazu.. Ich habe eine größere Menge mal davon gemacht und sie sind für den Modellbahner mit mittlerem bis einfachen Anspruch eine wirklich optimale Lösung.

Zur Sache:
Unlängst hatten wir das Thema Piko-Radsätze ja schon mal und es wäre schon toll, wenn irgend eine KI mal eines Tages bestimmte Themen einsammelt und solche Fäden dann insbesondere der Aktualisierung alter Erkenntnisse dienen.
Es gibt sehr wohl runde Piko-Radsätze, nur sind die eben aus oberflächenveredeltem Eisen und waren in den Exportversionen verbaut, bis ab den 80igern diese Vollplasteräder verwendet wurden, die zwar auch rund, aber eben auch Schmutzempfindlich und demnach schlecht rollend waren.
Wie man die echten Eisenräder erkennt hatte ich gezeigt und beschrieben.

Die Radsätze von https://www.modellbahnradsatz.de/shop/n-radsat...er-modelle-von-piko/ haben nach meinen Informationen nicht mehr diese Rundung, es kann aber auch sein, dass ich nie andere hatte.
Auf jeden Fall ist der Hersteller eine zuverlässige Adresse und bezahlbar sind die Radsätze auch, wenngleich eben 40 Räder gerade für 10 Drehgestellwagen reichen und 50 Euro einfach weg sind.
Die 15,2mm für Piko-Alt sind jedoch für viele Wagen zwingend erforderlich, da Mtx eben mit 15,4mm Abstand klemmen kann. Damit erklärt sich auch, warum Piko-Ersatzräder in Mtx-Wagen gut laufen, da sie eben mehr Spiel haben.

Welche Wagen benötigen ....
Die 6,2er Räder:

Alle Drehgestellwagen, wie der Kühlwagen, die Kohle - OOT, die Kesselwagen zz und auch der Rungenflachwagen.
Weil sie Plastelagerungen haben, gehen die Minitrix 15,4mm grundsätzlich nicht!
Optisch wirken die Hobbywagen (gedeckt,offen,Kessel) mit dem Einheitsfahrgestell und der Blechhalterung nur mit 6,2er Rädern. Da sie sehr hochbeinig sind könnte man auch 5,6er Räder nehmen, aber insgesamt wirkt das nicht, da sie ja ungebremst sind.

Die 5,6er Räder:
Grundsätzlich hatte Piko/Schicht für die Y-Wagen 5,6er Räder verbaut. Ohne Lichteinsatz hat es sie aber auch mit den Alurädern gegeben. Trotzdem: Mit neuen 5,6er Rädern sind diese Wagen in der beleuchteten Version nicht bremsen, rollen wunderbar (da keine Schleifer erforderlich) und flackern auch nicht mehr. HIer muss man auf die Polung achten, insoweit einseitig isolierte Radsätze verwendet werden
Das gilt auch für die Doppelstockeinheit, wo 6,2er den Zug seltsam hochbeinig wirken lassen.
Auch die Fa. Stein KG (später Leipziger Modellbau, FAMOS, Prefo, Perfecta) hatte ursprünglich für ihre Fahrzeuge das Maß 5,6 vorgesehen, wenngleich eben aus Plaste, welches gerade beim Pikogleis jedes Krümel magisch anzog.
Die Produkte von Stein im Vertrieb von Piko umfassten:
Alle Donnerbüchsen, die CSa95 alle offenen Güterwagen außer "Ital.Bauart" und die Zementsolowagen. Letztere gewinnen optisch durch die Umrüstung auf 5,6 unheimlich und sind überhaupt erst dann mit ihren Kupplungen auf "Normalniveau". Die offenen Güterwagen rollen überhaupt nur mit 15,2 zwar nicht berühmt, aber trotzdem deutlich besser.. Auch beim CSa 95 muss man auf die Polung achten, da die Metalllagerungen mit dem Gewicht quasi auf Kurzschluss geschaltet , dafür aber theoretisch auch beleuchtbar sind.
Der im #1 Foto rechts gezeigte Stückgut/Packwagen stammt aus der Entwicklung von Schicht und muss demnach ebenso mit 5,6mm/15,2mm betrieben werden, da er relativ dünne Wangen hat.

Zum Gleis:
Wenn auf 5,6mm umgerüstet wird, kann es bei den Pikoweichen zum Auflaufen der Wangen/Lager/wie auch immer.... auf die Zunge kommen und der Wagen in die Weiche im Bereich des Herzstücks quasi hineinfallen . Dies betrifft die metallgelagerten Zementsilo - und die Y-Wagen, aber auch den Packwagen.  Die Y-Wagen können sich über den Drehgestellbolzen verklemmen und  die verklemmten Drehgestelle in Folge Kurzschluss schmelzen. Das kann bei Verwendung des FZ1 final auch zum lokalen Brand führen bis das Gerät dann ausgelöst hat. Zementsilowagen und Packwagen laufen auf und verklemmen.
Die Zementsolos könnten ebenfalls einen Kurzschluss verursachen. Erlebt habe ich das im Gegensatz zu den Y-Wagen jedoch nicht.
Insofern warne ich vor der Verwendung von Pikogleis allgemein und im Speziellen, .....
Wenn es schon das Gleis aus Nostalgiegründen sein muss, dann sollte die Verwendung von Radsätzen 5,6mm unterbleiben .

Gruß Sven


Hi Sven,

danke für deine komplexen Ausführungen, das hilft bestimmt vielen die richtigen Radsätze für die Piko-Schätze, und da gibt es schon noch ein paar, zu finden.

Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Es gibt sehr wohl runde Piko-Radsätze, nur sind die eben aus oberflächenveredeltem Eisen und waren in den Exportversionen verbaut



Jo, die Räder waren rund aber die isolierten Räder saßen auf diesen roten Plastebuchsen und das meist nicht gerade. Die Räder schön rund, die Achse eierte trotzdem... und die gingen nicht nur in den Export. Ich habe Mitte der 80er mal eine Suchanzeige in der Lokalzeitung geschaltet und konnte so doch recht viel zusammen sammeln. Da waren viele Y noch in der Polystyrolschachtel verpackt, die hatten diese schwarzen Eisenräder, alle haben geeiert und damit schüttelten sich die Wagen wie verrückt. Aber die Konstruktion der Drehgestelle von Schicht war damals schon genial, hat das ein anderer deutscher Hersteller eigentlich schon mal kopiert?

Grüße Torsten
Hallo in die Runde,
da sind ja jetzt doch einige interessante Anmerkungen gekommen, Besten Dank Sven und alle anderen.
Ich hab jetzt einige Achsen probiert, die von Minitrix scheinen gut zu gehen.  Aber wirklich jeder Wagen ist anders.
Man muss jedesmal probieren, ob es passt und wie die dann laufen. Eventuell auch Achsaufnahmen nacharbeiten.
Die Idee mit den Lampenschirmen find ich gut. Da könnte ich auch einige basteln.

Grüße Thomas
Die 2achser von Piko kenne ich allerdings auch mit Vollplaste-Räder. Allerdings sind die Spitzen gerne verschlissen. Wo es ging, hatte ich mir die Räder mit den Metallachsen besorgt. Dann sind diese, zumindest auf PIKO-Gleis gelaufen. Bei KATO-Gleis eiern diese.


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