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THEMA: Österreich: Koralmbahn geht in Vollbetrieb
THEMA: Österreich: Koralmbahn geht in Vollbetrieb
Nimbi - 10.12.25 12:20
"Mit dem Fahrplanwechsel der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) 2026 startet am Sonntag der reguläre Betrieb auf der Koralmbahn zwischen Graz und Klagenfurt. Die Eröffnung findet am Freitag statt. Herzstück ist der knapp 33 Kilometer lange Koralmtunnel zwischen der Weststeiermark und dem Kärntner Lavanttal, der längste Eisenbahntunnel Österreichs. Mehr als 25 Jahre wurde gebaut, saniert und umgebaut."
Bericht mit interessanter Information und Bildern:
https://orf.at/stories/3406165/
Die Verbindung Wien-Graz durch den neuen Semmering-Basistunnel dauert noch etwas, voraussichtlich bis 2030:
https://orf.at/stories/3398923/
LG Georg
Bericht mit interessanter Information und Bildern:
https://orf.at/stories/3406165/
Die Verbindung Wien-Graz durch den neuen Semmering-Basistunnel dauert noch etwas, voraussichtlich bis 2030:
https://orf.at/stories/3398923/
LG Georg
Beitrag editiert am 10. 12. 2025 15:06.
Hallo.
Danke für den Faden, Nimbi, sehr interessant.
Was mir sofort auffällt: Schallschutzmauern auf Brücken.
Wofür noch Fenster in den Zügen, wenn allerorts, sogar auf Brücken, die Trassen mit Mauern eingepfercht werden.
Und mit dem einmauern ist die ÖBB weit vor DB.
Schöne Aussichten, Epoche VI.
Ansonsten begeistern mich neue Trassen immer wieder, egal wo.
Und 27 Jahren ist doch ein Klacks gemessen an diesem Tunnel.
N-Gruß
Chris
Danke für den Faden, Nimbi, sehr interessant.
Was mir sofort auffällt: Schallschutzmauern auf Brücken.
Wofür noch Fenster in den Zügen, wenn allerorts, sogar auf Brücken, die Trassen mit Mauern eingepfercht werden.
Und mit dem einmauern ist die ÖBB weit vor DB.
Schöne Aussichten, Epoche VI.
Ansonsten begeistern mich neue Trassen immer wieder, egal wo.
Und 27 Jahren ist doch ein Klacks gemessen an diesem Tunnel.
N-Gruß
Chris
Hallo Georg!
Auch von mir Danke für den Thread! Ja, in AT herrscht gerade ein großer Hype um den Koralmtunnel und er wird sicher viele Vorteile bringen, und pendeln von Kärnten in die Steiermark und umgekehrt wird künftig fahrtechnisch viel einfacher.
Aber eine Falle für die künftigen Pendler wird gerne verschwiegen: Pendler, die sich künftig ein Klimaticket für die Steiermark und eines für Kärnten zulegen, kaufen entweder eines für ganz Österreich, oder sie müssen für die Fahrt durch den Tunnel extra bezahlen, weil beide regionalen Klimatickets nicht im Tunnel gelten. Typisch Tarokanien (c) Fritz von Herzmanovsky-Orlando.
Gruß
Boris
Auch von mir Danke für den Thread! Ja, in AT herrscht gerade ein großer Hype um den Koralmtunnel und er wird sicher viele Vorteile bringen, und pendeln von Kärnten in die Steiermark und umgekehrt wird künftig fahrtechnisch viel einfacher.
Aber eine Falle für die künftigen Pendler wird gerne verschwiegen: Pendler, die sich künftig ein Klimaticket für die Steiermark und eines für Kärnten zulegen, kaufen entweder eines für ganz Österreich, oder sie müssen für die Fahrt durch den Tunnel extra bezahlen, weil beide regionalen Klimatickets nicht im Tunnel gelten. Typisch Tarokanien (c) Fritz von Herzmanovsky-Orlando.
Gruß
Boris
@Chris: "Und mit dem einmauern ist die ÖBB weit vor DB."
Ja. Generell in Österreich. Lärmschutzwände bei Bahn und Straße. Unter einer früheren Regierung wurden vor einigen Jahren die Lärmgrenzwerte "nur um wenige db" herabgesetzt. Sehr zur Freude einiger regierungsnaher Unternehmen, die daraufhin auf Steuerzahlerkosten im ganzen Land zusätzliche Lärmschutzwände in enormer Länge liefern und montieren durften. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.
Straße:
AT:
* "Das österreichische Autobahn- und Schnellstraßennetz (ASFINAG-Netz) umfasst rund 2.266 Kilometer"
* "Insgesamt gibt es entlang der österreichischen Autobahnen und Schnellstraßen knapp 5 Quadratkilometer Lärmschutzwände. Dies entspricht einer Länge von 1.400 Kilometern. Im europäischen Vergleich liegt Österreich sowohl bei den Grenzwerten als auch bei den Schutzmaßnahmen an der Spitze."
DE
* Autobahnetz: ca. 13.200 km
* Lärmschutzwände an Bundesfernstraßen: 2.576,08 km (2022)
Bahn:
finde auf die Schnelle die Zahlen nicht, nehme aber an, dass das Verhältnis AT zu DE wohl so ähnlich ist wie bei den Straßen.
Ausblick auf die Landschaft gibt es allenfalls noch im Oberdeck von Dosto-Wagen. Aber im Tunnel hilft das auch nichts.
LG Georg
Ja. Generell in Österreich. Lärmschutzwände bei Bahn und Straße. Unter einer früheren Regierung wurden vor einigen Jahren die Lärmgrenzwerte "nur um wenige db" herabgesetzt. Sehr zur Freude einiger regierungsnaher Unternehmen, die daraufhin auf Steuerzahlerkosten im ganzen Land zusätzliche Lärmschutzwände in enormer Länge liefern und montieren durften. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.
Straße:
AT:
* "Das österreichische Autobahn- und Schnellstraßennetz (ASFINAG-Netz) umfasst rund 2.266 Kilometer"
* "Insgesamt gibt es entlang der österreichischen Autobahnen und Schnellstraßen knapp 5 Quadratkilometer Lärmschutzwände. Dies entspricht einer Länge von 1.400 Kilometern. Im europäischen Vergleich liegt Österreich sowohl bei den Grenzwerten als auch bei den Schutzmaßnahmen an der Spitze."
DE
* Autobahnetz: ca. 13.200 km
* Lärmschutzwände an Bundesfernstraßen: 2.576,08 km (2022)
Bahn:
finde auf die Schnelle die Zahlen nicht, nehme aber an, dass das Verhältnis AT zu DE wohl so ähnlich ist wie bei den Straßen.
Ausblick auf die Landschaft gibt es allenfalls noch im Oberdeck von Dosto-Wagen. Aber im Tunnel hilft das auch nichts.
LG Georg
Beitrag editiert am 10. 12. 2025 15:35.
Phils-Miniaturwelt - 10.12.25 15:25
Hallo, die neue Koralmbahn ist sicher ein Meilenstein auf der baltisch-adriatischen Achse und hat Auswirkungen auf das überregionale Fahrplangefüge ab dem 14.12.. Selbst bei mir in der Obersteiermark nehme ich positive Auswirkungen wohlwollend zur Kenntnis, zumal die S-Bahnen von Leibnitz über Graz und Bruck/Mur bis nach Mürzzuschlag durchgebunden werden (und umgekehrt). Damit ergeben sich zeitgemäße Umsteigezeiten von nur 5min in Mürzzuschlag auf die RJ Richtung Wien - eine längst überfällige Fahrplanverbesserung. Ansonsten heißt es noch auf den Vollausbau des Semmering-Basistunnels (SBT) bis Dezember 2030 warten, dann wird es die nächste spürbare Fahrzeitverkürzung geben. Leider bleiben in der Steiermark darüber hinaus noch weitere Flaschenhälse wie z. B. das Murtal zwischen Bruck/Mur und Graz sowie einzelne Abschnitte im Mürztal mit Vmax 90km/h. Hier wird es vor 2040 keine Trassenverbesserungen mehr geben (wenn überhaupt, bei der Budgetlage). Interessant wird auch das Engagement der privaten Westbahn, welche mit den Stadler Smile-Zügen ab März 2026 Wien-Villach bedient und nach Fertigstellung des SBT auf Dosto umstellen wird. Damit wird die Qualität und das Angebot auf der Südstrecke deutlich angehoben.
Hier noch der Link zu Stadler:
https://www.stadlerrail.com/de/medien/medienmit...uege-an-die-westbahn
Beste Grüße, Phil
Hier noch der Link zu Stadler:
https://www.stadlerrail.com/de/medien/medienmit...uege-an-die-westbahn
Beste Grüße, Phil
@ #2 Hallo Boris,
Danke für den Hinweis. Die Klimaticket-Situation ist tatsächlich völlig absurd. Ich gehe aber doch davon aus, dass "die Politik" dank massivem öffentlichem Druck wenigstens "in absehbarer Zeit" eine akzeptable Lösung finden wird.
Die zweite kafkaeske österreichische Groteske ist natürlich, dass die neue Koralmbahn-Trasse keine Haltestelle am Flughafen Graz hat, obwohl das Flughafengelände durch die Neubautrasse direkt untertunnelt ist. Anscheinend wurde dies politisch vom damaligen Kärntner Landeshauptmann verhindert, weil er dadurch für den Flughafen in Klagenfurt verstärkte Konkurrenz durch den Flughafen Graz im Nachbarbundesland Steiermark verhindern wollte ...
Apropos Konkurrenz: erfreulich ist natürlich, dass ab März 2026 nicht nur die ÖBB, sondern auch die (private) Westbahn die Südstrecke bedienen wird. 5x täglich Wien - Graz - Klagenfurt - Villach und retour.
https://corporate.westbahn.at/presse/westbahn-mit-1-maerz-2026-ab-in-den-sueden/
Und nochmal Konkurrenz: die Westbahn hat gerade den Fuhrpark mit 4 neuen, bereits 2019 bestellten Dosto-Zügen aus China von CRRC erweitert - Miete auf 10 Jahre mit Kaufoption. Großer Aufschrei.
https://wien.orf.at/stories/3328502/
Felix Austria!
LG Georg
Danke für den Hinweis. Die Klimaticket-Situation ist tatsächlich völlig absurd. Ich gehe aber doch davon aus, dass "die Politik" dank massivem öffentlichem Druck wenigstens "in absehbarer Zeit" eine akzeptable Lösung finden wird.
Die zweite kafkaeske österreichische Groteske ist natürlich, dass die neue Koralmbahn-Trasse keine Haltestelle am Flughafen Graz hat, obwohl das Flughafengelände durch die Neubautrasse direkt untertunnelt ist. Anscheinend wurde dies politisch vom damaligen Kärntner Landeshauptmann verhindert, weil er dadurch für den Flughafen in Klagenfurt verstärkte Konkurrenz durch den Flughafen Graz im Nachbarbundesland Steiermark verhindern wollte ...
Apropos Konkurrenz: erfreulich ist natürlich, dass ab März 2026 nicht nur die ÖBB, sondern auch die (private) Westbahn die Südstrecke bedienen wird. 5x täglich Wien - Graz - Klagenfurt - Villach und retour.
https://corporate.westbahn.at/presse/westbahn-mit-1-maerz-2026-ab-in-den-sueden/
Und nochmal Konkurrenz: die Westbahn hat gerade den Fuhrpark mit 4 neuen, bereits 2019 bestellten Dosto-Zügen aus China von CRRC erweitert - Miete auf 10 Jahre mit Kaufoption. Großer Aufschrei.
https://wien.orf.at/stories/3328502/
Felix Austria!
LG Georg
Beitrag editiert am 10. 12. 2025 15:38.
Koralmbahn - offizielle Eröffnung - falls jemand Zeit für und Lust auf Live-Video hat ... .png)
https://orf.at/stories/3414192/
LG Georg
https://orf.at/stories/3414192/
LG Georg
Guten Tag,
irgendwann habe ich mal eine Sendung im TV gesehen, in der die Meinung vertreten wurde, dass es durchaus Alternativen zu Schallschutzwänden gibt. Allerdings gäbe es auch eine sehr einflussreiche Beton-Lobby. Dabei ging es um Deutschland.
Ich wohne übrigens gut 50 Meter von einer dicht befahrenen Güterzugstrecke ohne Schallschutzwand entfernt. Bei geschlossenem schon 40 Jahre altem Fenster höre ich die Züge nicht.
Gruß
Frank
irgendwann habe ich mal eine Sendung im TV gesehen, in der die Meinung vertreten wurde, dass es durchaus Alternativen zu Schallschutzwänden gibt. Allerdings gäbe es auch eine sehr einflussreiche Beton-Lobby. Dabei ging es um Deutschland.
Ich wohne übrigens gut 50 Meter von einer dicht befahrenen Güterzugstrecke ohne Schallschutzwand entfernt. Bei geschlossenem schon 40 Jahre altem Fenster höre ich die Züge nicht.
Gruß
Frank
Beitrag editiert am 12. 12. 2025 18:24.
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