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THEMA: Geschwindigkeit Doppeltraktion

THEMA: Geschwindigkeit Doppeltraktion
Startbeitrag
knotob - 06.12.25 08:45
Hallo, ich versuche mein Set von Hobbytrain, H2965 (BR193+BR189) auf einander abzustimmen.. Verbaut ist jeweils ein D&H PDMU10 Dekoder. Die Höchstgeschwindigkeit ist auf 160kmh als beste gemeinsame Annahme ausgelegt.CV5 steht jetzt bei beiden auf dem Wert 70. damit ist die BR189 einen kleinen Tucken langsamer. Wenn ich bei der einen oder der anderen Lok die CV5 um eins erhöhe oder senke ist der Unterschied zu groß. Hat jemand eventuell eine Idee wo ich noch etwas drehen kann?
Danke
Tobias

Hallo Tobias!

Geringe Differenzen wirst Du nicht vermeiden können. Es gibt zwei Möglichkeiten:
Du steuerst die Doppeltraktion per Computer. Dieser gleicht die Differenzen aus.
Oder Du verwendest eine Möglichkeit, die ich bei meinem ICE 1 angewandt habe. Bei mir hat nur einer der beiden motorisierten Triebköpfe Haftreifen. So gleichen sich kleine Differenzen aus, und in auch in engeren Gleisbögen werden keine Zwischenwagen aus der Kurve gedrückt. Das hätte bei Dir natürlich nur Sinn, wenn Du die beiden Loks immer in Doppeltraktion einsetzt. Ansonsten sind geringe Geschwindigkeitsabweichungen eigentlich auch kein Problem. Die Loks sind schwer genug, um das ausgleichen zu können.

Herzliche Grüße
Elmar
Hallo Tobias,

hast Du die CVs 66/95 für die Trimmung ausprobiert?

Grüße
Stephan
Hallo Tobias,

selbst bei baugleichen Loks eines Herstellers kann es schon im Analogbetrieb erheblich unterschiedliche Fahrverhalten gegeben. Im Digitalbetrieb kann man das verbessern aber nie zu 100% kompensieren.

Wenn du die schnellere Lok vor den Wagen und die langsamere Lok als "Vorspann" einsetzt, dann fällt das im Fahrbetrieb so gut wie nicht mehr auf. Probiere es doch einfach aus.

Mit Selectrix konnte man das mit den wenig zur Verfügung stehenden Parametern vor dreißig Jahren schon recht gut einstellen. Mit den vielen zur Verfügung stehenden CV unter DCC ist das heute schon fast ein Luxus (aber überfordert vielleicht auch viele Modellbahner).

Grüße
Markus
Danke euch.
Mit der Trimmung habe ich es in der Zwischenzeit probiert und jetzt ist der Unterschied wirklich minimal. Das muss so reichen😊👍
Danke
Tobias
Im Echtbetrieb laufen auch nicht beide Loks exakt gleich. Würden Sie das tun, hätte die vordere nichts zu tun, außer ihre eigene Masse zu bewegen, und die Anhängelast bliebe komplett an Lok 2 hängen. Die Differenz wird also dadurch ausgeglichen, dass die geringfügig schnellere Lok der anderen Last abnimmt und dadurch stärker als diese gebremst wird. Somit regelt sich das von selbst.
Bei der Modellbahn läuft das ganz ähnlich. Die schnellere Lok zieht oder schiebt die andere ein wenig mit, sodass am Ende beide gleich laufen.

Gruß
Falco
Hallo Falco
Das widerspricht ja, der Aussage von Markus in #3
Das die schneller Lok als Vorspan dient ist ja eigenlich logisch.?
oder bin ich auf dem Falschen Fuss?
lasse mich gerne Belehren!
Gruss
Henri
der viele Doppeltraktionen Fährt in der Gebirgs MOBA


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Nabend.

Die Vorspannlok - auch im Modell ist der Booster und muss ein klein wenig mehr Anzug haben als die Zuglok, die am Zug hängt.

Es genügt also wenn man den Trimm nur so annähert., dass die Vorspannlok ganz minimal schneller ist.

ACHTUNG!

Bei Mehrfachtraktion muss die Lastregelungsautomatik die viele Hersteller als das nonplsultra anbieten ausgeschaltet werden. Sonst "bekämpfen" sich die Decoder. Du musst also wirklich "frei Hand" die Loks fahren können. Dazu gehört auch, dass man CV 06 auf Wert 0 stellt.

Lernt man, wenn man US Bahner wird. Sonst bekommst Probleme, wenn der Zug dann auch mal 3 - 4 Loks im "ellenlangen" Zug hat.

Und natürlich den Verband auf Consistadresse fahren lassen.

Viel Spaß bei Mehrfachtraktion.

Noch einen Tipp: Multitraktion ist am Besten OHNE Haftreifen zu fahren. Die Fahrphysik ändert sich zum Besseren. So kann auch mal eine Lok "schleudern" ohne das was am Motor und Getriebe kaputt geht. Ist ein Modell absolut zu leicht ist Ballastieren die bessere Lösung.

Grüße.

Frank



Zitat - Antwort-Nr.: 6 | Name: Henri

Das die schneller Lok als Vorspan dient ist ja eigenlich logisch.?



Hallo Henri,

nein. Wenn die schnellere Lok mit dem Zug genau so schnell ist wie die langsamere Vorspann-Lok dann sind beide Loks bei einer Doppeltraktion annähernd gleich schnell unterwegs. Das will man eigentlich auch erreichen.
Wenn die schnellere Lok als Vorspann-Lok die langsamere Lok und den kompletten Zug ziehen muss wird das Getriebe der schnelleren Lok überlastet. Das kann im Extremfall zur Zerstörung der Haftreifen oder zu gebrochen Zahnrändern führen. Bei meiner Roco 1044 ist das damals passiert.
Auf meiner alten Anlage hatte ich viele Güterzüge genau so in Doppeltraktion gefahren. Mit einer dritten Lok (Altbaulok Baureihe 193 Minitrix) habe ich manuell die Schiebelok gesteuert da diese nach dem Umbau auf Faulhaber viel zu langsam für eine Mehrfachtraktion war, Das manuelle Schieben (über einem zweiten Handregler) hat in Verbindung mit 4,5m langen Güterzügen richtig Spaß gemacht obwohl man höllisch aufpassen musste das nichts entgleist oder die Schiebelok zu schnell/ zu langsam war.

Grüße
Markus
Wir reden ja von GERINGEN/geringsten Geschwindigkeitsunterschieden. Jede Lok für sich ist ohne Last schneller als mit Last. Ist die geringfügig schnellere Lok in der Mitte, wird sie zwar theoretisch von der Frontlok gebremst, aber eben de facto doch nicht, denn der Wagenzug hinten dran belastet bzw. bremst Lok 2 weit stärker. Somit hat Lok 1 einen Vorteil bzw. weniger Anhängelast und gewinnt wiederum Abstand zur eigentlich schnelleren zweiten Lok.

In anderer Reihung mit der schnelleren Lok vorne unterstützt diese Lok 2 beim Ziehen des Zuges, wird damit aber langsamer und die entlastete Lok 2 schneller. Also auch hier gleicht sich das Tempo an.

Physikalisch sollte es also keinen Unterschied ergeben, im Falle der Modellbahn würde ich aber tatsächlich das erstgenannte Szenario bevorzugen. So zumindest die Theorie. Ausprobieren zeigt natürlich, wie es am besten flutscht. Meine Aussagen beziehen sich natürlich letzten Endes auf Loks mit konstanter Stromzuführung. Wenn der Digitaldecoder mit eigenem Regelkreis ankommt, kann sich das anders verhalten.

Wie gesagt, bei signifikanten Unterschieden wird das hinfällig. Die schnellere Lok darf die langsamere nie so stark ziehen oder schieben, dass dort die Räder langsamer drehen als die Geschwindigkeit des Zuges ist.

Viele Grüße
Falco



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